Dr. Seuss – My book about me

Dieses schon fast antike Buch von dem bekannten und beliebten Dr. Seuss ist thematisch nach den grundlegenden Themen aufgebaut, die bereits in der Grundschule im Englischunterricht behandelt werden. Die Seiten beinhalten vorbereitete Felder zum Ausfüllen. Es geht zuerst darum sein Äußeres zu beschreiben: die Augenfarbe, die Haarfarbe, die Größe der Hände und Füße, Geburtsdatum, Lieblingsessen, Haustier, Lieblingsfarbe, Hobbies, Berufe, Gefühle und vieles mehr. Auf stolzen 72 Seiten werden auch Vorschläge gesammelt, aus denen man eine individuell passende Antwort aussuchen kann. Es ist somit ein Pool an breitgefächertem Wortschatz vorgegeben. Alle Vorschläge werden mit einem passenden Bild unterstützt und erleichtern das Verständnis.

Dieses Buch eignet sich hervorragend als Portfolio für den Englischunterricht. Ich würde persönlich nicht alle Seiten ausfüllen lassen, da sie zum Teil veraltet sind, wenn es z.B. darum geht einzutragen in welchem Land man lebt, wird für Deutschland noch Ost- und Westdeutschland als Auswahlmöglichkeit vorgeschlagen.

Die Bandbreite des dargebotenen Wortschatzes ist jedoch sehr gut gelungen. Auch die bereits vorbereiteten Satzanfänge, wie „When I grow up, I want to be …“ sind für die Grundschule gut geeignet. Oft haben die Kinder die Möglichkeit noch etwas Persönliches dazu zu malen, wie etwa den eigenen Handumriss oder die Haare. Alle Seiten sind unterschiedlich gestaltet und es lässt sich noch Vieles, eventuell im Unterricht Unbehandeltes, entdecken.

Auch für zu Hause ist dieses Buch eine gute Beschäftigungsmöglichkeit, sofern die Wortfelder in der Schule schon behandelt wurden.

Dieses Buch ist wirklich sehr anregend und motivierend. Außerdem lässt sich so ein Buch sehr gut als ein wertvolles Erinnerungsstück aufbewahren. Es hat halt einen anderen Stellenwert, als die bereits gewohnten Schnellhefter. Die Anschaffung liegt mit 12 Euro für vier Schuljahre auch im ertragbaren Rahmen.

Abwechslungsreich, motivierend und breitgefächert.

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Lucy Cousins – Katy Cat and Beaky Boo

Katy Cat stellt sich vor und beschreibt ihr Aussehen, einschließlich ihrer Farbe, äußerlichen Merkmale (whiskers, beak, trunk), passenden Tiergeräuschs (cock-a-doodle-doo, moo), Kleidung (shorts, boots, hat),  Lieblingsessen (grass, fish, cheese) und Wohnumgebung (shell, hive).

Gleichzeitig fragt Katy Cat ihren besten Freund Beaky Boo die entsprechenden Fragen: „I am wearing pants. What are you wearing?/ I live in a house. Where do you live?“ Hinter durchschnittlich vier Klappen pro Doppelseite verstecken sich alternative Antwortmöglichkeiten, wobei nur eine  Antwort auf Beaky Boo zutrifft.

Die Illustrationen sind alle sehr farbenfroh und minimalistisch. Die unterschiedlichen Merkmale sind trotzdem eindeutig herausgearbeitet und unterstützen das Verständnis. Unter jeder Klappe wird das jeweilige Wort auch schriftlich dargestellt.

Dieses Bilderbuch riecht einfach nach einer Prüfungsstunde! Hier sind so viele Themengebiete versammelt, dass es perfekt als Grundlage für die Herstellung der Einübung eines Dialogs in Form von Rätseln eignet. Auf Plakaten können die SuS in kleinen Gruppen sich ein Themengebiet vornehmen und im Sinne des „spiralcurricularen Lernen“ die bereits behandelten Wortfelder und dazu passende Satzstrukturen bildlich und schriftlich, als Erinnerungsstütze für den Rest der Klasse, festhalten. Die Adjektive scaly, prickly, woolly, feathery können auch als fächerübergreifendes Projekt im Kunstunterricht als fühlbare Vorlagen erstellt werden.

Ich bin von diesem Buch sehr begeistert und werde es sicherlich auch selbst ausprobieren. Ich bin ganz froh darüber gestolpert zu sein!

(Falls es jemand ausprobiert, teilt mir doch bitte eure Erfahrungen hier mit! Danke!)

Ein Bilderbuch, das viele Themengebiete nach dem Lehrplan NRW für den Englischunterricht der Grundschule anschneidet und kindgerecht und dazu noch spannend verpackt!

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Petr Horácek – One spotted giraffe

In diesem herausragenden Bilderbuch können bereits sehr junge Kinder unterschiedliche Tiere entdecken und zählen. Auf jeder Doppelseite werden Tiere dargestellt, beginnend wie der Titel es bereits suggeriert, mit einer gefleckten Giraffe. Um die Schätzung zu überprüfen darf eine Klappe geflippt werden und siehe da: Es poppt die richtige Zahl ganz im Muster des jeweiligen Tieres heraus. Gleich darunter wird die richtige Zahl ausgeschrieben dargestellt.

Neben den Zahlen und Tieren können ganz nebenbei unterschiedliche, zu den Tieren passende Adjektive, eingeführt oder vertieft werden: snappy crocodiles, striped zebras, slithering snakes oder die furry pandas.

Dieses Buch habe ich sehr schnell in mein Lehrerherz geschlossen. Nicht nur, dass es so wunderschöne und farbenfrohe Illustrationen enthält und mit Aktivität in Form des Umklappens und der dahinter steckenden Überraschung verbunden ist, nein, es ist für den Englischunterricht ideal!

Die Seiten sind nicht überfrachtet und weisen eine immer wiederkehrende Satzaufbaustruktur auf. Es kann genauso gut zur Einführung von Zahlen, als auch zur Wiederholung der Zahlen und zur Einführung des Wortfeldes „Tiere“ benutzt werden. Auch im dritten Schuljahr kann es in der „English Corner“ als Nachschlagewerk dazu dienen passenden Adjektive zu finden, um unterschiedliche „wild animals“ zu beschreiben.

In einem kleinen Leporello können die Kinder anschließend ihre Lieblingstiere nach dem gleichen Muster malen, die Mengenangaben trainieren und eventuell sogar nach der vorgegebenen Satzstruktur beschriften. Als Differenzierung können auch Lücken gelassen werden, die die SuS je nach Lernstand ausfüllen.

Ein perfektes Bilderbuch für den frühen Englischunterricht zu den Themen „Zahlen“ und „Tiere“.

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Ilona Holterdorf und Petra Proßowsky – Kleine Yoga-Rituale für jeden Tag

Die Umsetzung dieses Buch habe ich in der Praxis erlebt und war ganz begeistert! Eine Kollegin hat aus einer Notwendigkeit heraus, die Kinder sportlich beschäftigen zu müssen, eine Kinder-Yoga-Stunde im täglichen Stundenplan etabliert. Auf einem großen Teppich und ganz ohne Schuhe, konnten die Kinder ihre Muskeln durch spielerische und kindgerechte Aktivitäten entspannen und abwechselnd auch anspannen. Für sie war es in der abschließenden Reflexionsrunde das Highlight des Schultags und das sagt schon viel über die Effektivität und den Attraktivitätswert aus. Als Grundlage lag der Lehrkraft dieses Buch vor!

Auf insgesamt 140 Seiten wird eine große Bandbreite an Übungen und Spielen zum Abschalten, Entspannen und Regenerieren präsentiert. Die Yoga-ABC-Kartei (siehe Bild unten) beinhaltet alle vorgestellten Übungen, die meisten davon sind nach Tieren benannt oder stammen aus der unmittelbaren Lebenswelt der Kinder. So  können sie sich die Namen viel besser merken und haben einen direkten Bezug dazu. Der Affengruß erinnert sehr stark an das Trommeln eines Gorillas auf die Brust, der Fisch auf einer Flosse ist ebenfalls leicht zu merken, genauso wie die aufblühende Lotusblume.

Als Einstieg in die Yoga-Stunde werden neun Anfangsrituale vorgeschlagen, die abwechselnd und immer erweiternd eingesetzt werden können. Es sind zum Teil Streck- und Dehnübungen oder einfach nur Lieder zur Auflockerung der Muskeln. Zur Förderung von Konzentration und Selbstbewusstsein stehen 17 Sprechverse, die rhythmisch gesprochen  werden und zusätzlich instrumental unterlegt werden können, zur Auswahl. Zahlreiche Kreisspiele und Massagen zur Entspannung runden das Angebot ab.

Es finden sich auch einige hilfreiche Reflexionsvorschläge für den gemeinsamen Abschluss einer Yoga-Stunde wieder.

Die mitgelieferte DVD gibt einen Einblick in eine mögliche Umsetzung dieser Übungen im Klassenzimmer. An einer Berliner Schule darf man Mäuschen spielen und Kinder bei ihren Spielen, Sprechversen und Übungen beobachten.

Dieses Buch kann tatsächlich ganz ohne Vorkenntnisse auf dem Yoga-Gebiet eingesetzt werden. Die Übungen sind alle unabhängig voneinander aufgebaut und können ganz individuell ausgesucht und jongliert werden. Es stellt sich schon bald heraus, welche Vorlieben vorherrschen. Die Anleitungen sind sehr kleinschrittig und unterstützen mit vielen Bildern den Ablauf der einzelnen Bewegungen.

Die ABC-Kartei kann auf farbiges Papier gedruckt und für Spiele laminiert werden. Auch als sich immer erweiterndes Plakat macht es viel her. Das dazu passende Bild ist auf jeder Übung abgebildet und verdeutlicht auch jüngeren Kindern, die noch nicht lesen können, was zu machen ist.

Die authentischen Umsetzungsbeispiele auf der DVD zeigen wie einfach die vorgeschlagenen Yoga-Rituale umgesetzt werden können. (Obwohl ich Yoga mit Schuhen und zwischen Tischen und Stühlen für nicht allzu sinnvoll halte…)

Durch die große Variationsbandbreite und keine strikt vorgegebene Vorgehensweise, stellt sich dieses Buch als das perfekte Yoga-Buch für jüngere Kinder heraus. In der Praxis durfte ich vor allem die Erfolge dieser Vorschläge sehen!

Die Verlagsseite gewährt einen Einblick in die ersten 20 Seiten: hier entlang.

Ein sehr empfehlenswertes Werk mit einfachen Yoga-Ritualen für jeden Tag!

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Giles Andreae – Giraffes can’t dance

Das Bilderbuch „Giraffes can’t dance“ spielt in einem Dschungel. Zu dem jährlich stattfindenden Jungle-Dance versammeln sich Tiere, um ihre Tanzkünste vorzuführen. Während die Nashörner ihr Bestes in Rock-n-roll geben, beeindrucken die Affen mit einem grandiosen Cha-Cha-Cha, und die Warzenschweine glänzen mit dem klassischen Waltzer. Nur der schlacksige Gerald blamiert sich unentwegt und zeigt auch dieses Jahr allen Tieren, dass er zwei linke Hufe hat. Beschämt zieht sich die Giraffe in den Wald zurück und trifft hier auf eine weise Grille. Sie verrät ihm, dass alle Tiere unterschiedlich sind und daher jeder ein anderes Lied zum Tanzen benötigt: „you just need a different song“.

Mit dem neuen Selbstvertrauen ist Gerald nun in der Lage, im Mondschein des Dschungels und unter der ganz eigenen Musik, die nur er hören kann, alle anderen Tiere von seiner neuen Beweglichkeit und dem ganz eigenen Rhythmusgefühl zu beeindrucken.

Das auf Reimen aufgebaute Bilderbuch stellt am Anfang der Geschichte ein Tier dar, welches von den anderen gemobbt wird und mithilfe eines guten Ratschlags schließlich zu neuem Selbtsvewusstsein findet. Wir erleben eine gefühlsbetonte Reise von einem Individuum, das von anderen aufgrund seiner Andersartigkeit ausgelacht und verstossen wird. Durch den  Glauben an sich selbst und die Unterstützung anderer, wächst Gerald letztendlich über sich selbst hinaus.

Das Bilderbuch kann wunderbar im Englischunterricht der Grundschule zum Thema „wild animals“ eingesetzt werden. Hierbei  finden die wichtigsten wilden Tiere wie elephants, rhinos, monkeys, lions, snakes und crocodiles Erwähnung und einige andere werden beim Jungle Dance abgebildet. Auch das Aussehen der Tiere wird kurz angeschnitten, Gerald mit seinen „thin legs“ und „long neck“, sodass hier auch auf die äußere Beschreibung der Tiere eingegangen und der Wortschatz um einige Ausdrücke erweitert werden kann. Durch die reimende Sprache sind einige Ausdrücke für Grundschüler etwas schwer zu verstehen, was jedoch durch die unterstützende Mimik und Gestik der Lehrkraft ausgeglichen werden kann. Auch als Umsetzung zum Theaterstück eignet sich die Geschichte sehr gut, da viele Kinder mitmachen und die Sprechrollen von den Kindern auf ganz eigenem Niveau aufbereitet und eventuell gar erweitert werden können.
Weitere Unterrichtsideen und zum Buch passende Bildkarten findet man als Download beim Oldenbourg-Verlag.

Da auch unterschiedliche Tanzstile vorgestellt werden und das ganz eigene Rhythmusgefühl eine wichtige Rolle spielt, eignet sich das Bilderbuch auch sehr gut für den fächerübergreifenden Unterricht. Im Musikunterricht können hierzu unterschiedliche Tänze ausprobiert und das Rhythmusgefühl thematisiert werden.

Gerald was a tall giraffe
Whose neck was long and slim,
But his knees were awfully bandy
And his legs were rather thin.

Ein ergreifendes  Bilderbuch über die Suche nach dem eigenen Selbstvertrauen, das sehr gut im fremdsprachlichen Unterricht eingesetzt werden kann.

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Josephine Kronfli und Pit Budde – Fliegende Feder

Das Buch bietet eine große Zahl an indianischen Geschichten, Liedern, Tänzen, Flötenmelodien und Spielen. Die vorgestellten Bastelprojekte rund um Kleidung, Essen, und Spielzeuge ermöglichen ein intensives Eintauchen in das Leben, die Kultur und die Religion der Indianer. Ein beigefügter Bastelbogen erleichtert die Umsetzung der zahlreichen Gestaltungsideen. Die CD fasst viele Geschichten und alle Lieder, als optimale Ergänzung zum Buch, zusammen.

Die Indianer sind für viele Kinder ein faszinierendes Thema. Sowohl Mädchen als auch Jungen können sich gleichermaßen für diese Kultur begeistern. Dieses Buch betrachte ich als eine Inspirationsquelle für Lehrer und Erzieher, die ein Projekt rund um die Thematik „Indianer“ planen. Die Vorschläge sind breit gefächert und können im Kunst-, Musik-, Sachunterricht und Deutsch eingesetzt werden. Viele Ideen können ebenso in Stationen zum selbstständigen Arbeiten und Basteln angeboten werden.

Der Titel „Fliegende Feder“ orientiert sich an einem Kinderspielzeug, welches sehr leicht herzustellen ist und im Weit-, Hoch- oder Zielwurf Anwendung finden kann.

Das Inhaltsverzeichnis ist thematisch angelegt. Mir persönlich fiel hier die Orientierung schwer. Denn was kann sich schon unter der Überschrift „Wir sind die singenden Sterne“ oder „In Schönheit möge es auf uns regnen“ verbergen? Viel hilfreicher fand ich somit das Register im Anhang. Hier werden alle Geschichten, Lieder, Rezepte, Flötenmelodien, Spiele, Tänze und Basteleien unter den jeweiligen Kategorien alphabetisch sortiert dargestellt. Das Lied Taino Tee hat das Potenzial an mein Lieblingslied „Fly like an eagle“ heranzukommen.  Leider fehlt im Buch die eine Strophe mit dem englischen Text. Auf der CD vermisse ich  die Playback-Versionen zu den jeweiligen Liedern. Auch wäre es zeitsparender und praktischer bei der Übersicht der Lieder die jeweilige Seitenzahl zum Liedtext im Buch anzugeben.

Kennen lernen der indianischen Kultur mit einer Fülle an Spielen, Liedern, Tänzen, Geschichten und Basteleien. Eine schöne Inspirationsquelle!

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Dr. Jessica Lütge – 155 Spiele für gelingende Unterrichtsphasen

Auf 207 Seiten werden in diesem Sammelband 155 Spiele für die Klassen 1-4 vorgestellt. In zehn thematisch gegliederten Kapiteln sind Spiele zum Kennenlernen, Gruppenbildung, Vorwissenaktivierung, Unterrichtseinstieg, für mehr Kommunikation, für Kreativität und Kooperation, als Muntermacher für zwischendurch, zum Lerninhalte festigen und zum Stundenabschluss und vor den Ferien zu finden. Die Kapitel folgen grob der Chronologie des Unterrichts- bzw. Schuljahresablaufs.

Neben Spielen für Einstieg, Erarbeitung und Stundenabschluss, werden so genannte „soft skills“ wie Kommunikations- Teamfähigkeit, Kreativität, Problemlösen und Eigenverantwortung mit eingebunden. Die Darstellung der Spiele ist immer nach folgenden 7 Aspekten aufgebaut: Ziel, Dauer, Material, Sozialform, so geht’s, Variante, Kommentar. Während die ersten vier Kategorien ziemlich kurz gehalten werden, sind die darauf folgenden Bausteine ziemlich ausführlich beschrieben.

Kindern lernen durchs Spielen. Und zwar nicht nur im Kleinkindalter, sondern auch noch danach. Die Einbindung von Spielen in der Schulpraxis ist daher zur Selbtsverständlichkeit geworden. Der Unterricht wird so aufgelockert und erfährt durch sinnvoll eingesetzte Spiele einen Mehrwert, den man sich zunutze machen sollte. Spiele sorgen für eine angenehme Atmosphäre, motivieren und lassen die Konzentration wieder ansteigen – vor allem, wenn die Kinder die Sinnhaftigkeit und den persönlichen Nutzen des Spiels erkennen.

Die in diesem Sammelband vorgestellten Spiele sind alle in der täglichen Unterrichtspraxis erprobt worden. Das merkt man vor allem der Kategorie „Kommentar“ an. Hier werden sinnvolle Differenzierungsvorschläge erwähnt oder auch auf die Gefahren eines Durcheinanders hingewiesen. Es sind stets wertvolle Tipps dabei, die bei der Planung sehr hilfreich sein können. Auch die Abwandlung der Spiele für ältere Kinder oder auch Erwachsene ist interessant und lobenswert.

Die meisten Spiele lassen sich mit geringem Aufwand und oft ohne Material umsetzen. Das finde ich sehr praktisch, vor allem wenn die Spiele als Muntermacher für zwischendurch einzusetzen sind und nicht in einer Materialschlacht enden.

Beim Durchlesen habe ich mich oft dabei erwischt wie ich meine Markierungsstreifen an meine Lieblingsspiele anbrachte. Am Ende wurde es durch die Vielzahl der Post-its so unübersichtlich, dass ich mich dazu entschloss wieder alle zu entfernen und dem Buch einen Platz in meinem „Regal der besten Methoden-Handbücher für jeden Tag“ zu widmen. Das Geld ist in diesem Alltagshelfer wirklich gut investiert!

Eine sehr gelungene Sammlung praktischer und alltagstauglicher Spiele für jede Gelegenheit.


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Bettina Briddigkeit et. al. – Deutsch als Zweitsprache – systematisch fördern

Diese Sammlung an Fördermaterialien basiert auf dem Bilderbuch Die Maus, die hat Geburtstag heut von Paul Maar. Alle Übungen beziehen sich auf das Bilderbuch und bauen aufeinander auf. Da Bilderbücher einen hohen Aufforderungscharakter haben, eignen sie sich besonders gut für Sprechanlässe. Der Fokus dieser Materialien liegt auf der sprechenden Förderung der Zweitsprache. Vielfältige Sprachübungen und Lernspiele fördern den mündlichen Spracherwerb spielerisch und abwechslungsreich. Dabei werden nicht nur einzelne Wörter (Nomen, Artikel, Verben, Präpositionen, Adjektive), sondern vor allem Satzstrukturen eingeübt.

Das Förderbuch ist in Lerneinheiten und Vertiefungseinheiten aufgebaut. Es beruht auf dem spiralcurricularen Lernen. Bereits gelernte Satzstrukturen und Wörter werden immer wieder erneut aufgegriffen und in Vertiefungseinheiten erweitert. Zu jedem Kapitel, das in sich abgeschlossen ein sprachliches Thema behandelt, gibt es Arbeitsblätter. Hierbei können die SuS selbstständig das gemeinsam Erarbeitete wiederholen und festigen. Diese können auch unabhängig von dem Bilderbuch eingesetzt werden. Es geht darum den passenden Begleiter zu finden, die Verben mit den passenden Nomen zu verbinden oder einfach nur das richtige Wort zum Bild aufzuschreiben. Am Ende jedes Kapitels befinden sich passend zum sprachlichen Thema Lieder oder Verse.

Neben bekannten Spielen wie Memory oder Bingo, werden auch tolle Frage-Antwort-Spiele vorgestellt. Da sie stets passend zum sehr motivierenden Bilderbuch in Verbindung stehen und ein großer Wert auf die Einbindung von Realia gelegt wird, kommt den Kindern das Lernen  spielerisch und sehr natürlich vor.

Ich habe diese Unterrichtsmaterialien in einer kleinen Fördergruppe angewandt und die Kinder fanden nicht nur das Bilderbuch sehr unterhaltsam, sondern waren auch sehr dankbar für die Unterscheidung von Nomen (eckige Minibildkarten) und Verben (runde Minibildkarten), die sie in ihrer Wörterbox gesammelt haben. Die Erstklässler haben sehr früh verinnerlicht vor welchen Wörtern ein Begleiter stehen muss, ohne dass wir es explizit grammatikalisch erläutern mussten.

Ein rundum gelungener Vorschlag zur Förderung der Zweitsprache Deutsch.

Deutsch als Zweitsprache – systematisch fördern

beim Persen Verlag (inkl. Einsicht in das Inhaltsverzeichnis und Musterseiten)

Meike Munser-Kiefer und Eva-Maria Kirschhock – Lesen im Leseteam trainieren

Dieses Buch stellt ein Trainingsprogramm vor, das speziell für die besonderen Bedürfnisse von Grundschulkindern an der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt und unter dem Titel „Leseprofi im Leseteam“ an zahlreichen Schulen erprobt wurde. Das Besondere dabei ist, dass die SuS die Lesetexte nicht in Einzelarbeit, sondern in der Kleingruppe – dem sogenannten Leseteam – bearbeiten. Nach der Einführung von Lesestrategien übernimmt jedes Kind in seinem Leseteam für einen Textabschnitt die Lehrerrolle und leitet seine Mitschüler zur richtigen Anwendung der Strategien an. So werden auch allgemeine Schlüsselkompetenzen wie Kooperations-, Kommunikations- und Konfliktlösefähigkeit gezielt angebahnt und eingeübt.

Dieser Band enthält 25 komplette Trainingseinheiten mit ausführlichen Unterrichtsverläufen und Tafelbildern. Außerdem werden 150 Kopiervorlagen für Arbeitsblätter, Lesetexte, Folien und Übungsmaterial bereit gestellt.

Das vorgestellte Programm gliedert sich in vier Teile: Einführung (Ich werde ein Leseprofi!), Lesefertigkeit (Blitzlesen im Leseteam trainieren), Leseverständnis (Lesestrategien im Leseteam trainieren) und Trainingsphase. Zu den Lesestrategien gehören: Unklarheiten beseitigen, Fragen stellen und beantworten, Zusammenfassen, Vorhersagen.

Das Führen eines Leseprofihefts soll der Motivation und Ergebnissicherung dienen. Die Einheiten sind tabellarisch dargestellt mit genauer Angabe der Lehrer-Schüler-Aktivitäten. Dabei werden die Schritte Anknüpfung, evtl. Motivation, Erarbeitung, Sicherung, Reflexion und evtl. Hausaufgabe beachtet.

Das Programm ist so angelegt, dass es vollständig durchzuführen ist, obwohl einzelne Strategien kürzer gefasst bzw. übersprungen werden können.

Lesestrategien sind für die Lesekompetenz von sehr großer Bedeutung. Daher sollen sie auch schon früh angebahnt und explizit bewusst gemacht werden. Hier knüpft dieses Programm an und verbindet die Einübung der Lesestrategien in der kooperativen Form der sogenannten Leseteams. Die Herangehensweise erinnert sehr stark an das reziproke Lesen, eine Lesemethode bei der vier SuS einen Text abschnittweise gemeinsam erarbeiten. Sie übernehmen abwechselnd verschiedene Aufgaben, die auf Rollenkarten vermerkt sind.

Da das Leseinteresse bei diesem Programm nicht im Fokus steht (siehe S. 7), bin ich auch von den meisten vorgegebenen Lesetexten nicht besonders angetan. Da wäre mir eine kleine Textauswahl lieber gewesen, aus der sich die SuS ihren Interessen entsprechend einen Texte aussuchen könnten. Hier würde ich den Unterricht doch noch weiter öffnen wollen, als es bei diesem Programm der Fall ist. Ich bin ebenfalls kein Fan von strikt vorgegebenen Verläufen, da ich denke, dass man es von Lerngruppe zu Lerngruppe abwandeln muss. Daher würde ich persönlich die Trainigseinheiten als Inspiration sehen und die Ziele, die dahinter stecken zum Teil anders angehen. Die stetige, sinnvolle Einbindung von Reflexionsimpulsen ist dagegen sehr gut gelungen und stellt eine Bereicherung dar.

Insgesamt ist der Gedanke, der hinter diesem Programm steckt, eine sehr zu befürwortende strukturierte Leseförderung, die bereits vom BLLV prämiert wurde.

Zu diesem Konzept bietet der Auer Verlag eine Materialbox an, die 1 Buch mit 12 neuen Lesetexten und dazugehörigen Kurzlexika, ein  Lerntagebuch, 300 Wort- und Stationenkarten, einen Strategietest und eine CD-ROM mit allen Arbeitsblättern und Wortkarten als veränderbare Word-Dateien enthält.

Ein zeitaufwändiges Trainigsprogramm mit einer sinnvollen Zielsetzung.

 

Lesen im Leseteam trainieren

beim Auer Verlag (inkl. Einsicht in das Inhaltsverzeichnis und Musterseiten)

Jochen Schmidt – Rituale im Englischunterricht der Grundschule

Das Ziel dieses Materials ist, so Jochen Schmidt, die Lehrkräfte „bestmöglich bei der Entwicklung und Durchführung eines gut strukturierten, planvollen und gleichzeitig frischen, lebendigen und produktiven Englischunterrichts in der Grundschule zu unterstützen“ (S. 6).

Dazu wurde in diesem Buch eine vielfältige Auswahl an praxiserprobten Inhalten zusammengefasst. Da wären z.B. Tipps (inkl. Fotos) für eine sprachbegleitende Gestik und Mimik, Reime, Lieder, Spiele, useful classroom phrases (Encouragement, class openers, group formation etc.), pupils‘ language (inkl. phrase sheet). Der Einsatz von Schaukarten  ist ebenfalls bedeutsam und dient der Unterstützung verbaler Kommunikation. Hier werden unterschiedliche Schaukarten zu Arbeits- und Sozialform wie zu circle game, dialogue, group discussion, semi-circle oder zu Unterrichtsphasen wie z.B. work quietly, It’s reading time, playful learning etc. als Vorlagen in DIN-A5 bereit gestellt.

Ein Stimmungs- und Lautstärkebarometer gehört zu weiteren Ritualvorschlägen, die die Tagesform abfragen oder den Unruhezustand im Klassenzimmer veranschaulichen sollen. Auch die Ritualisierung durch akustische Signale wird hervorgehoben und die Sinnhaftigkeit dieses Hilfsmittels erläutert.

Zahlreiche Karten dienen als Vorlage für eine abwechslungsreiche Gruppeneinteilung und classroom rules (siehe Bild unten) sind selbstverständlich ebenfalls ein fester Bestandteil des Englischunterrichts, die den SuS  Sicherheit geben.

Die Vielzahl an Materialkarten und Vorlagen befindet sich im veränderbaren Word-Format auf der beiliegenden CD.

Jochen Schmidts Schwerpunkte liegen in der praktischen Lehrerausbildung und das merkt man dem umfangreichen Materialpaket sofort an. Alle angesprochenen Rituale und Regeln dienen der Verbesserung des classroom managements, was eine enorme Bedeutung für den Unterrichtsfluss hat. Sie bilden sogenannte „sichere Inseln“, die besonders für eine Fremdsprache außerordentlich wichtig sind. Ritualisierte Handlungsabläufe machen den einsprachigen Unterricht erst möglich. Struktur und Kontinuität vermögen präventiv auf Unterrichtsstörungen zu wirken und können ferner Beständigkeit und Verlässlichkeit gewährleisten, um den SuS einen geschützten Lernraum für das Experimentieren mit der Fremdsprache zu bieten.

Viele Bausteine werden auch so im Fachseminar den Lehramtsanwärtern ans Herz gelegt. Sehr erfrischend fand ich den Vorschlag zur spielerischen Überprüfung des derzeitigen Wortschatzstandes mithilfe von Willy the Word Worm  und Sandy the Sentence Snake. Das werde ich sicherlich zukünftig auch ausprobieren. Die Ernennung zum King and Queen of the Month, ist ebenfalls eine tolle Wertschätzung für besonders gelungene Leistungen und eine großartige Motivationsstrategie.

Das Buch stellt eine sehr gelungene Materialsammlung dar, die ich jeder Englischlehrkraft wärmstens empfehlen kann!

Lehramtsanwärter werden hier eine wertvolle Fundgrube mit vielen gewinnbringenden Ideen finden und erfahrene Unterrichtsprofis die ein oder andere Anregung den Englischunterricht abwechslungsreich und motivierend zu gestalten.

Rituale im Englischunterricht der Grundschule

beim Persen Verlag (inkl. Einsicht in das Inhaltsverzeichnis und Musterseiten)