Giles Andreae – Giraffes can’t dance

Das Bilderbuch „Giraffes can’t dance“ spielt in einem Dschungel. Zu dem jährlich stattfindenden Jungle-Dance versammeln sich Tiere, um ihre Tanzkünste vorzuführen. Während die Nashörner ihr Bestes in Rock-n-roll geben, beeindrucken die Affen mit einem grandiosen Cha-Cha-Cha, und die Warzenschweine glänzen mit dem klassischen Waltzer. Nur der schlacksige Gerald blamiert sich unentwegt und zeigt auch dieses Jahr allen Tieren, dass er zwei linke Hufe hat. Beschämt zieht sich die Giraffe in den Wald zurück und trifft hier auf eine weise Grille. Sie verrät ihm, dass alle Tiere unterschiedlich sind und daher jeder ein anderes Lied zum Tanzen benötigt: „you just need a different song“.

Mit dem neuen Selbstvertrauen ist Gerald nun in der Lage, im Mondschein des Dschungels und unter der ganz eigenen Musik, die nur er hören kann, alle anderen Tiere von seiner neuen Beweglichkeit und dem ganz eigenen Rhythmusgefühl zu beeindrucken.

Das auf Reimen aufgebaute Bilderbuch stellt am Anfang der Geschichte ein Tier dar, welches von den anderen gemobbt wird und mithilfe eines guten Ratschlags schließlich zu neuem Selbtsvewusstsein findet. Wir erleben eine gefühlsbetonte Reise von einem Individuum, das von anderen aufgrund seiner Andersartigkeit ausgelacht und verstossen wird. Durch den  Glauben an sich selbst und die Unterstützung anderer, wächst Gerald letztendlich über sich selbst hinaus.

Das Bilderbuch kann wunderbar im Englischunterricht der Grundschule zum Thema „wild animals“ eingesetzt werden. Hierbei  finden die wichtigsten wilden Tiere wie elephants, rhinos, monkeys, lions, snakes und crocodiles Erwähnung und einige andere werden beim Jungle Dance abgebildet. Auch das Aussehen der Tiere wird kurz angeschnitten, Gerald mit seinen „thin legs“ und „long neck“, sodass hier auch auf die äußere Beschreibung der Tiere eingegangen und der Wortschatz um einige Ausdrücke erweitert werden kann. Durch die reimende Sprache sind einige Ausdrücke für Grundschüler etwas schwer zu verstehen, was jedoch durch die unterstützende Mimik und Gestik der Lehrkraft ausgeglichen werden kann. Auch als Umsetzung zum Theaterstück eignet sich die Geschichte sehr gut, da viele Kinder mitmachen und die Sprechrollen von den Kindern auf ganz eigenem Niveau aufbereitet und eventuell gar erweitert werden können.
Weitere Unterrichtsideen und zum Buch passende Bildkarten findet man als Download beim Oldenbourg-Verlag.

Da auch unterschiedliche Tanzstile vorgestellt werden und das ganz eigene Rhythmusgefühl eine wichtige Rolle spielt, eignet sich das Bilderbuch auch sehr gut für den fächerübergreifenden Unterricht. Im Musikunterricht können hierzu unterschiedliche Tänze ausprobiert und das Rhythmusgefühl thematisiert werden.

Gerald was a tall giraffe
Whose neck was long and slim,
But his knees were awfully bandy
And his legs were rather thin.

Ein ergreifendes  Bilderbuch über die Suche nach dem eigenen Selbstvertrauen, das sehr gut im fremdsprachlichen Unterricht eingesetzt werden kann.

bei amazon.de (book and audio-CD)

Josephine Kronfli und Pit Budde – Fliegende Feder

Das Buch bietet eine große Zahl an indianischen Geschichten, Liedern, Tänzen, Flötenmelodien und Spielen. Die vorgestellten Bastelprojekte rund um Kleidung, Essen, und Spielzeuge ermöglichen ein intensives Eintauchen in das Leben, die Kultur und die Religion der Indianer. Ein beigefügter Bastelbogen erleichtert die Umsetzung der zahlreichen Gestaltungsideen. Die CD fasst viele Geschichten und alle Lieder, als optimale Ergänzung zum Buch, zusammen.

Die Indianer sind für viele Kinder ein faszinierendes Thema. Sowohl Mädchen als auch Jungen können sich gleichermaßen für diese Kultur begeistern. Dieses Buch betrachte ich als eine Inspirationsquelle für Lehrer und Erzieher, die ein Projekt rund um die Thematik „Indianer“ planen. Die Vorschläge sind breit gefächert und können im Kunst-, Musik-, Sachunterricht und Deutsch eingesetzt werden. Viele Ideen können ebenso in Stationen zum selbstständigen Arbeiten und Basteln angeboten werden.

Der Titel „Fliegende Feder“ orientiert sich an einem Kinderspielzeug, welches sehr leicht herzustellen ist und im Weit-, Hoch- oder Zielwurf Anwendung finden kann.

Das Inhaltsverzeichnis ist thematisch angelegt. Mir persönlich fiel hier die Orientierung schwer. Denn was kann sich schon unter der Überschrift „Wir sind die singenden Sterne“ oder „In Schönheit möge es auf uns regnen“ verbergen? Viel hilfreicher fand ich somit das Register im Anhang. Hier werden alle Geschichten, Lieder, Rezepte, Flötenmelodien, Spiele, Tänze und Basteleien unter den jeweiligen Kategorien alphabetisch sortiert dargestellt. Das Lied Taino Tee hat das Potenzial an mein Lieblingslied „Fly like an eagle“ heranzukommen.  Leider fehlt im Buch die eine Strophe mit dem englischen Text. Auf der CD vermisse ich  die Playback-Versionen zu den jeweiligen Liedern. Auch wäre es zeitsparender und praktischer bei der Übersicht der Lieder die jeweilige Seitenzahl zum Liedtext im Buch anzugeben.

Kennen lernen der indianischen Kultur mit einer Fülle an Spielen, Liedern, Tänzen, Geschichten und Basteleien. Eine schöne Inspirationsquelle!

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Dr. Jessica Lütge – 155 Spiele für gelingende Unterrichtsphasen

Auf 207 Seiten werden in diesem Sammelband 155 Spiele für die Klassen 1-4 vorgestellt. In zehn thematisch gegliederten Kapiteln sind Spiele zum Kennenlernen, Gruppenbildung, Vorwissenaktivierung, Unterrichtseinstieg, für mehr Kommunikation, für Kreativität und Kooperation, als Muntermacher für zwischendurch, zum Lerninhalte festigen und zum Stundenabschluss und vor den Ferien zu finden. Die Kapitel folgen grob der Chronologie des Unterrichts- bzw. Schuljahresablaufs.

Neben Spielen für Einstieg, Erarbeitung und Stundenabschluss, werden so genannte „soft skills“ wie Kommunikations- Teamfähigkeit, Kreativität, Problemlösen und Eigenverantwortung mit eingebunden. Die Darstellung der Spiele ist immer nach folgenden 7 Aspekten aufgebaut: Ziel, Dauer, Material, Sozialform, so geht’s, Variante, Kommentar. Während die ersten vier Kategorien ziemlich kurz gehalten werden, sind die darauf folgenden Bausteine ziemlich ausführlich beschrieben.

Kindern lernen durchs Spielen. Und zwar nicht nur im Kleinkindalter, sondern auch noch danach. Die Einbindung von Spielen in der Schulpraxis ist daher zur Selbtsverständlichkeit geworden. Der Unterricht wird so aufgelockert und erfährt durch sinnvoll eingesetzte Spiele einen Mehrwert, den man sich zunutze machen sollte. Spiele sorgen für eine angenehme Atmosphäre, motivieren und lassen die Konzentration wieder ansteigen – vor allem, wenn die Kinder die Sinnhaftigkeit und den persönlichen Nutzen des Spiels erkennen.

Die in diesem Sammelband vorgestellten Spiele sind alle in der täglichen Unterrichtspraxis erprobt worden. Das merkt man vor allem der Kategorie „Kommentar“ an. Hier werden sinnvolle Differenzierungsvorschläge erwähnt oder auch auf die Gefahren eines Durcheinanders hingewiesen. Es sind stets wertvolle Tipps dabei, die bei der Planung sehr hilfreich sein können. Auch die Abwandlung der Spiele für ältere Kinder oder auch Erwachsene ist interessant und lobenswert.

Die meisten Spiele lassen sich mit geringem Aufwand und oft ohne Material umsetzen. Das finde ich sehr praktisch, vor allem wenn die Spiele als Muntermacher für zwischendurch einzusetzen sind und nicht in einer Materialschlacht enden.

Beim Durchlesen habe ich mich oft dabei erwischt wie ich meine Markierungsstreifen an meine Lieblingsspiele anbrachte. Am Ende wurde es durch die Vielzahl der Post-its so unübersichtlich, dass ich mich dazu entschloss wieder alle zu entfernen und dem Buch einen Platz in meinem „Regal der besten Methoden-Handbücher für jeden Tag“ zu widmen. Das Geld ist in diesem Alltagshelfer wirklich gut investiert!

Eine sehr gelungene Sammlung praktischer und alltagstauglicher Spiele für jede Gelegenheit.


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Bettina Briddigkeit et. al. – Deutsch als Zweitsprache – systematisch fördern

Diese Sammlung an Fördermaterialien basiert auf dem Bilderbuch Die Maus, die hat Geburtstag heut von Paul Maar. Alle Übungen beziehen sich auf das Bilderbuch und bauen aufeinander auf. Da Bilderbücher einen hohen Aufforderungscharakter haben, eignen sie sich besonders gut für Sprechanlässe. Der Fokus dieser Materialien liegt auf der sprechenden Förderung der Zweitsprache. Vielfältige Sprachübungen und Lernspiele fördern den mündlichen Spracherwerb spielerisch und abwechslungsreich. Dabei werden nicht nur einzelne Wörter (Nomen, Artikel, Verben, Präpositionen, Adjektive), sondern vor allem Satzstrukturen eingeübt.

Das Förderbuch ist in Lerneinheiten und Vertiefungseinheiten aufgebaut. Es beruht auf dem spiralcurricularen Lernen. Bereits gelernte Satzstrukturen und Wörter werden immer wieder erneut aufgegriffen und in Vertiefungseinheiten erweitert. Zu jedem Kapitel, das in sich abgeschlossen ein sprachliches Thema behandelt, gibt es Arbeitsblätter. Hierbei können die SuS selbstständig das gemeinsam Erarbeitete wiederholen und festigen. Diese können auch unabhängig von dem Bilderbuch eingesetzt werden. Es geht darum den passenden Begleiter zu finden, die Verben mit den passenden Nomen zu verbinden oder einfach nur das richtige Wort zum Bild aufzuschreiben. Am Ende jedes Kapitels befinden sich passend zum sprachlichen Thema Lieder oder Verse.

Neben bekannten Spielen wie Memory oder Bingo, werden auch tolle Frage-Antwort-Spiele vorgestellt. Da sie stets passend zum sehr motivierenden Bilderbuch in Verbindung stehen und ein großer Wert auf die Einbindung von Realia gelegt wird, kommt den Kindern das Lernen  spielerisch und sehr natürlich vor.

Ich habe diese Unterrichtsmaterialien in einer kleinen Fördergruppe angewandt und die Kinder fanden nicht nur das Bilderbuch sehr unterhaltsam, sondern waren auch sehr dankbar für die Unterscheidung von Nomen (eckige Minibildkarten) und Verben (runde Minibildkarten), die sie in ihrer Wörterbox gesammelt haben. Die Erstklässler haben sehr früh verinnerlicht vor welchen Wörtern ein Begleiter stehen muss, ohne dass wir es explizit grammatikalisch erläutern mussten.

Ein rundum gelungener Vorschlag zur Förderung der Zweitsprache Deutsch.

Deutsch als Zweitsprache – systematisch fördern

beim Persen Verlag (inkl. Einsicht in das Inhaltsverzeichnis und Musterseiten)

Meike Munser-Kiefer und Eva-Maria Kirschhock – Lesen im Leseteam trainieren

Dieses Buch stellt ein Trainingsprogramm vor, das speziell für die besonderen Bedürfnisse von Grundschulkindern an der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt und unter dem Titel „Leseprofi im Leseteam“ an zahlreichen Schulen erprobt wurde. Das Besondere dabei ist, dass die SuS die Lesetexte nicht in Einzelarbeit, sondern in der Kleingruppe – dem sogenannten Leseteam – bearbeiten. Nach der Einführung von Lesestrategien übernimmt jedes Kind in seinem Leseteam für einen Textabschnitt die Lehrerrolle und leitet seine Mitschüler zur richtigen Anwendung der Strategien an. So werden auch allgemeine Schlüsselkompetenzen wie Kooperations-, Kommunikations- und Konfliktlösefähigkeit gezielt angebahnt und eingeübt.

Dieser Band enthält 25 komplette Trainingseinheiten mit ausführlichen Unterrichtsverläufen und Tafelbildern. Außerdem werden 150 Kopiervorlagen für Arbeitsblätter, Lesetexte, Folien und Übungsmaterial bereit gestellt.

Das vorgestellte Programm gliedert sich in vier Teile: Einführung (Ich werde ein Leseprofi!), Lesefertigkeit (Blitzlesen im Leseteam trainieren), Leseverständnis (Lesestrategien im Leseteam trainieren) und Trainingsphase. Zu den Lesestrategien gehören: Unklarheiten beseitigen, Fragen stellen und beantworten, Zusammenfassen, Vorhersagen.

Das Führen eines Leseprofihefts soll der Motivation und Ergebnissicherung dienen. Die Einheiten sind tabellarisch dargestellt mit genauer Angabe der Lehrer-Schüler-Aktivitäten. Dabei werden die Schritte Anknüpfung, evtl. Motivation, Erarbeitung, Sicherung, Reflexion und evtl. Hausaufgabe beachtet.

Das Programm ist so angelegt, dass es vollständig durchzuführen ist, obwohl einzelne Strategien kürzer gefasst bzw. übersprungen werden können.

Lesestrategien sind für die Lesekompetenz von sehr großer Bedeutung. Daher sollen sie auch schon früh angebahnt und explizit bewusst gemacht werden. Hier knüpft dieses Programm an und verbindet die Einübung der Lesestrategien in der kooperativen Form der sogenannten Leseteams. Die Herangehensweise erinnert sehr stark an das reziproke Lesen, eine Lesemethode bei der vier SuS einen Text abschnittweise gemeinsam erarbeiten. Sie übernehmen abwechselnd verschiedene Aufgaben, die auf Rollenkarten vermerkt sind.

Da das Leseinteresse bei diesem Programm nicht im Fokus steht (siehe S. 7), bin ich auch von den meisten vorgegebenen Lesetexten nicht besonders angetan. Da wäre mir eine kleine Textauswahl lieber gewesen, aus der sich die SuS ihren Interessen entsprechend einen Texte aussuchen könnten. Hier würde ich den Unterricht doch noch weiter öffnen wollen, als es bei diesem Programm der Fall ist. Ich bin ebenfalls kein Fan von strikt vorgegebenen Verläufen, da ich denke, dass man es von Lerngruppe zu Lerngruppe abwandeln muss. Daher würde ich persönlich die Trainigseinheiten als Inspiration sehen und die Ziele, die dahinter stecken zum Teil anders angehen. Die stetige, sinnvolle Einbindung von Reflexionsimpulsen ist dagegen sehr gut gelungen und stellt eine Bereicherung dar.

Insgesamt ist der Gedanke, der hinter diesem Programm steckt, eine sehr zu befürwortende strukturierte Leseförderung, die bereits vom BLLV prämiert wurde.

Zu diesem Konzept bietet der Auer Verlag eine Materialbox an, die 1 Buch mit 12 neuen Lesetexten und dazugehörigen Kurzlexika, ein  Lerntagebuch, 300 Wort- und Stationenkarten, einen Strategietest und eine CD-ROM mit allen Arbeitsblättern und Wortkarten als veränderbare Word-Dateien enthält.

Ein zeitaufwändiges Trainigsprogramm mit einer sinnvollen Zielsetzung.

 

Lesen im Leseteam trainieren

beim Auer Verlag (inkl. Einsicht in das Inhaltsverzeichnis und Musterseiten)

Jochen Schmidt – Rituale im Englischunterricht der Grundschule

Das Ziel dieses Materials ist, so Jochen Schmidt, die Lehrkräfte „bestmöglich bei der Entwicklung und Durchführung eines gut strukturierten, planvollen und gleichzeitig frischen, lebendigen und produktiven Englischunterrichts in der Grundschule zu unterstützen“ (S. 6).

Dazu wurde in diesem Buch eine vielfältige Auswahl an praxiserprobten Inhalten zusammengefasst. Da wären z.B. Tipps (inkl. Fotos) für eine sprachbegleitende Gestik und Mimik, Reime, Lieder, Spiele, useful classroom phrases (Encouragement, class openers, group formation etc.), pupils‘ language (inkl. phrase sheet). Der Einsatz von Schaukarten  ist ebenfalls bedeutsam und dient der Unterstützung verbaler Kommunikation. Hier werden unterschiedliche Schaukarten zu Arbeits- und Sozialform wie zu circle game, dialogue, group discussion, semi-circle oder zu Unterrichtsphasen wie z.B. work quietly, It’s reading time, playful learning etc. als Vorlagen in DIN-A5 bereit gestellt.

Ein Stimmungs- und Lautstärkebarometer gehört zu weiteren Ritualvorschlägen, die die Tagesform abfragen oder den Unruhezustand im Klassenzimmer veranschaulichen sollen. Auch die Ritualisierung durch akustische Signale wird hervorgehoben und die Sinnhaftigkeit dieses Hilfsmittels erläutert.

Zahlreiche Karten dienen als Vorlage für eine abwechslungsreiche Gruppeneinteilung und classroom rules (siehe Bild unten) sind selbstverständlich ebenfalls ein fester Bestandteil des Englischunterrichts, die den SuS  Sicherheit geben.

Die Vielzahl an Materialkarten und Vorlagen befindet sich im veränderbaren Word-Format auf der beiliegenden CD.

Jochen Schmidts Schwerpunkte liegen in der praktischen Lehrerausbildung und das merkt man dem umfangreichen Materialpaket sofort an. Alle angesprochenen Rituale und Regeln dienen der Verbesserung des classroom managements, was eine enorme Bedeutung für den Unterrichtsfluss hat. Sie bilden sogenannte „sichere Inseln“, die besonders für eine Fremdsprache außerordentlich wichtig sind. Ritualisierte Handlungsabläufe machen den einsprachigen Unterricht erst möglich. Struktur und Kontinuität vermögen präventiv auf Unterrichtsstörungen zu wirken und können ferner Beständigkeit und Verlässlichkeit gewährleisten, um den SuS einen geschützten Lernraum für das Experimentieren mit der Fremdsprache zu bieten.

Viele Bausteine werden auch so im Fachseminar den Lehramtsanwärtern ans Herz gelegt. Sehr erfrischend fand ich den Vorschlag zur spielerischen Überprüfung des derzeitigen Wortschatzstandes mithilfe von Willy the Word Worm  und Sandy the Sentence Snake. Das werde ich sicherlich zukünftig auch ausprobieren. Die Ernennung zum King and Queen of the Month, ist ebenfalls eine tolle Wertschätzung für besonders gelungene Leistungen und eine großartige Motivationsstrategie.

Das Buch stellt eine sehr gelungene Materialsammlung dar, die ich jeder Englischlehrkraft wärmstens empfehlen kann!

Lehramtsanwärter werden hier eine wertvolle Fundgrube mit vielen gewinnbringenden Ideen finden und erfahrene Unterrichtsprofis die ein oder andere Anregung den Englischunterricht abwechslungsreich und motivierend zu gestalten.

Rituale im Englischunterricht der Grundschule

beim Persen Verlag (inkl. Einsicht in das Inhaltsverzeichnis und Musterseiten)

Rosanna Pradella und Hanne Türk – Die große Kinderzeichenschule

Kurze Reime und dazu passende step-by-step Zeichenanleitungen: Das macht Spaß!

Das Buch beginnt mit einfachen Schwungübungen: Frei aus dem Handgelenk heraus führen sie zu Grundformen wie Kringeln, Strichen und Zacken. Aus den Kringeln entsteht sehr bald eine Raupe, aus den Zacken ein Krokodil. Neben Bauernhoftieren werden Bäume, Fische, Vögel, Zootiere, Fahrzeuge,  Hexen, Prinzessinnen, Burgen, Piraten, Clowns und Mädchen und Jungen Schritt-für-Schritt gezeichnet.

Der Kasten ist noch leer.
Da muss ein Kringel her.
Was schaut da oben raus?
Was wird da unten draus?
Ein Bein zuerst allein, und dann das zweite Bein.
Ein Maul, mit dem er quakt. Und hörst du, was er sagt?
Nimm Grün und Gelb und quak mich an, damit ich lauter quaken kann!

Alle Kinder zeichnen gerne. Zeichnen ist für die kindliche Entwicklung sehr bedeutsam. Es fördert die visuelle Wahrnehmung, Abstraktionsvermögen und das Zusammenspiel von Hand und Auge. Das Kind kann durch das Zeichnen seine Gefühle äußern und lernt den Umgang mit Stift und Papier. Das Zeichnen von Kringeln, Kreisen, Vierecken und Zacken stellt ganz nebenbei Vorübungen zum Schreibenlernen dar.

Durch das Mitsprechen von Reimen, die die Schrittfolgen kommentieren, soll das Zeichnen erleichtert werden. Außerdem macht es Spaß und die Gedichte beinhalten meist lustige Geschichten. Das Buch kann aber auch von den Kindern alleine genutzt werden. Die einzelnen Schritte sind mit Nummern beschriftet, sodass das Kind sofort weiß, wo es anfangen soll. Vielleicht sollte im Vorfeld mit dem Kind gemeinsam besprochen werden, dass das Radiergummi ein freundlicher und wichtiger Helfer ist. Dieser entfernt im Zeichenprozess Hilfslinien. Denn das Ausradieren gehört zum Zeichnen genauso dazu wie das Hinzufügen von Strichen.

Das Buch kann ebenso für Erwachsene, die oft mit Kindern arbeiten, als Inspirationsquelle genutzt werden. So aus dem Stegreif könnte ich auch kein Eichhörnchen oder einen stolzen Hahn zeichnen. Dabei bedarf es nur weniger, einfacher Striche!

Diese Schritt-für-Schritt Zeichenanleitungen lassen Kinder Erfolge erleben und durch Reime den rhythmischen Klang der Sprache wahrnehmen. Zeichnen auf vergnügliche Art und Weise!

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Britta Koopmann und Dagmar Rucys – Schreibprofi

Der Schreibprofi wird vom Verlag für SuS ab dem 2. Schuljahr empfohlen und bietet zu 18 unterschiedlichen Themen* ein Angebot an sprachlichen Strukturen, Wörtern und Textbausteinen. Die Themen sind an die kindlichen Interessen und Schreibabsichten angelehnt und in einem übersichtlichen Klappensystem sortiert (siehe Bild unten). Die Textbausteine stellen eine ideale Grundlage für das generative Schreiben dar, welches den Kindern ermöglicht Texte auf Basis vorgegebener Textmuster zu schreiben. Durch das Austauschen einzelner individuell ausgewählter Textelemente können so eigene Texte produziert werden.

Ergänzt werden die Themen durch Beispieltexte, die den SuS einen Eindruck vermitteln, wie die fertigen Texte aussehen können. Die Kinder können sich dadurch inspirieren lassen oder sich einige Formulierungen abschauen und für den eigenen Text übernehmen. Jede Themenseiten beginnt mit der Konstruktion einfacher und kurzer Sätze und führt dann zu komplexeren Sätzen. Die Angebote zur Textproduktion sind alle farblich unterschiedlich, je nach Satzbaustein, gekennzeichnet.

Besonders für spracharme Kinder und Kinder mit Migrationshintergrund stellt diese Schreibhilfe eine enorme Unterstützung dar. Mit diesem „Bauplan“ an kurzen und aber auch längeren Satzstrukturen sind den Kindern Schreiberfolge garantiert. Dabei entscheiden die Kinder individuell über die Variationen der angebotenen Strukturen und kombinieren nach persönlichen Möglichkeiten und Interessen die Satzbausteine. Leistungsstarke Kinder können den Schreibprofi für die Überarbeitung eigener Texte nutzen, um variable Ausdrücke einzubauen und den Text wirkungsvoller klingen zu lassen.

Die 36 Kopiervorlagen enthalten Übungen, mit denen das Schreiben von eigenen Texten vereinfacht werden soll. Die SuS erstellen zu Beginn des Schreibprozesses einen Mind-Map und planen anhand ausgewählter Wörter ihren eigenen Text. Daran schließend sollen Satzanfänge aus dem Schreibprofi für die Produktion eigener Texte genutzt werden. Die Übungen bauen alle nach demselben Muster auf und lassen leider wenig Abwechslung zu.

Die Idee SuS etwas Konkretes und Greifbares an die Hand zu geben, um ihnen den Schreibprozess zu vereinfachen, finde ich toll. Auf ganz individuelle Weise können so Texte verändert und ergänzt werden. Die Kinder bekommen hier nicht nur Ideen zur sprachlichen Umsetzung, sondern auch inhaltliche Impulse zu den unterschiedlichsten Themen. Die vorformulierten Beispieltexte wirken als Modelle und zeigen, wie so ein Text auf unterschiedlichen Niveaus aussehen kann. Lediglich die Illustrationen auf dem Klappbuch und dem Heft  wirken leicht veraltet und nicht ganz zeitgemäß. Da hätte ich mir eine Überarbeitung gewünscht. Ansonsten bin ich von dieser Hilfe mit vorbildlichen Texten und Satzbausteinen für die Schülerhand positiv überrascht und empfehle es als einen festen Bestandteil für die Schreibecke in jedem Klassenzimmer.

*Themen:
Alles über mich; Mein Zuhause; Wütend, traurig, froh; Als ich klein war – wenn ich groß bin; Kuscheltiere und Piratenschiff; Menschen um mich herum; Gesund und fit; Mein Lieblingstier; Im Zoo; Freizeit und Hobby; Feste feiern; Geld; Rund ums Buch; Es spukt; Ritter und Burgen; In der Märchenwelt; Abenteuer; Die Zeitmaschine

Ein  Einblick in die Kopiervorlagen ist hier zu finden: Musterseiten (aus dem Finken Verlag)

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Anwenderfreundliches Nachschlagewerk für das Schreiben und Überarbeiten von eigenen Texten.

Hermann Josef Winzen – Pfiffikus – Der Sprachgestalter und Mit Pfiffikus auf Wörterfang

Der Sprachgestalter ist ein praktisches Nachschlagewerk zur Wortschatzerweiterung und Ausdrucksverbesserung für Schülerinnen und Schüler (SuS) der Grundschule. Der Pfiffikus bietet zahlreiche wertvolle Formulierungs- und Überarbeitungshilfen für den Schreibprozess an. Auf den Klappen finden sich die Oberbegriffe für die jeweiligen Themen. Dabei handelt es sich nicht nur um Wörter, sondern auch um bestimmte Ausdrücke und geläufige Redensarten.

Folgende Themen sind in diesem Klappbuch zu finden:
sagen, gehen, sehen, denken/fühlen, machen, essen/trinken, schnell/langsam, leise/laut, groß/klein, stark/schwach, ganz/kaputt, zuerst/dann/inzwischen/zuletzt, Farben, Formen, Muster, Wie Menschen aussehen, Wie das Wetter ist, zufrieden/unzufrieden, Glück haben/Pech haben, aufgeregt/entspannt, vorsichtig/unvorsichtig, Mut haben/Angst haben, gefährlich/ungefährlich, verärgert/wütend, freundlich/unfreundlich, schön/nicht schön, dumm/klug

Die Mit Pfiffikus auf Wörterfang – Kopiervorlagen fassen 45 Arbeitsblätter, die sich darauf konzentrieren, den SuS den Umgang mit dem Nachschlagewerk nahe zu bringen. Erst wenn die Kinder wissen, wie man mit diesem Nachschlagewerk umgeht und die treffenden Wörter und Ausdrücke findet, erweist sich das Klappbuch als effektiv. Die Kopiervorlagen zielen darauf den SuS zu zeigen, welche Möglichkeiten in diesem Nachschlagewerk stecken.

Die Anordnung der Begriffe im Sprachgestalter und der dazugehörigen Synonyme ist sehr übersichtlich. Durch unterschiedliche Farben ist gleich erkennbar, welche Begriffe voneinander abzugrenzen sind und wo es sich um Ausdrücke und Redensarten handelt. Die farbigen Illustrationen unterstützen die Bedeutung der Begriffe und bringen eine schöne Abwechslung. Neben zahlreichen Verben, Adjektiven, Temporaladverbien, Farben und Formen findet sich eine tolle Übersicht über alle nötigen Wörter zur Personenbeschreibung und zur Darstellung der Wetterlage.

Allerdings ist das Zurechtfinden in der Fülle an Begriffen nicht ganz so einfach. Dafür erweist sich die vorbereitende Arbeit mit den Kopiervorlagen als sehr hilfreich. Dadurch bekommt man so langsam ein Gespür für die Bandbreite der Möglichkeiten mit diesem Sprachgestalter. Man findet Arbeitsblätter, die sich speziell auf die variantreiche Darstellung der Gefühle konzentrieren und die SuS nach Synonymen für „zufrieden“, „lustig“ oder „verärgert“ suchen lassen. Auch die Thematik Märchen findet Erwähnung, denn schließlich werden bei dieser Textsorte viele Redewendungen verwendet: „strotzte vor Kraft“/ „lief schon das Wasser im Munde zusammen“ etc. Ein Bilder-Quiz rundet die Sammlung der Kopiervorlagen ab, indem es darum geht, bestimmte Illustrationen im Nachschlagewerk zu suchen und ihre Bedeutung aufzuschreiben.

Die Lehrpläne halten Lehrerinnen und Lehrer dazu an, ihre SuS das Lernen zu lernen. Dieses Nachschlagewerk erweist sich als eine tolle Unterstützung nicht nur für Textplanungsphase, sondern auch für die Überarbeitung der eigenen Texte. Das Klappbuch kann nach erfolgreicher Einführung und Darstellung des Umgangs ein fester Bestandteil im Klassenraum werden, das je nach Wunsch und Bedarf von den SuS für ihre Texte hinzugezogen werden kann.

Doch auch für zu Hause ist dieses Klappbuch eine effektive Hilfe, wenn es darum geht treffende und abwechslungsreiche Begriffe und Ausdrücke zu finden, um den eigenen Text interessanter und wirkungsvoller klingen zu lassen.

Ein  Einblick in die Kopiervorlagen ist hier zu finden: Musterseiten(aus dem Finken Verlag)

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Eine effektive, auf die Selbstständigkeit der Kinder aufbauende Formulierungshilfe für eigene Texte!

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Karl-Dieter Bünting – Wortarten entdecken

In den LBG Kopiervorlagen „Wortarten entdecken“ steht die Entwicklung und Förderung der Sprachkompetenz im Vordergrund. Das vielfältige Übungsmaterial wurde für die Jahrgangsstufen 3 und 4 entwickelt und dreht sich um die Welt der Sprache. Die Vorschläge zeigen, wie man mit Wortschatz und grammatischen Mustern umgeht und integriert  Übungformen wie Lückentexte und Kreuzworträtsel.

Insgesamt werden neun Wortarten angeschnitten bzw. behandelt: Nomen, Verben, Adjektive, Adverbien, Pronomen, Präpositionen, Konjunktionen, Interjektionen und Numeralia. Das Buch geht davon aus, dass alle Wortarten bereits eingeführt wurden und konzentriert sich ausschließlich auf die Übung. Des Weiteren wird auf die Bausteine in der Gliederung eines Textes eingegangen und Absätze und Strophen in Gedichten und Liedern thematisiert. Deklination spielt ebenfalls eine Rolle, sowohl von Nomen, als auch von Adjektiven und Präpositionen. Den Schluss bildet in diesen Kopiervorlagen das Kapitel „Ordnungen im Wortschatz“. Hier sollen Wörter in Wortfamilien zusammengefasst, Wörter nach Ober- und Unterbegriffen sortiert und Antonyme gefunden werden.

Eine CD mit editierbaren Kopiervorlagen als PDF- und Word-Dokument bildet eine zusätzliche Ergänzung.

Die deutsche Wortgrammatik hat so ihre Tücken. Viele sprachliche Phänomene bedürfen daher intensiverer Auseinandersetzung und ergänzender Übung. Diese Kopiervorlagen bieten, nach sinnvoll gestalteten Kapiteln, eine Übersicht über die wichtigsten grammatischen Grundbegriffen und ihre Besonderheiten.

Alle Arbeitsblätter dienen der Übung und müssten daher schon im Unterricht vorher behandelt worden sein. Umso mehr irritiert mich daher der Titel „Wortarten entdecken“, denn hier wird eher die Wortbildung und der Umgang mit Wortarten erprobt und vertieft.

Die Arbeitsblätter sind grundsätzlich übersichtlich gestaltet. Ich hätte mir jedoch gewünscht den Anfangskommentar auf jedem Arbeitsblatt von der jeweiligen Aufgabenstellung noch deutlicher zu trennen, durch eine veränderte Schriftgröße oder fettgedruckte Buchstaben. Auch erscheinen mir einige wenige Arbeitsblätter ziemlich voll gepackt zu sein, was man jedoch als Anpassung an die jeweilige Lerngruppe auf den editierbaren Kopiervorlagen ganz einfach ändern kann.
Sinnvoll wären ebenfalls Lösungsblätter gewesen, um den Schülerinnen und Schüler eine Selbstkontrolle zu ermöglichen. Das stellt für mich das größte Manko dieser Kopiervorlagen dar.

Nichtsdestotrotz bietet dieses Buch abwechslungsreiche Übungsformate, viele authentische Fotografien, einige übersichtliche Graphiken und damit verbunden hoffentlich eine tiefere Einsicht seitens der Kinder in die deutsche Grammatik!

Anregende Arbeitsblätter zu Übungszwecken der grammatischen Mustern mit einigen wünschenswerten Verbesserungen.


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