Lorenz Pauli und Claudia de Weck – Geld zu verkaufen!

Es ist Sommer. Im Garten arbeitet die Mutter von Milan am Laptop, während er Alma aus der Nachbarschaft beim Baumhausbau beobachtet. Kurzerhand besorgt die Mutter für ihn einen „Woodpecker-XXL-Bausatz“. Eifrig studiert er die Bauanleitung und sammelt das nötige Werkzeug. In der Zwischenzeit hat Alma ihm jedoch die Bretter gemopst und bereits ihr Baumhaus damit verschönert.

Wenn dort viel ist und hier wenig, dann teilt man. Das ist Gerechtigkeit.

Es beginnt eine Diskussion rund um Arbeit und Entlohnung. Es wird gehandelt und getauscht. Dabei ist Geld nicht die einzige Währung. Die beiden Kinder stiften Pläne, wie sie an Geld kommen und entwickeln eine charmante, kindgerechte Lösung. Letztlich stellen sie fest, dass die stärkste Währung die wahre Freundschaft bleibt!

Diese Thematik ist bei Bilderbüchern recht selten zu finden, dabei ist die Korrelation zur Erfahrungswelt der Kinder evident. Geld umgibt sie täglich. Die großen Bilder sind voller Trubel, sei es im Garten, im Werkzeugkeller oder im Supermarkt. Die Illustrationen vermitteln eine unruhige Atmosphäre, ein schwankendes Gefühl. Es ist die heutige Welt des Materialismus.

Damit verbunden ist für manche auch Unsicherheit oder Abhängigkeit. So scheut Claudia de Weck auch nicht Obdachlose zu integrieren. Eine passende Gegenüberstellung von einem Bettler auf der einen Seite und die beiden Kinder, die mit ihrer Geschäftsidee Geld ans Land holen, auf der anderen Seite. Dieses Wimmelbild hütet viele Entdeckungen. Ein junger Mann läuft mit Versandpäckchen umher, während auf seinem T-Shirt der Leitspruch „Just do it“ prangt. Ein Langfinger nutzt die Ablenkung einer Frau und bedient sich an ihrem Geld. Das ist unsere Welt. Das ist Kapitalismus.

Besonders gelungen ist die freche Diskussion der Kinder über Gerechtigkeit. Hier könnten ältere Klassen, sogar auch in der weiterführenden Schule, bezüglich des politischen Begriffs des „Kommunismus“ sich austauschen. Auch der Gedanke, dass für Geld etwas getan werden muss, ist spannend. Hier könnte ein Bogen zu „Taschengeld“ geschlagen werden und daran anknüpfend „Mithilfe im Haushalt“. Der Ausgang mit dem Fazit „Die stärkste Währung bleibt die Freundschaft“ ist lehrreich und zeigt, dass reich sein nicht gleich zu setzen mit glücklich ist.

Das Geld regiert die Welt, aber zum Glück nicht immer!

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Jochen Weeber und Fariba Gholizadeh – Henrietta spürt den Wind

Henriettas Lieblingsbeschäftigung in ihrer Freizeit ist das Computerspielen. Ihre Eltern kommen erst spätabends nach Hause. Sie ist viel alleine. Eines Tages landet ein Ball auf Henriettas feuriger Haarpracht. Die drei verantwortlichen Kinder starren auf den Bildschirm und erkundigen sich, was sie da tagein tagaus am Computer macht. Begeistert erklärt sie ihnen, dass sie Spinnen, Käfer und Frösche fängt.

Sie freundet sich mit den drei Kindern an und verabredet sich mit ihnen zum Spielen – DRAUßEN! Die Sonne schneit warm auf ihre Haut. Sie steckt sich Löwenzahn ins Haar, klettert auf Bäumen und johlt wie Indianer. Im kleinen Tümpel zeigen die Freunde Henrietta Kaulquappen und sie beobachten gemeinsam Frösche. Für einen kurzen Moment schließt sie die Augen und spürt den Wind leise durch die Bäume streichen.

Dieses Bilderbuch ist eine Liebeserklärung an die Wunder der Natur. Gleichzeitig verdeutlicht es die Entwicklung der heutigen Zeit viel zu viel Zeit am Computer oder Smartphone zu verbringen. Das leuchtend rote Haar der Protagonistin bildet einen auf­fälligen Kontrast zur blassen Welt des Digitalen. Die Kinder zeigen Henrietta wie wunderbar es ist die Umwelt selbst zu entdecken. Hier werden alle Sinne angesprochen und gemeinsam macht die Erkundung viel mehr Spaß. Es ist eine Waage zwischen „drinnen“ und „draußen, zwischen „digital“ und „in echt“.

Henrietta gelingt es ihrer Routine zu entfliehen, Hindernisse zu überwinden, indem sie sich dem Neuen gegenüber offen und mutig zeigt. Und genau dafür wird sie belohnt. Diese Szene von Henrietta im Wald mit einem Frosch in der Hand, mit geschlossenen Augen und dem wehenden Haar ist sehr rührend und zaubert Gänsehaut zugleich. Diese Illustrationen agieren als wirkungsvolle graphische Inszenierungen, die auch komplexe, oft kaum bewusste Zustände und Erfahrungen in anschauliche Bilder zu fassen wissen.

Eine wunderbare Geschichte über das Fühlen und Entdecken der Natur und die Schönheit der Freundschaft.

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Werner Holzwarth und Stefanie Jeschke – Guck mal, wie die gucken!

Eine Familie mit zwei Kindern macht einen Tagesausflug in den Zoo. Besonders die Affen werden voller Neugierde bestaunt. Manche Verhaltensweisen sind auf den Menschen schnell zu übertragen. Es wird gepopelt und gekratzt. Dem Mädchen fällt auf, dass ein älterer Affe graue Haare bekommt, so wie ihr Vater auch. Der Bauch sieht nach einem Trommelbauch aus, so wie beim eigenen Papa auch. Und als der Zoo schließt, sind nicht nur die Menschen traurig. Auch die Affen haben hinter Gittern ganz viel an den Zoobesuchern zu bestaunen.

Dieses Bilderbuch mit den  farbenfrohen Illustrationen von Stefanie Jeschke hat einen humorvollen Twist zum Ende der Geschichte. Hier findet ein Perspektivwechsel statt, der Kindern erklärt werden muss. Nachdem die Familie die Affen  genau beobachtet hat, kommen die Affen als Beobachter zu Wort und müssen feststellen „Wie gut, dass die hinter Gittern sind.“ Dabei sieht der Leser die beiden Kinder vor den Gittern Grimassen schneiden und brüllen, während die Affenfamilie seelenruhig die Zoobesucher bestaunt.

Die Thematik lässt sich wunderbar im Sachunterricht aufgreifen. Zum Schwerpunkt „Evolution“ können Vergleiche zur Entwicklung vom Affen zum Menschen gezogen werden. Dieses Bilderbuch ist ein motivierender und lustiger Aufhänger dafür, auch in den Klassen 3-4.

Angesichts der fundamentalen Bedeutung des Evolutionsverständnisses für die Entwicklung eines zeitgemäßen Weltbildes ist es befremdlich, dass Kinder in der Grundschule so wenig über dieses Thema erfahren – zumal im Unterricht oftmals Schöpfungsmythen behandelt werden, die ohne Vorwissen zur Evolution leicht fehlgedeutet werden können. Pädagogisch ist dies nicht zu rechtfertigen. Schließlich sollen öffentliche Schulen ihre Schülerinnen und Schüler nicht einseitig im Sinne einer bestimmten Religion oder Weltanschauung beeinflussen, sondern ihnen Zugang zu den zentralen Erkenntnissen der Wissenschaft ermöglichen! Aus bildungspolitischer Sicht ist es daher zwingend geboten, die „Tatsache Evolution“ im Unterricht sehr viel früher und umfassender zu behandeln, als dies in aktuellen Lehrplänen vorgesehen ist. (https://evokids.de/content/resolution-evolution-grundschule)

Humorvolles Bilderbuch mit spannenden Anhaltspunkten zur Vertiefung!

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Eva Sixt – Das Eichhörnchenjahr

Im Frühjahr ist das Eichhörnchen besonders fleißig und bereitet einen Kobel für seine Jungen vor. Es klettert flink kopfüber auf Baumstämmen und sammelt Federn und Moos, um es auszupolstern. Nach der Geburt sind die Jungen kahl und blind. Nach einigen Wochen klettern und springen sie von Baum zu Baum. Dabei hat ihr buschiger Schwanz eine ganz besondere Funktion. Der Speiseplan ist ziemlich breit aufgestellt, so fressen sie neben Nüssen auch gerne Schnecken, Steinpilze und manchmal auch die Eier von Amseln.

Da sie in der Dämmerung besonders aktiv sind, müssen sie auf der Hut vor ihren Feinden sein. Es lauern überall Greifvögel, die gerne Hörnchen verspeisen. Schon bald kommt der Herbst. In dieser Jahreszeit sind die Tierchen besonders fleißig und sammeln Vorräte für die kalte Jahreszeit. Im Kobel halten sie Winterruhe und verschlafen die meiste Winterzeit.

Eva Sixt entdeckte eines Tages ein junges und verletztes Eichhörnchen und nahm es mit, um es aufzupäppeln. Diese Erfahrung brachte die studierte Biologin dazu ein Sachbilderbuch zu schreiben und zu illustrieren.

Hier finden sich viele fundierte sachliche Informationen, die in eine kleine Geschichte verpackt wurden. Die naturgetreuen Illustrationen bieten detailreiche Informationen rund um die Eichhörnchenkunde. Die Doppelseiten sind relativ textlastig, die Fülle ist jedoch kindgerecht aufbereitet worden. Erstaunliche Fakten füttern die Neugierde junger Naturforscher. Es ist ganz liebevoll aufbereitet und strotzt vor Wertschätzung für das Leben.

weiterarbeit

Nach dem gemeinsamen Lesen oder auch in der individuellen Lesezeit darf das erworbene Wissen in einer Wissenslandkarte gebündelt werden.

Naturgetreue Illustrationen in Kombination mit leicht verständlichen Sachinformationen.

 

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Daniela Nase und Clara Suetens – Frag doch mal … die Maus: Mein Körper

Inhaltlich orientiert sich dieses Sachbuch für Kinder ab 6 Jahren an den Fragen aus ihrer Lebenswelt. So werden Themen wie Atmung, Knochenaufbau, Verdauung, Nerven, Milchzähne usw. behandelt. Hinten im Buch findet sich in einer Lasche ein Poster mit der Abbildung des Herzkreislaufs und des Skeletts.

Die Aufbereitung dieser Themen ist sehr spannend. Verlockende Fragen wie „Warum sind Finger und Zehen nach dem Baden schrumpelig?“ oder „Wieso haben wir Ohrenschmalz?“ oder „Was passiert, wenn ich Fieber habe?“ animieren zum Lesen. Hier wird die Lesebegeisterung durch Aufdeckfolien, Klappen und tollen Abbildungen aufrecht erhalten. Info-Boxen mit erstaunlichen Fakten und Zahlen wissen die jungen Leser prima zu beeindrucken. Die Sachtexte sind durchaus herausfordernd. Kinder, die nicht viel Vorwissen mitbringen, können trotzdem gut folgen, da viele Vergleiche gezogen und bildliche Beispiele gegeben werden. So kann das Buch im 2. Schuljahr wunderbar eingesetzt werden.

Über die Nervenleitungen werden Informationen als elektrische Signale verschickt. Elektrische Signale kann man sich vorstellen, als würde man eine Lampe ganz schnell und oft hintereinander an- und ausschalten.

Unser Körper als Wunderwerk. Viele spannende Fakten verständlich erklärt.

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Samantha Friedman und Cristina Amodeo – Matisse und sein Garten

Rezension

Auf dem Büchermarkt ist vor nicht allzu langer Zeit ein weiteres Bilderbuch rund um den Künstler „Henri Matisse“ erschienen und macht damit dem Bilderbuch „Monsieur Matisse und seine fliegende Schere“ Konkurrenz. Hier konzentrieren sich die Autoren jedoch stärker auf seine Technik und Kunstwerke als auf die Person an sich.

Das Bilderbuch ist als Scherenschnitt gestaltet. Jegliche Abbildungen wurden von Cristina Amodeo ausgeschnitten und entsprechend aufgeklebt. Das Interesse des Künstlers an der „Kunst mit der Schere“ wird von einem weißen Vogel geweckt. Damit überklebt er einen Fleck an der Wand und entscheidet sich weitere Formen auszuschneiden. Das Ergebnis erinnert ihn an seine vielen Reisen und so gesellen sich mehr Fische und Algen dazu. Das Gleiten der Schere erinnert ihn an einen Vogel beim Fliegen. Schon bald sind seine Wände bedeckt: mal ist es das strahlende Blau des Himmels und mal die dunkelblaue Tiefe des Meeres. Und während sich seine Kreationen in allen Ecken des Ateliers ausbreiten, ergänzt er seinen einzigartigen „Garten“ mit einem kleinen blauen Vogel, der alles komplettiert.

Mit viel Fingerspitzengefühl kreieren die Autoren dieses Gefühl der Leichtigkeit, das der Künstler mit der Scherenkunst verband. So gelingt auch der Bogen vom weißen evtl. leeren Vogel zu Beginn der Geschichte zum blauen, schon fast lebendigen Vogel voller Liebe zur Kunst. Im Bilderbuch wurden insgesamt 8 Original-Scherenschnitte des Künstlers abgebildet. Diese wurden sinnvoll in die Handlung eingebaut und lassen sich teilweise durch aufklappbare Seiten vergrößert darstellen. So war ich sehr erfreut „Polynesien. Der Himmel“ und „Polynesien. Die See“ auf A2 zu entdecken. Diese stehen sich gegenüber und so kann die Bildbetrachtung noch viel besser vorgenommen werden.

Weitere abgebildete Original-Werke sind: „Komposition (Der Samt)“, „Komposition: Schwarz und Rot“, „Die Bienen“, „Zulma“, „Chinesische Fische“ und „Der Papagei und die Meerjungfrau“. Dieses Bilderbuch ist ein Geschenk für alle Pädagogen im künstlerischen Bereich! Unterrichtspraktische Ideen zur Umsetzung der Scherenschnitte in einer Gruppenarbeit finden sich in dem Lehrwerk „Pusteblume. Das Sachbuch. Klasse 1″. Dort ist die genaue schrittweise Vorgehensweise bildhaft dargestellt.

Blick ins Buch

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https://lmpid.de/191856

Fazit

Eine sehr gelungene Heranführung an die Scherenkunst nach Henri Matisse! Äußerst zu empfehlen!

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Bewertung: 5 von 5.

Steffi Wöhner – Theo will schlafen

Der Piepmatz Fritzi sitzt oben auf einem Baum in seinem Nest und ist putzmunter. Auch wenn die Sterne bereits leuchten, ist Fritzi gar nicht müde. Er spielt, hüpft, turnt. Theo, das Schwein, sitzt genau unter diesem Baum und ist furchtbar müde. Er will schlafen. Doch aufgrund von Fritzis Aktivitäten, kommt er nicht dazu. Und gerade als er aufgeben möchte doch noch einzuschlafen, trällert Fritzi ein schönes Lied.

In diesem Mini-Pappbilderbuch spielt sich jede Doppelseite mit der immer gleichen Kulisse ab. Im Hintergrund ist stets der Baumstamm und der leuchtende Sternenhimmel zu sehen. Lediglich die beiden Akteure wechseln sich in ihren Positionen ab. Hier gelingt die Übertragung wunderbar, wenn man sich im Bett wälzt und eigentlich schlafen möchte, aber doch nicht kann.

Es eignet sich wunderbar als Gute-Nacht-Geschichte. Es lässt die Kinder zur Ruhe kommen, da nichts Aufregendes passiert. Und doch ist die Handlung witzig und unterhaltsam. Der Abschluss des Schlaflieds lässt sich aufgreifen, indem man vor dem Zubettgehen dem Kind ein ruhiges Schlaflied vorsingt. So kann der Schlaf kommen!

Ruhiges Gute-Nacht-Pappbilderbuch

 

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Günther Jakobs – Flieg, Lela flieg!: Für immer beste Freunde

Rezension

Pino bereitet sich auf den Winter vor und sammelt eifrig Vorräte als er eine Schwalbe zwischen den Ästen einer Buche entdeckt. Das Eichhörnchen klettert zur Schwalbe hoch und bietet ihr an ihre Verletzung in seinem Haus im Inneren eines Baumstamms auszukurieren. Die kalte Jahreszeit über verbringen sie gemeinsam und trinken heißen Tee, spielen Spiele und lachen über Pinos Witze. Doch am liebsten hört das Eichhörnchen Lelas Geschichten von ihren vielen Reisen.

Im Frühling lernt Lela wieder fliegen, denn ihr Flügel ist schon fast geheilt. Beim Sommerfest haben alle Tiere im Wald so viel Spaß, dass sich Pino wünscht, dass Lela für immer bei ihm bleibt. Doch im Herbst packt Lela beim Anblick eines Vogelzugs die Sehnsucht nach der Ferne. Pino ahnt schon, was Lela sagen will, als sie ihre Familie am Himmel sieht …

Die grandiosen Illustrationen von Günther Jakobs bahnen sich zuerst einen Weg ins Herz. Man könnte sich die Bilder ewig anschauen. Die Vogel- und Froschperspektive aber auch das Farbenspiel haben eine ganz besondere Wirkung auf den Betrachter.

Die Geschichte mit den vielen thematischen Abzweigungen lässt sich wunderbar im naturwissenschaftlichen Unterricht einbinden. Es geht um Jahreszeiten und die Verwandlung der Natur, die die Tiere dazu zwingt sich entsprechend vorzubereiten. Das Eichhörnchen sammelt fleißig Vorräte und sucht Haselnüsse, Bucheckern und Tannenzapfen. Die Landschaft ist in ein saftiges Orange und Gelb getaucht. Die Schwalbe bietet Ansätze sich den „Vogelzug“ genauer anzuschauen. Woher wissen die Vögel wohin und wann sie aufbrechen müssen? Gibt es einen inneren Kompass? Wie finden sie den Weg wieder zurück?

Damit geht auch das Thema „Abschied und Trennung“ einher. Die Schwalbe muss ihren Freund verlassen und Pino ist gezwungen Abschied zu nehmen und die Freundin ziehen zu lassen. Der Trennungsschmerz ist beiden anzusehen. Hier lassen sich Parallelen ziehen, die Kinder ebenfalls früh erfahren, wenn z.B. der beste Freund wegzieht oder man selbst derjenige ist, der den Freundschaftskreis verlassen muss. Die Darstellung des Abschieds ist bildlich sehr rührend eingefangen.

Blick ins Buch

Nach dem Vorlesen könnte eine Aktivität rund um das „aktive Zuhören“ anschließen. Bei einigen Quiz-Fragen können die Kinder beweisen, was sie behalten haben.

Flieg, Lela, flieg(Material-ID: #125765)

Fazit

Gefühlvolle Geschichte mit fantastischen Illustrationen.

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Andrea Schomburg und Stefanie Jeschke – Das große Knuddel

Das große Knuddel ist ein Wesen, das stets zur Stelle ist, wenn zwei sich streiten. Es ist weich, fluffig und froh. Mit seiner positiven Aura und durch die bloße Anwesenheit bringt es die streitenden Parteien dazu sich bald wieder zu vertragen.

Es kann die Maus Margaritta sein, die Minnie alles weg knabbert oder ein Riese und ein Zwerg, die sich mit Steinen bewerfen.

Kommt angeflitzt, wenn wir uns streiten,
ist für uns da zu allen Zeiten.

Dieses Pappbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren ist ein toller Begleiter für Geschwisterkinder, die sich häufiger in den Haaren haben. Durch die sich schnell einprägsamen Reime lernen schon die Kleinen den Frust vor dem eigentlichen Ausbruch nicht unnötig entstehen zu lassen. Das Knuddel ist nie lange weg und kommt zum Glück immer zurück!

Streit und baldige Versöhnung – dank Knuddel!

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Steve Smallman – Ein Zebra als Ehrengast

Zebra erhält von seiner Königlichen Hoheit eine schmeichelnde Einladung als Ehrengast zum Festmahl. Während Zebra ganz aus dem Häuschen ist, wird sein Freund Elefant skeptisch und vermutet, dass hinter der Einladung eine böse List steckt. Er versucht das Zebra mit jeglichen Ablenkungen von der Feier fernzuhalten. Das Zebra unterstellt dem Freund allerdings Neid und Missgunst. Wer erweist sich als klüger?

Das Thema „Freundschaft“ spielt in diesem Bilderbuch voller großformatiger, farbenfroher Illustrationen eine große Rolle. Es geht um Konkurrenzdenken, Intelligenz, Überheblichkeit, Neid, Gemeinheiten aber auch um Fürsorge und Hilfsbereitschaft. Es sind Themenbereiche aus der kindlichen Lebenswelt.

Pädagogisch wertvoll ist der Ausgang der Geschichte. Hier zeigt das Tier Mut und bedankt sich für die Hilfe und entschuldigt sich auch für sein Fehlverhalten. Es benennt genau, wofür es sich entschuldigt. Das ist oft ein weiterer Schritt in der Konfliktlösung, der vielen Kindern schwer fällt.

Am Ende des Bilderbuchs wurde die Seite „Nächste Schritte“ mit Vorschlägen für die Arbeit mit Kindern angeschlossen. Hier gibt es sämtliche Anregungen wie die Weiterarbeit mit dem Bilderbuch aussehen kann. Kinder werden zum Nachdenken angeregt, dürfen sich in die Gefühlslage der Beteiligten hineinversetzen. Konkrete Fragen sollen die Merkfähigkeit der Kinder fördern. Hier wird nach bestimmten Begrifflichkeiten gefragt und vor allem nach dem „Warum?“. Die Kinder erhalten die Gelegenheit sich eine Meinung zu bilden und diese auch zu begründen.

Eine Botschaft – zwei Interpretationen: Die Fähigkeit zwischen den Zeilen zu lesen

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