Gabi Scherzer – 5 Minuten Kreativität für Grundschulkinder

5 Minuten Kreativität für Grundschulkinder

Dieser Ideenschatz beinhaltet kreative Kunstprojekte, die innerhalb einer Unterrichtsstunde durchgeführt werden können. Der Titel „5 Minuten Kreativität“ ist demnach etwas irreführend. Gabi Scherzer, selbst eine Grundschullehrerin, hat sämtliche kleine Aktionen aus allen im Lehrplan vorgesehenen Bereichen der Kunsterziehung in diesem Band zusammengefasst. Zu folgenden Techniken werden Unterrichtsvorschläge gemacht:

  • Grafisches Gestalten
  • Farbiges Gestalten
  • Drucken
  • Räumliches Gestalten
  • Szenisches Gestalten
  • Gestalten mit visuellen Medien

„Kreative Ideen für den Elternabend“ ergänzen das übersichtliche Inhaltsverzeichnis. Jeder Vorschlag ist in die Oberbegriffe „Material“, „Technik“, „Ziele“, „Durchführung“, „Variationen“ und „Bezug zur Kunstgeschichte“ untergliedert. Alle Ideen werden von zahlreichen Farbfotografien direkt aus dem Klassenzimmer begleitet. Zum Teil auch mit genauen Step-by-step Anleitungen und exemplarischen Ergebnissen.

Dieser Ideenschatz liest sich wie eine Sammlung spannender Blogeinträge einer engagierten Kunstlehrerin aus der Grundschule. Die zahlreichen fotografischen Schritt-für-Schritt Anleitungen, abfotografierte Tafelbilder und die unterschiedlichen Schülerergebnisse machen Lust die Vorschläge selbst in die Praxis umzusetzen.

An diese Aktionen können sich auch fachfremde Kollegen voller Zuversicht herantrauen. Zum einen werden nur einfache Materialien verwendet, die in jedem Kunstschrank zu finden sein müssten.  Zum anderen ist die Darstellung der einzelnen Schritte so detailliert, dass das Gelingen garantiert ist.

Sehr positiv bewerte ich die Einbindung des Punktes „Bezug zur Kunstgeschichte“. Hier werden zu den Projekten passende Künstler vorgestellt und sämtliche zum jeweiligen Vorschlag passende Kunstwerke eingebunden. Das ist eine wunderbare Überleitung zur Erkundung unterschiedlicher Kunstepochen. Es ermöglicht den Kindern  ihr Tun in einem größeren Zusammenhang zu sehen und erste Kenntnisse von Kunstgeschichte zu erlangen.

Die übersichtliche Darstellung erinnert mich an die beliebten Textil- bzw. Gestaltungs-Stunden aus dem ALS-Verlag. Auch der Aufbau ähnelt sehr stark diesem Format. Mir fehlt in diesem Band lediglich ein kleiner Hinweis darauf, für welche Klassenstufe die einzelnen Vorschläge geeignet wären.

Ansonsten bin ich von diesem Band mit der praktischen Ringbindung sehr angetan!

5 Minuten Kreativität für Grundschulkinder

Den Vorschlag „Die Kartoffel wird eckig“ (S. 74ff.) habe ich bereits mit meiner Klasse passend zum Thema „Weihnachten“ schon umgesetzt:

Weihnachtskarte Kartoffeldruck

Leicht umsetzbare, lehrplanorientierte, zahlreich bebilderte Kunstprojekte für die Grundschule.

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Alexandra Ferrary – 77 motivierende Unterrichtseinstiege für die Grundschule

77 motivierende Unterrichtseinstiege

Abwechslungsreiche und motivierende Unterrichtseinstiege sind die Visitenkarten eines Lehrers. Dieses Werk gibt Hilfestellungen einem „Einstiegstrott“ zu entkommen oder ihn gar nicht erst entstehen zu lassen.

Mit diesem Buch erhalten Sie eine Menge Ideen für abwechslungsreiche, handlungsorientierte und motivierende Stundeneinstiege, die meist ohne großen Aufwand und leicht durchführbar sind. Dabei finden sich sowohl Stundeneröffnungsrituale, Einstiege in einzelne Stunden als auch Einstiege in einen neuen Themenkomplex oder eine neue Unterrichtseinheit (S. 4).

Um das Werk zu komplementieren finden auch die traditionellen, konservativen Einstiege Erwähnung. Der Ideensammlung wurde ein theoretischer Teil, in dem der Begriff „Unterrichtseinstieg“ definiert wird, vorangestellt. Zur besseren Übersichtlichkeit lassen sich die Einstiege unter den folgenden Rubriken wiederfinden:

  • Stundeneröffnungsrituale
  • Übungen zum stofflichen Aufwärmen
  • Informierende Einstiege
  • Spielerische Einstiege
  • Problemorientierte Einstiege
  • Objektorientierende Einstiege
  • Kooperative Einstiege
  • Assoziative Einstiege
  • Kreative Einstiege

Neben allbekannten Einstiegen wie Hausaufgabenkontrolle, Begrüßung, Tageskalender oder Lied, werden in diesem Sammelwerk auch fächerspezifische Unterrichtseinstiege erläutert (z.B. Rechenkönig, Freies Spiel, Warmsingen). Besonders hilfreich für die Orientierung und das schnelle Wiederfinden bestimmter Einstiege ist das am Ende des Buches aufgeführte Alphabet-Verzeichnis und die Darstellung der Einstiege in einer Ideenfinder-Tabelle.

Das für mich wohl gelungenste und inspirierendste Kapitel gehört der Hauptkategorie „Objektorientierende Einstiege“ an. Neben einer beispielhaften Darstellung eines Wochenplans, wird auch ein Planungsbogen für die Arbeit im geöffneten Unterricht vorgestellt. Hierdurch wird das selbstbestimmte und selbstorganisierte Lernen gefördert, indem Kinder zu einem Projektthema ganz offen eigene Idee auf einem strukturierten Bogen notieren können, um ihren eigenen Lernprozess zu gestalten. Im Kapitel „Kooperative Einstiege“ finden typische Methoden wie fishbowl, placemat und Kugellager Beachtung.

Positiv hervorzuheben sind die eingefügten Zeichnungen eines Tafelbildes oder die Piktogramme für die unterschiedlichen kooperativen Methoden. Das erleichtert das Verständnis und anhand der Beispiele können die aufgeführten Unterrichtseinstiege besser nachvollzogen werden.

Dieses Buch ist als eine Art Fundgrube zu betrachten, die gerne ab und an zur Hand genommen werden kann, um sich inspirieren zu lassen und einige „neue“ Einstiege in den Unterricht einzubauen.

77 Umotivierende Unterrichtseinstiege

Altbewährte und einige neue Ideen für abwechslungsreiche Unterrichtseinstiege.

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Alexander Steffensmeier – Lieselotte: Alle meine Freunde

Lieselotte Alle meine Freunde

Einige Wochen nach der Einschulung werden meist schon die ersten Freundebücher an die Mitschüler und Lehrer verteilt. Für alle Lieselotte-Fans gibt es nun auch ein farbenfrohes Lieselotte-Freundebuch.  Die ersten Seiten gebühren natürlich dem Besitzer dieses Albums, sodass man hier nicht nur seinen Namen, sondern auch den Geburtstag, die Augen- und Haarfarbe, das Lieblingsessen, -lied und -buch eintragen kann.

Während dem Besitzer lediglich 2 Seiten zugeteilt werden, bekommen alle Freunde ganze 4 Seiten, um ihre persönlichen Essensvorlieben, Berufswünsche, Hobbies und Wünsche an den Besitzer festhalten zu können. Die letzte Seite ist für ein Bild oder Foto freigehalten. Durch den großen Rahmen können auch Bilder im 10×15 Format aufgeklebt werden.

Bei der Gestaltung hat sich Alexander Steffensmeier ganz schön ins Zeug gelegt, denn um die Seiten herum schwirren etliche Bauernhoftiere und stets lächelnde Protagonisten. Als kleines Schmankerl kann die ausfüllende Person ein Ausmalbild ganz nach eigenen Wünschen farblich gestalten.

Im übersichtlichen Geburtstagskalender können die Geburtstage aller Freunde zusammengefasst werden. Zwei weitere Seiten sind für Fotos von Freunden und schönsten Festen reserviert.

Lieselotte Freundebuch

Ein farbenfrohes Freundebuch für alle Lieselotte-Fans! Besonders geeignet für Kinder im Kindergartenalter und Grundschulkinder in der 1. und 2. Klasse!

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Guido van Genechten – Das große Ferien-Kritzelbuch

Das große Ferien-Kritzelbuch

Dieses Mal-, Lies- und Kritzelspaßbuch mit seinen 208 Seiten im großen A-4 Format lässt keine Langweile in den Ferien aufkommen! Nicht nur an verregneten Sommertagen, auch unterwegs im Auto zum nächsten Ausflugsziel, am Strand oder auch im eigenen Garten, ist dieses Buch ein wahrer Spaßfaktor. In diesem Buch darf gelesen, gekritzelt, gerechnet und geknobbelt werden. Dieses Buch hat das Potenzial ein stetiger Begleiter in den Ferien zu werden!

Kinder werden zu Künstlern und ergänzen angefangene Bilder, zählen Fische zusammen, die Pullover tragen oder schreiben eine angefangene Geschichte weiter. Sie experimentieren mit der eigenen Schrift, konstruieren Monster, zählen Toilettenpapierblättchen und werden so zum Fantasieren angeregt. Auf jeder Seite animiert ein Schriftzug, eine Knobbelaufgabe oder ein Bild zum Kritzeln.

Dafür werden lediglich Bunt- oder Filzstifte, ein Anspitzer, viel Lust aufs Malen und Zeichnen und ganz viel Fantasie benötigt. Ganz nebenbei werden mathematische Fähigkeiten und sinnverstehendes Lesen trainiert.

Guido van Genechten, der bereits mit dem Buch „Kuckuck, wer bin ich?“ überzeugen konnte, hat hier ganz zauberhafte und äußerst verlockende Angebote geschaffen. Besonders für Kinder ab der 2. Klasse zu empfehlen. Dieses Ferien-Krizelbuch steigert wahrlich die Lust auf Ferien!

Das große Ferien-Kritzelbuch

An wessen Nase sitzt die Brille?

Welcher Wasserhahn ist aufgedreht?

Unterhaltsam, witzig, verlockend! Dieses Ferien-Krizelbuch steigert unweigerlich die Lust auf die Sommerferien!

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Anne Möller – Im Ameisenbau

Im Ameisenbau

Die roten Waldameisen wohnen am Waldrand in ihren großen Ameisenhaufen. Hier herrscht stets ein geschäftiges Treiben. Schließlich muss der Ameisenbau intakt gehalten, repariert und umgeschichtet werden. Auch die Ameisenkönigin und die Larven benötigen besondere Pflege. Es muss Futter herbei geschafft  und die Feinde vertrieben werden. Und wenn es Frühjahr wird, dürfen die Flügel ausgebreitet werden!

Hinter den stabilen Klappen verbergen sich viele Informationen, die einen spannenden Rundumeinblick in das Leben von roten Ameisen bieten. Die Sachinformationen sind altersgerecht und eignen sich vor allem zum Vorlesen. Die naturgetreuen Illustrationen stützen das Verständnis und regen zu mehr Vorstellungskraft an.

Die Natur birgt so manche staunende Wunder, die uns faszinierende Einblicke in ihre Funktionsweise gewährt. Auch hier im Leben von Ameisen gibt es eine klare Rollenverteilung, ausgeklügelte Abwehrmechanismen und erstaunliche Verwandlungskünste, die das Überleben sichern.

Wie und warum „melken“ Ameisen Blattläuse? Wie vertreiben Ameisen ihre Feinde? Warum werden nur bestimmte Ameisen zu Königinnen? Warum heben Ameisen zu einem Flug durch die Lüfte ab?

Wer von den  Ameisen nicht genug hat, kann sich auf der letzten Seite zusätzliche Informationen über andere Arten, wie z.B. die gemeinen Amazonenameisen, die gerne Sklaven halten, aneignen. Man kommt einfach nicht aus dem Staunen heraus. Versprochen!

Im Ameisenbau

Material

Zur Reflexion des Lernzuwachses nach dem Lesen des Bilderbuchs „Im Ameisenbau“:

Rote Waldameisen_Bild

Allumfassende, altersgerechte Informationen über das Leben von roten Waldameisen.

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Christina Steurich – 20 x Musik für 45 Minuten – Klasse 1/2

20 x Musik in 45 Minuten

Das Buch „20 x Musik in 45 Minuten“ präsentiert fachfremden Lehrkräften und auch erfahrenen Musikfachlehrern 20 ausgearbeiteten Stunden mit Materialien und Musikstücken. Für die Autorin waren die Kriterien „dem Lehrplan entsprechend“, „einfach zu erarbeiten“ und „den Schülern viel Spaß bereiten“ besonders wichtig. Die vorgestellten Stunden können sowohl für Vertretungsunterricht als auch für zusammengefasste Unterrichtsreihen eingesetzt werden.

Das Buch ist so aufgebaut, dass zunächst eine kurze Inhaltsangabe vorangestellt ist. Hier werden die Kompetenzbereiche, die Materialliste und evtl. Vorbereitungen aufgelistet. Daraufhin folgt der Stundenverlauf, mit genauer Beschreibung des Einstiegs, des Hauptteils und der Reflexion. Am Ende jeder Stunde gibt es Differenzierungsvorschläge, die dazu genutzt werden können, eine Unterrichtsidee zu vertiefen.

Alle benötigten Kopiervorlagen sind  im Buch enthalten. Auf der mitgelieferten CD befinden sich sämtliche Musikstücke und Rhythmen.

Zur besseren Übersicht einige beispielhafte Stundenthemen:

  • Ein Zoo mit vielen Stimmen
  • Höhe und Tiefe
  • Un poquito cantas
  • Handtrommeln ausprobieren
  • Unsere Instrumente
  • Bilder und ihre Wirkungen

Mit der Überschrift „Ganz einfach Musik unterrichten!“ lockt dieses Buch alle fachfremd Unterrichtende, die sich oft nicht qualifiziert genug finden und in Vertretungsstunden lieber Deutsch oder Mathematik unterrichten. Ich gehöre ebenfalls zu dieser Fraktion und bin doch erstaunt über die hier vorgestellten 20 Stundenvorschläge. In der Tat traue ich mir das zu, was Frau Steurich hier für die Schuleingangsphase zusammengestellt hat.

Der Aufbau ist klar gegliedert und enthält übersichtliche Lehrerinfos. Die Arbeitsblätter sind nicht überladen und enthalten sehr ansprechende Illustrationen. Besonders schön finde ich die anfängliche Sensibilisierung für die Höhen und Tiefen in der Musik und damit verbunden das Spiel mit der Stimme. Die anschließenden Aktivitäten inkludieren oft Strukturen des offenen Unterrichts (viel PA und GA) und sehr schöne Reflexionsvorschläge. Auch die Einbindung der Erarbeitung von Regeln für eine Vorstellung, sind im Musikunterricht äußerst bedeutsam. Die Einheit zu Instrumenten, bei der die Kinder auch selbst erproben, lauschen und untersuchen dürfen, entspricht der kindlichen Lernfreude und erweitert ihr Wissen in Bezug auf Name, Material und Klang. Und falls es etwas ruhiger zugehen soll, dürfen Kinder zu einer Geschichte und der dazu passenden Musik malen und kriteriengeleitet über die Bilder anderer reflektieren.
Insgesamt bin ich von diesem Buch positiv überrascht. Es ist sinnvoll aufgebaut, durchdacht konzipiert und mit entsprechenden Kompetenzen untermauert. Zwei Stundenvorschläge habe ich bereits ausprobiert und freue mich auf die kommenden!

20 x Musik für 45 Minuten

Sehr empfehlenswert, besonders für Fachfremde!

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Manfred Kiesel – Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 3-4

KuKunst fachfremd unterrichten

Nach der Vorstellung des Basiswerkes und des Praxisbandes für die Schuleingangsphase, ist nun auch der Nachfolgeband für die Klassen 3 und 4 erschienen und wird ebenfalls genauer unter die Lupe genommen.

Während die Unterrichtseinheiten im Praxisband 1-2 nach  Arbeitsbereichen sortiert waren, erfolgt hier die Darstellung der exemplarischen Unterrichtsvorschläge themenorientiert. Zu den folgenden elf Themen werden fertige Stundenbilder präsentiert:

  • Schwarz auf Weiß – Weiß auf Schwarz
  • Frühling – Farbe in die Jahreszeiten bringen
  • Tiere in Kunst und Alltag
  • Miniprojekt „Schattenspiel“
  • Arbeiten mit Bildvorlagen
  • Arbeiten mit Tapetenkleister
  • Muster-Werkstatt
  • Miniprojekt „Tolly Typen tanzen“
  • Dreidimensionale Arbeiten mit unterschiedlichen Techniken
  • Grafische Techniken
  • Rund um das Feuer

Zu acht Themen werden unterschiedlich viele Vorschläge gemacht. Die Aufbereitung der jeweiligen Stundenbilder ist nach den bereits  bekannten Übersichtspunkten zusammengefasst: Thema und Vorbereitung; Kompetenzen; Benötigtes Material; Unterrichtsverlauf. Die Schülerarbeiten werden jeweils am Ende des Kapitels in einer Übersicht dargestellt. Hier würde sich die zusätzliche Seitenzahlangabe zum eigentlichen Beitrag als sehr hilfreich erweisen.

Im Anhang finden sich alle Kopiervorlagen und Jahrespläne für die Klassen 3 und 4.  Auf der mitgelieferten CD sind Kunstwerke, farbige Schülerarbeiten  und fachspezifische Anleitungen enthalten.

Wie bereits bei anderen Bändern, bewerte ich auch hier die Einbindung der sehr nützlichen Reflexionsfragen zu den jeweiligen Stundenbildern sehr positiv, genauso wie die authentischen Fotos von Schülerarbeiten, sodass man sich ein viel besseres Bild von den tatsächlichen Ergebnissen machen kann. Wer das Buch Kreativer Kunstunterricht in der Grundschule 3: Zwischenaufgaben (1. bis 4. Klasse) von Manfred Kiesel bereits kennt, wird einige bekannte Vorschläge auch in diesem Band wiederfinden. Insgesamt hätte ich mir eine breitgefächertere „Angebotspalette“, mit mehr zum Nachahmen anregenden und vor allem für die Klassen 3 und 4 mehr ausgeweiteten Unterrichtseinheiten gewünscht. Zusammenfassend muss man dennoch festhalten, dass das Buch für Fachfremde  eine große Hilfe für einen kompetenzorientierten Kunstunterricht mit kurzfristig umsetzbaren Unterrichtsvorschlägen darstellt.

Kunst fachfremd unterrichten

Übersichtliche Darstellung vollständig ausgearbeiteter Stundenbilder (inkl. Reflexionsfragen) für direkten Unterrichtseinsatz.

Kunst fachfremd unterrichten: Die Praxis 3./ 4. Klasse

(beim Auer Verlag inkl. Inhaltsverzeichnis, Musterseiten und der Möglichkeit im Buch zu blättern.)

Ulrike Lindner – Elternabend in der Grundschule

Elternabend in der Grundschule

Der Elternabend – eine Begegnung zwischen Eltern und Lehrern, die große Auswirkungen auf eine erfolgreiche Bildungs- und Erziehungspartnerschaft hat. Hier wird der Grundstein für eine fruchtbare Zusammenarbeit gelegt – doch was muss man als Lehrer beachten? Welche Inhalte sind für die Tagesordnung relevant? Wie sieht eine ansprechende und lebendige Gestaltung aus?

Die Autorin hebt ganz zu Beginn hervor, dass für Inhalt und Ablauf des Elternabends die Elternvertreter zuständig sind. Der Klassenlehrer ergänzt die Tagesordnung mit seinen Punkten, ist jedoch nicht der Gastgeber. Neben diesem wertvollen Hiweis, werden folgende thematischen Punkte behandelt: Vier Bausteine gelungener Elternarbeit; Den Elternabend planen und vorbereiten; Vor dem Elternabend; Die sechs Phasen des Elternabends; Beispiele aus der Praxis (zu den Schwerpunktthemen „Willkommen in der Grundschule“, „Leseförderung“, „Schulalltag“, „Hausaufgaben“, „Benotung“, „Richtig lernen“, „Medienkompetenz“; Rechtliche Grundlagen.

Die einzelnen Kapitel werden durch eingeblendete „Tipps“ zu dem jeweiligen Bereich ergänzt und durch passende Fotografien aus der Praxis unterstützt. Auch wird stets das entsprechende Material auf der CD-ROM durch kleine Hinweise mit der jeweiligen Nummer eingeblendet.

Besonders gut gefällt mir an diesem Ratgeber die Praxisnähe, neben einem wohldosierten Anteil an theoretischem Hintergundwissen. Die Dos-and-Don’ts sind übersichtlich, kurz und verständlich formuliert. Der Leitfaden punktet eindeutig mit kreativen Ideen, die nicht nur für die Einladung, sondern vor allem auch für die abwechslungsreiche Gestaltung des Elternabends genutzt werden können. Wie können sich Eltern vor dem Eintreffen der restlichen Elternschaft beschäftigen? Was wird für eine freundliche, ungezwungene Atmosphäre benötigt? Wodurch kann das Ankommen und die Orientierung erleichtert werden? Wie kann eine beispielhafte Tagesordnung aussehen? Welche Methoden wende ich an, ohne den Eltern das Gefühl zu vermitteln wieder Schulkind zu sein? Wie hole ich Eltern mit ins Boot und lasse sie aktiv am Schulleben ihrer Kinder teilhaben?

Die word-Dokumente auf der mitgelieferten CD schließen Muster (Einladung, Protokollbogen, Teilnehmerliste), aber auch Checklisten, konkrete Vorschläge und Kopiervorlagen zum Kapitel „Beispiele aus der Praxis“, Fragebögen, Methodenvorlagen (z.B. Moderationsmethode: Szenario, World Café Etikette) ein. Sie sind veränderbar und somit an die eigenen Bedürfnisse anpassbar.

Aus diesem Buch lassen sich sehr viele abwechslungsreiche und kreative Ideen schöpfen und den Klassenlehrer seine bisherigen Elternabende kritisch beleuchten. Daher ist es nicht nur für Berufsanfänger, sondern auch für erfahrene Lehrkräfte als Inspirationsquelle zu empfehlen. Das gibt Sicherheit und ein Extra-Pünktchen an Professionalität.

Elternabend in der Grundschule

Gute Mischung als Inspirationsquelle für innovative Elternabende!

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Nikola Huppertz – 3, 2, 1 – Schulstart! Quinns abenteuerlicher erster Schultag

3, 2, 1 - Schulstart

Quinn ist ganz aufgeregt, denn schließlich wird er heute eingeschult. Seinen Sterne-und-Planeten-Ranzen hat er bereits auf dem Rücken und die Astronauten-Schultüte in der Hand. Mama, Papa, Oma und Opa begleiten ihn und schultern bereits die Fototasche. Quinns großer Tag ist da!

Als Quinn noch in der KiTa war, hatte er einen Weltraumlift mit dem er sich in die Raumstation begab. Damit suchte er das Weite, so wie auch an diesem Morgen. Als die gesamte Familie zur Schule aufbricht, entschwindet Quinn dem Trubel und saust mit seinem Space Shuttle durch das Buchstabengewimmel. Im intergalaktischen Buchstabenfeld erlebt er so manches Abenteuer und trifft für ihn bisher unbekannte  Astronauten. Als er im Weltall eine ihm funkelnagelneue Welt voller Rätsel und Geheimnisse entdeckt, beschließt er zu landen, um sie zu erforschen.

Der Schulanfang ist für Kinder ein großer Schritt in mehr Selbstständigkeit. Hier beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Der Eintritt in den „Ernst des Lebens“ ist mit Aufregung, Nervosität und doch Vorfreude auf den ersten Schultag verbunden. Vielen Kindern hilft es, wenn sie auf die neue und ihnen bis dato unbekannte Situation vorbereitet werden. Bilderbücher können einen kleinen Einblick in das Schulleben geben und somit Ängste und Unsicherheiten nehmen.

Der kleine Quinn entflieht seiner Angst und Aufregung in ein für ihn bekanntes und gewohntes Terrain, den Weltall. Hier fühlt er sich sicher und kann ohne „panische Panik“ in den ersten Schultag starten. Leider erfährt der Leser nur wenig von der Einschulung, denn der Hauptteil des Bilderbuchs konzentriert sich auf die Abenteuer im Weltall. Daher ist der Titel und auch das Titelbild leider etwas irreführend. Lediglich die Rakete im Hintergrund deutet den etwas anderen Schulstart an.

Erwachsene werden die versteckte Botschaft schnell durchschauen können, allerdings ist es schwierig den Kindern den plötzlichen Ausflug Quinns ins Weltall zu erklären. Daher ist dieses Buch nur begrenzt zur Sorgenmilderung zu empfehlen. Es ist eher für kleine Weltall- und Astronauten-Fans geeignet.

3, 2, 1 - Schulstart

Material

Was ist für Kinder an diesem Tag bedeutsamer als ihre Schultüte? Dies ist erfahrungsgemäß auch die am häufigsten gestellte allererste Hausaufgabe: Male deine Schultüte und ihren Inhalt!

Schultüte

Jungen als Operator- und Commando-Anbeter werden sich mit diesem Bilderbuch identifizieren können.

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Philipp Möller – Isch geh Schulhof

Isch geh Schulhof

Der Diplom-Pädagoge Philipp Möller landet als Aushilfslehrer an einer Berliner Brennpunktschule. Er beschreibt in diesem humorvollen Erfahrungsbericht seine Höhen und vor allem Tiefen als Quereinsteiger und schildert auch unbeschönigt die katastrophalen Zustände an vielen Grundschulen. Als Lehrer, das wird ihm schnell bewusst, hat man viele Baustellen gleichzeitig zu leiten: Kinder, die der deutschen Sprache kaum mächtig sind, Eltern, die man nie zu Gesicht bekommt, Kollegen, die fast alle unter Burn-Out leiden und schließlich Politiker, die für die Bildung unserer Kinder keine finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen.

Philipp Möller ist über den Lernort „Schule“ entsetzt. Wo fängt man da an? Bei den vernachlässigten und hyperaktiven Schülern? Bei alkoholkranken Eltern? Bei der Änderung des Frauenbilds von muslimischen Kindern? Bevor Herr Möller auch tatsächlich anpacken konnte, wurde er aus dem Schuldienst nach 2,5 Jahren als Quereinsteiger entlassen. So endet seine Reise im Bildungschaos Deutschland. Und er ist darüber letztlich auch gar nicht so traurig. Das Lehrersein, dass weiß er nun, ist ganz schön anstrengend und mit viel Verantwortung verbunden.

Einen solchen Erfahrungsbericht mit einer Unmenge an urkomischen Erlebnissen könnte wohl jeder Lehrer schreiben. Vielleicht macht auch genau diese Tatsache das Buch so attraktiv. Es unterhält und man lächelt oft genug in sich hinein und denkt: „Ja, genau das ist mir auch einmal passiert.“ Sicherlich sind viele Situationen überspitzt dargestellt, aber im Großen und Ganzen schildert Herr Möller die Bildungsmisere ziemlich gut. Auf die Einsprengsel der privaten Lebensumstände des Autors hätte ich gerne verzichtet. Es wirkt gezwungen. Als möchte der Autor mit aller Macht eine Bindung zum Leser aufbauen. Das hätte ich zuoft aufgrund der Banalität gerne übersprungen.

Leider hinterlassen auch die letzten Seiten einen bitteren Nachgeschmack. Zuerst versucht Herr Möller mit aller Macht Lehrer zu bleiben, als es jedoch nicht funktioniert, ist er froh das Handtuch werfen zu können. Sollen sich doch die anderen um neue Konzepte und Veränderungen kümmern. Ist ja schließlich doch anstrengend, so ein Job als Grundschullehrer!

Hoffentlich begegnet mir heute niemand mehr, der sich über das gute Gehalt von Lehrern oder die vielen Ferien beschwert. In meiner jetzigen Verfassung würde ich so jemanden wahrscheinlich am Ohrläppchen in die Schule schleifen und zu einer Woche Strafpraktikum verdonnern – mal schauen, ob es dann noch Anlass zum Neid gäbe! (S.176)

Ein erheiternder und doch zugleich deprimierender Erfahrungsbericht eines Kurzzeitlehrers.

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