Sueli Menezes und Giuliano Ferri – Nino, das Glühwürmchen

„Nino, das Glühwürmchen, leuchtet jede Nacht so hell es kann. Nur der Mond scheint noch heller. Was aber passiert, wenn der Mond einmal müde wird und sich ausruhen möchte? Nino und seine Glühwürmchen kommen auf eine zauberhafte Idee. Gemeinsam machen sie möglich, was zuerst unerreichbar scheint.“

Nino hat die ganze Nacht hindurch zu tun, schließlich muss er als Glühwürmchen zusammen mit seinen Freunden den Urwald mit ihrem Licht verzaubern. Alleine der Mond scheint noch heller und Nino fragt sich, ob sie als Glühwürmchen je so hell leuchten können wie der Mond. Denn dieser macht nicht nur für die Tiere im Dschungel die Nacht hell, sondern noch viele andere Orte auf der Erde. Nino hält an seinem Glauben fest, dass sie diese Aufgabe genauso gut übernehmen könnten, auch wenn seine Mutter ihn beschwichtigt und darauf hinweist, dass jeder seine eigene Aufgabe hat. Die ihre ist es die Nacht in zauberhaftem Lichterglanz erstrahlen zu lassen. Der Mond hört den beiden sehr aufmerksam zu und entschließt sich Nino eine Freude zu bereiten … Nun steht Nino vor einer großen Herausforderung, die er nur mit seinen Freunden zu meistern vermag.

Eine Geschichte über den Mut und das Zutrauen an die eigenen Fähigkeiten. Es geht um Visionen, Träume, ihre Verwirklichung. Auch wenn es am Anfang etwas schwierig erscheint, mit der Hilfe anderer ist alles möglich! Es ist eine sehr einfühlsame Geschichte, die Farben sind sehr ruhig, gelassen, schon fast utopisch. Die Goldprägungen in den Illustrationen verleihen dem Buch etwas Magisches, etwas Zauberhaftes. Die Perspektiven und die Schatten sind perfekt inszeniert. Die Krönung ist die Stanzung auf der letzten Seite des Buches, die den Glanz des Zusammenhalts verdeutlicht!

Das Betrachten macht nicht nur den Kindern Spaß, es ist auch dem Vorleser ein Vergnügen!

Lebe deine Träume und erreiche Großes mit Unterstützung deiner Freunde und Familie!

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Frauke Watson und Michaela Wagner – Unsichtbare Freunde „Lumley“

„Lumley ist cool und der beste Freund, den man sich wünschen kann. Er ist zwar ziemlich schüchtern, wenn es um Menschen geht, aber bei Monstern kennt er kein Pardon. Lumley sagt, dass es eine Zeit für ihn und eine Zeit für Freunde gibt. Aber wenn ich ihn brauche, ist er immer da.

Fast jedes Kind hat irgendwann einen unsichtbaren Freund.
Zeugt das von blühender Phantasie oder sind es Schutzengel, die uns ein Leben lang begleiten, aber nur von Kindern gesehen werden können?“

Der Protagonist ist ein kleiner, rundlicher Junge mit blonden Haaren und Sommersprossen. Er hat einen unsichtbaren Freund, den Lumley. Dieser ist cool,  lustig, grün, albern, verständnisvoll, schlau, immer für einen da, wenn man ihn braucht und mutig. Alle Eigenschaften, die man sich von einem richtig guten Freund wünscht, vereint Lumley.
Lumley ist für den Jungen da, wenn er Aufmunterung braucht und von seinen „realen“ Freunden nicht beachtet wird. Er macht jeden Blödsinn mit. Er ist immer da, außer wenn der Junge Besuch von seinen Freunden bekommt. Da zieht er sich zurück und sagt, dass Leute wichtiger als Sachen sind. Doch der Junge findet, dass Leute und Lumley wichtiger als Sachen sind.

Das Buch endet mit der Frage, welchen unsichtbaren Freund der Leser wohl hat. Dazu werden sieben verschiedene Figuren vorgestellt, die als unsichtbare Freunde fungieren könnten: Feen, Tiere, Phantasiefiguren.

Die sehr niedlichen Illustrationen stechen bei diesem Buch natürlich dem Leser zuerst ins Auge. Der Junge als Figur ist einfach nur liebenswürdig, auch Lumley wird wunderbar in Szene gesetzt. Die Buntstiftschrift sticht besonders hervor und wurde hervorragend positioniert. Die Figuren dieses Buches werden beim Betrachten regelrecht lebendig und man ist schon fast enttäuscht je näher man zur letzten Seite des Buches kommt.

Ganz viele Kinder erfinden so einen unsichtbaren imaginären Freund, der ihnen Halt gibt. Das heißt aber nicht, dass die Kinder in eine Phantasiewelt flüchten, weil sie im realen Leben keine Freunde finden. Im Gegenteil, unsichtbare Freunde fordern die Kreativität und Intelligenz der Kinder. Lumley ist in diesem Buch eine Heldenfigur, die zur richtig Zeit da ist und weiß wann es sicher lieber zurück ziehen sollte…

Ein wunderbares Geschenkbuch oder Mitbringsel mit tollen Illustrationen.

Vielen Dank an den Drachenmond Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Jutta Wilke – Holundermond

„Wie verwunschen wirkt das Kloster im sanften Licht des Mondes. Doch Nele ahnt, dass hinter seinen dicken Mauern ein Geheimnis lauert, das eng mit dem plötzlichen Verschwinden ihres Vaters verknüpft ist. Entschlossen, das Rätsel zu lösen, stellt sie sich zusammen mit ihrem Freund Flavio den dunklen Kräften des Klosters entgegen.“

Nele ist 12 Jahre und muss die Trennung ihrer Eltern hautnah miterleben. Für sie bricht eine Welt zusammen und als ihr Vater, Jan, auch noch auszieht, scheint Nele die Situation nicht verkraften zu können. Sie gibt ihrer Mutter die alleinige Schuld, allein der Gedanke ihre Sommerferien bei Jan zu verbringen, tröstet sie. Doch als sie erfährt, dass das Ganze ins Wasser zu fallen droht, weil ihr Vater als Kunsthistoriker nach Wien bestellt wurde, um das mysteriöse Verschwinden von religiösen Gegenständen aufzudecken, bricht für sie die Welt zusammen. Kurzerhand packt sie ihren Rucksack und versteckt sich in Jans Auto. Als Jan ihr auf die Schliche kommt, sind sie bereits in Wien angekommen und beziehen zwei Zimmer in der Pension Holle, wo sie Flavio kennen lernt. Flavio ist der Sohn eines italienischen Cafebetreibers, äußerst neugierig und wissbegierig, nur seinen Geschichtslehrer Dr. Holzer kann er gar nicht leiden.
Nele und Flavio erleben so einige Abenteuer und geraten auf ihrer rasanten Spurensuche nicht zu selten selbst in Gefahr …

Der Titel des Buches Holundermond hätte treffender nicht sein können. Der Holunder hat magische Kräfte, die in diesem Buch auch ab und an zum Tragen kommen. Die Äste des Holunderbaums stellen sehr schön die ganzen Verzweigungen und Irrwege dar, die die Suche nach den Kirchendiebstählen mit sich bringt. Die Ereignisse im Buch überschlagen sich und obwohl sehr früh klar ist wer der Bösewicht ist, kehren unerwartete Personen ins Bild, die man als Leser nicht vorhersehen konnte. Das trägt zur Aufrechterhaltung der Spannung bei und das glücklicherweise bis zur letzten Seite. Die Beschreibung der Pension Holle empfand ich persönlich fantastisch, man konnte sich das genau vor seinem inneren Auge vorstellen, die Wandmalereien, der Duft des Kakaos, der Holunderbaum. Wie gerne wäre ich in so einem familiären und behaglichen Örtchen 🙂
Die Charaktere sind wunderbar dargestellt worden, man konnte ihre Handlungen sehr gut nachvollziehen. Nebenbei erfährt der Leser so einiges über Geschichte, Kirchen und die Zustände des Jahres 1783. Hier und da habe ich schon gestutzt und konnte einiges nicht nachvollziehen, aber es hat dem Ganzen keinen Abbruch getan:

Achtung Spoiler! (zum Lesen bitte markieren)
Dieser Gedankenblitz von Nele bezüglich des Aufenthaltsortes ihres Vaters, war etwas seltsam, sie hätten ihn ja auch durch Zufälle finden können, denn sie waren ja eh auf der Suche nach den Schätzen… Weshalb konnte Samuel dann doch mit Johanna durch das Bild?

Was macht für mich ein gutes Buch aus? Wenn ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlinge und bereits nach den ersten Seiten denke: Wow! Mehr davon! Genau das war hier der Fall.
Auch Kinder und Jugendliche werden dieses Buch lieben, denn es ist auf Spannung, Fantasy, Rätsel und viel Abenteuer aufgebaut. Frau Wilke, wann gibt es das nächste Buch? 🙂

Holundermond ist ein super Griff für Kinder, Jugendliche und auch jung gebliebene Erwachsene!

Maria Luisa Banfi und Gianni De Conno – Amalia und die Ostereier

Amalia ist eine stolze Henne, denn sie legt die schönsten Eier weit und breit. Andere Hühner sind da immer ganz neidisch und Amalia stolziert mit hoch erhobenem Kopf und geschwellter Brust über den Hof. Sie wird von allen Hühnern für ihre schönen Eier bewundert, jedoch nicht für ihre Überheblichkeit.
An einem schönen Frühlingstag macht Amalia einen Spaziergang und entdeckt etwas was sie ganz außer sich werden  lässt. Hinter einem Busch sieht sie einen weißen Hasen und drei prachtvolle Eier. Sie glänzen in allen möglichen Farben und Amalia muss feststellen, dass sie weitaus schöner sind, als ihre eigenen.
Amalia beschließt nun auch so schöne bunte Eier zu legen und bemüht sich jeden Tag aufs Neue. Sie beobachtet die Hasen und kommt zu der Erkenntnis, dass es wohl an der Nahrung liegen muss. So beschliesst sie nur Hasenfutter zu fressen, was ihr jedoch gar nicht schmeckt. Doch auch diese Aktion führt nicht zu farbigen Eiern. Eines Tages nimmt sie ihren Mut zusammen und fragt die Hasen nach dem Geheimnis ihrer bunten Eier…

Die Geschichte  erinnert mich stark an das Buch „Das schönste Ei der Welt“ von Helme Heine, denn da ging es auch um die Schönheit von Eiern. Das war die erste Assoziation, die ich mit diesem Bilderbuch hatte. Die Illustrationen sind sehr tragend in diesem Bilderbuch. Sie sind farbenfroh, riesengroß, geben die Stimmung des Buches wunderbar wieder. Die Bilder könnten sehr gut im Bilderbuchkino eingesetzt werden. Außerdem bietet das Buch thematisch Gesprächsanlass über das Thema Eier und welche Tiere denn überhaupt Eier legen können. Auch an die Thematik Ostereierfarben und ihre Herstellung könnte hier sehr schön angeknüpft werden.

Ostereiersuche mal anders!
Ein tolles Bilderbuch mit wunderbaren Bildern, welches ich sicherlich im Unterricht einsetzen werde!

 

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Carlo Collodi (Mario Grasso) – Die Abenteuer des Pinocchio

„Die Geschichte von Pinocchio zählt zu den beliebtesten Klassikern bei Jung und Alt. Der freche Holzjunge, der sämtliche gut gemeinten Ratschläge der Erwachsenen in den Wind schlägt und sich immer weiter in Lügen verstrickt, ist durch seine lange Nase zu einer der bekanntesten Kinderbuchfiguren geworden. Mario Grasso hat Pinocchios Abenteuer von Carlo Collodi neu übersetzt und sie mit wunderbaren, farbenfrohen Illustrationen versehen, sodass die fantastische Welt zum Leben erweckt wird.“

Pinocchio, ein frecher Holzjunge, der seinen eigenen Sturrkopf besitzt; manche würden sogar behaupten, er hat gar einen Holzkopf. Er ist jedoch auch naiv, schelmisch, trotzig, aufmüpfig, ein notorischer Lügner und manchmal auch witzig. Bei jeder Lüge wird seine Nase ein Stück länger und länger.  Pinocchio erlebt so einiges an Abenteuern und lernt leider nur sehr langsam aus seinen Fehlern, auf die Ratschläge der anderen hört er nie. So kommt es häufig vor, dass er sich von einem Elend ins nächste stürzt und immer wieder auf den Kopf fällt. Diese Untaten bleiben jedoch nicht unbestraft, sein Vater Geppetto überlegt sich so einige Strafen. Doch sind diese auch wirklich angemessen und bringen sie den gewünschten Erfolg? Pinocchios größter Wunsch ist es ein normaler Junge zu werden, doch ist das realisierbar? Könnte ihm gar die Fee mit den blauen Haaren dabei helfen? Und was haben Eselsohren mit der Verwandlung zu tun?

Ein Kinderbuchklassiker mit dem ich aufgewachsen bin und es war eine Freude dieses Buch noch einmal zu lesen, denn so einige Missetaten hatte ich gar nicht mehr im Kopf. Die Gestaltung dieses Buches ist toll, der Einband aus Leinen verspricht so einige Lesejahre zu überstehen. Auch die Blätter an sich sind etwas fester und haben einen gelblichen Ton, welches das Buch noch eine Note edler erscheinen lässt. Die Abenteuer sind in 36 Kapitel unterteilt, im Inhaltsverzeichnis werden die Geschehnisse des jeweiligen Kapitels noch einmal kurz zusammengefasst. Die Illustrationen sind farbenfroh und sehr sauber ausgestaltet, sodass ich manchmal den Eindruck habe, die Zeichnungen wirken etwas starr und leblos, was jedoch der Geschichte von Pinocchio sehr nahe kommt.

Dieses Thema wird immer aktuell bleiben, so lange es Kinder gibt. Jedes Kind und damit auch die Eltern durchleben diese Trotzphase, die in der Entwicklung jedes Kindes nun mal ansteht, bei manchen ist es weniger, bei anderen mehr ausgeprägt. Aus jedem Abenteuer Pinocchios kann der Leser eine Lehre ziehen und sehen wie man sich eventuell nicht verhalten sollte. Dieses Buch bietet so vieles, dass es in keinem Kinderzimmer fehlen darf! Es ist nicht umsonst zum Kinderbuchklassiker geworden!

Eine wunderbare Ausgabe von Pinocchio! Unbedingt kaufen und lesen!

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In-seon Chae und Seung-ha Rew – Zwölf und der Wolf

Klappentext:

„Zwöf Entlein hat Mama Ente ausgebrütet. Das sind bestimmt viel zu viele, denkt sie sich. Schon bald hat Mama Ente eine clevere Idee: Die Kleinen werden ab sofort gruppiert, damit sie nicht alle zwölf einzeln zählen muss. Doch dann, als sich der Wolf auf leisen Pfoten nähert, wird klar, dass es auf jedes einzelne Entlein ankommt …“

Rezension:

Zwölf Entlein hat Mama Ente ausgebrütet, das ist eine ganze Menge!  Sie waren zwar alle wunderhübsch und clever, doch eindeutig zu viele. Da beschließt Mama Ente sie zu gruppieren und stellt sie erst in 6 Reihen auf. Bei der Watschelrunde merkt sie, dass auch 6 noch zu viele sind und teilt sie in 4 Gruppen à 3 Entlein auf. Bis es letztlich 2 Reihen werden und kaum hat sie es als sehr gut empfunden, stürzt ein Wolf auf ihre Entlein und möchte sie fressen. Wie gut, dass es nun doch nicht „nur“ zwei Entlein sind…

Die Illustrationen von der Koreanerin Seung-ha Rew sind fantastisch, ich habe mich gleich in diese der Collagen-Technik gleichenden Zeichnungen verliebt. Sie sind fantastisch! Ganz große Klasse! Endlich mal ein Kinderbuch, welches auf das mathematische Verständnis der Kinder zielt. Auf eine unterhaltsame Weise werden den Kindern die Grundrechenarten vermittelt, das Dividieren, Aufteilen von Mengen nähergebracht. Mit diesem Kinderbuch wird auf eine anschauliche Weise das Zählen verdeutlicht und klar gemacht wie die Anwendung im Alltag aussehen kann.

Dieses Buch kann sehr gut im Mathematikunterricht der ersten Grundschulklassen als Einführung eingesetzt werden, sowie im Förderunterricht als Verdeutlichung und Vertiefung des Themas „Teilen von Mengen“.

Außerdem lernen die Kinder, dass auch schwierige Situationen gemeinsam gelöst werden können, gleich dem Motto: „Zusammen sind wir stark!“

Fazit:

Ein grandioses Bilderbuch, welches in keinem Bücherregal fehlen darf. Von mir beide Daumen hoch! Eine absolute Kaufempfehlung!

Bewertung:

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Julia Breitenöder und Manfred Tophoven – Mit Mama in den Kindergarten

Klappentext:

Laura will nicht alleine in den Kindergarten. Mama soll sie begleiten und mit ihr spielen. Mama erfüllt Laura diesen Wunsch und gemeinsam springen sie auf dem Trampolin und malen mit Fingerfarben. Doch dann kommt plötzlich alles anders: die anderen Kinder wollen, dass Mama mit ihnen eine riesige Sandburg baut, beim Mittagessen muss Laura ihren Schokopudding mit Mama teilen und beim Theaterspielen bleibt für Laura nur die Rolle des siebten Zwerges.

Rezension:

Laura möchte sich von ihrer Mama nicht trennen und so fließen bei ihr Krokodilstränen. Da hat Lauras Mama eine Idee: Sie ruft kurzerhand im Büro an und bittet um einen freien Tag, welcher ihr auch prompt gewährt wird. So kann die Mutter mit ihrer Tochter zusammen im Kindergarten bleiben. Anfangs freut sich Laura sehr, doch als ihre Mutter nur ihr eine Geschichte vorlesen soll, gesellen sich auch andere Kinder hinzu, sodass Laura nie ihre Mutter für sich haben kann. Und als ihre Mama sich auch noch die Füße mit Farbe beschmiert und auf dem Trampolin mit den anderen Kindern herumtollt, verliert Laura gänzlich die Lust auf Mamas Anwesenheit in IHREM Kindergarten… So langsam beginnt Laura zu zweifeln, ob das eine gute Idee war, ihre Mutter zum Bleiben zu bitten …

Wer kennt diese Szene nicht: Das Kind möchte einfach nicht von der Mutter loslassen. Das Mutterherz zerbricht in zwei Teile und das Kind schluchzt so sehr, dass das Atmen schwer fällt.

Hier hat die Mutter eine grandiose Idee und durch das Vorlesen könnte einigen Kindern das Loslassen womöglich leichter fallen. Die Überwindung der Trennung ist ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit und dieses Buch zeigt auf eine lustige Weise, dass es durchaus Vorteile hat die Mama nicht im Kindergarten dabei zu haben.

Fazit:

Einfallsreich und witzig!

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Dagmar H. Mueller und Martina Theisen – Die unsichtbare Noa … will nicht mehr schüchtern sein

Rezension:

In den eigenen vier Wände ist Noa, ein mutiges, lustiges, freches, großes und starkes Mädchen. Sie sing ganz laut, kämpft mit gefährlichen Räubern und großen Bären. Doch kaum hat sie das Haus verlassen, wird sie unsichtbar! Keiner nimmt sie wahr, nicht die Verkäuferin, die ihre Melonen anpreist und auch nicht die Kinder auf dem Spielplatz. Noa würde so gerne mit den anderen Kindern spielen, doch das geht ja nicht, weil sie unsichtbar ist…

Eines Tages bemerkt sie etwas Merkwürdiges! Sie sieht einen unsichtbaren Jungen und als sie zu ihm geht, um mit ihm zu sprechen, erkennen beide, dass sie nun sichtbar werden. Daraufhin fragen die anderen Kinder Noa und ihren neuen Freund Nick, ob sie denn nicht mitspielen möchten. So ist Noa nicht nur in den eigenen vier Wänden eine Räuberfrau, sondern auch im Spiel mit anderen Kindern.

Eine wunderschön illustrierte Geschichte, die auf die Schüchternheit, Zurückgezogenheit und Unsicherheit der Kinder eingeht. Manchmal braucht es nur einen Freund, sodass Kinder Selbstsicherheit und Selbstbehauptung entwickeln können. Die versteckte Botschaft  wird den Kindern jedoch beim Lesen nicht transparent. Viele glauben wirklich, dass Noa sich von einem unsichtbaren Mädchen in ein sichtbares verwandelt. Es bedarf erst eines ausführlichen Gespräches, um dem tiefen Sinn der Geschichte auf den Grund zu gehen.

Die Illustrationen fangen sehr gut die Gefühlslage von Noa ein, sie wird als abseits stehend dargestellt. Sie ist unbeachtet, traurig, wobei die anderen Kinder als dynamisch, aktiv und fröhlich illustriert werden.

Fazit:

Das aufgegriffene Leitmotiv ist für viele Kinder sehr bedeutend und mit elterlicher Aufklärung auch gut zu vermitteln.

Bewertung:

 


 

Matthias Sodtke – Alle Frösche fliegen hoooch!

Rezension:

Fans von Hase Nulli und dem Frosch Priesemut dürfen sich freuen! Es ist ein neues Band erschienen!

Die beiden liebenswürdigen Figuren treffen diesmal auf zwei Klapperstörche, die in Priesemut die Sehnsucht nach dem Fliegen wecken: „So schön fliegen würde ich auch gerne können!“ Als die beiden Störche auf dem Dach der beiden Freunde landen, machen sie sich auf den Weg zu ihren Gästen und wollen mehr über das Fliegen erfahren. Doch die Gäste, die sich als Doktoren der Flugologie ausgeben, führen was ganz anderes im Schilde. Der Hase Nulli riecht den Braten relativ früh, doch Priesemut ist so sehr von seinem Wunsche geblendet, dass er die Wahrheit gar nicht sieht …

Der Rat des besten Freundes ist manchmal Gold wert. So auch hier lernt Frosch Priesemut, dass man seinem besten Freund mehr Vertrauen schenken sollte, als irgendwelchen Fremden. Nulli setzt sich für seinen Freund ein und rettet ihm letztlich sogar das Leben! Und so erkennt er, dass  man im Leben nicht immer alles können kann. Es gibt Sachen, die man einfach nicht erlernen kann, z.B. als Frosch das Fliegen lernen.

Den Mut haben sich zu entschuldigen, diese wiederum auch anzunehmen und den hinterlistigen Feinden zu verzeihen, all das sind weitere Themen in diesem wundervollen Band.

Fazit:

Als langjähriger Fan der beiden Freunde, kann es auch für dieses tolle Band von mir nur 5 Sterne geben!

Bewertung:

François Lelord – Hector und das Wunder der Freundschaft

Inhalt:

Hector geht nun einer neuen Fragestellung nach und zwar der der Freundschaft. Was macht Freundschaft aus? Wer ist ein wahrer Freund? Als Psychiater befragt er auch seine Patienten und entschließt sich letztlich all diesen Fragen auf einer abenteuerlichen Reise nachzugehen. Denn sein Schulfreund Eduard hat die Banken bestohlen und wird daher polizeilich gesucht. Da Hector ein sehr guter Freund von Eduard ist, macht er sich auf zum Abenteuer seines Lebens und ganz nebenbei stellt eine  Liste all seiner Beobachtungen zum Thema Freundschaft zusammen.

Meinung:

Für mich ist dies bereits das dritte Buch aus der Feder von François Lelord und ich habe mich vorher sehr auf die neuen Erkenntnisse gefreut. Denn bekanntlich stecken bei der liebenswerten Figur Hector immer sehr viele psychologische Weisheiten, die einen zum Nachdenken bringen. Leider wurde ich diesmal doch herbe enttäuscht. Die Erkenntnisse waren weniger philosophisch sondern eher „altbewährt“:  „Ein Freund ist jemand, den du gerne siehst“ „Ein Freund ist jemand, der sich Sorgen um dich macht.“

Auch diese Reise war für mich eher abstrus, sodass ich dieses inhaltliche Geschehen  weniger mit dem Titel des Buches in Verbindung bringen konnte. Die Handlung war ziemlich langatmig und nicht unbedingt spannend. Zusammengefasst hätte ich auch nur seine Beobachtungen auf Seite 241 lesen können und der Inhalt hätte sich mir bereits erschlossen, ohne mich Seite für Seite abmühen zu müssen.

Fazit:

Dieses Hector-Buch ist im Gegensatz zu „Hector und die Geheimnisse der Liebe“ oder „Hector und die Entdeckung der Zeit“  leider keine Empfehlung meinerseits! Schade!

Bewertung:

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