Delphine Godard und Nathalie Weil – Hatschi, Pups und Aua

In diesem Sachbuch werden Körpersensationen zum Thema gemacht. Warum werden blaue Flecken grün? Warum gähnen wir? Wie bekommt man Schluckauf? Warum werden nicht alle Menschen rot? Was hilft gegen Seitenstechen? Woher kommt das Pipi?Warum bekommt man Blasen? Muss man Narben vor der Sonne schützen?

Es sind Fragen, die die Kinder tatsächlich auch so beschäftigen. Die Antworten gehen gezielt auf die Funktion des Körpers ein und vermittelten sensationelle Fakten über den menschlichen Körper. Es werden  Themengebiete rund um Karies, Läuse, Schnupfen, Gähnen, Wunden, Blaue Flecken, Rotwerden, Sommersprossen, Erbrechen, Rülpsen, Fieber, Sonnebrand, Pickel und vieles mehr angeschnitten. Die beeindruckenden, ausklappbaren Schaubilder zeigen wie es in unserem Inneren aussieht.

Dieses Buch ist schrill, unkonventionell, aufregend und mit einer großen Ladung Wissen geballt. Nach dem Motto: Wer? Wie? Was? geht dieses Buch allen möglichen Fragen nach und schildert sehr ausführlich und mit herrlich witzigen Bildern die Phänomene des menschlichen Körpers. Dabei werden keine Themen ausgelassen, denn schließlich wollen Kinder in ihrem Wissensdurst ja tatsächlich wissen, warum Pipi gelb ist und warum es weh tut, wenn man zu lange nicht aufs Klo geht.

Auch als Erwachsener kann man hier  jede Menge dazu lernen und für die Fragen der Kinder gut gewappnet sein. Das am Anfang eingefügte Inhaltsverzeichnis erweist sich bei der Fülle an Themen als  sehr hilfreich. Auch das Stichwortverzeichnis hilft bei der Suche nach einer bestimmten Körpersensation.

Dieses Sachbuch animiert außerdem zur Erstellung eines eigenen Klassenbuches über Körpersensationen. Nachdem zuvor im fächerübergreifenden Unterricht die Fragen der Kinder gesammelt wurden, können sie sich als kleine Forscher auf die Suche nach den Antworten machen. Dazu bedarf es natürlich eines großen Fundus an Sachbüchern, Lexika und geeigneten Internetseiten. Ich habe es ausprobiert, es funktioniert! 🙂 Die Motivation war riesig!

Als Fan von Sachbüchern finde ich dieses Exemplar besonders horizonterweiternd und wahnsinnig gut gemacht!

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Aurélie Saillard – Mein erstes Lexikon vom Bauernhof

„Mein erstes Lexikon vom Bauernhof „erzählt von Kühen, Milch, Ziegen, Käse, Wolle und aber auch Gemüse und Obst. Ein ganzes Jahr mit der dazugehörigen Arbeit im Herbst, der Weinlese und der Ernte gehört genauso dazu, wie die Betrachtung der Bauernhöfe hier und anderswo. Jede Doppelseite widmet sich einem Schwerpunkt zu den eben erwähnten Gebieten und stellt mithilfe von großformatigen Fotografien und leicht verständlichen kurzen Texten die Welt des Bauernhofs dar.

Ich bin persönlich auf einem Bauernhof aufgewachsen und somit mit der Tier- und Pflanzenwelt ziemlich vertraut. Umso erstaunlicher ist es für mich, dass viele Kinder absolut gar keine Vorstellung davon haben, dass z.B. eine Gurke aus einer Blüte erwächst. Daher halte ich dieses Lexikon, welches vom Aufbau dem von mir bereits rezensierten Buch „Mein erstes Lexikon der Tierkinder“ gleicht, für äußerst gelungen und horizonterweiternd. Hier erfahren die Kleinen alles über die Käseherstellung, den Feldanbau, die hochmodernen Feldmaschinen und die weltweiten Unterschiede in der Landwirtschaft. Es darf ein Blick auf die Reisfelder in Asien und die Olivenernte in Italien geworfen werden. Das Kindersachbuch zeigt in wundervollen Fotos wie z.B. die violette Blüte einer Artischocke aussieht oder dass Pilze in großen mit Erde gefüllten Säcken angebaut werden. Bereits sehr junge Kinder können dieses Sachbuch in die Hand nehmen und die oft selbst erklärenden Fotos betrachten und so mit den Erwachsenen nicht nur über die Landwirtschaft, sondern auch die Tiere und die uns umgebende Natur ins Gespräch kommen. Und vielleicht regt dieses Sachbuch die Kinder und Eltern sogar an, raus in die Natur zu gehen und die Natur, Tiere und die Landschaft persönlich zu erfahren, zu ertasten, zu riechen, zu erproben!

Die Aufmachung und der Inhalt sind äußerst ansprechend, übersichtlich, kindgemäß, umfassend und wissenserweiternd! Dieses Kindersachbuch macht Freude!

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Manfred Rohrbeck – Komm mit, kleiner Eisbär!

In Komm mit, kleiner Eisbär wird der Protagonist früh am Morgen wach und hat wahnsinnigen Hunger. Gemeinsam mit seiner Mutter geht es nun auf zur Futtersuche. Auf dem Weg begegnen sie vielen unterschiedlichen Tieren, die alle ihre Besonderheiten haben. Ob Blauwal, Polarfuchs, Eisente oder Robbe, sie alle sind ziemlich schnell und gewieft und die Suche nach etwas Essbarem  scheint schwieriger als gedacht. Doch vor allem ist sie mit vielen spannenden Abenteuern verbunden.

Das Pappbilderbuch mit einer original Schleich-Figur überzeugt vor allem durch diesen großen Koffer, der sich wunderbar als Geschenk oder Mitbringsel eignet. Die Abenteuer des tierischen kleinen Helden können so vor der Kulisse des Bilderbuchs nachgespielt werden. Durch die Gucklöcher kann die kleine Schleich-Figur hindurchschlüpfen und das Kind so die Futtersuche nachspielen, das morgendliche Brummen imitieren und so wunderbar in die Tierwelt eintauchen. Ganz nebenbei lernt es noch viele interessante Informationen über die Tierwelt der Eisbären kennen. Die integrierten Klappen verraten außerdem noch weitere spannende Informationen über die Tiere, die der kleine Eisbär auf seiner Futtersuche trifft.

Die Illustrationen sind naturgetreu gestaltet und spiegeln die Lebensräume  der Arktis wunderbar wider. Das Kind trifft auf ganz spielerische Weise  auf die Vielfalt in der Natur und kann sich aktiv handelnd einbringen und lernen.

Das Tierspielbuch gibt es in drei weiteren Varianten, in denen ein Panther, Fuchs oder Pferd ihre Lebensräume entdecken.  Im Herbst 2012 sind zwei weitere Titel zu Lamm und Löwe sowie Tiger geplant.

Eine tolle Verbindung zwischen Spielzeug und Buch. So können Bücher für die ganz jungen noch attraktiver gestaltet werden. Die Lese- bzw. Spielfreude ist garantiert!

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Lisa Wagner – Kinderwerkstatt Recycling-Kunst

Kunst darf nicht auf das Malen und Zeichnen begrenzt werden. Daher plädiert die Autorin für das Entdecken neuer Materialien und Gegenstände, die mit ein wenig Geschick und Kreativität zu etwas Neuem und Künstlerischem umfunktioniert werden können. Denn trotz des wachsenden Umweltbewusstseins, werden unsere Müllberge weiterhin größer. Lisa Wagner möchte den Blick dafür schärfen, in der Umwelt nach wiederverwertbaren Materialien Ausschau zu halten und zu kreativem Recycling anregen.
Das Buch ist hauptsächlich in zwei Bereiche eingeteilt. Zuallererst geht es um Entdeckungen im Haushalt und Umfeld. Welche Formen und Materialien eignen sich für künstlerische Projekte? Welche Werkzeuge werden benötigt? Darauf aufbauend werden konkrete Projekte vorgestellt. Das Daumenkino, Gummiantrieb, Motoren, Kochlöffelpuppen, Handpuppen und Fallschirme werden erklärt und mit Skizzen die Bauweise dargestellt. Farbige Fotos veranschaulichen wie das Ergebnis letztendlich aussehen könnte.

Die Idee der Wiederverwertbarkeit finde ich persönlich ganz toll. Aus einer Milchverpackung und Dosendeckeln ein Auto zu bauen, das hat schon etwas! Dieses Ideen- und Anleitungsbuch ist für Erzieherinnen, Lehrpersonen, Eltern und jugendliche Nachahmer gedacht, keinesfalls für Kinder. Dafür sind die Anleitungen zu kompliziert und ich muss zugeben, dass die selbst gezeichneten dreidimensionalen Skizzen mich ziemlich verwirren und mich eher abschrecken einige dieser Projekte in Angriff zu nehmen. Mit Kochlöffelpuppen würde ich fertig werden, doch die Anleitung für die Camera Obscura bedarf der Auffrischung einiger mathematischer Begriffe und Operationen.

Beispiel:

“ 5a   Die Maße dafür erhält man durch den Satz des Pythagoras: a² +b²= c²
Zwei Flächen der Konstruktion stehen zu der dritten Fläche in einem rechtwinkligen Dreieck.
Da die anderen beiden Winkel 45 Grad betragen, sind diese beiden Schenkel gleich lang (a=b).
Eine Schenkellänge muss die Höhe des inneren Kartons haben.
Für diese Berechnung benötigt man einen Taschenrechner,  2 x Höhe² = c²     c =√ 2 x Höhe²“ etc

Die Idee finde ich grundsätzlich inspirierend und für viele Kinder sicherlich faszinierend. Leider ist bei vielen Projekten die Anleitung unnötig verkompliziert worden.

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Karen McGhee – Das große Ravensburger Buch der Tiere

„Dieses umfassende und mit über 3000 farbigen Bildern reich illustrierte Standardwerk zeigt und erklärt die Vielfalt und den Artenreichtum der Tierwelt unserer Erde. Der übersichtliche Aufbau nach Tiergruppen, die fundierten Informationen und die erstklassigen Illustrationen machen das große Buch der Tiere zu einem einzigartigen Nachschlagewerk.“

Ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis stellt die sieben großen Unterteilungen in Die Welt der Tiere, Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische und wirbellose Tiere dar. Das Tierlexikon ist reich bebildert und verdeutlicht anhand von Zeichnungen und Fotos das Jagdverhalten, die unterschiedlichen Gattungen, bedrohte Tierarten, wissenswerte Eigenheiten und einige weitere Informationen dar. Ein kurzer einleitender Text beschreibt die Tiergruppe und was eben diese kennzeichnet. Neben dem deutschen Namen werden die Tiere auch mit dem wissenschaftlichen Namen vorgestellt.  Bei vielen Arten folgen noch einige Sätze mit interessanten Fakten. Eine Vebreitungskarte zeigt, wo wichtige Tiergruppen natürlicherweise leben.Im Anhang wird auf die Tiergrößen eingegangen. In einem tabellarischen Verlauf, welches alphabetisch angeordnet ist, findet der Leser den höchsten Wert, den ein normales Tier erreichen kann. Im Register können noch einmal die im Buch vorgestellten Tiere nachgeschlagen werden.

Der Hauptzweck dieses Buches ist, die Vielfalt an unterschiedlichen Tieren, die auf der Erde leben, dem Leser vorzustellen. Daher bekommt man durch die vielen Zeichnungen einen guten Überblick, wie sich die jeweiligen Tiere in einer Tiergruppe voneinander unterscheiden und was die besonderen Merkmale sind. Die Informationen zu den jeweiligen Tieren sind relativ kurz gehalten und bedürfen weiterer Nachforschungen.

 Das große Ravensburger Buch der Tiere bietet einen guten Überblick über die Vielfalt an Tieren auf unserer Erde.

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Ursula Bredel, Nanna Fuhrhop und Christina Noack – Wie Kinder lesen und schreiben lernen

Ein Blickfang ist das tolle Buchcover, welches den Leser, dabei vor allem die Lehrer und Eltern, in die Welt des Schriftspracherwerbes einführen soll. In der Einleitung versuchen die Autorinnen, die alle als Professorinnen an verschiedenen Hochschulen in Deutschland arbeiten, mit einer Studie zu schocken, die besagt, dass rund 7,5 Millionen Erwerbsfähiger in Deutschland keine zusammenhängenden Texte lesen und schreiben können. Von dieser Erkenntnis aus wird ein großer Bogen auf die Komplexität der deutschen Sprache geschlagen. Man taucht sehr tief in die Materie ein und dem einen oder anderen Lehramtsstudenten werden die  auftauchenden Begrifflichkeiten sehr an die Seminarinhalte erinnern: Oszillogramm, IPA, Knacklaute, phonetische Transkriptionen, Silbenkerne von unbetonten Silben, das silbenanalytische Modell etc. Für Eltern, die sich mit dieser Thematik noch nie beschäftigt haben, wird es sehr schwer, wenn nicht fast unmöglich sein diesen Inhalt zu durchdringen. Die meisten würden sich hiernach selbst als „funktionale Analphabetiker“ fühlen. Lehrer dagegen haben hierbei die Möglichkeit das möglicherweise eingerostete Wissen noch einmal aufzufrischen. Was mich jedoch zwischendurch gestört hat, war die Tatsache, dass die Autorinnen die Lehrer als unwissende Pädagogen sehen und der Regelfall für sie so aussieht, dass sie Fehler einfach rot unterstreichen ohne der Ursache auf den Grund zu gehen (S. 101). Seit Jahren wird in den Seminaren betont, dass Fehler tolle Sprachanalyse darstellen und diese als Entwicklungsschritte anzusehen sind. Denn bekanntlich sind Fehler notwendige Entwicklungssschritte in jedem Lernprozess.
In den weiteren Kapiteln werden Rechtschreibtests (AFRA, Hamburger Schreibprobe) und Lesetests (ELFE, LTB) vorgestellt und auf die Lese- und Rechtschreibstörungen eingegangen. Den Kapitel „Zweitschrifterwerb“ dagegen fand ich persönlich sehr aufschlussreich und es wurden einige sehr interessante Punkte angesprochen, obwohl der Schreibstil doch sehr trocken ist und man sich durch jede Seite schon fast durchkämpfen musste.

Für Eltern zu komplex. Für Lehrer nur teilweise hilfreich.

Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanke ich mich bei Blogg dein Buch und dem Francke Verlag!

Das Buch kann hier bestellt werden.

Fructuoso Navarro – HDR Fotografie

„HDR-Fotografie hält neue, spannende Ausdrucksformen für künstlerisches Fotografieren bereit, die Sie mit diesem Buch erkunden. Entdecken Sie die Spielräume, die sich zwischen Originaltreue und freier Kreativität auftun! Fructuoso Navarro zeigt Ihnen ausführlich die grundlegenden HDR-Techniken – von der Aufnahme und den Kameraeinstellungen bis hin zum HDR-Rendering und dem anschließenden Tone Mapping. Daneben beschreibt er detailgenau fünf Möglichkeiten der Aufnahme und passt die jeweiligen Konzepte an verschiedene Aufnahmebedingungen an. Außerdem bringt er Ihnen zusammen mit international bekannten Kollegen wie Trey Ratcliff, Tony Sweet und Kim Shatwell die HDR-Fotografie mit vielen Bildbeispielen unterschiedlicher Fotogenres näher.“

Kaum ist das neue Objektiv, welches ich mir zur Ferienzeit gegönnt habe, da, habe ich mich näher mit der HDR-Fotografie beschäftigt. Es ist doch erstaunlich was man alles aus Bildern machen kann. Dieses Buch beeindruckt zuerst durch dieses Titelbild mit viel Tiefe und Details und aber auch durch den dicken und stabilen Einband. Das rote Lesebändchen erleichtert das schnelle Auffinden der zuletzt gelesenen Seite. Gegliedert wurde das Buch in sieben Kapitel. Im ersten Kapitel mit dem Untertitel Grundlagen finden grundlegende Begriffe Erwähnung. Was hat der Belichtungswert, die Belichtungsmessung, der ISO-Wert mit der HDR-Fotografie zu tun? Was bedeutet Luminanz und Reflexion in diesem Zusammenhang? In den nächsten Kapiteln wird auf die Motive an sich eingegangen und aber auch welche Ausrüstung für das Fotografieren mit HDR benötigt wird. Nach der Aufnahme folgen natürlich noch weitere wichtige Schritte: Verwaltung, Verarbeitung, Postproduktion. Es wird einige Male darauf eingegangen, dass dieses Buch für Fortgeschrittene empfohlen wird und so habe ich mich als Hobbyfotografin zeitweilen ziemlich überhäuft an allen möglichen Informationen gefühlt und musste den einen oder anderen Begriff auch nachschlagen. Sehr hilfreich fand ich besonders die Fotos, die immer wieder zur Verdeutlichung herangezogen wurden. So lösten sich meine inneren Fragezeichen oft doch wenig später in Luft auf. Und da meine Lehrerpersönlichkeit hier und da doch durchkam, musste ich über die  sehr häufig auftretenden Rechtschreibfehler bzw. Tippfehler stolpern. Hier wäre eine genauere review notwendig. Zwischendurch werden aber auch die Werke von anderen talentierten Fotografen vorgestellt. Herausstechend fand ich persönlich die Fotografien von Tony Sweet, über 10 Seiten werden seinen Werken gewidmet, einfach ein Augenschmaus!

Die mitgelieferte DVD enthält einige Belichtungsreihen und worüber ich mich ganz besonders gefreut habe, eine Testversion des HDR-Programms Photomatix.


Dieses Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise von www.addison-wesley.de und www.bloggdeinbuch.de zur Verfügung gestellt.

Für alle die an der HDR-Fotografie interessiert sind und ein Grundwissen bereits mitbringen, ist dieses Buch eine Kaufempfehlung!

Zu diesem Buch findet ihr hier weitere Informationen …

Friederun Reichenstetter und Hans-Günther Döring – Wie kleine Igel groß werden

„Vier klitzekleine Igelkinder sind geboren – mitten im Sommer. Noch haben sie ganz zarte Stacheln, bald aber sind sie groß genug, um die Welt zu erkunden. Die Igelmutter bringt ihnen alles bei: wo sie Futter und Wasser finden, wie sie sich vor Raubtieren verstecken und wo sie ihren Winterschlaf halten können. Denn auch Igelkinder müssen lernen!“

Die Lebenswelt der Igel ist ein sehr spannendes Thema und gehört auch in der Grundschule zum festen Bestandteil des Sachunterrichts. Friedrun Reichenstetter teilt das Buch in 13 Kapitel ein, für die sie jeweils eine Doppelseite widmet. Die angesprochenen Gebiete sind die folgenden: Aufgewacht!; Guten Appetit!; Wer schleicht durch die Nacht?; Der Tag beginnt; Ein Igel wollte Hochzeit machen; Willkommen, ihr Igelkinder!; Igelkind, pass auf!; Auch Igelkinder müssen lernen; Der Herbst ist da; Zeit für den Winterspeck; Leise rieselt der Schnee; Gerettet! und Zauberhafte Winterstille. Dabei wird ebenfalls aufgelistet was der Igel am liebsten frisst (dazu gehört keine Milch und weder Salatblätter noch Obst!), wer zu seinen Feinden gehört und was man machen sollte, wenn man einen Igel findet. In den vorletzten Seiten finden die „Igelfreunde“ weitere Informationen zum Igel, wie z.B. die Anzahl der Stacheln, die Größe, Anzahl der Zähne und eine Adresse eines Vereins, der einem sagen kann wo eine Station für kleine und kranke Igel in der Nähe zu finden ist. Das Buch schliesst mit einem Bildregister, mit den im Buch erwähnten Tieren und den dazugehörigen Seitenzahlen.
Diesem Bilderbuch ist zusätzlich noch eine wunderbare CD beigelegt. Eine sehr angenehme Männerstimme leitet durch das Buch und wird von dem Schnüffeln eines Igels und dem Zwitschern von Vögeln begleitet. Man hat den Eindruck als wäre man live dabei und würde den Igel bei seiner Futtersuche begleiten. Das Buch ist sehr anschaulich gestaltet und überfrachtet das Kind nicht mit zu vielen Informationen, es ist sehr bedacht dosiert und mit viel Detailtreue illustriert!

Kindgerecht und spannend! Für Igelfreunde ein Muss!


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Susa Hämmerle und Dorothea Tust – Abenteuer Sehen

“ Lotte und Lukas entdecken die aufregende Welt des Sehens: Warum braucht man eine Brille? Wobei helfen Nachtsichgerät, Mikroskop oder Fernrohr? Und tun Röntgenstrahlen wirklich nicht weh? Auf kindgerechte, informative und humorvolle Art erklärt Susa Hämmerle das Thema Sehen und verschafft damit den richtigen Durchblick.

Die beiliegende DVD enthält völlig neu entwickelten Zugang zum faszinierenden Phänomen des Sehens. Fotos und Filme, Abenteuerspiele, Quiz und Bastelanleitungen ermöglichen eine spielerische Entdeckungsreise in die Welt der Technik und des Sehens. „

Das Thema „Sehen“, als eines der fünf Sinne ist auch Unterrichtsthema  in der Grundschule und für viele Kinder besonders spannend. In diesem Buch „Abenteuer Sehen“ führen die Geschwister Lotte und Lukas gemeinsam mit ihrem Hund Felix, als Wegweiser den Leser durch das Buch. Zuallererst wird auf das Auge an sich eingegangen. Wie sieht ein Auge aus? Wie unterscheidet sich das menschliche Auge von den Augen einiger Tiere? Eine sehr anschauliche Illustration verdeutlicht wie das Auge das Gesehene „entschlüsselt“. Im nächsten Kapitel ist die Fehlsichtigkeit ein Thema: Brille, Farbenblindheit, Schielen. In den darauffolgenden Kapiteln werden dem Leser viele Informationen über physikalische Geräte geboten. Es geht um Mikroskope, Zeitlupen, Computertomographe, Ultraschallmikroskope, Wärmebildkameras, Rastertunnelmikroskope, optische Täuschungen und vieles mehr. Auf jeder Doppelseite liefern „Steckbriefe“ zusätzliche Aufklärungen z.B. zum Thema Pupille, Brille oder einem Nachtsichtgerät. Ein weiteres spannende Extra ist die Rubrik „Experimente“, denn hier können die Leser selbst aktiv werden und Experimente durchführen, für die sie oft nicht viel brauchen außer einem Finger, einer Büroklammer, einer Bohne usw. Alles Sachen, die man eigentlich schnell beschaffen kann oder bereits im Haushalt hat. Das Buch eignet sich als zusätzliche Informationsquelle, für Kinder die bei diesem Thema besonderes Interesse zeigen und sich vertiefend informieren möchten. Als Einsteigerbuch würde ich es nicht unbedingt empfehlen, weil die sehr kurzen, oft aus dem Zusammenhang gerissenen  Informationen keinen wirklichen Rahmen schaffen.

Die mitgelieferte DVD ist für Kinder oft sehr motivierend und gliedert sich in vier Unterpunkte: zwei Spielen, einem Quiz und einer Bastelecke, die Materialien auf einer PDF-Datei anbietet. Bei den Spielen geht es darum die unterschiedlichsten Geräte in einem Museum zu sammeln, sich darüber zu informieren und sie danach auch passend einzusetzen. Es werden Situationen geschaffen, für die die Wegweiser z.B. unbedingt ein Fernrohr benötigen und es liegt an dem Leser dies zu erkennen und anzuwenden. Auf spielerische Weise eignen sich hier die Kinder das überaus nützliche Wissen an und haben dabei auch Spaß!

Ich könnte mir durchaus vorstellen, sowohl das Buch, als auch die DVD im Unterricht zum Thema „Sinne“ z.B. bei Wochenplanarbeit einzusetzen. Hierfür wäre allerdings ein Glossar sehr wünschenswert. Das Buch wäre dann eine Informationsquelle unter vielen, die zusätzliche und spezifische Informationen anbietet und eventuell die Neugierde einiger Kinder weckt, sich mit diesem Thema vertiefend auseinandersetzen zu wollen.

Zur Vertiefung und Aneignung von interessanten Details für computerbegeisterte Sprösslinge zu empfehlen. Wissenschaft zum Selberausprobieren!


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Friederun Reichenstetter und Hans-Günther Döring – Wie leben die kleinen Waldameisen?

Klappentext:

„Die junge Ameisenkönigin hat es geschafft: An einem sonnigen Platz im Wald hat sie einen neuen Statt gegründet. Ihr Ameisenhügel wächst und wächst. Denn die Ameisen arbeiten eifrig zusammen. Jede hat ihre Aufgabe. Manchmal aber geschieht etwas Verblüffendes: Schleicht sich doch ein fauler Käfer ein – mit einem richtig schlauen Trick …“

Rezension:

Das Sachbilderbuch gibt es inkl. einer Audio-CD, auf der die Geschichte noch einmal von Markus Grimm vorgetragen wird. Die Stimme des Sprechers ist sehr angenehm, die Geschichte wird außerdem mit Naturgeräuschen, wie z.B. Vogelgezwitscher untermauert. Wunderbare farbenprächtige Illustrationen lassen den Leser in die Welt der Ameisen eintauchen. Es geht los mit der Ameisenkönigin und ihren Aufgaben, der Paarung, dem Ameisenbau, dem Nachwuchs, den Feinden und endet mit dem Winterschlaf. Auf einigen Doppelseiten werden ergänzende Informationen dargestellt: Entwicklung der Ameise, die Nahrung, Waldschädlinge, die von den Ameisen gefressen werden und vieles mehr. Im kapitelweisen Verlauf der Geschichte wird die Neugierde der Kinder nachgeahmt, indem einige Fragen, die durchaus von den Kindern kommen könnten, in rot hervorgehoben, gestellt werden. Die Antwort steht prompt dahinter. Auch der Sprecher stellt nach dem Vorlesen des jeweiligen Kapitels einige Wissensfragen, die die Kinder, wenn sie richtig aufgepasst haben, auch beantworten können. Leider finde ich die Wartezeit doch relativ kurz, sodass man erst gar nicht zum Grübeln kommt. Die Idee der Integration eines Fragespiels zum Verständnis ist jedoch  toll!

Im Anschluss werden die Ameisenfreunde noch einmal persönlich angesprochen und  die Körperteile der Ameise bildlich sehr schön dargestellt. Außerdem wird kurz auf die unterschiedlichen Arten der Ameise eingegangen und Verblüffendes aus der Ameisenwelt erzählt.

Die Informationen sind durchaus sehr detailliert, dennoch kindgerecht dargestellt. Auch manch Erwachsener wird so einiges aus dem Buch mitnehmen können. Oder wussten Sie schon weshalb die Ameisenkönigin sich gleich nach der Paarung mit den Vorderbeinen ihre Flügel abbricht? Nein? Dann unbedingt auf Seite 4 nachlesen!

Fazit:

Ein bezauberndes Sachbilderbuch über das Leben der Waldameisen. Die Naturwelt bietet so einiges an Verblüffung und spannenden Ereignissen!

 

Bewertung:

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