Arnold Lobel – Das große Buch von Frosch und Kröte

Klappentext:

„Frosch und Kröte sind die dicksten Freunde: Egal, ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – die beiden sind unzertrennlich und erleben miteinander die schönsten Abenteuer. Und immer geht es dabei um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: um Freundschaft, Mut, Angst, Willensstärke, Badeanzüge, verlorene Knöpfe, zu große Hüte …“

Inhalt:

Frosch und Kröte sind die allerbesten Freunde und erleben gemeinsam so einiges Abenteuer. Im Frühling pflanzen sie Samen und beobachten deren Entwicklung. Im Sommer gehen sie gemeinsam baden und lernen über manche Dinge, wie dem unschönen Badeanzug zu stehen. Im Herbst lassen sie einen Drachen steigen und lernen, dass Mühe sich durchaus lohnen kann, wenn man sich nur stark genug bemüht. Den Winter verbringen sie mit Schlittenfahrten und dem gemeinsamen Keksebacken.

Meinung:

Das Buch ist eingeteilt in vier grobe Themenbereiche: Frühling, Sommer, Herbst und Winter, wobei jedes Kapitel noch einmal aus vier kurzen Geschichten besteht. Auf jeder Doppelseite findet der Leser zumindest ein Bild, oft sind auch mehrere Illustrationen abgebildet. Die Farben der Abbildungen sind eher in Erdtönen gehalten.

Neben den Abenteuern, die die Freunde gemeinsam erleben, werden dem Leser der Umgang mit Angst, Traurigkeit, Scham, Frustration, Faulheit, Freude, Willensstärke und vieles vieles mehr vermittelt. Die kurzen Geschichten tragen eine tiefgründige Botschaft in sich und werden doch auf so eine humorvolle Weise erzählt, dass es nicht nur die Kinder zum Schmunzeln bringt.

Die Geschichten sind besonders gut zum Vorlesen geeignet, auch in der Grundschule. Die Geschichten sind alle kurz gehalten und beinhalten in sich abgeschlossene Abenteuer, sodass die Kinder sich immer wieder auf weitere Abenteuer freuen können. Egal für welches Fach, ob Sachunterricht oder Deutsch, es wird sich definitiv eine passende Geschichte aus diesem wunderbaren Buch finden.

Fazit:

Witz und Sachwissen vereint in einem tollen Buch, welches so einige interessante Aufklärungen in sich birgt.

Lieblingszitat:

„Bevor du einschläfst, musst du nachdenken. Du musst große Gedanken denken. Diese großen Gedanken weiten deinen Kopf. Und morgen früh passt der neue Hut bestimmt.“

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Angelika Glitz und Carola Holland – Am liebsten bin ich Gustav

Buchrückentext:

„Bisher war sich Gustav ganz sicher: Er ist ein kleiner Hund! Aber dann kommt der Morgen, als Berta, die kurzsichtige Kuh, ihn mit einem Kälbchen verwechselt. Und Gustav sich fragt: „Bin ich jetzt eine Kuh, oder was?“ „Kann schon sein“, sagt sein Freund Quaker, der Großmaulfrosch. Denn schließlich hat Gustav auf seinem weißen Fell tolle schwarze Flecken. Kuhflecken sozusagen. Von da an trabt Gustav jeden Morgen zur Weide hinüber und frisst Gräser und Dotterblumen. Doch dann taucht eines Tages der Wolf auf und behauptet, dass Gustav ein Wolf sei. Ein Wolf wie er, der die Kühe zum Fressen gern hat.“

Inhalt:

Gustav erlebt das ein oder andere Abenteuer, auf der Suche nach dem eigenen Ich. Er beginnt an seinem Hundedasein zu zweifeln, als eine Kuh behauptet, er wäre ebenfalls eine Kuh aufgrund seiner Flecken, die der Kühe  sehr ähneln. Auch sein bester Freund, der Großmaulfrosch, bestätigt diese Vermutung. Er sagt er kennt keinen Hund, der so aussieht wie Gustav. Ab diesem Zeitpunkt lebt Gustav wie eine Kuh, weidet auf einer Wiese, frisst Gras und verscheucht die Fliegen mit seinem Schwanz. Doch dann trifft er auf einen Wolf und dieser schlägt ihm vor, gemeinsam eine Jagd auf die Kühe zu machen.

Meinung:

Bei diesem Buch trifft der Leser auf sehr schöne farbenprächtige Illustrationen, die die Stimmung des Buches eindrucksvoll widerspiegeln. Die Geschichte wirkt dadurch sehr lebendig und auf keinen Fall langweilig. Diese ist durchaus amüsant und mit einigem Witz gewürzt, sodass mein Cousin sich an einigen Stellen vor Lachen den Bauch halten musste. Ganz nebenbei erfahren die Kinder mehr über die Eigenheiten von Kühen und Wölfen (z.B. Euter, Reißzähne, feuchte Nase etc.). Diese Tatsache hat beim Lesen zu einem sehr interessanten Gespräch geführt, bei dem das Kind durchaus einiges lernen kann. Auch das Thema Freundschaft kommt nicht zu kurz, sowohl die mit dem Frosch, als auch die mit den Kühen. Daran anschließend könnte man sich darüber unterhalten, was das Kind am liebsten wäre oder ist und somit auf das Thema Identität näher eingehen.

Fazit:

Abenteuerlust und Witz stehen im Mittelpunkt dieser Geschichte mit ihren wunderbaren Illustrationen.

Bewertung:

Bettina Belitz – Splitterherz

Buchrückentext:

„Etwas hat sich verändert. Ich kann es wittern. Die Luft ist weicher geworden, der Wald grüner, der Nachthimmel schwärzer. Der Mond weint, eine neue Seele ist da. Sie ist zart und wild zugleich. Sie hat Widerhacken. Sie schmeckt köstlich.“

Klappentext:

„Es gibt genau einen Grund, warum Elisabeth Sturm nicht mit fliegenden Fahnen vom platten Land zurück nach Köln geht, und dieser Grund heißt Colin. Der arrogante, unnahbare, aber leider auch äußerst faszinierende Colin gibt Ellie ein Rätsel nach dem anderen auf, und obwohl sie sich mit aller Macht dagegen wehrt, kann sie sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen. Bald muss Ellie einsehen, dass Colin viel mehr mit ihrer Familie verbindet, als sie sich je vorstellen könnte. Ihr Vater Leo verbirgt ein Geheimnis, das ihn und Colin zu erbitterten Gegnern macht – und das Ellie in tödliche Gefahr bringt. Dass sie mit ihren seltsamen nächtlichen Träumen den Schlüssel zu dem Rätsel in der Hand hält, begreift Ellie erst, als ihre Gefühle für Colin alles zu zerstören drohen, was sie liebt.“

Inhalt:

Ellie, eine siebzehnjährige spätpubertierende Einserschülerin zieht notgedrungen von der Großstadt Köln nach Kaulenfeld, einem 400 Seelen Dorf. Auch wenn das Einleben in dem doch so stillen Dorf, welches ganz anders als Köln ist, zu Anfang etwas schwer fällt, fängt Ellie das Leben auf dem Land langsam zu gefallen an. Das liegt jedoch nicht unbedingt an ihren Klassenkameraden, denn so richtig Kontakt kann sie zu keinem knüpfen, auch wenn die anderen sich Mühe geben. Doch Colin, ein zwanzigjähriger Förster, den die anderen Dorfbewohner als sonderbar empfinden, weckt Ellie’s Interesse und Neugier.  Nicht zuletzt weil er ihr das Leben gerettet hat, als sie in einen furchtbaren Sturm geraten ist. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, vielleicht auch weil er sie zu durchschauen scheint und weil er noch unnahbarer wirkt, als sie selbst. Doch bald muss Ellie feststellen, dass nicht nur Colin ein Geheimnis birgt, sondern auch ihr Vater Leo, ein anerkannter Psychiater. Doch auch Ellie verändert sich, sie überfällt immer häufiger der Drang nach Schlaf, in den unmöglichsten Situation fühlt sich dem „Traumsog“ verfallen. Ellies bisheriges Leben gerät ins Wanken, wem kann sie noch glauben? Und kann die Wahrheit tatsächlich Wirklichkeit sein?

Meinung:

Zuallererst ist mir das wunderschöne Buchcover aufgefallen, ein Meisterwerk, wie ich finde. Die Farben und jedes einzelne Blättchen und Herzchen sind unglaublich passend gewählt, sodass ich Stunden auf dieses Bild starren könnte.
Die Sprache ist so bildlich und atmosphärisch, dass man die Szenen im Wald und die Natur des einsamen Dorfes genau vor Augen hat. Die Figuren sind wunderbar dargestellt und zum Teil kantig, aber das macht sie für mich um so liebenswerter. Die Wendungen im Buch waren für mich teilweise gar nicht vorauszuahnen, was ebenfalls ein Punkt ist, was ein gutes Buch ausmacht. Die Handlungsfäden sind gekonnt verknüpft, sodass man als Leser die vorherige Erwähnung bestimmter Geschichten und Gefühle im Verlauf des Buches nun zu einem sinnvollen Bild zusammenfügen kann. Das Ende des Buches zwingt den Leser unwiderstehlich sich um die Fortsetzung der Trilogie zu bemühen. Der zweite Teil erscheint unter dem Titel Scherbenmond Anfang nächsten Jahres. Man darf also gespannt sein, ich bin es auf jeden Fall!

Fazit:

Sind die ersten Seiten von Splitterherz gelesen, hüllt einen die Geschichte wie ein seidener Kokon ein, Widerstand ist zwecklos.

Bewertung:


Heinz Janisch und Isabel Pin – Du Gruselgorilla!- Du Schmusegorilla!

Inhalt:

Das  Buch ist ein Liebes- und Schimpfwörterbuch, welches von beiden Seiten gelesen werden kann. Sowohl die Liebeswörter, als auch die Schimpfwörter sind in folgenende Kategorien unterteilt: Tiere (Schlummerbär vs. Kaktusigel ), Gemüse und Obst (Erbsenprinz vs. Zwergradieschen), Speisen (Zimtschnecke vs. Schaumrollenkriecher), Dinge und Objekte (Funkelstein vs. Stachelstein ), Natur (Glitzerschnee vs. Staubwolke ), Körper (Goldjunge vs. Furzrakete) und  Blumen, Pflanzen und Bäume (Salbeiblatt vs. Schlingspflanze). In der Mitte ist jeweils Platz gelassen worden, um eigene Wortkreationen zu verewigen.

Meinung:

Ein sehr außergewöhnliches Buch, welches sicherlich jedem Kind Spaß bereiten wird. Das kreative Schimpfen  bzw. die Liebesbekundungen sollen von den Kinder fortgeführt werden und regt dadurch die Kinder an, selbst Wortkreationen zu erfinden, über die Sprache nachzudenken, der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen. Die Bilder überladen nicht die originellen Wortvorschläge, sodass die Wörter an sich, die auch im Mittelpunkt des Buches stehen, gut zur Geltung kommen.

Ich habe das Buch  in einem Deutsch-Förderkurs vorgelesen und die Kinder haben sich vor Lachen auf dem Boden gekugelt. Bei den darauffolgenden eigenen Wortkreationen ist dann Folgendes entstanden: Spitzhuhn, Marmorohrläppchen, Elfenbeindelfin, Sanddornfuchs etc. Sie hatten sichtlich Spaß sich eigene Schimpf- aber auch Liebeswörter auszudenken.

Fazit:

Ein originelles Kinderbuch, welches zum Nachdenken über die Sprache anregt und darüberhinaus auch ein tolles Geschenk ergibt.

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Barbara Steinitz – Schnurzpiepegal

Buchrückentext:

„Geht man durch die Straßen und Parks einer Stadt, sieht man, dass alle Hunde wie ihre Herrchen und Frauchen aussehen. Aber es gibt Ausnahmen. Leonoras Hund Fidelio zum Beispiel sieht seinem Frauchen überhaupt nicht ähnlich. Genau so geht es Joschka mit seiner Pistazia. In der Stadt rümpfen die Leute die Nase und lachen über Leonora und Joschka, die so gar nicht zu ihren Hunden passen. Aber das ist beiden egal. Na, fast egal…“

Inhalt:

Leonora ist blau, kugelrund und liebt Opern, ihr Hund Fidelio dagegen orange, dürr und kariert. Auch er hat eine Leidenschaft für Opern. Auf der Straße werden die beiden jedoch ausgelacht, weil sie sich nun überhaupt nicht ähnlich sehen. Genauso geht es Joschka, er ist schlank, orange-kariert, doch sein Hund kugelrund und blau. Eines Tages begegnen sich die vier und es ist offensichtlich welcher Hund zu wem gehört, kurzerhand entschließen sie sich zu tauschen, damit die Leute draußen nicht mehr über sie spotten. Allerdings sind alle vier mit dieser Entscheidung unzufrieden, die Hunde vermissen ihre Herrchen und fühlen sich gar nicht wohl. Eines Tages begenen sich die vier wieder und „plötzlich war das traurige, unerklärliche Gefühl wie weggepustet. Sie brauchten nichts zu sagen. Es war klar“  Ab diese Zeitpunkt war es den vieren schnurzpiepegal was die Leute über sie sagten…

Meinung:

Dieser Gedanke ist mir ebenfalls in den Sinn gekommen: Manche Hunde sehen ihren Herrchen einfach unglaublich ähnlich! Und Barbara Ssteinitz hat diese Erkenntnis unglaublich gut in ihren wundervollen Zeichnungen festgehalten. Auf dieser Doppelseite musste ich für 5 Minuten verweilen, um jede Kleinigkeit genauer zu betrachten und schmunzelnd ihr Können anzuerkennen. Die Zeichnungen sind einfach wunderbar, auch wie sie die Traurigkeit dargestellt hat (betrachtet man doch den Mond und das Bild an der Wand in Leonoras Wohnraum). Es gibt auf den Bildern so viel zu entdecken!
Auch die Thematik finde ich sehr gut: Die Liebe hat nichts mit Äußerlichkeiten zu tun! Auch wenn die Leute spotten, sollte man nicht so viel Wert auf das Geschwätz legen und auf das eigene Herz vertrauen. Diese Message ist doch wunderbar!

Fazit:

Ein zauberhaft illustriertes Bilderbuch, mit einer wundervollen Farbenpracht, eine Geschichte sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene!

Vielen Dank an den Bajazzo Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Bewertung:

Wanja Olten und Manuela Olten – Kein bisschen dreckig

Buchrückentext:

„Hände waschen muss man sich doch nur, wenn sie richtig dreckig sind. Und das ist total selten!“

Inhalt:

Die Heldin dieses Buches, von der wir den Namen nicht erfahren, fragt sich weshalb sie sich die Hände waschen soll. Wenn sie im Matsch spielt reicht es vollkommen sich die Hände an der Kleidung abzuwischen, auch nachdem die Hasen gestreichelt wurden, versteht sie nicht wieso die Hände gewaschen werden sollen, ebensowenig wie vor dem Essen, denn sie isst ja eh mit Besteck. Die Mutter erklärt dann, dass an den Händen sich furchtbar viele Bakterien befinden, die einen krank machen. Infolgedessen wird ein Horrorszenarium präsentiert, in dem das kleine Mädchen Fieber bekommt und schließlich mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden muss. Die Geschichte endet mit der Überlegung, ob sie sich nun die Hände waschen soll…

Meinung:

Erst eimal vorweg: Das Cover finde ich bezaubernd: die Farbauswahl, die Darstellung der Bakterien als kleine Kartoffeln, sowie den Fokus auf die Hand. Toll!
Die tägliche körperliche Hygiene ist  ein wichtiges Thema, doch viele Kinder tun das überhaupt nicht gerne und können oft auch nicht verstehen, wozu sie sich 2 Mal täglich die Zähne putzen sollen und noch öfter die Hände waschen. Dieses Buch kann hier ansetzen und die Hygiene zum Thema machen, allerdings bin ich von der Darstellung des Krankenhausbesuchs und der damit verbundenen „Angstmach-Absicht“ nicht überzeugt. Lieber wäre es mir, wenn die „echten“ Folgen der Infektion dargestellt werden würden mit einer daran anschließenden Erklärung weshalb Händewaschen so wichtig ist. Auch der Schluss ist zwar amüsant, doch pädagogisch gesehen nicht unbedingt das was man als „Lehre“ den Kindern mitgeben möchte.
Ich kann mir sehr gut vorstellen das Buch auch in der ersten Klasse einzusetzen, dafür aber die letzte Szene auszulassen. Daraufhin die Kinder bitten, sich ein eigenes Ende zu der Geschichte auszudenken und gespannt sein, was dabei herumkommt 🙂

Fazit:

Wanja und Manuale Olten greifen ein sehr wichtiges Thema auf und betonen mit netten, minimalistischen  Illustrationen die Wichtigkeit des Händewaschens. Lediglich den Ausgang der Geschichte würde ich mir anders wünschen.

Herzlichen Dank an den Bajazzo Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Bewertung:

Antonie Schneider und Betina Gotzen-Beek – Ein Himmel für Oma

Buchrückentext:

„Eines Morgens sitzt Chaja, Omas kleiner Vogel, nicht mehr auf ihrer Stange. Sie ist krank. Und wenig später stirbt sie. „Musst du auch einmal sterben, Oma?“, fragen Valentin und Lena besorgt. Oma nickt. „Aber wisst ihr, Chaja lebt in unseren Herzen weiter, weil wir sie so lieb haben“, sagen sie. Chaja, das heißt Leben. Und so wie der kleine Vogel, lebt auch Oma nach ihrem Tod in Valentins und Lenas Erinnerung fort.

Wenn es um das Thema Sterben und Tod geht, ist die Verunsicherung oftmals groß. Viele Erwachsene haben Angst sich falsch zu verhalten: Wann sage ich meinem Kind, dass eine ihm nahestehende Person sterben wird oder gestorben ist? Wie kann ich über etwas sprechen, das so unbegreiflich ist wie der Tod? Und verkraftet mein Kind die Wahrheit überhaupt?

Sorgen wie diese sind nicht unbegründet, doch ihre Kinder können meist mehr verstehen und verarbeiten, als wir denken. Dieses Buch möchte Sie dabei unterstützen, ein behutsames und doch offenes Gespräch mit Ihrem Kind zu führen.“

Inhalt:

Oma zieht gemeinsam mit ihrem Vogel, Chaja, zu ihrem Sohn und dessen Familie. Die Enkelkinder Valentin und Lena freuen sich über die beiden neuen Mitbewohner. Doch im Herbst fängt Chaja bereits zu kränkeln an, verliert ihre Federn und liegt nun häufiger auf dem Boden ihres Käfigs. Die Kinder sorgen sich sehr um Chaja und basteln ihr ein weiches Bett. Doch eines Tages stirbt sie. Im Garten wird sie schließlich beerdigt. Der Oma geht es nun auch nicht mehr so gut, immer häufiger bleibt sie im Bett und die Kinder sorgen sich rührend um sie. Eines Morgens stirbt  auch Oma, doch obwohl sie nun im Himmel ist, lebt sie weiter in den Herzen der Menschen, die sie lieb haben.

Meinung:

Der Tod gehört zum Leben dazu und dieses Buch mit den warmen Farben, nicht allzu überladenen Illustrationen bringt es den Kindern geschickt näher, zuerst anhand des Todes des kleinen Vogels und dem Umgang damit und anschließend mit dem Tod der geliebten Oma. Was mir besonders gut gefällt, sind die indirekten Vorschläge, wie man mit dem Tod umgeht, z.B. das gemeinsame Betrachten der Fotos und das Sprechen über die Verstobenen. Das Erinnern und Abschiednehmen sind wichtige Bestandteile der Trauerarbeit, die hier sehr behutsam aufgegriffen werden. Positiv hervorzuheben ist, dass der Tod als etwas Selbstverständliches gesehen und im Buch auch so dargestellt wird.

Im Nachwort finden sich weitere Vorschläge zur Trauerbewältigung und einige Worte gerichtet an die Eltern zum Thema „kleine Rituale“ und Verarbeitung des Todes bei Kindern.

Fazit: Ein sehr einfühlsames und überaus empfehlenswertes Bilderbuch über das Thema Sterben und den Tod für Kinder ab 3 Jahren.

Bewertung:


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Margarete Stephan und Michael Wrede – Bille haben will

Buchrückentext:

„Immer wenn Bille etwas Neues entdeckt, hüpft sie aufgeregt auf ihrem Nestrand umher und kräht in einem fort „Bille haben will!“ Jakob und Lisa, ihre Eltern, möchten ihr gern jeden Wunsch erfüllen. Auch wenn das manchmal gar nicht so einfach ist. Das Nest ist schon völlig überfüllt, aber Bille liebt ihre vielen Spielsachen. Im Herbst müssen sie in den Süden fliegen. Billes Schätze können unmöglich alle mit. Aber Robert und Susan, ihre neuen Freunde, wissen eine Menge neuer Spiele.“

Inhalt:

Bille wird von ihren Eltern ganz schön verwöhnt, denn sie bekommt alles was sie haben will. Egal, ob die Brille von ihrer Tante, einen Löffel, einen großen Teddy-Bär oder die golden schimmernde Glocke. Die Eltern begeben sich sogar in Gefahr, um der Tochter all ihre Wünsche zu erfüllen. Doch Bille hat nicht genug und sucht sich immer neue Sachen, die die Eltern herbeischaffen sollen.  An einem Herbstag jedoch muss sich Bille schweren Herzens von ihren Schätzen trennen, denn sie fliegen alle in den Süden. Bille kann sich nicht entscheiden, welche Sachen sie am liebsten hat und versucht doch ziemlich alles mitzunehmen. Den Großteil verliert sie utnerwegs, worüber Bille ziemlich verärgtert ist, doch dieser Ärger verfliegt, als sie ihre neuen Freunde Robert und Susan kennen lernt. Das gemeinsame Spielen hat ihr so viel Spaß gemacht, dass sie ihre verlorenen Schätze nun längst vergessen hat.

Meinung:

Welche Eltern kennen diese Trotzphase nicht, wenn ihr Kind etwas möchte und zwar sofort. Doch wie reagiert man als Elternteil? Jedefalls nicht so wie es in dem Buch suggeriert wird. Wie soll dieses Problem gelöst werden? Darauf wird in dem Buch leider nicht eingegangen. Die Implementierung der Erkenntnis, dass das Materielle durch eine Freundschaft nicht ersetzt werden kann, finde ich jedoch durchaus gelungen. Auch die Illustrationen laden den Leser dazu ein, auf den Seiten etwas länger zu verweilen und sich alle Sachen, die Bille ansammelt, genauer anzuschauen. Sprachlich empfinde ich manche Ausrufe von Bille etwas fragwürdig: Bille haben will, diese Satzkonstruktionen sollten sich die Kinder besser nicht aneignen 🙂

Bewertung:


Lila Prap – Warum?

Buchrückentext:

14 Warum (s) zu 14 Tieren.
56 falsche Antworten und 14 richtige.
Ein Spaß- und Sachbuch.

Das Buch hat den Deutschen Jugendliteraturpreis 2005 in der Kategorie Sachbuch gewonnen und zeigt auf 14 Doppelseiten jeweils ein exotisches Tier anhand eines Bildes und einer Frage (z.B. „Warum spucken die Wale Wasser?“). Bei den Fragen bezieht sich die Autorin auf die Besonderheiten des jeweiligen Tieres. Rings um das Bild des Tieres sind witzige und phantasievolle Antworten zu der Frage zu finden (z.B. „wenn sie frieren, laufen ihre Nasen“ oder „um die Wolken zu waschen“) Die Auflösung befindet sich auf der rechten Seite, in einem kurzen Text wird die Frage beantwortet und es werden außerdem noch zusätzliche Informationen zu dem Tier gegeben.

Meinung:

Dieses Kinderbuch gehört zu meinen Lieblingsbüchern, denn neben dem Lesespaß regt es Kinder zum Nachdenken an: Was sind die Besonderheiten eines Tieres? (Hörner, Höcker, lange Hälse etc.) Auch die Bilder empfinde ich als sehr ansprechend, dafür wurden erdige Farben benutzt und die Zeichnungen sind einfach gehalten, mit einer gelungenen Ausarbeitung der jeweiligen Besonderheit.

Am Anfang des Buches werden die Leser aufgefordert, selbst Antworten auf die jeweiligen Fragen zu finden und der kindlichen  Phantasie freien Lauf zu lassen. Dieses Buch kann wunderbar auch im Unterricht eingesetzt werden, mit z.B. dem folgenden didaktischen Vorschlag:

„Ein Bilderbuch nach Art des vorliegenden Buches in Gruppenarbeit gestalten: Tiere auswählen, in Sachbüchern nach mehr Informaitonen suchen, interessante Fragen und witzige Antworten überlegen, Bilder malen“

Fazit: Ein witziges und zugleich lehrreiches Bilderbuch.

Bewertung:

Willkommen

 

Willkommen!

Ich bin im pädagogischen Bereich tätig, arbeite täglich mit Kindern und liebe Bücher, ob für Groß oder Klein!

Auf diesem Bücherblog veröffentliche ich meine Buchrezensionen, vorrangig zu Kinderbüchern, weil manche Bücher es verdient haben weiterempfohlen zu werden, sodass noch zahlreiche andere in den Lesegenuss kommen können!

Zunehmend werden auch Besprechungen von Unterrichtsmaterialien für die Grundschule vorgestellt und rezensiert. Nach einem längeren Aufenthalt an einer deutschen Montessori-Schule in den USA begeistert mich alles, was  das selbstgesteuerte Lernen vorantreibt. Bücher, die einen hohen Aufforderungscharakter haben und zum Fragen und Handeln anregen, erobern sehr schnell mein Herz.

Ich hoffe Sie können sich hier einige Bücheranregungen holen. Vielen Dank für Ihr Interesse! Weiterhin wünsche ich allen Lesern „Happy Reading“.