Andreas H. Schmachtl – Juli Löwenzahn: Jeder Tag ein Abenteuer

Klappentext:

„Hier kommt Juli Löwenzahn! Mit einem großen Satz hüpft Juli jeden Tag wider mitten in ein neues Abenteuer: Er wird zum Frosch-Retter, macht eine aufregende Nachtwanderung, geht im Auftrag von Oma Löwenzahn auf eine geheime Einkaufsmission, traut sich in ein altes Gespensterhaus oder überprüft die ungeheuerliche Zeitungsmeldung „Kaninchen können nicht schwimmen“. Und das sind noch längst nicht alle Abenteuer, die es von Juli zu erzählen gibt …“

Inhalt:

Juli Löwenzahn, der pfiffige junge Hase erlebt jeden Tag ein Abenteuer. Mal schläft er außer Haus, bei seinem Opa. Mal begleiten ihn die Leser in eine Bibliothek und erfahren mehr vom Ausleihsystem in einer Bücherei. Außerdem lernen die Leser zusammen mit Juli wie man eine Schleife bindet und wo dieses Können sich überall nützlich erweisen könnte. Juli erfährt, dass man manchmal doch auf die Mama hören  und sich eine Mütze überziehen sollte, denn dann würden einem die Ohren nicht so weh tun. Ein Abenteuer jagt das nächste und Juli ist mitten drin…

Meinung:

Die Geschichten sind alle ziemlich kurz und bauen nicht aufeinander auf. Jedes Abenteuer hat eine versteckte Lehre, die an die Leser durch Julis Erfahrungen weitergegeben wird. Ob es das Wissen über die Bücherei, das Binden der Schleife, die Entdeckung einer neuen Freundschaft oder das Teilen unter den Geschwistern ist, die Leser lernen zusammen mit Juli immer wieder dazu. Dabei sind die Botschaften nicht allzu offentsichtlich und künstlich, sondern sehr schön in die kurzen Geschichten integriert. Der Leser taucht mit Juli in eine „heile“ Welt, eine harmonische Familie mit Eltern und Großeltern und vermittelt den Lesern das Gefühl von Geborgenheit.

Fazit:

Lehrreiche, mutige und pfiffige Abenteuer mit dem sehr symphatischen Hasen Juli, sowohl für Jungs, als auch für Mädchen sehr zu empfehlen. Juli Löwenzahn hat einen Fan mehr!

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bewertung:



Verschlagwortet mit

Marc Giraud – Futterplatz und Vogelhaus

Klappentext:

„Baue wilden Vögeln ein Zuhause, gib Eichhörnchen das richtige Futter und werde mit diesem Buch zum Tierexperten!
Wie baut man einen Teich, wie einen Nistplatz für Eulen und was essen Fledermäuse am liebsten? In diesem Buch erhälst du die wichtigsten Antworten auf deine Tierfragen. Du findest insgesamt 50 Tipps und Tricks, wie man Tiere richtig anlockt. Dann weißt auch du, wie man Eichhörnchen, Specht und Igel in der freien Natur erleben kann!“

Inhalt und Meinung:

Den einzelnen Kapiteln vorangestellt ist ein Inhaltsverzeichnis, welches die Oberkategorien und die jeweiligen Unterpunkte sehr schön  darstellt. Die Oberkategorien sind die allgemeinen „Tipps von den Profis“, „Wasser“, „Tierwohnungen“, „Ernährung der Tiere“, „Tipps und Tricks“ sowie „das Tierparadies“. Das Wörterverzeichnis am Ende des Buches gibt eine kurze Beschreibung  zu den wichtigsten Begriffen. Jede Doppelseite beschäftigt sich mit einer Oberkategorie oder einem Unterpunkt zu dieser Kategorie, die von sehr schönen Illustrationen von Amandine Labarre und Therese Bonte geschmückt wird. Von Vorschlägen zur Insektenzucht (z.B. Schnecken), über das Anlegen eines Tümpels, zum Pflanzen eines Baumes: der Leser bekommt sehr viele praxisnahe Tipps an die Hand und kann diese bei Bedarf gleich umsetzen. Ein sehr schönes Buch, aus welchem der Lehrer ab und an sehr schöne Ideen für den Sachunterricht schöpfen kann. Man bekommt ebenfalls genau Instruktionen zum Bau von Vogelnisthäusern oder einer Futterbox. Bei uns im Klassenzimmer ist die Schneckenzucht in vollem Gange und die Kinder ganz begeistert!

Fazit:

Das Buch bringt den Kindern die Natur näher und animiert auf kindgerechter Weise zum Erforschen ihrer Umwelt.

 

bei amazon.de

Anne-Sophie Baumann – Warum hat mein Käse Löcher?

Klappentext:

„Alle Kinder wollen die Welt um sie herum verstehen. Doch auf jede Antwort, die sie bekommen, stellen sich wieder neue Fragen. Warum hat mein Käse Löcher? Woher kommt die Milch?
Jedes Kind kennt den Geschmack von Käse. Doch nicht alle Kinder wissen, wie eine Kuh aussieht, die ihrem Kälbchen auf der Weide Milch gibt. Deswegen hat sich die Autorin dafür entschieden, den Kinderfragen in umgekehrter Reihenfolge nachzugehen. Vom Käse zurück zu der Kuh auf dem Weidegras.“

Inhalt und Meinung:

Das Sachbuch ist in zwölf kurze Kapitel eingeteilt, für welches je eine Doppelseite reserviert wurde. Es fängt mit den Käserädern im Keller an, geht mit der Käseherstellung, der Kuhmilch, der Kuh an sich, der Milch in der Fabrik, der Herstellung von Butter, Joghurt und Quark weiter und hört bei „Ich mache mir meine eigene Butter“ auf. Der Buchtitel „Warum hat mein Käse Löcher?“ ist somit etwas irreführend, weil sich das Buch nicht ausschließlich mit dem Käse beschäftigt, sondern alle Milchprodukte kurz anschneidet.  Die Doppelseiten schmücken ganz viele Fotos, welches ich sehr positiv bewerte, denn Zeichnungen würden das nicht so gut wiedergeben. Außerdem haben die Kinder dadurch einen direkten Bezug zur Realität und können sich so z.B. die Zitzen der Kühe viel besser vor Augen halten. Lediglich etwas kompliziertere Vorgänge wie die Erzeugnis der Milch in der Fabrik wurden anhand von sehr verständlichen Zeichnungen dargestellt. Was ich ebenfalls sehr schön finde, sind die Kinder, die auf jeder Seite zu finden sind und die Leser so durch das Buch begleiten. Sie leiten mit ihren Fragen jeweils auf das andere Kapitel über und geben oft wertvolle Tipps. Das letzte Kapitel „Wie mache ich meine eigene Butter“ lässt sich sehr gut im Sachunterricht in der Grundschule einsetzen. Die einzelnen Schritte im Entstehungsprozess sind durchnummeriert und jeweils mit einer Zeichnung dargestellt, sodass es für die Kinder ziemlich selbsterklärend sein müsste.

Fazit:

Eine sehr lehrreiche Sachgeschichte, die wohl sehr viele Kinderfragen beantworten wird und „Hunger“ auf mehr macht!

Bewertung:

bei amazon.de

Angelika Diem und Susanne Szesny – Hexe Pollonia macht das Rennen

Klappentext:

„Hexe Pollonia muss beim Hexenbesenrennen mit ihrem uralten Hexenbesen starten, während die anderen Hexen mit den verrücktesten Flugmaschinen an den Start gehen. So ist Pollonia natürlich weit unterlegen. Da aber Pollonia unbedingt gewinnen will, fängt sie an zu schummeln. Doch die Oberhexe hat die Rennstrecke so verzaubert, dass alle Schummelversuche fehlschlagen. So werden bei Pollonias Hexenspruch nicht die Besenhaare meterlang und damit der Besen schneller, sondern Pollonias Haare. Pollonia schummelt jedoch unbeirrt weiter, denn sie will gewinnen – egal wie. Plötzlich hört Pollonia Hilferufe und entdeckt die abgestürzte Hexe Hilda mit ihrem Hexenhund Pimpernello. Pollonia bricht ihr Rennen ab, um die zwei zu retten. Zusammen mit den beiden Geretteten erreicht sie das Ziel, allerdings als Letzte. Doch Pollonia bekommt den Ehrenpreis für Hilfsbereitschaft und faires Verhalten. Pollonia freut sich sehr, aber wichtiger ist ihr, dass sie nun neue Freunde gefunden hat, und dass sie gemerkt hat, dass manchmal Gewinnen eben nicht das Wichtigste ist.“

Inhalt:

Hexe Pollonia spielt mit ihrem Kater Camillo „Hexe ärgere dich nicht“ als das Hexofon klingelt. Im Spiegel erscheint das Gesicht von Pollonias Großmutter, Eugenia Efeu. Sie teilt ihr mit, dass sie sie zum diesjährigen Hexenbesenrennen angemeldet habe und nun bringt Pollonia ihren alten Besen, denn den neuen Superturbohexenbesen hat sie mitten in einen Misthaufen gefahren, auf Hochglanz. Am Tag des Rennens staunt Pollonia nicht schlecht über die anderen aufgepimpten Besen: sie entdeckt einen Raketenmopp, fliegende Staubsauger und Hexikopter. Doch Pollonia lässt sich nicht einschüchtern, muss jedoch schon bald feststellen, dass die anderen in der Tat schneller sind. Deshalb beschließt Pollonia mit einigen Zaubersprüchen nachzuhelfen … doch die Oberhexe hat die Strecke verzaubert, sodass sie Zaubersprüche nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Nichtsdestotrotz verliert Pollonia nicht den Anschluss an die anderen Hexe …. bis sie Hilferufe hört! Hilda Haselnuss ist mit ihrem Hund in einem Sumpfloch versunken. Nun muss sich Pollonia entscheiden hilft sie Hilda und ihrem Hexentier oder versucht sie noch die anderen zu überholen?

Meinung:

Als besonderes Bonbon gibt es auch diesmal ein kleines Plüschtier: das Hexentier von Hilda Haselnuss, den Pimpernello.

Der Untertitel heißt: Manchmal ist Gewinnen nicht das Wichtigste. Das Thema Hilfsbereitschaft steht in diesem Buch im Vordergrund, sowie die Bedeutung der Freundschaft, zu deren Gunsten man auch auf das Gewinnen verzichtet. Außerdem wird dem Kind signalisiert, dass man durch die Hilfsbereitschaft ebenfalls zu den Gewinnern zählt. Hier wurde es sehr schön mit dem Sonderpreis, überreicht von der Oberhexe, verdeutlicht.

Die wunderschönen Illustrationen von Susanne Szesny sind immer wieder ein Erlebnis. Sie nimmt die Leser mit in die wunderbare Welt der Hexe Pollonia und man möchte gar nicht, dass die Geschichte zu einem Ende kommt. Aber zum Glück gibt es ja drei Bände!

Fazit:

Man braucht nicht als Erster am Ziel anzukommen, um als Gewinner zu gelten!

Vielen Dank an Angelika Diem für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die sehr nette Widmung!

Bewertung:

Angelika Diem und Susanne Szesny – Für mich bist du der Beste!

Klappentext:

„Hexe Pollonia will unbedingt den tollen Superturbohexenbesen gewinnen, dan es beim Hexenfest für das Beste Hexentier zu gewinnen gibt. Zwar hat Pollonia ihren lieben Hexenkater Camillo, doch die anderen Hexen können über so ein gewöhnliches Zier nur lachen. Daher versucht Pollonia sich ein ausgefalleneres Tier herbeizuhexen. Aber keines der Tiere – vom Eisbären über den eitlen Pfau bis hin zum gefährlichen Tiger – passt so gut zu ihr wie Camillo. Pollonia beschließt deshalb, mit dem treuen Kater zum Hexenfest zu fliegen, auch wenn sie ausgelacht wird. Denn sie hat gemerkt: Ich mag dich so, wie du bist. Für mich bist du der Beste! Und allen zum Trotz gewinnen sie zu guter Letzt sogar den ersten Preis für das beste Hexentier.“

Inhalt:

Hexe Pollonia sitzt gemeinsam mit ihrem Kater Camillo in ihrem warmen, gemütlichen Häuschen, als es plötzlich an der Tür klopft. Ihre Cousine Hiberia Majoran übergibt Pollonia die Einladung zum diesjährigen Hexenfest und teilt ihr mit, dass es einen besonderen Preis für das beste Hexentier geben wird. Dabei ist sie überzeugt, dass sie mit ihrer Schlange  den Preis gewinnen wird, den Pollonia mit ihrem alten Kater hat da keine Chance! Von dem Superturbohexenbesen angetrieben beschließt Pollonia ein anderes Hexentier  herbeizuzaubern. Doch kann irgendein Tier den Kater Camillo ersetzen? Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, entscheidet Pollonia, dass kein Tier Camillo ersetzen könnte. Also fliegt sie mit ihrem alten Kater zum Hexenfest und ist über die Kürung des besten Hexentiers letztlich ganz schön überrascht …

Meinung:

Zum Buch gehört ein kleiner schwarzer Kater als Plüschtier, passend zur Geschichte. Eine sehr schöne Idee, wie ich finde, denn Realien helfen den Kindern sich noch mehr mit dem Buch und den Protagonisten zu identifizieren.

Auch diesmal überraschen die aufklappbaren Seiten und tragen zur Spannungssteigerung bei den Kindern bei: Welches Tier hat sich Pollonia denn diesmal gezaubert? Wie sieht es aus? Pollonias Zauberssprüche sind einfach grandios! Sie bringen nicht nur die Kinder zum Lachen, als Erwachsener muss man ebenfalls Schmunzeln…

Die Botschaft der Akzeptanz finde ich sehr wichtig. Pollonia erkennt, dass ihr alter Kater Camillo für sie das beste Hexentier ist, egal was die anderen über ihn denken. Dafür nimmt sie es in Kauf den Hauptpreis nicht zu gewinnen und stellt die Freundschaft zu Camillo in den Vordergrund und nicht den Gewinn, in Form eines Besens. Dabei stellt sie fest, dass das Altbewährte durchaus seine Vorteile hat  …

Fazit:

Für mich bist du der Beste ist ein hervorragender Griff für Liebhaber von lehrreicher Kinderliteratur!

Vielen Dank an Angelika Diem für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars und die nette Widmung!

Bewertung:

Milena Baisch – Anton taucht ab

Klappentext:

„Jetzt erzähle ich die Geschichte. Es beginnt in der Zeit, als ich noch Starflashman hieß, und hier sind Chips. Ihr sollt sitzen bleiben und zuhören, alles klar?
Zugegeben, Campingurlaub mit Oma und Opa ist nicht gerade das Coolste. Doch erst als Anton den Ekelsee entdeckt, werden diese Ferien zur echten Katastrophe.  Niemals steckt er auch nur den kleinen Zeh da rein! Arschbomben und Köpper vom Badesteg? Bekloppt! Aber dann macht Anton eine Bekanntschaft der besonderen Art.
Und damit beginnt ein Ferienabenteuer, wie es sich Anton in seinen kühnsten Heldenfantasien nicht ausgemalt hat ….“

Inhalt:

Anton begibt sich mit seinen Großeltern in einen Campingurlaub zu einem See. Als Anton dann noch erfährt, dass es weit und breit keinen Swimmingpool gibt, ist seine Laune so richtig dahin. Was soll er bloß an so einem Ort machen? In diese Ekelbrühe, die voll von Schlingpflanzen ist, möchte er auf keinen Fall rein. Und so langweilt sich Anton, bis ihn sein Opa mit zum Angeln nimmt. Dort macht er Bekanntschaft mit einem Fisch, den er auf den Namen Piranha tauft und in ein Gurkenglas steckt, um ihn vor Opas Verfütterungsaktion zu schützen. Hier beginnen die Ferien nun doch Spaß zu machen. Wäre da nur nicht Pudel, ein Junge, der Anton das Leben schwer macht. Kurz vor der Abreise, muss sich Anton von seinem mittlerweile sehr lieb gewonnen Freund, dem Fisch Piranha, Abschied nehmen und das tut er auf eine sehr außergewöhnliche Art und Weise …

Meinung:

Was für ein herrlich komisches Buch. Anton wächst dem Leser mit seinen frechen und coolen Sprüchen so richtig ans Herz. Dabei spricht er auch öfter den Leser persönlich an, was natürlich noch weiter zur Identifikation mit der Figur beiträgt: „Soll ich weiter erzählen? Ihr seid so ruhig auf einmal. Ist es langweilig? Keine Angst, bald kommt wieder Action.“ Nein, mit Anton war es keine Sekunde lang langweilig, auf seinen Lippen immer ein flotter Spruch, sodass das Lesen zum einem Vergnügen wurde. Das Buch spricht besonders Jungs an, denn es geht unter anderem auch um Antons Leidenschaft: einen ferngesteuerten X3C. Themen wie Unsicherheit, Ängste, Einsamkeit aber auch eine Wendung von der virtuellen Welt hin zur Entdeckung der Natur werden angesprochen.

Fazit:

Ein lebendiges und witziges Buch mit dem wichtigen Plädoyer sich auch mal auf die spannenden Ereignisse in der Natur einzulassen.

Bewertung:

 

Zum Lesetagebuch hier entlang!

bei amazon.de

Christoph Marzi und Monika Parciak – Helena und die Ratten in den Schatten

Klappentext:

„Du musst vorsichtig sein“, warnen die anderen Kinder Helena. „Da sind Ratten in den Schatten.“ Und vor denen, das weiß jeder in der Stadt mit den schiefen Dächern und den Zäunen wie spitze Zähne, muss man sich in Acht nehmen.
Sie stehlen das Licht aus den Lampen, sagt man. Und entführen alle, die sich in die Schatten verirren. Doch mit der Zeit vergisst Helena die Geschichten von den Ratten. Bis zu der Nacht, in der Chico, ihr Stoffäffchenfreund, vom Fensterbrett fällt – mitten hinein in den wilden Garten und die schwärzeste Dunkelheit. Da beschließt Helena, dass man manchmal mutig sein muss. Ganz allein macht sie sich auf den Weg, um herauszufinden, was wirklich in den Schatten ist.

Inhalt:

Helena und ihre Eltern sind neu in die Stadt gezogen und werden von allen Mitbewohnern dieses Städtchens vor den Ratten in den Schatten gewarnt. Sie solle niemals in die Schatten gehen, denn dann werden sie einen holen, so die Lehrerin. Denn alles was in den Schatten lebt, ist böse. Es sind nicht nur Zeitungen und Katzen, sondern sogar  Kinder und Erwachsene von den Schatten verschluckt worden. Doch mit der Zeit vergisst Helena all diese Geschichten, doch eines abends als ihr Stoffäffchen Chico von der Fensterbank hinunter in die Dunkelheit fällt, holen Helena diese Geschichten wieder ein. Doch Helena ruft sich in Erinnerung, dass man im Leben auch mal mutig sein muss und begibt sich in den Schatten auf die Suche nach ihrem Äffchen. Dabei lernt sie, dass im Leben manches doch mehr Schein als Sein ist und man sich nur was trauen muss.

Meinung:

Der „graphic novel“ besticht zuerst mit seinen wunderschönen Illustrationen, die aus der Hand der überaus begabten Monika Parciak stammen. Als Leser hat man das Gefühl, man würde sich nicht nur die  Bilder anschauen, sondern es läuft vor dem inneren Augen ein ganzer Film ab.  Aber auch die Geschichte und ihre Botschaft kann da durchaus mithalten. Der junge Leser erfährt, dass man nicht alles glauben sollte was man hört, sondern auch mal selbst hinaus in die dunkle und einem noch vielleicht unbekannte Welt gehen und eigene Erfahrungen machen sollte. Eine Geschichte über  Angst, Mut, Freundschaft, Neugier und Vertrauen, die am Ende eine Überraschung aufdeckt, mit der man nicht unbedingt gerechnet hätte.

Die Schrift ist ebenso verspielt, wie die Zeichnungen. Kommt das Wort „schief“ vor, da wird das auch schief geschrieben, das Wort „groß“ wird dann ebenfalls groß geschrieben und manche Zeilen machen gerne mal einen Bogen. Innovativ und für den Leser sehr erfrischend.

Das empfohlene Lesealter von 9 -11 Jahren würde ich grundsätzlich jedoch einhalten, weil die Geschichte den Kindern doch Angst einjagen könnte, da wären z.B. diese weit aufgerissenen Augen, an die man sich zuerst gewöhnen muss. Auch würde ich von diesem Buch als eine Gutenachtgeschichte abraten, vor allem wenn das Ende des Buches nciht an demselben  Abend aufgedeckt wird.

Fazit:

Ein außergewöhnlich schön illustriertes Kinderbuch mit einer ebenso gewichtigen Botschaft. Eine klare Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Bewertung:


Verschlagwortet mit

Angelika Diem und Susanne Szesny – Gut so, Hexe Pollonia

Klappentext:

„Hexe Pollonia lebt zufrieden in ihrem kleinen Hexenhaus. Doch eines Tages bekommt sie eine Botschaft von Safranillo, dem Affen der Chefhexe, überbracht: Pollonia soll das nächste große Hexentreffen in ihrem Haus ausrichten. Pollonia ist begeistert, denn sie hat es gerne festlich und gerne viel Besuch. Doch ihre gute Laune verfliegt schnell, als die immerzu neidische Hexe Hiberia Majoran auftaucht und behauptet, Pollonias Haus sei zu schäbig und alt und überhaupt nicht für ein so großes Fest geeignet. Deshalb macht sich Pollonia Sorgen, ob sie wegen ihres kleinen Hauses von den anderen Hexen ausgelacht werden wird. Doch wozu ist Pollonia Hexe? So verzaubert sie ihr Hexenhaus. Erst in ein Knusperhaus, später sogar in ein Märchenschloss. Doch alle Verzauberungen haben große Nachteile. So entschließt sich Pollonia, das Fest doch in ihrem alten, aber gemütlichen Haus und Garten auszurichten. Als der große Tag kommt, sind die Hexen begeistert, vor allem die Chefhexe. Und Pollonia merkt, dass eben nicht immer das Größte zählt …“

Inhalt:

Hexe Pollonia soll das diesjährige Hexenfest veranstalten und freut sich bereits darauf. Doch dann kommt ihre Kusine Hiberia Majoran auf ihrem Besen angeflogen und macht sich über Hexe Pollonias kleines Häuschen lustig, es sei für ein Vollmondfest zu schäbig und zu klein. Pollonia will es ihrer üblen Kusine beweisen und entschließt sich ein paar neue Zaubersprüche für schicke Hexenhäuser auszuprobieren. Das erste Haus besteht aus ganz vielen Süßigkeiten, doch da haben schon die Tiere des Waldes die Häfte des Hauses abgeknabbert. Also startet Pollonia noch einen Versuch: eine Eisburg soll es diesmal sein, mit Eiskristallen, die wie Diamanten funkeln. Wäre es da nicht doch etwas zu kalt? Beim dritten Versuch verwandelt sich Pollonias Häuschen in ein Prizessinenschloss, mit einer Schar von Dienern und Dienstmädchen. Für welches Haus wird sich Pollonia letztendlich entscheiden? Wird sie es der Chefhexe recht machen oder werden Hiberias böse Wünsche nun doch wahr?

Meinung:

Die vordergründig zu vermittelnde Botschaft dieses Bilderbuchs findet sich im dazugehörigen Untertitel: Warum beim schönsten Fest nur die gute Laune zählt. Diese Message ist vor allem in unserem Zeitalter sehr wichtig, wo Kinder zum Teil mit materiellen Dingen nur so überschüttet werden. Im Leben geht es nicht immer darum, das schönste, größte oder das teuerste etwas zu haben. Manchmal zählt auch einfach die gute Laune, um ein gelungenes Fest zu veranstalten.

Natürlich muss ich auf die unglaublich gelungenen Illustrationen von Susanne Szesny eingehen. Es ist einfach ein Augenschmaus! Die Farben, die Mimik und Gesamtdarstellung der Figuren sind einfach vortrefflich gelungen.

Doch auch die Zaubersprüche bringen den Leser zum Schmunzeln: zweizeilige Reime, die einem in Erinnerung bleiben und dazu anregen selbst welche zu erfinden. So kann das Kind bereits sehr früh anfangen mit der Sprache zu spielen.

Das absolute Highlight sind natürlich die aufklappbaren Überraschungsseiten, auf denen Pollonias Zauberhäuser zu sehen sind. Ein Genuss für Groß und Klein!

Fazit:

Ein lehrreiches, fantasievolles und humorvolles Leseerlebnis für die kleinen Hexenfans. Eine absolute Leseempfehlung!

Weitere Pollonia-Bände:

Für mich bist du der Beste!
Hexe Pollonia macht das Rennen.

Vielen Dank an Angelika Diem für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars!

Bewertung:

Martin Widmark – Das Diamantengeheimnis Detektivbüro LasseMaja

Klappentext:

„Lasse und Maja stehen vor einem wirklich hochkarätigen Fall. Der Juwelier Muhammed Karat verdächtigt einen seiner Angestellten, Diamanten zu stehlen. Die beiden Detektive nehmen die Mitarbeiter genau unter die Lupe – alle brauchen Geld und hätten ein Motiv …“

Inhalt:

Lasse und Maja müssen auch in diesem Band aktiv werden und ihre Fähigkeiten als Detektive unter Beweis stellen. Diesmal wendet sich ein verzweifelter Muhammed Karat an sie. Er betreibt ein Juweliergeschäft in Valleby, aus dem innerhalb weniger Tage fünf der wertvollsten Steine verschwunden sind. Er verdächtigt seine Angestellten des Raubs, doch beweisen kann er es nicht. Deshalb statten sich Lasse und Maja mit ihren Detektivutensilien aus und begeben sich „undercover“ auf die Suche nach dem Räuber…

Meinung:

Auch in diesem Band werden die Personen, die in diesem Buch auftauchen mit Bild und Name dargestellt.  Die Karte von Valleby darf ebenfalls nicht fehlen. Lasse und Maja sammeln Beweise wie kleine Puzzleteile, die sie am Ende zu einem Bild zusammensetzen und somit den Täter entlarven. Der Weg dahin ist jedoch das Spannende an diesen Detektivgeschichten. Jeder der Personen hat etwas verdächtiges an sich und am Ende ist man als Leser doch erstaunt über den letztlichen Ausgang der Geschichte.

Stichwort interkulturelles Lernen: Auch in diesem Band werden ausländische Namen wie Muhammed in die Geschichte ganz selbstverständlich etabliert ohne ihn als Bösewicht oder Räuber darzustellen. Die Sätze sind kurz gehalten und mit vielen Dialogen geschmückt.

Fazit:

Lasse und Maja verleiten den Leser selbst nach dem Verbrecher zu suchen und es fällt einem schwer das Buch zuzuklappen ohne vorher erfahren zu haben, wer denn nun der Juwelendieb ist.

Vielen Dank an den Ueberreuter Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Bewertung:

Martin Widmark – Das Tiergeheimnis Detektivbüro LasseMaja

Klappentext:

„Wer ist der Tierquäler? In ihrem vierten Fall kümmern sich Lasse und Maja um die kranken Tiere im örtlichen Zooladen. Sie schlafen den ganzen Tag – kann es sein, dass Gift in ihr Futter gemischt wurde? Lasse und Maja müssen den Laden beobachten, um herauszufinden, was hier läuft.“

Inhalt:

Lasse und Maja sind die besten Freunde und betreiben ein Detektivbüro in der schwedischen Kleinstadt Valleby. Eines Tages treffen sie auf Miranda, die mit den beiden in dieselbe Klasse geht und begleiten sie in die Tierhandlung, um für ihren Affen Tierfutter zu kaufen. Doch nanu? Die Tierhandlung ist geschlossen, an der Tür hängt der Verweis: „Heute geschlossen! Den Tieren geht es nicht gut.“
Nun wollen die drei den genauen Grund kennen und befragen Waldemar, den Besitzer des Zooladens. Er erzählt ihnen alle Details über die Tiere, die Mitarbeiter der Tierhandlung und alle weiteren bedeutsamen Beobachtungen, die er angestellt hat. Nun ist es die Aufgabe von Lasse und Maja den Tierquäler zu schnappen. Wird es ihnen gelingen und wer ist der Übeltäter?

Meinung:

Auf den ersten Seiten werden dem Leser die Hauptpersonen Lasse und Maja genauer vorgestellt, es folgt eine Karte von Valleby mit den wichtigsten Straßen und Gebäuden. Anschließend werden die übrigen Personen, die im Buch auftauchen nochmal mit Bild und Name erwähnt. Die Zeichnungen im Buch sind schwarzweiß gehalten und sehr detailliert. Auf der Titelseite war es für mich persönlich schon zu viel, sodass es leicht überladen wirkt.

Detektivgeschichten begeistern jedes Kind, ob Mädchen oder Junge. In Verbindung mit Tieren ist es ein Erfolgsgarant. Der Leser wird es überdies schwer haben herauszufinden wer denn nun der wahre Übeltäter ist. Für mich war es bis zum Schluss eine Überraschung, die die Spannung im Verlauf des Buches aufrecht hielt. Einen Extrastern bekommt dieses Buch von mir aufgrund der Einbindung von ausländischen Namen (vgl. Waldemar), die nicht mit etwas negativem oder besonderem verbunden sind, wie es in vielen Büchern der Fall ist.

Fazit:

Eine spannende und knifflige Detektivgeschichte, an der junge Leser sicherlich ihr Vergnügen finden werden.

Vielen Dank an den Uberreuter Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Bewertung: