Poly Bernatene – Der Tag, an dem die Nacht nicht kam

„Wenn die Sonne untergeht, Mond und Sterne am Firmament aufziehen, dann wird es Nacht. Eines Tages jedoch geschah etwas Seltsames … Ein Bilderbuch voller Poesie, das ganz ohne Worte auskommt.“

Ein Bilderbuch, welches genau wie „Gute Reise, kleine Wolke“ ganz ohne Worte auskommt. Dafür beeindrucken umso mehr die Bilder, die schon fast wie 3D wirken. Es ist wahnsinnig viel Tiefe, Perspektivwechsel, Farbenspiel eingebunden und begeistert nicht nur die Kleinen. Bernatene ist ein begnadeter Zeichner und schickt die Betrachter auf eine Reise, in der die eigene Fantasie zur Ausgestaltung der Geschichte genutzt werden soll. Ausgesprochen viele Details laden zum Verweilen und Betrachten ein. Der Handlungsverlauf lässt sich jedoch nicht so leicht erschließen. Vielleicht verwirrt mich auch nur die Anordnung von bis zu neun kleinen Bildern auf einer Seite. Das Erzählen fiel mir daher auch nicht so einfach wie bei der kleinen Wolke. Was die drei Bilder von der Karte verdeutlichen sollen, habe ich bis heute nicht durchdrungen. Aber vielleicht ist es auch einfacher als ich denke und es geht nur darum, dass die Sterne aus diesem Sack befreit werden müssen?! Das Gute bei diesen Büchern bleibt jedoch, dass es kein richtig und kein falsch gibt.

Ein ausgesprochen schön illsutriertes Bilderbuch, welches sich vor allem für die ganz Kleinen wunderbar als „Gutenacht-Betracht-Buch“ eignet.


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Eve Tharlet und Knister – … das verspreche ich dir

„Bruno verliebt sich in eine wunderschöne Blume. Überglücklich verbringen sie eine gemeinsame Zeit. Als der Frühling sich dem End zuneigt, fragte die Blume: „Vertraust du mir?“ Brunos Vertrauen wird auf eine harte Probe gestellt …

Eine poetische Geschichte, die Vertrauen und Liebe ganz leise und tief wirken lässt.“

Nach einem langen Winterschlaf aufgewacht, ist Bruno voller Energie und möchte in die große weite Welt hinaus. Auf seinem Weg entdeckt er eine wunderschöne Blume, den Löwenzahn. Sie verbringen gemeinsam einen tollen Frühling, doch eines Morgens verändert sich die Blume und gewinnt noch mehr Anmut. Doch da fragt die Blume Bruno, ob er ihr vertraue und Bruno verspricht, dass was auch immer passieren sollte, sie sein Vertrauen sicher hat. Daraufhin bittet sie ihn so fest zu pusten wie er nur kann. So tut Bruno und zerstört damit seine geliebte Blume. Bruno ist untröstlich und beginnt an seinem Versprechen zu zweifeln, bis er nach seinem Winterschlaf erwacht, aus seiner Schlafhöhle auf das Feld hinausschaut und seinen Augen nicht trauen kann …

Die Zeichnungen stammen auch dieses Mal aus den talentierten Händen von Eve Tharlet, die bereits das Buch „Der blaue Stein“ illustriert hat. Die Farben  sind sehr warm und der Jahreszeit angepasst, diese sind durch liebevolle Details sehr gut ersichtlich. Hier ein Käfer und Schmetterling, da eine Biene  oder Ameise, die Lebenswelt eines Murmeltiers ist toll verbildlicht. Auch die Mimik des Murmeltieres ist toll eingefangen. Die mitgelieferte DVD wird von dem Autor selbst, dem Herrn Knister, vorgelesen. Die Stimme ist warm und angenehm, das Erzähltempo langsam. Es sind keinesfalls „nur“ aneinandergereihte Bilder aus dem Buch, sondern in der Tat, bewegte Bilder. Wobei es da nicht zu einer Reizüberflutung kommt, wie bei manchen Zeichentrickfilmen. Es ist alles sehr ruhig, sacht und gediegen.

Es besteht die Möglichkeit zwischen vier Sprachen zu wählen: Englisch, Deutsch, Französisch und Türkisch, wobei die englische Übersetzung sehr anspruchsvoll ist. Des Weiteren ist es möglich Untertitel anzeigen zu lassen, damit auch Gehörlose in den Genuss dieser Geschichte kommen können.

Die Thematik passt außerdem auch wunderbar in den Sachunterricht der Schuleingansgphase und verdeutlicht sehr kindgerecht die Wandlung eines Löwenzahns oder stimmt die Kinder in das Thema „Winterschlaf“ ein. Die Botschaft des Vertrauens in einer Freundschaft steht hier jedoch im Vordergrund und zeigt, dass Geduld sich auszahlt.

Niedliche Figuren, die zeigen, dass Vertrauen in einer Freundschaft unerlässlich ist.

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Anne-Gaëlle Balpe und Eve Tharlet – Der blaue Stein

„Am Fuß einer Margerite findet Oli einen blauen Kieselstein. Jeder sagt ihm, dass er ihn wegwerfen soll. Doch Oli ist sicher, dass ihm der Stein eines Tages nützlich sein wird. Als er einem weinenden Mädchen begegnet, weiß er, dass es richtig war, seinen Gefühlen zu vertrauen.“

Oli, ein kleiner Junge, mit abstehenden Elfenohren, findet einen blauen Kieselstein und beschliesst ihn zu behalten, denn schließlich weiß man nie wozu manche Dinge noch zu gebrauchen wären. Mit seinem neuen Fund macht sich Oli auf den Weg und trifft so einige Tiere, die sich wundern welchen Nutzen so ein Stein haben könnte. Das Wildschwein, der Wolf und die drei Zwerge machen sich über Oli lustig und reden ihm ein, dass Oli nur seine Zeit verschwenden würde, wenn er ihn mitschleppt und ihn doch lieber wegschmeißen soll. Doch Oli hört nicht auf die Anderen und ist weiterhin der festen Überzeugung, dass er ihn irgendwann einmal brauchen kann. Auf einem Hügel entdeckt Oli ein weinendes Mädchen, in ihren Armen eine einäugige Stoffpuppe…

Die Zeichnungen sind ganz wundervoll, in Pastelfarben gehalten, die an eine Elfenwelt erinnern. Es sieht alles so zart und zerbrechlich aus, genauso wie Oli anfangs zu sein scheint, sich jedoch letztlich gegen jeden Widerwiller durchsetzt. Die Intention des Buches den Kindern so viel Selbstvertrauen zu vermitteln, dass sie im Laufe ihres Lebens immer an sich und ihre Ideen bzw. Ziele glauben sollen und sich nicht durch andere Neider beirren lassen sollen, finde ich toll.

Ich wurde des Eindrucks nicht los, dass Oli mich doch leicht an einen „Messie“ erinnert und etwas mitschleppt, ohne zu wissen weshalb. Denn nachdem der Kieselstein nun doch seinen Nutzen hatte, entdeckt Oli einen Faden und beschließt auch diesen Gegenstand solange mitzuschleppen, bis er ihn auch einmal gebrauchen kann. Es wäre mir lieber das Ende mit dem Faden würde nicht erwähnt werden, denn die Geschichte könnte in eine andere Richtung kippen.

Tolle Zeichnungen in Kombination mit einer Geschichte über den Wert von Idealismus und Standhaftigkeit, soweit die Botschaft nicht missverstanden wird.

Muzo – Gute Reise, kleine Wolke

„Eine Bildergeschichte ohne Worte, die zu immer wieder neuem Entdecken und Nacherzählen einlädt. Die kleine Wolke nimmt uns mit auf eine Reise voller Begegnungen und Verwandlungen, ganz ohne Worte, auf eine einfache, poetische Art und Weise. „

Bei einem Bilderbuch stehen die Bilder meist im Vordergrund und nehmen der Definition nach eine führende Rolle ein. Die heutzutage übliche Wechselbeziehung zwischen Bild und Text hat Muzo einfach weggelassen und sich auf die ursprünglichste Form berufen: die Bilder. So findet der Betrachter in diesem Buch ausschließlich Illustrationen. Wir begleiten eine kleine Wolke auf ihrer Reise: wir sehen ihren Entstehungsprozess, wie sie durstigen Blumen Wasser spendet, einem traurigen Frosch zu einem Tümpel verhilft und viele andere Abenteuer. Doch bei all diesen Begebenheiten fühlt sich die Wolke furchtbar einsam…

Die Bilder sind sehr einfach gehalten, sowohl in ihrer Ausführung als auch in der Farbgestaltung. Der Betrachter sieht eine Abfolge von wahnsinnig süßen Bildern, die es zu einer Geschichte zusammenzufügen bedarf.

Dieses Buch lebt im wahrsten Sinne, denn es ist nicht starr, sondern entwickelt und verändert sich immer wieder neu, bei jedem Durchgang. Jede Person fügt sein eigenes Vorwissen beim Erzählen mit ein und lässt einige Sachen aus oder schmückt andere umso mehr aus. So habe ich dieses Buch in einer ersten Klasse als Diagnoseinstrument eingesetzt, um einen Eindruck über den sprachlichen Ausdruck der Kinder zu bekommen. Ich war von der Bandbreite und der Ausführlichkeit der Beschreibungen so beeindruckt, dass dieses Buch einen Ehrenplatz im Klassenraum nun innehat und von den Kindern wahnsinnig gerne in die Hand genommen wird, um diese Geschichte von Neuem zu leben!

Ein grandioses Buch, welches ich um nichts missen möchte!

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Aesop und Ayano Imai – Die Stadtmaus und die Feldmaus

„Das Leben der Feldmaus scheint ärmlich zu sein, heißt es in der alten Fabel. Die Stadtmaus dagegen schwelgt im Luxus. Wer von den beiden hat es besser? Die Stadtmaus natürlich! Halt! Das wäre zu schnell geurteilt. Die Probe ergibt etwas Anderes … Eine Geschichte voller Lebensweisheiten für unsere Tage!“

Zwei Lebensweisen wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Die Stadtmaus wird von ihrer Freundin aufs Land eingeladen und bei einem Mahl  mit Weizenähren und Wurzeln verwöhnt. Doch die Stadtmaus meint da nur, dass die Feldmaus ein Leben wie die Ameisen führt und lädt sie zu sich in die Stadt ein. In der Stadt angekommen, erwartet die Feldmaus ein Überfluss an Köstlichkeiten. Als das Mahl jedoch beginnen sollte, öffnete sich die Tür und es kam ein Riese herein, sodass die Mäuse es gerade noch schafften sich in ein viel zu enges Loch zu verkriechen. Vor lauter Schreck entschied sich die Feldmaus zurückzukehren, denn diese  Umgebung war für sie viel zu gefährlich, als dass sie die aufgetischten Köstlichkeiten genießen könnte. Und so trennten sich der beiden Wege wieder…

Wie auf Leinwand abgedruckte Zeichnungen leiten den Leser durch diese wunderbare Fabel. Die Titelseite fängt ganz wunderbar die zweigeteilte Meinung und Lebensweisen der beiden Mäusen ein. Was ist höher zu schätzen? Ein Leben in Armut oder das Leben im Überfluss begleitet von ständiger Angst? Diese Frage muss sich jeder für sich beantworten schätze ich. Für mich persönlich ist die Feldmaus viel sympathischer und das Stadtleben in den Bildern sehr gut eingefangen. Was bringen einem all die Köstlichkeiten, wenn man davon nicht kosten darf? Lieber wäre es mir doch in einem Weizenfeld zu liegen und eine Weizenähre in aller Ruhe zu geniessen 🙂

Eine wichtige Lehre über die Lebensweise und die damit verbundenen Lebensziele eines jedes Menschen, hervorgehoben durch ganz wunderbare Zeichnungen, die dazu bewegen das Buch wieder und wieder lesen zu wollen!

Sueli Menezes und Giuliano Ferri – Nino, das Glühwürmchen

„Nino, das Glühwürmchen, leuchtet jede Nacht so hell es kann. Nur der Mond scheint noch heller. Was aber passiert, wenn der Mond einmal müde wird und sich ausruhen möchte? Nino und seine Glühwürmchen kommen auf eine zauberhafte Idee. Gemeinsam machen sie möglich, was zuerst unerreichbar scheint.“

Nino hat die ganze Nacht hindurch zu tun, schließlich muss er als Glühwürmchen zusammen mit seinen Freunden den Urwald mit ihrem Licht verzaubern. Alleine der Mond scheint noch heller und Nino fragt sich, ob sie als Glühwürmchen je so hell leuchten können wie der Mond. Denn dieser macht nicht nur für die Tiere im Dschungel die Nacht hell, sondern noch viele andere Orte auf der Erde. Nino hält an seinem Glauben fest, dass sie diese Aufgabe genauso gut übernehmen könnten, auch wenn seine Mutter ihn beschwichtigt und darauf hinweist, dass jeder seine eigene Aufgabe hat. Die ihre ist es die Nacht in zauberhaftem Lichterglanz erstrahlen zu lassen. Der Mond hört den beiden sehr aufmerksam zu und entschließt sich Nino eine Freude zu bereiten … Nun steht Nino vor einer großen Herausforderung, die er nur mit seinen Freunden zu meistern vermag.

Eine Geschichte über den Mut und das Zutrauen an die eigenen Fähigkeiten. Es geht um Visionen, Träume, ihre Verwirklichung. Auch wenn es am Anfang etwas schwierig erscheint, mit der Hilfe anderer ist alles möglich! Es ist eine sehr einfühlsame Geschichte, die Farben sind sehr ruhig, gelassen, schon fast utopisch. Die Goldprägungen in den Illustrationen verleihen dem Buch etwas Magisches, etwas Zauberhaftes. Die Perspektiven und die Schatten sind perfekt inszeniert. Die Krönung ist die Stanzung auf der letzten Seite des Buches, die den Glanz des Zusammenhalts verdeutlicht!

Das Betrachten macht nicht nur den Kindern Spaß, es ist auch dem Vorleser ein Vergnügen!

Lebe deine Träume und erreiche Großes mit Unterstützung deiner Freunde und Familie!

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Maria Luisa Banfi und Gianni De Conno – Amalia und die Ostereier

Amalia ist eine stolze Henne, denn sie legt die schönsten Eier weit und breit. Andere Hühner sind da immer ganz neidisch und Amalia stolziert mit hoch erhobenem Kopf und geschwellter Brust über den Hof. Sie wird von allen Hühnern für ihre schönen Eier bewundert, jedoch nicht für ihre Überheblichkeit.
An einem schönen Frühlingstag macht Amalia einen Spaziergang und entdeckt etwas was sie ganz außer sich werden  lässt. Hinter einem Busch sieht sie einen weißen Hasen und drei prachtvolle Eier. Sie glänzen in allen möglichen Farben und Amalia muss feststellen, dass sie weitaus schöner sind, als ihre eigenen.
Amalia beschließt nun auch so schöne bunte Eier zu legen und bemüht sich jeden Tag aufs Neue. Sie beobachtet die Hasen und kommt zu der Erkenntnis, dass es wohl an der Nahrung liegen muss. So beschliesst sie nur Hasenfutter zu fressen, was ihr jedoch gar nicht schmeckt. Doch auch diese Aktion führt nicht zu farbigen Eiern. Eines Tages nimmt sie ihren Mut zusammen und fragt die Hasen nach dem Geheimnis ihrer bunten Eier…

Die Geschichte  erinnert mich stark an das Buch „Das schönste Ei der Welt“ von Helme Heine, denn da ging es auch um die Schönheit von Eiern. Das war die erste Assoziation, die ich mit diesem Bilderbuch hatte. Die Illustrationen sind sehr tragend in diesem Bilderbuch. Sie sind farbenfroh, riesengroß, geben die Stimmung des Buches wunderbar wieder. Die Bilder könnten sehr gut im Bilderbuchkino eingesetzt werden. Außerdem bietet das Buch thematisch Gesprächsanlass über das Thema Eier und welche Tiere denn überhaupt Eier legen können. Auch an die Thematik Ostereierfarben und ihre Herstellung könnte hier sehr schön angeknüpft werden.

Ostereiersuche mal anders!
Ein tolles Bilderbuch mit wunderbaren Bildern, welches ich sicherlich im Unterricht einsetzen werde!

 

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Julia Breitenöder und Manfred Tophoven – Mit Mama in den Kindergarten

Klappentext:

Laura will nicht alleine in den Kindergarten. Mama soll sie begleiten und mit ihr spielen. Mama erfüllt Laura diesen Wunsch und gemeinsam springen sie auf dem Trampolin und malen mit Fingerfarben. Doch dann kommt plötzlich alles anders: die anderen Kinder wollen, dass Mama mit ihnen eine riesige Sandburg baut, beim Mittagessen muss Laura ihren Schokopudding mit Mama teilen und beim Theaterspielen bleibt für Laura nur die Rolle des siebten Zwerges.

Rezension:

Laura möchte sich von ihrer Mama nicht trennen und so fließen bei ihr Krokodilstränen. Da hat Lauras Mama eine Idee: Sie ruft kurzerhand im Büro an und bittet um einen freien Tag, welcher ihr auch prompt gewährt wird. So kann die Mutter mit ihrer Tochter zusammen im Kindergarten bleiben. Anfangs freut sich Laura sehr, doch als ihre Mutter nur ihr eine Geschichte vorlesen soll, gesellen sich auch andere Kinder hinzu, sodass Laura nie ihre Mutter für sich haben kann. Und als ihre Mama sich auch noch die Füße mit Farbe beschmiert und auf dem Trampolin mit den anderen Kindern herumtollt, verliert Laura gänzlich die Lust auf Mamas Anwesenheit in IHREM Kindergarten… So langsam beginnt Laura zu zweifeln, ob das eine gute Idee war, ihre Mutter zum Bleiben zu bitten …

Wer kennt diese Szene nicht: Das Kind möchte einfach nicht von der Mutter loslassen. Das Mutterherz zerbricht in zwei Teile und das Kind schluchzt so sehr, dass das Atmen schwer fällt.

Hier hat die Mutter eine grandiose Idee und durch das Vorlesen könnte einigen Kindern das Loslassen womöglich leichter fallen. Die Überwindung der Trennung ist ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit und dieses Buch zeigt auf eine lustige Weise, dass es durchaus Vorteile hat die Mama nicht im Kindergarten dabei zu haben.

Fazit:

Einfallsreich und witzig!

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Achim Bröger und Frauke Bahr – Trödel nicht so, Moritz!

Klappentext:

„Trödel nicht so!“, sagt die Mama. Aber Trödeln ist doch so schön, findet Moritz. Und wenn man sich zu sehr beeilt, kann es einem schließlich passieren, dass man plötzlich Seifengeschmack im Mund hat. Wie das passieren kann, warum ein nasser Mann in Moritz Badezimmer steht und ob Moritz am Ende wirklich nicht mehr trödelt, davon erzählt dieses Bilderbuch.

Inhalt:

„Du bist heute wieder mal langsam wie eine Schnecke“, sagt die Mama zu Moritz. Sie selber flitzt bereits früh morgens durch das ganze Haus und hat einen Haufen Erledigungen zu machen. Moritz dagegen lässt alles ganz langsam angehen und findet, dass seine Mama wie eine Rennauto ist, welches mal bremsen und so richtig schön trödeln sollte.

Doch es gibt jemanden, der noch schneller als die Mama ist, Herr Paul, der Nachbar, er ist nämlich so schnell wie eine Rakete!  Eines Morgens bekommt Moritz von Herrn Paul plötzlich Besuch im Badezimmer. Dieser steht vor Wasser und Seife triefend vor ihm.   Bei diesem Anblick entschließt Moritz sich doch nicht an Herrn Paul ein Beispiel zu nehmen, stattdessen seiner Mama mehr Ruhe und Gelassenheit beizubringen, denn trödeln kann ja sooooo schön sein!

Meinung:

Das Buch besticht mit sehr farbenfrohen Illustrationen und verdeutlicht durch den Protagonisten, den kleinen Moritz, wie die Welt der Erwachsenen auf die Kinder wirkt. Ständig hat man es eilig, es gibt tausende Erledigungen zu tun und man ist nur am Flitzen. Dabei bleibt kaum Zeit sich zu entspannen, die schönen Dinge im Leben auf sich wirken zu lassen und diese bewusst zu genießen. Herr Paul dient dabei als ein abschreckendes Beispiel, der absolut nicht weiß wie man es ruhig angehen lässt und stattdessen alles in Hektik und Chaos endet. Die sehr amüsanten Beispiele, wie er es möglichst schnell durch den Alltag schafft, bringen dabei nicht nur die Kinder zum Lachen.

In der Tat kann es dem Menschen auch manchmal sehr gut tun, einfach zu trödeln, so wie Moritz! Da kann so mancher Erwachsener sich das bei ihm ruhig öfter mal abgucken!

Fazit:

Trödel doch mal, denn das kann soooo schön sein!

Vielen Dank an den Kaufmann Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Bewertung:

Andreas H. Schmachtl – Juli Löwenzahn: Jeder Tag ein Abenteuer

Klappentext:

„Hier kommt Juli Löwenzahn! Mit einem großen Satz hüpft Juli jeden Tag wider mitten in ein neues Abenteuer: Er wird zum Frosch-Retter, macht eine aufregende Nachtwanderung, geht im Auftrag von Oma Löwenzahn auf eine geheime Einkaufsmission, traut sich in ein altes Gespensterhaus oder überprüft die ungeheuerliche Zeitungsmeldung „Kaninchen können nicht schwimmen“. Und das sind noch längst nicht alle Abenteuer, die es von Juli zu erzählen gibt …“

Inhalt:

Juli Löwenzahn, der pfiffige junge Hase erlebt jeden Tag ein Abenteuer. Mal schläft er außer Haus, bei seinem Opa. Mal begleiten ihn die Leser in eine Bibliothek und erfahren mehr vom Ausleihsystem in einer Bücherei. Außerdem lernen die Leser zusammen mit Juli wie man eine Schleife bindet und wo dieses Können sich überall nützlich erweisen könnte. Juli erfährt, dass man manchmal doch auf die Mama hören  und sich eine Mütze überziehen sollte, denn dann würden einem die Ohren nicht so weh tun. Ein Abenteuer jagt das nächste und Juli ist mitten drin…

Meinung:

Die Geschichten sind alle ziemlich kurz und bauen nicht aufeinander auf. Jedes Abenteuer hat eine versteckte Lehre, die an die Leser durch Julis Erfahrungen weitergegeben wird. Ob es das Wissen über die Bücherei, das Binden der Schleife, die Entdeckung einer neuen Freundschaft oder das Teilen unter den Geschwistern ist, die Leser lernen zusammen mit Juli immer wieder dazu. Dabei sind die Botschaften nicht allzu offentsichtlich und künstlich, sondern sehr schön in die kurzen Geschichten integriert. Der Leser taucht mit Juli in eine „heile“ Welt, eine harmonische Familie mit Eltern und Großeltern und vermittelt den Lesern das Gefühl von Geborgenheit.

Fazit:

Lehrreiche, mutige und pfiffige Abenteuer mit dem sehr symphatischen Hasen Juli, sowohl für Jungs, als auch für Mädchen sehr zu empfehlen. Juli Löwenzahn hat einen Fan mehr!

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bewertung:



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