Michael Fuchs und Karsten Teich – Paul der Superheld

Klappentext:

„Paul ist ein Superheld! Doch seine Eltern merken es gar nicht. Sie halten ihn für einen Träumer. Und sie denken, , er sei ängstlich. Das ist natürlich völliger Unsinn. Pail ist alles andere als ängstlich. Paul ist ein Held. Er beschützt seine Eltern, rettet eine Babysitterin und enttarnt Ladendiebe. Paul verwandelt einen extrem gefährlichen Einbrecher in einen Briefträger.

Und seine Mutter? Sie sagt zu Paul: Du brauchst keine Angst zu haben – es ist nur der Briefträger. Jaja. Hat die eine Ahnung! Paul sagt nichts dazu. Helden retten die Welt und schweigen über ihre Heldentaten.

Eines Tages sieht Paul, wie Viktor aus der sechsten Klasse einen Jungen verkloppt. Jetzt reicht es! Paul der Superheld muss eingreifen. Doch als er vor Viktor steht, ist sich Paul gar nicht mehr so sicher, ob er wirklich ein Superheld ist …“

Inhalt:

Paul ist überzeugt von seinen Superheldqualitäten: Er kann z.B. durch Gedankenübertragung einen Skispringer dazu bringen 100 Meter weiter zu springen, er kann Ladendiebe mithilfe seines Ladendieb-Vertreibungs-Geräts dazu bringen nicht zu klauen, er kann mit seinem Neutronenzersträuber die Erinnerungen der Agenten löschen und neue einpflanzen. Und das ist noch längst nicht alles was Paul der Superheld alles kann. Doch seine Eltern und vor allem seine Mutter glauben so gar nicht an seine Superheldqualitäten. Sie glauben er sei ängstlich und verträumt, wenn sie wüssten …

Meinung:

Ein sehr witziges Buch, welches die verträumte Gedankenwelt eines kleinen Jungen darstellt. Fast bei jeder „Heldentat“ musste ich wirklich schmunzeln und stauente darüber wie man sich seine Welt denn doch zurecht legen kann 🙂
Die lustigen Geschichten werden von bunten Illustrationen von Karsten Teich begleitet, auf jeder Doppelseite findet sich solch eine Zeichnung, die das Gelesene noch einmal verbildlicht. Das Ende der Geschichte ist ebenfalls bezaubernd und so wie ich es mir gewünscht habe …  Achtung Spoiler! und zwar glaubt Paul weiterhin an seine besonderen Fähigkeiten und stellt so unglaublich humorvoll fest, dass man im Alltag als Held sich nicht an alle Heldentaten erinnern kann, die man so begeht. Ende Spoiler!


Fazit:

Spannende Abenteuer in der Fantasiewelt eines kleinen Jungen!

Bewertung:

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Antje Neugebauer und Marie Hübner – Jakobs Elf

Klappentext:

„Mitten in der Nacht wird Jakob aufgeweckt. Ein Roboter und ein Dachs stehen vor seinem Bett. Sie nehmen ihn und seine Schwester Selma in ihrem Raumschiff mit: zur Fußballweltraummeisterschaft!
Jakob wird Trainer einer tierischen Mannschaft. Und das ist eine ziemlich knifflige Aufgabe …
Ein Erstlesebuch über Fußball – mit eienr Menge Tiere, Außerirdischen, laufenden Steinen und natürlich Jakob und Selma.“

Inhalt:

Jakob wird in der Nacht der Nächte von einem Roboter und einem Dachs wachgerüttelt und muss sich nun entscheiden, ob er als Trainer für eine Tiermannschaft zur Fußballweltraummeinsterschaft mitkommen möchte. Jakob wurde von den Tieren, die ihn tagelang beobachtet haben auserwählt, weil er sich am besten mit Fußball auskannte. Jakobs Zwillingsschwester Selma hat das Gespräch mitverfolgt und sich spontan entschieden ihren Bruder zu begleiten. Und so brechen die vier nach Australien auf, dem diesjährigen Austragungsort der Weltraummmeisterschaft. In Australien angekommen, macht sich Jakob erst einmal ein Bild von der Mannschaft und stellt sie zusammen. Auch die gegnerischen Mannschaften dürfen nicht außer Acht gelassen werden und so begibt sich Selma auf Erkundungstour. Dabei entdeckt sie nicht nur Andromeda Roboter, die Sirius, auch fliegende Elfen genannt, sondern auch die laufenden Steine. Jeder Gegner hat also so seine Stärken aber auch Schwächen, die es auszutricksen gilt. Für Jakob also eine ganz schön knifflige Aufgabe, bei der auch mal Selma zum Schiessen kommt…

Meinung:

„Jakobs Elf“ ist eindeutig ein Buch, auf welches sich die meisten Jungs stürzen würden. Aus diesem Gedanken heraus, machte ich ein Experiment und legte es gemeinsam mit 5 anderen Büchern in unserer Klassenbücherei aus. Es war für mich keine Überraschung, dass sich die Vermutung bestätigt hat und die Jungs sich das Buch gegenseitig aus den Händen reißen wollten. Fußball in Kombination mit Tieren, Robotern und anderen außerirdischen Figuren ist eine erfolgsversprechende Lektüre für Jungs und auch für manche Mädchen, die ebenfalls Interesse an Fußball bekunden. Außerdem bietet sich Selma als eine Identifikationsfigur für weibliche Leserinnen an.
Die Spielverläufe waren alle sehr spannend beschrieben, sodass man als Leser kaum den Ausgang des Ganzen erwarten konnte. Auch das Ende fand ich sehr kindgerecht und amüsant.
Lediglich der Preis von 8,50 Euro für ein Buch im Format 16,8 cm x 11,8 cm hat mich doch etwas überrascht.

Fazit:

Solche Bücher, die die Jungs zum Lesen bringen, brauchen wir definitiv noch mehr! Daumen hoch!

Bewertung:

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Stefanie Taschinski – Die kleine Dame

Klappentext:

„Als Lilly in das alte Haus mit der goldenen Brezel zieht, ahnt sie nicht, dass im verwunschenen Hinterhof eine magische Nachbarin wohnt: die kleine Dame. Sie besitzt ein 1000-jähriges Chamäleon, kann sich unsichtbar machen, beherrscht allerlei fabelhafte Handgriffe – doch vor allem hat sie den Schalk im Nacken! So beginnt für Lilly ein Sommer der wunderbaren Abenteuer.“

Inhalt:

Lilly zieht gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester in das Brezelhaus und hier entdeckt sie das für Kinder verbotene Hinterhof, welches viele Geheimnisse in sich birgt und noch mehr Abenteuer verspricht. Sie lernt die kleine Dame, ihre Nachbarin aus dem Hinterhof kennen und wird in die Kunst des Chamäleonisierens eingeweiht, denn die kleine Dame kann sich nicht nur unsichtbar machen, sondern sich auch noch farblich ihrer Umgebung anpassen. Wäre da nur nicht Herr Leberwurst, der Hausmeister, der ihnen den Zugang zum Hinterhof verbietet. So beginnt für Lilly und ihre neue Freundin der Kampf um das Aufenthaltsrecht auf dem verwunschenen Hinterhof…

Meinung:

Die kleine Dame hat defintiv alle Qualitäten, um im Regal neben den beliebten Klassikern wie z.B. Mary Poppins aufgereiht zu werden. Sehr schöne farblich illustrierte Abbildungen begleiten den Leser von Seite zur Seite, auf dem Weg von Lillys Erkundungen des Hinterhofs und all der Geheimnisse, die es in sich birgt. Die kleine Dame und ihr Chamäleon sind wunderbare Figuren, die noch einige Überraschungen versprechen. Ich bin von dem Buch hellauf begeistert, muss jedoch einen halben Stern abziehen, weil ich von dem Ende des Buches etwas enttäuscht bin. Ich habe mir da etwas Unerwartetes, vielleicht auch Spektakuläres vorgestellt.

Fazit:

Lilly und die kleine Dame haben so einige Abenteuer auf Lager. Ein tolles Buch sowohl zum Vor- als auch zum Selberlesen!

Bewertung:

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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Andreas H. Schmachtl – Juli Löwenzahn: Jeder Tag ein Abenteuer

Klappentext:

„Hier kommt Juli Löwenzahn! Mit einem großen Satz hüpft Juli jeden Tag wider mitten in ein neues Abenteuer: Er wird zum Frosch-Retter, macht eine aufregende Nachtwanderung, geht im Auftrag von Oma Löwenzahn auf eine geheime Einkaufsmission, traut sich in ein altes Gespensterhaus oder überprüft die ungeheuerliche Zeitungsmeldung „Kaninchen können nicht schwimmen“. Und das sind noch längst nicht alle Abenteuer, die es von Juli zu erzählen gibt …“

Inhalt:

Juli Löwenzahn, der pfiffige junge Hase erlebt jeden Tag ein Abenteuer. Mal schläft er außer Haus, bei seinem Opa. Mal begleiten ihn die Leser in eine Bibliothek und erfahren mehr vom Ausleihsystem in einer Bücherei. Außerdem lernen die Leser zusammen mit Juli wie man eine Schleife bindet und wo dieses Können sich überall nützlich erweisen könnte. Juli erfährt, dass man manchmal doch auf die Mama hören  und sich eine Mütze überziehen sollte, denn dann würden einem die Ohren nicht so weh tun. Ein Abenteuer jagt das nächste und Juli ist mitten drin…

Meinung:

Die Geschichten sind alle ziemlich kurz und bauen nicht aufeinander auf. Jedes Abenteuer hat eine versteckte Lehre, die an die Leser durch Julis Erfahrungen weitergegeben wird. Ob es das Wissen über die Bücherei, das Binden der Schleife, die Entdeckung einer neuen Freundschaft oder das Teilen unter den Geschwistern ist, die Leser lernen zusammen mit Juli immer wieder dazu. Dabei sind die Botschaften nicht allzu offentsichtlich und künstlich, sondern sehr schön in die kurzen Geschichten integriert. Der Leser taucht mit Juli in eine „heile“ Welt, eine harmonische Familie mit Eltern und Großeltern und vermittelt den Lesern das Gefühl von Geborgenheit.

Fazit:

Lehrreiche, mutige und pfiffige Abenteuer mit dem sehr symphatischen Hasen Juli, sowohl für Jungs, als auch für Mädchen sehr zu empfehlen. Juli Löwenzahn hat einen Fan mehr!

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bewertung:



Verschlagwortet mit

Marc Giraud – Futterplatz und Vogelhaus

Klappentext:

„Baue wilden Vögeln ein Zuhause, gib Eichhörnchen das richtige Futter und werde mit diesem Buch zum Tierexperten!
Wie baut man einen Teich, wie einen Nistplatz für Eulen und was essen Fledermäuse am liebsten? In diesem Buch erhälst du die wichtigsten Antworten auf deine Tierfragen. Du findest insgesamt 50 Tipps und Tricks, wie man Tiere richtig anlockt. Dann weißt auch du, wie man Eichhörnchen, Specht und Igel in der freien Natur erleben kann!“

Inhalt und Meinung:

Den einzelnen Kapiteln vorangestellt ist ein Inhaltsverzeichnis, welches die Oberkategorien und die jeweiligen Unterpunkte sehr schön  darstellt. Die Oberkategorien sind die allgemeinen „Tipps von den Profis“, „Wasser“, „Tierwohnungen“, „Ernährung der Tiere“, „Tipps und Tricks“ sowie „das Tierparadies“. Das Wörterverzeichnis am Ende des Buches gibt eine kurze Beschreibung  zu den wichtigsten Begriffen. Jede Doppelseite beschäftigt sich mit einer Oberkategorie oder einem Unterpunkt zu dieser Kategorie, die von sehr schönen Illustrationen von Amandine Labarre und Therese Bonte geschmückt wird. Von Vorschlägen zur Insektenzucht (z.B. Schnecken), über das Anlegen eines Tümpels, zum Pflanzen eines Baumes: der Leser bekommt sehr viele praxisnahe Tipps an die Hand und kann diese bei Bedarf gleich umsetzen. Ein sehr schönes Buch, aus welchem der Lehrer ab und an sehr schöne Ideen für den Sachunterricht schöpfen kann. Man bekommt ebenfalls genau Instruktionen zum Bau von Vogelnisthäusern oder einer Futterbox. Bei uns im Klassenzimmer ist die Schneckenzucht in vollem Gange und die Kinder ganz begeistert!

Fazit:

Das Buch bringt den Kindern die Natur näher und animiert auf kindgerechter Weise zum Erforschen ihrer Umwelt.

 

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Anne-Sophie Baumann – Warum hat mein Käse Löcher?

Klappentext:

„Alle Kinder wollen die Welt um sie herum verstehen. Doch auf jede Antwort, die sie bekommen, stellen sich wieder neue Fragen. Warum hat mein Käse Löcher? Woher kommt die Milch?
Jedes Kind kennt den Geschmack von Käse. Doch nicht alle Kinder wissen, wie eine Kuh aussieht, die ihrem Kälbchen auf der Weide Milch gibt. Deswegen hat sich die Autorin dafür entschieden, den Kinderfragen in umgekehrter Reihenfolge nachzugehen. Vom Käse zurück zu der Kuh auf dem Weidegras.“

Inhalt und Meinung:

Das Sachbuch ist in zwölf kurze Kapitel eingeteilt, für welches je eine Doppelseite reserviert wurde. Es fängt mit den Käserädern im Keller an, geht mit der Käseherstellung, der Kuhmilch, der Kuh an sich, der Milch in der Fabrik, der Herstellung von Butter, Joghurt und Quark weiter und hört bei „Ich mache mir meine eigene Butter“ auf. Der Buchtitel „Warum hat mein Käse Löcher?“ ist somit etwas irreführend, weil sich das Buch nicht ausschließlich mit dem Käse beschäftigt, sondern alle Milchprodukte kurz anschneidet.  Die Doppelseiten schmücken ganz viele Fotos, welches ich sehr positiv bewerte, denn Zeichnungen würden das nicht so gut wiedergeben. Außerdem haben die Kinder dadurch einen direkten Bezug zur Realität und können sich so z.B. die Zitzen der Kühe viel besser vor Augen halten. Lediglich etwas kompliziertere Vorgänge wie die Erzeugnis der Milch in der Fabrik wurden anhand von sehr verständlichen Zeichnungen dargestellt. Was ich ebenfalls sehr schön finde, sind die Kinder, die auf jeder Seite zu finden sind und die Leser so durch das Buch begleiten. Sie leiten mit ihren Fragen jeweils auf das andere Kapitel über und geben oft wertvolle Tipps. Das letzte Kapitel „Wie mache ich meine eigene Butter“ lässt sich sehr gut im Sachunterricht in der Grundschule einsetzen. Die einzelnen Schritte im Entstehungsprozess sind durchnummeriert und jeweils mit einer Zeichnung dargestellt, sodass es für die Kinder ziemlich selbsterklärend sein müsste.

Fazit:

Eine sehr lehrreiche Sachgeschichte, die wohl sehr viele Kinderfragen beantworten wird und „Hunger“ auf mehr macht!

Bewertung:

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Angelika Diem und Susanne Szesny – Hexe Pollonia macht das Rennen

Klappentext:

„Hexe Pollonia muss beim Hexenbesenrennen mit ihrem uralten Hexenbesen starten, während die anderen Hexen mit den verrücktesten Flugmaschinen an den Start gehen. So ist Pollonia natürlich weit unterlegen. Da aber Pollonia unbedingt gewinnen will, fängt sie an zu schummeln. Doch die Oberhexe hat die Rennstrecke so verzaubert, dass alle Schummelversuche fehlschlagen. So werden bei Pollonias Hexenspruch nicht die Besenhaare meterlang und damit der Besen schneller, sondern Pollonias Haare. Pollonia schummelt jedoch unbeirrt weiter, denn sie will gewinnen – egal wie. Plötzlich hört Pollonia Hilferufe und entdeckt die abgestürzte Hexe Hilda mit ihrem Hexenhund Pimpernello. Pollonia bricht ihr Rennen ab, um die zwei zu retten. Zusammen mit den beiden Geretteten erreicht sie das Ziel, allerdings als Letzte. Doch Pollonia bekommt den Ehrenpreis für Hilfsbereitschaft und faires Verhalten. Pollonia freut sich sehr, aber wichtiger ist ihr, dass sie nun neue Freunde gefunden hat, und dass sie gemerkt hat, dass manchmal Gewinnen eben nicht das Wichtigste ist.“

Inhalt:

Hexe Pollonia spielt mit ihrem Kater Camillo „Hexe ärgere dich nicht“ als das Hexofon klingelt. Im Spiegel erscheint das Gesicht von Pollonias Großmutter, Eugenia Efeu. Sie teilt ihr mit, dass sie sie zum diesjährigen Hexenbesenrennen angemeldet habe und nun bringt Pollonia ihren alten Besen, denn den neuen Superturbohexenbesen hat sie mitten in einen Misthaufen gefahren, auf Hochglanz. Am Tag des Rennens staunt Pollonia nicht schlecht über die anderen aufgepimpten Besen: sie entdeckt einen Raketenmopp, fliegende Staubsauger und Hexikopter. Doch Pollonia lässt sich nicht einschüchtern, muss jedoch schon bald feststellen, dass die anderen in der Tat schneller sind. Deshalb beschließt Pollonia mit einigen Zaubersprüchen nachzuhelfen … doch die Oberhexe hat die Strecke verzaubert, sodass sie Zaubersprüche nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Nichtsdestotrotz verliert Pollonia nicht den Anschluss an die anderen Hexe …. bis sie Hilferufe hört! Hilda Haselnuss ist mit ihrem Hund in einem Sumpfloch versunken. Nun muss sich Pollonia entscheiden hilft sie Hilda und ihrem Hexentier oder versucht sie noch die anderen zu überholen?

Meinung:

Als besonderes Bonbon gibt es auch diesmal ein kleines Plüschtier: das Hexentier von Hilda Haselnuss, den Pimpernello.

Der Untertitel heißt: Manchmal ist Gewinnen nicht das Wichtigste. Das Thema Hilfsbereitschaft steht in diesem Buch im Vordergrund, sowie die Bedeutung der Freundschaft, zu deren Gunsten man auch auf das Gewinnen verzichtet. Außerdem wird dem Kind signalisiert, dass man durch die Hilfsbereitschaft ebenfalls zu den Gewinnern zählt. Hier wurde es sehr schön mit dem Sonderpreis, überreicht von der Oberhexe, verdeutlicht.

Die wunderschönen Illustrationen von Susanne Szesny sind immer wieder ein Erlebnis. Sie nimmt die Leser mit in die wunderbare Welt der Hexe Pollonia und man möchte gar nicht, dass die Geschichte zu einem Ende kommt. Aber zum Glück gibt es ja drei Bände!

Fazit:

Man braucht nicht als Erster am Ziel anzukommen, um als Gewinner zu gelten!

Vielen Dank an Angelika Diem für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die sehr nette Widmung!

Bewertung:

Angelika Diem und Susanne Szesny – Für mich bist du der Beste!

Klappentext:

„Hexe Pollonia will unbedingt den tollen Superturbohexenbesen gewinnen, dan es beim Hexenfest für das Beste Hexentier zu gewinnen gibt. Zwar hat Pollonia ihren lieben Hexenkater Camillo, doch die anderen Hexen können über so ein gewöhnliches Zier nur lachen. Daher versucht Pollonia sich ein ausgefalleneres Tier herbeizuhexen. Aber keines der Tiere – vom Eisbären über den eitlen Pfau bis hin zum gefährlichen Tiger – passt so gut zu ihr wie Camillo. Pollonia beschließt deshalb, mit dem treuen Kater zum Hexenfest zu fliegen, auch wenn sie ausgelacht wird. Denn sie hat gemerkt: Ich mag dich so, wie du bist. Für mich bist du der Beste! Und allen zum Trotz gewinnen sie zu guter Letzt sogar den ersten Preis für das beste Hexentier.“

Inhalt:

Hexe Pollonia sitzt gemeinsam mit ihrem Kater Camillo in ihrem warmen, gemütlichen Häuschen, als es plötzlich an der Tür klopft. Ihre Cousine Hiberia Majoran übergibt Pollonia die Einladung zum diesjährigen Hexenfest und teilt ihr mit, dass es einen besonderen Preis für das beste Hexentier geben wird. Dabei ist sie überzeugt, dass sie mit ihrer Schlange  den Preis gewinnen wird, den Pollonia mit ihrem alten Kater hat da keine Chance! Von dem Superturbohexenbesen angetrieben beschließt Pollonia ein anderes Hexentier  herbeizuzaubern. Doch kann irgendein Tier den Kater Camillo ersetzen? Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, entscheidet Pollonia, dass kein Tier Camillo ersetzen könnte. Also fliegt sie mit ihrem alten Kater zum Hexenfest und ist über die Kürung des besten Hexentiers letztlich ganz schön überrascht …

Meinung:

Zum Buch gehört ein kleiner schwarzer Kater als Plüschtier, passend zur Geschichte. Eine sehr schöne Idee, wie ich finde, denn Realien helfen den Kindern sich noch mehr mit dem Buch und den Protagonisten zu identifizieren.

Auch diesmal überraschen die aufklappbaren Seiten und tragen zur Spannungssteigerung bei den Kindern bei: Welches Tier hat sich Pollonia denn diesmal gezaubert? Wie sieht es aus? Pollonias Zauberssprüche sind einfach grandios! Sie bringen nicht nur die Kinder zum Lachen, als Erwachsener muss man ebenfalls Schmunzeln…

Die Botschaft der Akzeptanz finde ich sehr wichtig. Pollonia erkennt, dass ihr alter Kater Camillo für sie das beste Hexentier ist, egal was die anderen über ihn denken. Dafür nimmt sie es in Kauf den Hauptpreis nicht zu gewinnen und stellt die Freundschaft zu Camillo in den Vordergrund und nicht den Gewinn, in Form eines Besens. Dabei stellt sie fest, dass das Altbewährte durchaus seine Vorteile hat  …

Fazit:

Für mich bist du der Beste ist ein hervorragender Griff für Liebhaber von lehrreicher Kinderliteratur!

Vielen Dank an Angelika Diem für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars und die nette Widmung!

Bewertung:

Milena Baisch – Anton taucht ab

Klappentext:

„Jetzt erzähle ich die Geschichte. Es beginnt in der Zeit, als ich noch Starflashman hieß, und hier sind Chips. Ihr sollt sitzen bleiben und zuhören, alles klar?
Zugegeben, Campingurlaub mit Oma und Opa ist nicht gerade das Coolste. Doch erst als Anton den Ekelsee entdeckt, werden diese Ferien zur echten Katastrophe.  Niemals steckt er auch nur den kleinen Zeh da rein! Arschbomben und Köpper vom Badesteg? Bekloppt! Aber dann macht Anton eine Bekanntschaft der besonderen Art.
Und damit beginnt ein Ferienabenteuer, wie es sich Anton in seinen kühnsten Heldenfantasien nicht ausgemalt hat ….“

Inhalt:

Anton begibt sich mit seinen Großeltern in einen Campingurlaub zu einem See. Als Anton dann noch erfährt, dass es weit und breit keinen Swimmingpool gibt, ist seine Laune so richtig dahin. Was soll er bloß an so einem Ort machen? In diese Ekelbrühe, die voll von Schlingpflanzen ist, möchte er auf keinen Fall rein. Und so langweilt sich Anton, bis ihn sein Opa mit zum Angeln nimmt. Dort macht er Bekanntschaft mit einem Fisch, den er auf den Namen Piranha tauft und in ein Gurkenglas steckt, um ihn vor Opas Verfütterungsaktion zu schützen. Hier beginnen die Ferien nun doch Spaß zu machen. Wäre da nur nicht Pudel, ein Junge, der Anton das Leben schwer macht. Kurz vor der Abreise, muss sich Anton von seinem mittlerweile sehr lieb gewonnen Freund, dem Fisch Piranha, Abschied nehmen und das tut er auf eine sehr außergewöhnliche Art und Weise …

Meinung:

Was für ein herrlich komisches Buch. Anton wächst dem Leser mit seinen frechen und coolen Sprüchen so richtig ans Herz. Dabei spricht er auch öfter den Leser persönlich an, was natürlich noch weiter zur Identifikation mit der Figur beiträgt: „Soll ich weiter erzählen? Ihr seid so ruhig auf einmal. Ist es langweilig? Keine Angst, bald kommt wieder Action.“ Nein, mit Anton war es keine Sekunde lang langweilig, auf seinen Lippen immer ein flotter Spruch, sodass das Lesen zum einem Vergnügen wurde. Das Buch spricht besonders Jungs an, denn es geht unter anderem auch um Antons Leidenschaft: einen ferngesteuerten X3C. Themen wie Unsicherheit, Ängste, Einsamkeit aber auch eine Wendung von der virtuellen Welt hin zur Entdeckung der Natur werden angesprochen.

Fazit:

Ein lebendiges und witziges Buch mit dem wichtigen Plädoyer sich auch mal auf die spannenden Ereignisse in der Natur einzulassen.

Bewertung:

 

Zum Lesetagebuch hier entlang!

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Christoph Marzi und Monika Parciak – Helena und die Ratten in den Schatten

Klappentext:

„Du musst vorsichtig sein“, warnen die anderen Kinder Helena. „Da sind Ratten in den Schatten.“ Und vor denen, das weiß jeder in der Stadt mit den schiefen Dächern und den Zäunen wie spitze Zähne, muss man sich in Acht nehmen.
Sie stehlen das Licht aus den Lampen, sagt man. Und entführen alle, die sich in die Schatten verirren. Doch mit der Zeit vergisst Helena die Geschichten von den Ratten. Bis zu der Nacht, in der Chico, ihr Stoffäffchenfreund, vom Fensterbrett fällt – mitten hinein in den wilden Garten und die schwärzeste Dunkelheit. Da beschließt Helena, dass man manchmal mutig sein muss. Ganz allein macht sie sich auf den Weg, um herauszufinden, was wirklich in den Schatten ist.

Inhalt:

Helena und ihre Eltern sind neu in die Stadt gezogen und werden von allen Mitbewohnern dieses Städtchens vor den Ratten in den Schatten gewarnt. Sie solle niemals in die Schatten gehen, denn dann werden sie einen holen, so die Lehrerin. Denn alles was in den Schatten lebt, ist böse. Es sind nicht nur Zeitungen und Katzen, sondern sogar  Kinder und Erwachsene von den Schatten verschluckt worden. Doch mit der Zeit vergisst Helena all diese Geschichten, doch eines abends als ihr Stoffäffchen Chico von der Fensterbank hinunter in die Dunkelheit fällt, holen Helena diese Geschichten wieder ein. Doch Helena ruft sich in Erinnerung, dass man im Leben auch mal mutig sein muss und begibt sich in den Schatten auf die Suche nach ihrem Äffchen. Dabei lernt sie, dass im Leben manches doch mehr Schein als Sein ist und man sich nur was trauen muss.

Meinung:

Der „graphic novel“ besticht zuerst mit seinen wunderschönen Illustrationen, die aus der Hand der überaus begabten Monika Parciak stammen. Als Leser hat man das Gefühl, man würde sich nicht nur die  Bilder anschauen, sondern es läuft vor dem inneren Augen ein ganzer Film ab.  Aber auch die Geschichte und ihre Botschaft kann da durchaus mithalten. Der junge Leser erfährt, dass man nicht alles glauben sollte was man hört, sondern auch mal selbst hinaus in die dunkle und einem noch vielleicht unbekannte Welt gehen und eigene Erfahrungen machen sollte. Eine Geschichte über  Angst, Mut, Freundschaft, Neugier und Vertrauen, die am Ende eine Überraschung aufdeckt, mit der man nicht unbedingt gerechnet hätte.

Die Schrift ist ebenso verspielt, wie die Zeichnungen. Kommt das Wort „schief“ vor, da wird das auch schief geschrieben, das Wort „groß“ wird dann ebenfalls groß geschrieben und manche Zeilen machen gerne mal einen Bogen. Innovativ und für den Leser sehr erfrischend.

Das empfohlene Lesealter von 9 -11 Jahren würde ich grundsätzlich jedoch einhalten, weil die Geschichte den Kindern doch Angst einjagen könnte, da wären z.B. diese weit aufgerissenen Augen, an die man sich zuerst gewöhnen muss. Auch würde ich von diesem Buch als eine Gutenachtgeschichte abraten, vor allem wenn das Ende des Buches nciht an demselben  Abend aufgedeckt wird.

Fazit:

Ein außergewöhnlich schön illustriertes Kinderbuch mit einer ebenso gewichtigen Botschaft. Eine klare Leseempfehlung!

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Bewertung:


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