Karen Meffert und Barbara Connell – Warum die Menschen einen Nabel haben

Klappentext:

„Die Geschichte von Lori, Tukan und den Menschen im Regenwald ist nicht nur spannend und unterhaltsam: Behutsam hilft sie den Kindern, eines der größten Wunder zu verstehen – das der Zeugung und der Geburt.
Diese neu erzählte und illustrierte Ausgabe des beliebten Buches von Karen Meffert ist eine zeitlose Parabel auf die Freundschaft, das Vertrauen und darauf, dass man manche Geheimnisse erklären kann, ohne sie zu entzaubern.“

Inhalt:

Lori, der Papagei lebt in einer Großstadt und wird von anderen Stadtvögel verspottet, denn sie meinen er sei so bunt wie  ein Clown. Eine Schwalbe bemerkt, dass sein zu Hause weit weg  im warmen Süden sei. Also fliegt Lori immer der Sonne nach in den Süden, bis er endlich an einem Ort ankommt, wo viele Vögel genauso bunt sind wie er selbst. Tukan, ein schwarzer Vogel mit einem roten Schnabel möchte von Lori wissen, weshalb Menschen ein kleines Loch auf dem Bauch haben. Doch diese Frage kann auch Lori nicht beantworten, verspricht jedoch Tukan eine Antwort auf diese Frage zu finden. Und so bringt Tukan Lori zu den Menschen, da konnte Lori beobachten, dass die Menschen keine Kleidung trugen und so war auch ihr Bauchnabel sichtbar. Frauen und Männer, sie alle hatten ein kleines Loch im Bauch. Schon bald haben die Kinder Lori entdeckt und so freundet sich Lori mit Tivu und Piru an. Der Papagei erkundigte sich bei allen Tieren,was dieses kleine Loch im Bauch denn soll, doch keiner konnte ihm eine Antwort geben. Bis er schließlich einen Leuchtkäfer traf, dieser hatte nämlich ein Geheimnis, denn er konnte in den Bauch eines Menschen schauen. Loris Frage beantworten konnte er dennoch nicht, versprach allerdings eine Antwort zu finden. Die Jahre vergehen und Piru und Tivu werden immer größer, Lori kann nun all die Veränderungen an ihren Körpern mitansehen. Eines Tages fragt Piru seine Freundin Tivu, ob sie ihn nicht heiraten möchte und so bauen sie eine Hütte und feiern ein großes Fest. Es folgt die Hochzeitsnacht und während Lori vor Müdigkeit einschläft, kann der Leuchtkäfer alles beobachten. Den beiden entgeht auch nicht wie Tivus Bauch immer praller wird und ihr Körper sich insgesamt verändert. Der Leuchtkäfer kann Lori immer ganz genau beschreiben wie Tivus Kind sich im Bauch ebenfalls verändert und er entdeckte dabei auch die Antwort auf Tukans Frage … „

Meinung:

Andreas Gerber (nein wir sind nicht verwandt ;-)) greift die Geschichte von Karen Meffert auf und erzählt sie mit einigen inhaltlichen Änderungen nach. Die Frage, der Lori nachgeht und die sich im Titel des Buches ebenfalls widerspiegelt, finde ich sehr treffend gewählt, denn hier wird von einer Gemeinsamkeit der Menschen ausgegangen und von diesem Punkt aus werden die Unterschiede beleuchtet. Aus der Perspektive eines Vogels werden die körperlichen Veränderungen der beiden Kindern sehr schön beschrieben, auch der Geschlechtsakt in der Hochzeitsnacht ist verständlich und kindgerecht beschrieben, auch die Bilder sind 6 Jährigen durchaus zuzumuten. Die Tatsache, dass der Leuchtkäfer in den Bauch der Menschen schauen kann, verdeutlicht noch einmal die Entwicklung des Kindes im Bauch.

Dieses Buch eignet sich, mit leichten Abänderungen, durchaus für den Aufklärungsunterricht in der Grundschule. Die Einbettung der Aufklärung in eine Rahmenhandlung ist sehr sinnvoll und wäre ein sehr schöner Einstieg, welcher es den Kindern noch greifbarer machen würde.

Fazit:

Ein sehr ansprechendes Aufklärungsbuch zum Thema Pubertät, Sexualität und das Wunder der Geburt.

Bewertung:

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Karl Rühmann und Lena Hesse – Ole kann nicht schlafen

Klappentext:

„Was tun, wenn man nicht schlafen kann? Ole versucht es mit Zählen. Gar nicht so einfach, denn schließlich will er bis zu seiner Lieblingszahl kommen. Aber zum Glück hat Ole lauter gute Ideen. Und jedes Problem hat seine Lösung!“

Inhalt:

Ole liegt im Bett und kann einfach nicht einschlafen. Er lässt den Tag revue passieren und dadurch kommt er auf die Idee bis zu seiner Lieblingszahl, der 10 zu zählen, denn bekanntlich macht ja das Zählen müde. Doch was soll er bloß zählen? Die Murmeln! Leider hat er nur 6 davon und das ist zu wenig, da fehlen noch 4 bis zur 10. Also hält er Aussicht nach etwas anderem Zählbaren. Plüschtiere! Auch hier sind es keine 10! Was soll er bloß zählen? Die Sachen aus dem Kleiderschrank? Oder gar Bücher? JA! Ole schaut sich die vielen Bücher an und erinnert sich an die Geschehnisse, u.a. Nr. 5 „war groß, hatte ganz viele Seiten und erklärte, warum alle Menschen einen Bauchnabel haben“.  Und 10? Worum ging es da? „Um einen Jungen, der nicht schlafen konnte…“

Meinung:

Dieses Buch besticht zuerst mit seiner Aufmachung, denn die Darstellungsart empfand ich sehr außergewöhnlich, ja schon fast dreidimensional. Lena Hesse hat das Licht sehr gekonnt eingesetzt und dadurch sehr viel Tiefe geschaffen. Auch der Perspektivenwechsel (Frosch vs. Vogel) ist sehr beeindruckend!

Auch Kinder kennen das, wenn man partout nicht einschlafen kann. Ole ist hier ein sehr niedliches Beispiel  und zeigt was man dagegen machen kann! Absolut top ist natürlich dieses Buch-im-Buch-Vorkommnis. Spoiler! Ole schläft letztendlich ein, indem er ein Buch über sich selbst liest! Eine wunderbare Idee! Auch die abschließende Illustration finde ich einfach grandios! Ende Spoiler.
Das bei Nr. 5 genannte Buch „Warum die Menschen einen Nabel haben“ wurde von mir ebenfalls rezensiert.

Fazit:

Ein wundervolles Buch über einen Jungen, der nicht einschlafen kann, sich jedoch zu helfen weiß. Für jedes Problem gibt es bekanntlich eine Lösung!

Bewertung:

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Hilde Vandermeeren und Marjolein Pottie – Der zwölfte Mann

Klappentext:

„Marco spielt endlich Fußball im Verein. „Schieß mit dem rechten Fuß, dein linker ist noch zu schwach“, sagt sein Vater. Doch welcher ist der rechte Fuß? Und wo ist links? Sein Freund Lukas kennt da einen Trick. Um seinen Daumen ist ein Pflaster. „Pflaster heißt rechts“, erklärt Lukas. Ob Marco auch das Pflaster hilft?“

Inhalt:

Marco spielt am liebsten Fußball und ist sogar in einem Verein. Sein außerordentlich motivierter Vater ist sein größter Fan und möchte Marco unterstützen und das macht er indem er Marco lauthals während des Spiels Tipps gibt. „Lauf nach links und dann nach vorne!“ Doch wo ist links? Marco kann so auf die Schnelle links und rechts nicht unterscheiden, bis sein bester Freund ihm einen Trick verrät. Lukas klebt sich einen Pflaster auf den rechten Daumen und da wo das Pflaster ist, ist auch rechts. Doch hilft Marco dieser Tipp wirklich? Und wird Marco dem immer wachsenden Druck des zwölften Mannes standhalten können?

Meinung:

Vordergründig scheint es in dem Buch um Fußball zu gehen, doch hier steckt viel viel mehr. Da wäre zum einen die Vater-Sohn-Beziehung: Wie wirkt sich ein forderndes und bestrebtes Verhalten eines fürsorglichen Vaters auf seinen Sohn aus? Welche negativen Seiten könnte ein solches Verhalten haben? Aus der Sicht von Marco wird dieses Thema sehr sensibel angeschnitten und gezeigt, dass es durchaus auch anders funktionieren kann und zwar sodass beide an der Sportart Spaß haben können. Weiterhin ist da das Problem der rechts und links Unterscheidung. Ein Problem, welches ziemlich verbreitet ist und das nicht nur bei Kindern, einige  meiner Kolleginnenhaben ebenfalls damit zu kämpfen. Insofern empfinde ich das bewundernswert wie der Autor mit diesem Thema umgeht und sogar auch einen Lösungsvorschlag anbietet.

Nicht umsonst wurde dieses Buch mit der „Nederlanse Kinderjury“ und dem „Silbernen Griffel 2005“ ausgezeichnet.

Fazit:

Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung!

Bewertung:


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Michael Fuchs und Karsten Teich – Paul der Superheld

Klappentext:

„Paul ist ein Superheld! Doch seine Eltern merken es gar nicht. Sie halten ihn für einen Träumer. Und sie denken, , er sei ängstlich. Das ist natürlich völliger Unsinn. Pail ist alles andere als ängstlich. Paul ist ein Held. Er beschützt seine Eltern, rettet eine Babysitterin und enttarnt Ladendiebe. Paul verwandelt einen extrem gefährlichen Einbrecher in einen Briefträger.

Und seine Mutter? Sie sagt zu Paul: Du brauchst keine Angst zu haben – es ist nur der Briefträger. Jaja. Hat die eine Ahnung! Paul sagt nichts dazu. Helden retten die Welt und schweigen über ihre Heldentaten.

Eines Tages sieht Paul, wie Viktor aus der sechsten Klasse einen Jungen verkloppt. Jetzt reicht es! Paul der Superheld muss eingreifen. Doch als er vor Viktor steht, ist sich Paul gar nicht mehr so sicher, ob er wirklich ein Superheld ist …“

Inhalt:

Paul ist überzeugt von seinen Superheldqualitäten: Er kann z.B. durch Gedankenübertragung einen Skispringer dazu bringen 100 Meter weiter zu springen, er kann Ladendiebe mithilfe seines Ladendieb-Vertreibungs-Geräts dazu bringen nicht zu klauen, er kann mit seinem Neutronenzersträuber die Erinnerungen der Agenten löschen und neue einpflanzen. Und das ist noch längst nicht alles was Paul der Superheld alles kann. Doch seine Eltern und vor allem seine Mutter glauben so gar nicht an seine Superheldqualitäten. Sie glauben er sei ängstlich und verträumt, wenn sie wüssten …

Meinung:

Ein sehr witziges Buch, welches die verträumte Gedankenwelt eines kleinen Jungen darstellt. Fast bei jeder „Heldentat“ musste ich wirklich schmunzeln und stauente darüber wie man sich seine Welt denn doch zurecht legen kann 🙂
Die lustigen Geschichten werden von bunten Illustrationen von Karsten Teich begleitet, auf jeder Doppelseite findet sich solch eine Zeichnung, die das Gelesene noch einmal verbildlicht. Das Ende der Geschichte ist ebenfalls bezaubernd und so wie ich es mir gewünscht habe …  Achtung Spoiler! und zwar glaubt Paul weiterhin an seine besonderen Fähigkeiten und stellt so unglaublich humorvoll fest, dass man im Alltag als Held sich nicht an alle Heldentaten erinnern kann, die man so begeht. Ende Spoiler!


Fazit:

Spannende Abenteuer in der Fantasiewelt eines kleinen Jungen!

Bewertung:

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Antje Neugebauer und Marie Hübner – Jakobs Elf

Klappentext:

„Mitten in der Nacht wird Jakob aufgeweckt. Ein Roboter und ein Dachs stehen vor seinem Bett. Sie nehmen ihn und seine Schwester Selma in ihrem Raumschiff mit: zur Fußballweltraummeisterschaft!
Jakob wird Trainer einer tierischen Mannschaft. Und das ist eine ziemlich knifflige Aufgabe …
Ein Erstlesebuch über Fußball – mit eienr Menge Tiere, Außerirdischen, laufenden Steinen und natürlich Jakob und Selma.“

Inhalt:

Jakob wird in der Nacht der Nächte von einem Roboter und einem Dachs wachgerüttelt und muss sich nun entscheiden, ob er als Trainer für eine Tiermannschaft zur Fußballweltraummeinsterschaft mitkommen möchte. Jakob wurde von den Tieren, die ihn tagelang beobachtet haben auserwählt, weil er sich am besten mit Fußball auskannte. Jakobs Zwillingsschwester Selma hat das Gespräch mitverfolgt und sich spontan entschieden ihren Bruder zu begleiten. Und so brechen die vier nach Australien auf, dem diesjährigen Austragungsort der Weltraummmeisterschaft. In Australien angekommen, macht sich Jakob erst einmal ein Bild von der Mannschaft und stellt sie zusammen. Auch die gegnerischen Mannschaften dürfen nicht außer Acht gelassen werden und so begibt sich Selma auf Erkundungstour. Dabei entdeckt sie nicht nur Andromeda Roboter, die Sirius, auch fliegende Elfen genannt, sondern auch die laufenden Steine. Jeder Gegner hat also so seine Stärken aber auch Schwächen, die es auszutricksen gilt. Für Jakob also eine ganz schön knifflige Aufgabe, bei der auch mal Selma zum Schiessen kommt…

Meinung:

„Jakobs Elf“ ist eindeutig ein Buch, auf welches sich die meisten Jungs stürzen würden. Aus diesem Gedanken heraus, machte ich ein Experiment und legte es gemeinsam mit 5 anderen Büchern in unserer Klassenbücherei aus. Es war für mich keine Überraschung, dass sich die Vermutung bestätigt hat und die Jungs sich das Buch gegenseitig aus den Händen reißen wollten. Fußball in Kombination mit Tieren, Robotern und anderen außerirdischen Figuren ist eine erfolgsversprechende Lektüre für Jungs und auch für manche Mädchen, die ebenfalls Interesse an Fußball bekunden. Außerdem bietet sich Selma als eine Identifikationsfigur für weibliche Leserinnen an.
Die Spielverläufe waren alle sehr spannend beschrieben, sodass man als Leser kaum den Ausgang des Ganzen erwarten konnte. Auch das Ende fand ich sehr kindgerecht und amüsant.
Lediglich der Preis von 8,50 Euro für ein Buch im Format 16,8 cm x 11,8 cm hat mich doch etwas überrascht.

Fazit:

Solche Bücher, die die Jungs zum Lesen bringen, brauchen wir definitiv noch mehr! Daumen hoch!

Bewertung:

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Stefanie Taschinski – Die kleine Dame

Klappentext:

„Als Lilly in das alte Haus mit der goldenen Brezel zieht, ahnt sie nicht, dass im verwunschenen Hinterhof eine magische Nachbarin wohnt: die kleine Dame. Sie besitzt ein 1000-jähriges Chamäleon, kann sich unsichtbar machen, beherrscht allerlei fabelhafte Handgriffe – doch vor allem hat sie den Schalk im Nacken! So beginnt für Lilly ein Sommer der wunderbaren Abenteuer.“

Inhalt:

Lilly zieht gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester in das Brezelhaus und hier entdeckt sie das für Kinder verbotene Hinterhof, welches viele Geheimnisse in sich birgt und noch mehr Abenteuer verspricht. Sie lernt die kleine Dame, ihre Nachbarin aus dem Hinterhof kennen und wird in die Kunst des Chamäleonisierens eingeweiht, denn die kleine Dame kann sich nicht nur unsichtbar machen, sondern sich auch noch farblich ihrer Umgebung anpassen. Wäre da nur nicht Herr Leberwurst, der Hausmeister, der ihnen den Zugang zum Hinterhof verbietet. So beginnt für Lilly und ihre neue Freundin der Kampf um das Aufenthaltsrecht auf dem verwunschenen Hinterhof…

Meinung:

Die kleine Dame hat defintiv alle Qualitäten, um im Regal neben den beliebten Klassikern wie z.B. Mary Poppins aufgereiht zu werden. Sehr schöne farblich illustrierte Abbildungen begleiten den Leser von Seite zur Seite, auf dem Weg von Lillys Erkundungen des Hinterhofs und all der Geheimnisse, die es in sich birgt. Die kleine Dame und ihr Chamäleon sind wunderbare Figuren, die noch einige Überraschungen versprechen. Ich bin von dem Buch hellauf begeistert, muss jedoch einen halben Stern abziehen, weil ich von dem Ende des Buches etwas enttäuscht bin. Ich habe mir da etwas Unerwartetes, vielleicht auch Spektakuläres vorgestellt.

Fazit:

Lilly und die kleine Dame haben so einige Abenteuer auf Lager. Ein tolles Buch sowohl zum Vor- als auch zum Selberlesen!

Bewertung:

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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Andreas H. Schmachtl – Juli Löwenzahn: Jeder Tag ein Abenteuer

Klappentext:

„Hier kommt Juli Löwenzahn! Mit einem großen Satz hüpft Juli jeden Tag wider mitten in ein neues Abenteuer: Er wird zum Frosch-Retter, macht eine aufregende Nachtwanderung, geht im Auftrag von Oma Löwenzahn auf eine geheime Einkaufsmission, traut sich in ein altes Gespensterhaus oder überprüft die ungeheuerliche Zeitungsmeldung „Kaninchen können nicht schwimmen“. Und das sind noch längst nicht alle Abenteuer, die es von Juli zu erzählen gibt …“

Inhalt:

Juli Löwenzahn, der pfiffige junge Hase erlebt jeden Tag ein Abenteuer. Mal schläft er außer Haus, bei seinem Opa. Mal begleiten ihn die Leser in eine Bibliothek und erfahren mehr vom Ausleihsystem in einer Bücherei. Außerdem lernen die Leser zusammen mit Juli wie man eine Schleife bindet und wo dieses Können sich überall nützlich erweisen könnte. Juli erfährt, dass man manchmal doch auf die Mama hören  und sich eine Mütze überziehen sollte, denn dann würden einem die Ohren nicht so weh tun. Ein Abenteuer jagt das nächste und Juli ist mitten drin…

Meinung:

Die Geschichten sind alle ziemlich kurz und bauen nicht aufeinander auf. Jedes Abenteuer hat eine versteckte Lehre, die an die Leser durch Julis Erfahrungen weitergegeben wird. Ob es das Wissen über die Bücherei, das Binden der Schleife, die Entdeckung einer neuen Freundschaft oder das Teilen unter den Geschwistern ist, die Leser lernen zusammen mit Juli immer wieder dazu. Dabei sind die Botschaften nicht allzu offentsichtlich und künstlich, sondern sehr schön in die kurzen Geschichten integriert. Der Leser taucht mit Juli in eine „heile“ Welt, eine harmonische Familie mit Eltern und Großeltern und vermittelt den Lesern das Gefühl von Geborgenheit.

Fazit:

Lehrreiche, mutige und pfiffige Abenteuer mit dem sehr symphatischen Hasen Juli, sowohl für Jungs, als auch für Mädchen sehr zu empfehlen. Juli Löwenzahn hat einen Fan mehr!

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Bewertung:



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Anne-Sophie Baumann – Warum hat mein Käse Löcher?

Klappentext:

„Alle Kinder wollen die Welt um sie herum verstehen. Doch auf jede Antwort, die sie bekommen, stellen sich wieder neue Fragen. Warum hat mein Käse Löcher? Woher kommt die Milch?
Jedes Kind kennt den Geschmack von Käse. Doch nicht alle Kinder wissen, wie eine Kuh aussieht, die ihrem Kälbchen auf der Weide Milch gibt. Deswegen hat sich die Autorin dafür entschieden, den Kinderfragen in umgekehrter Reihenfolge nachzugehen. Vom Käse zurück zu der Kuh auf dem Weidegras.“

Inhalt und Meinung:

Das Sachbuch ist in zwölf kurze Kapitel eingeteilt, für welches je eine Doppelseite reserviert wurde. Es fängt mit den Käserädern im Keller an, geht mit der Käseherstellung, der Kuhmilch, der Kuh an sich, der Milch in der Fabrik, der Herstellung von Butter, Joghurt und Quark weiter und hört bei „Ich mache mir meine eigene Butter“ auf. Der Buchtitel „Warum hat mein Käse Löcher?“ ist somit etwas irreführend, weil sich das Buch nicht ausschließlich mit dem Käse beschäftigt, sondern alle Milchprodukte kurz anschneidet.  Die Doppelseiten schmücken ganz viele Fotos, welches ich sehr positiv bewerte, denn Zeichnungen würden das nicht so gut wiedergeben. Außerdem haben die Kinder dadurch einen direkten Bezug zur Realität und können sich so z.B. die Zitzen der Kühe viel besser vor Augen halten. Lediglich etwas kompliziertere Vorgänge wie die Erzeugnis der Milch in der Fabrik wurden anhand von sehr verständlichen Zeichnungen dargestellt. Was ich ebenfalls sehr schön finde, sind die Kinder, die auf jeder Seite zu finden sind und die Leser so durch das Buch begleiten. Sie leiten mit ihren Fragen jeweils auf das andere Kapitel über und geben oft wertvolle Tipps. Das letzte Kapitel „Wie mache ich meine eigene Butter“ lässt sich sehr gut im Sachunterricht in der Grundschule einsetzen. Die einzelnen Schritte im Entstehungsprozess sind durchnummeriert und jeweils mit einer Zeichnung dargestellt, sodass es für die Kinder ziemlich selbsterklärend sein müsste.

Fazit:

Eine sehr lehrreiche Sachgeschichte, die wohl sehr viele Kinderfragen beantworten wird und „Hunger“ auf mehr macht!

Bewertung:

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Angelika Diem und Susanne Szesny – Hexe Pollonia macht das Rennen

Klappentext:

„Hexe Pollonia muss beim Hexenbesenrennen mit ihrem uralten Hexenbesen starten, während die anderen Hexen mit den verrücktesten Flugmaschinen an den Start gehen. So ist Pollonia natürlich weit unterlegen. Da aber Pollonia unbedingt gewinnen will, fängt sie an zu schummeln. Doch die Oberhexe hat die Rennstrecke so verzaubert, dass alle Schummelversuche fehlschlagen. So werden bei Pollonias Hexenspruch nicht die Besenhaare meterlang und damit der Besen schneller, sondern Pollonias Haare. Pollonia schummelt jedoch unbeirrt weiter, denn sie will gewinnen – egal wie. Plötzlich hört Pollonia Hilferufe und entdeckt die abgestürzte Hexe Hilda mit ihrem Hexenhund Pimpernello. Pollonia bricht ihr Rennen ab, um die zwei zu retten. Zusammen mit den beiden Geretteten erreicht sie das Ziel, allerdings als Letzte. Doch Pollonia bekommt den Ehrenpreis für Hilfsbereitschaft und faires Verhalten. Pollonia freut sich sehr, aber wichtiger ist ihr, dass sie nun neue Freunde gefunden hat, und dass sie gemerkt hat, dass manchmal Gewinnen eben nicht das Wichtigste ist.“

Inhalt:

Hexe Pollonia spielt mit ihrem Kater Camillo „Hexe ärgere dich nicht“ als das Hexofon klingelt. Im Spiegel erscheint das Gesicht von Pollonias Großmutter, Eugenia Efeu. Sie teilt ihr mit, dass sie sie zum diesjährigen Hexenbesenrennen angemeldet habe und nun bringt Pollonia ihren alten Besen, denn den neuen Superturbohexenbesen hat sie mitten in einen Misthaufen gefahren, auf Hochglanz. Am Tag des Rennens staunt Pollonia nicht schlecht über die anderen aufgepimpten Besen: sie entdeckt einen Raketenmopp, fliegende Staubsauger und Hexikopter. Doch Pollonia lässt sich nicht einschüchtern, muss jedoch schon bald feststellen, dass die anderen in der Tat schneller sind. Deshalb beschließt Pollonia mit einigen Zaubersprüchen nachzuhelfen … doch die Oberhexe hat die Strecke verzaubert, sodass sie Zaubersprüche nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Nichtsdestotrotz verliert Pollonia nicht den Anschluss an die anderen Hexe …. bis sie Hilferufe hört! Hilda Haselnuss ist mit ihrem Hund in einem Sumpfloch versunken. Nun muss sich Pollonia entscheiden hilft sie Hilda und ihrem Hexentier oder versucht sie noch die anderen zu überholen?

Meinung:

Als besonderes Bonbon gibt es auch diesmal ein kleines Plüschtier: das Hexentier von Hilda Haselnuss, den Pimpernello.

Der Untertitel heißt: Manchmal ist Gewinnen nicht das Wichtigste. Das Thema Hilfsbereitschaft steht in diesem Buch im Vordergrund, sowie die Bedeutung der Freundschaft, zu deren Gunsten man auch auf das Gewinnen verzichtet. Außerdem wird dem Kind signalisiert, dass man durch die Hilfsbereitschaft ebenfalls zu den Gewinnern zählt. Hier wurde es sehr schön mit dem Sonderpreis, überreicht von der Oberhexe, verdeutlicht.

Die wunderschönen Illustrationen von Susanne Szesny sind immer wieder ein Erlebnis. Sie nimmt die Leser mit in die wunderbare Welt der Hexe Pollonia und man möchte gar nicht, dass die Geschichte zu einem Ende kommt. Aber zum Glück gibt es ja drei Bände!

Fazit:

Man braucht nicht als Erster am Ziel anzukommen, um als Gewinner zu gelten!

Vielen Dank an Angelika Diem für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die sehr nette Widmung!

Bewertung:

Angelika Diem und Susanne Szesny – Für mich bist du der Beste!

Klappentext:

„Hexe Pollonia will unbedingt den tollen Superturbohexenbesen gewinnen, dan es beim Hexenfest für das Beste Hexentier zu gewinnen gibt. Zwar hat Pollonia ihren lieben Hexenkater Camillo, doch die anderen Hexen können über so ein gewöhnliches Zier nur lachen. Daher versucht Pollonia sich ein ausgefalleneres Tier herbeizuhexen. Aber keines der Tiere – vom Eisbären über den eitlen Pfau bis hin zum gefährlichen Tiger – passt so gut zu ihr wie Camillo. Pollonia beschließt deshalb, mit dem treuen Kater zum Hexenfest zu fliegen, auch wenn sie ausgelacht wird. Denn sie hat gemerkt: Ich mag dich so, wie du bist. Für mich bist du der Beste! Und allen zum Trotz gewinnen sie zu guter Letzt sogar den ersten Preis für das beste Hexentier.“

Inhalt:

Hexe Pollonia sitzt gemeinsam mit ihrem Kater Camillo in ihrem warmen, gemütlichen Häuschen, als es plötzlich an der Tür klopft. Ihre Cousine Hiberia Majoran übergibt Pollonia die Einladung zum diesjährigen Hexenfest und teilt ihr mit, dass es einen besonderen Preis für das beste Hexentier geben wird. Dabei ist sie überzeugt, dass sie mit ihrer Schlange  den Preis gewinnen wird, den Pollonia mit ihrem alten Kater hat da keine Chance! Von dem Superturbohexenbesen angetrieben beschließt Pollonia ein anderes Hexentier  herbeizuzaubern. Doch kann irgendein Tier den Kater Camillo ersetzen? Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, entscheidet Pollonia, dass kein Tier Camillo ersetzen könnte. Also fliegt sie mit ihrem alten Kater zum Hexenfest und ist über die Kürung des besten Hexentiers letztlich ganz schön überrascht …

Meinung:

Zum Buch gehört ein kleiner schwarzer Kater als Plüschtier, passend zur Geschichte. Eine sehr schöne Idee, wie ich finde, denn Realien helfen den Kindern sich noch mehr mit dem Buch und den Protagonisten zu identifizieren.

Auch diesmal überraschen die aufklappbaren Seiten und tragen zur Spannungssteigerung bei den Kindern bei: Welches Tier hat sich Pollonia denn diesmal gezaubert? Wie sieht es aus? Pollonias Zauberssprüche sind einfach grandios! Sie bringen nicht nur die Kinder zum Lachen, als Erwachsener muss man ebenfalls Schmunzeln…

Die Botschaft der Akzeptanz finde ich sehr wichtig. Pollonia erkennt, dass ihr alter Kater Camillo für sie das beste Hexentier ist, egal was die anderen über ihn denken. Dafür nimmt sie es in Kauf den Hauptpreis nicht zu gewinnen und stellt die Freundschaft zu Camillo in den Vordergrund und nicht den Gewinn, in Form eines Besens. Dabei stellt sie fest, dass das Altbewährte durchaus seine Vorteile hat  …

Fazit:

Für mich bist du der Beste ist ein hervorragender Griff für Liebhaber von lehrreicher Kinderliteratur!

Vielen Dank an Angelika Diem für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars und die nette Widmung!

Bewertung: