Emma Yarlett – Wie Leo seine Angst im Dunkeln verlor

Wie Leo seine Angst im Dunkeln verlor

Der kleine Lockenkopf hat vor einigen Dingen im Leben Angst. Da wären z.B. bissige Hunde, Kleiderschränke, Gewitter, Spinnen oder alleine schon die schimpfende Oma. Doch eines macht ihm besonders viel Angst – die DUNKELHEIT! Diese Angst kehrt jeden Tag zur Schlafenszeit zurück. An einem Abend hat Leo es satt und schreit in die Dunkelheit, dass sie verschwinden soll. Im selben Augenblick wird die Dunkelheit lebendig.

Herr Dunkel erweist sich jedoch als ein netter Zeitgenosse. Und so zeigt Leo Herrn Dunkel die furchterregendsten Ecken im Haus und muss überrascht feststellen, dass sie dort den meisten Spaß haben. Sie haben gemeinsam so viel Spaß, dass der Abschied schwer fällt. Doch Herr Dunkel verspricht wiederzukommen … und zwar jede Nacht!

Dieses Bilderbuch zeigt die Schönheit der Nacht. Da wäre schon alleine der zauberhaft leuchtende Sternenhimmel, unterstützt durch ausgefallene Illustrationen, die mal kunterbunt, collagen- oder comichaft daherkommen. Jede Seite trumpft mit einer anderen Überraschung auf, als z.B. Herr Dunkel durch die Einbindung eines Pop-up-Elements tatsächlich auch dem Leser die Hand ausstreckt.

Um die Angst vor Dunkelheit, die jedes Kind einmal verspürt, zu minimieren, macht die Autorin den Feind zum Freund. Leo schaut nun genauer in die dunklen Ecken und erkennt, dass sie gar nicht so furchterregend sind. Dahinter steckt einzig und allein seine Fantasie.

Dieser Gedankenanstoß könnte Kindern helfen einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Gleichzeitig nimmt es die Sorgen und Befürchtungen des Protagonisten ernst und verdeutlicht, dass von der Dunkelheit keine Gefahr ausgeht. Dieser Erkenntnisgewinn ist ein Lernprozess und braucht Zeit.

Wie Leo seine Angst im Dunkeln verlor

 

 

Dieses liebevolle Bilderbuch nimmt Ängste ernst und macht Mut.

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Amanda Noll und Howard McWilliam – Ich brauche mein Monster

Toms Monster ist für eine Woche verreist, denn schließlich brauchen auch Monster mal Abwechslung und so geht es für Nick zum Fischen. Doch weil der kleine Tom ja so ganz ohne Monster nicht einschlafen kann, benötigt er Ersatz, also quasi eine Art Vertretung. Ein geeignetes Monster zu finden, welches Nicks Job übernehmen könnte, ist gar nicht so einfach. Paul hat keine Krallen, Ralf lackiert sich seine Krallen, Lucy ist ein Mädchen-Monster und so gar nicht gruselig und Anton ist einfach nur zum Lachen. Nick braucht seinen Monster!

Mache deinen Feind zum Freund! Nach dieser Devise versucht Amanda Noll das Ungeheuerliche als etwas Notwendiges und Positives darzustellen und so verliert sich das Dunkle und Angsteinflößende. Das Cover ist definitiv ein eye-catcher. Die Zeichnungen sind grandios, die Lichtvershältnisse fabelhaft hervorgehoben, die Betrachtung der Monster ein Genuss! Man ist jedes Mal gespannt, welches Monster sich denn nun als nächstes unter dem Bett versteckt und damit steigt die Spannung natürlich auf Nick! Das schrecklichste Monster zum Gruseln! Viele Kinder haben Angst im Dunkeln, dieses Buch kann ihnen diese Angst nehmen. Es hängt natürlich vom Kind ab, ich könnte mir auch vorstellen, dass manche Kinder erst recht ihrer Vorstellung freien Lauf lassen und sich dann abends ausmalen, welches Monster sich denn nun heute unter ihrem Bett verstecken könnte und so keinen Schlaf finden. Howard McWilliam hat wunderbare Arbeit geleistet und schon alleine wegen der Zeichnungen ist das Buch es wert gekauft zu werden.

Monsterfreunde werden sich freuen! – Ein witziges Buch mit fantastischen Illustrationen!

https://papillionisliest.files.wordpress.com/2010/07/5-stars1.jpg?w=600


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Karl Rühmann und Lena Hesse – Ole kann nicht schlafen

Klappentext:

„Was tun, wenn man nicht schlafen kann? Ole versucht es mit Zählen. Gar nicht so einfach, denn schließlich will er bis zu seiner Lieblingszahl kommen. Aber zum Glück hat Ole lauter gute Ideen. Und jedes Problem hat seine Lösung!“

Inhalt:

Ole liegt im Bett und kann einfach nicht einschlafen. Er lässt den Tag revue passieren und dadurch kommt er auf die Idee bis zu seiner Lieblingszahl, der 10 zu zählen, denn bekanntlich macht ja das Zählen müde. Doch was soll er bloß zählen? Die Murmeln! Leider hat er nur 6 davon und das ist zu wenig, da fehlen noch 4 bis zur 10. Also hält er Aussicht nach etwas anderem Zählbaren. Plüschtiere! Auch hier sind es keine 10! Was soll er bloß zählen? Die Sachen aus dem Kleiderschrank? Oder gar Bücher? JA! Ole schaut sich die vielen Bücher an und erinnert sich an die Geschehnisse, u.a. Nr. 5 „war groß, hatte ganz viele Seiten und erklärte, warum alle Menschen einen Bauchnabel haben“.  Und 10? Worum ging es da? „Um einen Jungen, der nicht schlafen konnte…“

Meinung:

Dieses Buch besticht zuerst mit seiner Aufmachung, denn die Darstellungsart empfand ich sehr außergewöhnlich, ja schon fast dreidimensional. Lena Hesse hat das Licht sehr gekonnt eingesetzt und dadurch sehr viel Tiefe geschaffen. Auch der Perspektivenwechsel (Frosch vs. Vogel) ist sehr beeindruckend!

Auch Kinder kennen das, wenn man partout nicht einschlafen kann. Ole ist hier ein sehr niedliches Beispiel  und zeigt was man dagegen machen kann! Absolut top ist natürlich dieses Buch-im-Buch-Vorkommnis. Spoiler! Ole schläft letztendlich ein, indem er ein Buch über sich selbst liest! Eine wunderbare Idee! Auch die abschließende Illustration finde ich einfach grandios! Ende Spoiler.
Das bei Nr. 5 genannte Buch „Warum die Menschen einen Nabel haben“ wurde von mir ebenfalls rezensiert.

Fazit:

Ein wundervolles Buch über einen Jungen, der nicht einschlafen kann, sich jedoch zu helfen weiß. Für jedes Problem gibt es bekanntlich eine Lösung!

Bewertung:

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