Heinz Janisch und Birgit Antoni – Der Prinz mit der Trompete

Es war einmal ein Prinz, der mit seiner Trompete um einiges besser umgehen konnte, als mit seinem Schwert. Eines Tages kamen jedoch seine Eltern auf ihn zu und rieten ihm sich eine Prinzessin zu suchen, denn die alte Burg ist für die drei zu klein geworden. So macht sich der Prinz auf den Weg und kommt in ein Land, indem ein König seine Tochter als eine wahre Schönheit anpreist. Seit ein Drache auf dem Land sein Unwesen treibt, kommt sie aus lauter Angst nicht mehr aus dem Haus, diesen gilt es zu töten, um das Herz der Prinzessin für sich zu gewinnen. Der Prinz macht sich auf die Suche nach dem Drachen und entdeckt ihn schlafend am Ufer. Da es ein fairer Kampf sein soll, versucht nun der Prinz den Drachen mit allen Mitteln zu wecken. Es kommt alles anders als gedacht und der Prinz lernt, dass Drachen nicht unbedingt gefährlich sind und auch Prinzessinnen ohne Krone sehr nett und liebenswert sein könne.

Nach dem erfolgreichen Buch Der Prinz im Pyjama bezaubert der junge Prinz nun erneut seine Leser mit diesem lehrreichen Abenteuer. Man sollte zuerst selbst eine Erfahrung machen und sich danach sein eigenes Urteil bilden. Denn ein auf den ersten Blick als ein Bösewicht erscheinendes Wesen stellt sich dann doch als ein liebenswürdiges Geschöpf heraus. Eine angeblich hübsche Prinzessin scheint in ihrem Inneren nun doch nicht so hübsch zu sein, wie anfangs angenommen. Die Magie der Musik und die Hingabe des Prinzen spielen ebenfalls eine große Rolle in diesem Buch.
Der anfängliche Aufbau der Geschichte scheint so typisch zu sein, dass man den Wendepunkt so gar nicht erwartet und die Überraschung umso größer und angenehmer ist.

Überraschend, witzig und einfach wunderschön!

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Matthias Sodtke – Bist du krank, Rolli-Tom?

„Nulli und Priesemut bekommen Besuch von Nullis ehemaligem Schulfreund. Als den beiden bewusst wird, dass Tom nicht mehr laufen kann, reagiert Nulli mit Betroffenheit, Mitleid und Fürsorge. Und Priesemut? Der ist anscheinend nur daran interessiert, ein paar Runden mit dem Zauber-„Rolli“ zu drehen – und das macht Nulli wütend …“

Noch nie in ihrem Leben haben Nulli und Prisemut einen Rollstuhl gesehen, umso höher ist das Interesse daran, als sein alter Schulfreund bei ihnen aufkreuzt. Jedoch weiß Nulli, der Hase, nicht was das bedeutet und zieht Tom kurzerhand aus seinem Stuhl, um mit ihm ein paar Hacken zu schlagen. So muss Tom den beiden erst einmal erklären, dass seine Beine seit einem Unfall „schlafen“. Nulli missversteht diese Botschaft und ermuntert ihn, dass es ihm auch manchmal passiert, es sich jedoch wieder legt. Es wird sehr vorsichtig mit dem Thema „Behinderung“ umgegangen und als nichts schlimmes oder hinderliches dargestellt. Tom ist lediglich anders. Als Nulli begreift, dass sein Freund nicht laufen kann, reagiert er mit übertriebener Fürsorge: Er schiebt ihn aus der Sonne, bringt ihm ein Getränk in einem Schnabelbecher und ein weiches Kissen für seinen kaputten Rücken. Irgendwann reicht es Tom und er fordert Nulli auf mit diesem Verhalten aufzuhören, denn ihm fehlt nichts, denn er ist nicht krank, er kann nur nicht laufen! Viele Menschen mit Behinderung möchten von ihrer Umwelt „normal“ behandelt werden und genau dafür sensibilisiert dieses Buch. Es wird sehr behutsam darauf eingegangen und bei dem anschließenden gemeinsamen Radeln wird hervorgehoben, dass sich Freundschaft durch das gemeinsame Lachen und Spaß haben auszeichnet.


Dieses Buch im Miniformat darf in keiner Klassenbücherei fehlen! Ein wichtiges Thema, welches sehr vorsichtig und überlegt angegangen wird.

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Bist du krank, Rolli-Tom?: Band 17. Nulli und Priesemut bei amazon.de

Matthias Sodtke – Das ABC

„Lesenlernen kann richtig Spaß machen! Ganz besonders mit den beiden ungleichen Freunden Nulli & Priesemut, die hier in lustigen Gedichten das ABC vorstellen.“

In einem kurzen Vorwort wird dem jungen Leser erläutert, weshalb das Lesen so wichtig ist und wo überall wir geschriebene Wörter wiederfinden. Jedem Buchstaben wird eine Doppelseite gewidmet, wobei auf der rechten Seite viele lustige Bilder den Vers bzw. das Gedicht verbildlichen. Der jeweilige Buchstabe wird im Text rot hervorgehoben, wobei kein Unterschied zwischen dem Phonem und Graphem gemacht wird. Der Buchstabe C taucht rot abgebildet sowohl in Circus, als auch in schauen und gleich auf. Sehr wissbegierige Kinder können hier schon darauf aufmerksam gemacht werden, dass Buchstaben in Verbindung mit anderen Buchstaben anders klingen. Nulli und Priesemut-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Mal schwitzen Nulli und Priesemut in der Sonne, dann spielen sie den Circusclown, verspeisen ihr Lieblingsessen, die sogenannten Brummer, erleben gemeinsam die vier Jahreszeiten und haben bei all den Abenteuern immer ganz viel Spaß zusammen. Besonders Kindern machen Reime sehr viel Spaß und so ist die Aufmerksamkeit dem Vorleser garantiert.

Ein tolles Geschenkbuch für alle i-Dötzchen! Dieses Buch passt perfekt in die Schultüte!

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Nulli & Priesemut. Das ABC bei amazon.de

Friederun Reichenstetter und Hans-Günther Döring – Wie kleine Igel groß werden

„Vier klitzekleine Igelkinder sind geboren – mitten im Sommer. Noch haben sie ganz zarte Stacheln, bald aber sind sie groß genug, um die Welt zu erkunden. Die Igelmutter bringt ihnen alles bei: wo sie Futter und Wasser finden, wie sie sich vor Raubtieren verstecken und wo sie ihren Winterschlaf halten können. Denn auch Igelkinder müssen lernen!“

Die Lebenswelt der Igel ist ein sehr spannendes Thema und gehört auch in der Grundschule zum festen Bestandteil des Sachunterrichts. Friedrun Reichenstetter teilt das Buch in 13 Kapitel ein, für die sie jeweils eine Doppelseite widmet. Die angesprochenen Gebiete sind die folgenden: Aufgewacht!; Guten Appetit!; Wer schleicht durch die Nacht?; Der Tag beginnt; Ein Igel wollte Hochzeit machen; Willkommen, ihr Igelkinder!; Igelkind, pass auf!; Auch Igelkinder müssen lernen; Der Herbst ist da; Zeit für den Winterspeck; Leise rieselt der Schnee; Gerettet! und Zauberhafte Winterstille. Dabei wird ebenfalls aufgelistet was der Igel am liebsten frisst (dazu gehört keine Milch und weder Salatblätter noch Obst!), wer zu seinen Feinden gehört und was man machen sollte, wenn man einen Igel findet. In den vorletzten Seiten finden die „Igelfreunde“ weitere Informationen zum Igel, wie z.B. die Anzahl der Stacheln, die Größe, Anzahl der Zähne und eine Adresse eines Vereins, der einem sagen kann wo eine Station für kleine und kranke Igel in der Nähe zu finden ist. Das Buch schliesst mit einem Bildregister, mit den im Buch erwähnten Tieren und den dazugehörigen Seitenzahlen.
Diesem Bilderbuch ist zusätzlich noch eine wunderbare CD beigelegt. Eine sehr angenehme Männerstimme leitet durch das Buch und wird von dem Schnüffeln eines Igels und dem Zwitschern von Vögeln begleitet. Man hat den Eindruck als wäre man live dabei und würde den Igel bei seiner Futtersuche begleiten. Das Buch ist sehr anschaulich gestaltet und überfrachtet das Kind nicht mit zu vielen Informationen, es ist sehr bedacht dosiert und mit viel Detailtreue illustriert!

Kindgerecht und spannend! Für Igelfreunde ein Muss!


Wie kleine Igel groß werden: Eine Geschichte mit vielen Sachinformationen bei amazon.de

 

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Julia Boehme und Franziska Harvey – Tschüss, kleines Muffelmonster!

Eines Morgens entdeckt Moritz unter seinem Bett ein kleines struppiges Monster. Doch dieser ist gar nicht gut gelaunt und tritt mit voller Wut gegen den Bettpfosten. Das Monster ist so schlecht gelaunt, dass es nun sichtbar geworden ist. Es schimpft, es tritt,  es motzt. Doch das Monster möchte gute Laune haben, um wieder unsichtbar zu werden und so entschliesst sich Moritz ihm zu helfen. Doch wie schafft man es einem missmutigen Monster gute Laune zu machen? Da muss sich Moritz mächtig etwas einfallen lassen …

Also mich persönlich brachte bereits das Bild vom Muffelmonster auf dem Titelblatt zum Schmunzeln. Die Schlechtelaune-Mimik ist so fantastisch eingefangen, dass es kaum besser geht. Dieses Buch könnte schon fast als ein Ratgeber für Kinder durchgehen: „Wie schlechte Laune ratzfatz verschwindet“. In diesem Buch sind etliche Tipps zu finden, was man denn nun gegen schlechte Laune machen kann. Moritz gibt sich alle Mühe, doch so leicht macht es ihm das Monster dann doch nicht. Es geht auch darum, wie man auf Freunde zu geht, denen es nicht so gut geht und sie aufmuntert und aufheitert. Die Prise Sensibilität ist super eingehäkelt, sowohl aus der Perspektive von Moritz, als auch von dem kleinen süßen Monster.
Dieses Buch kam super in einer ersten Klasse an! Die Kinder betiteln sich nun auch tatsächlich „Muffelmonster“, wenn jemand etwas kratzig und borstig erscheint 🙂 und nun haben sie auch durch das Buch genug Tipps bekommen, wie sie das ändern können.

Eine tolle Thematik mit einem liebenswürdigen Helden!

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In-seon Chae und Seung-ha Rew – Zwölf und der Wolf

Klappentext:

„Zwöf Entlein hat Mama Ente ausgebrütet. Das sind bestimmt viel zu viele, denkt sie sich. Schon bald hat Mama Ente eine clevere Idee: Die Kleinen werden ab sofort gruppiert, damit sie nicht alle zwölf einzeln zählen muss. Doch dann, als sich der Wolf auf leisen Pfoten nähert, wird klar, dass es auf jedes einzelne Entlein ankommt …“

Rezension:

Zwölf Entlein hat Mama Ente ausgebrütet, das ist eine ganze Menge!  Sie waren zwar alle wunderhübsch und clever, doch eindeutig zu viele. Da beschließt Mama Ente sie zu gruppieren und stellt sie erst in 6 Reihen auf. Bei der Watschelrunde merkt sie, dass auch 6 noch zu viele sind und teilt sie in 4 Gruppen à 3 Entlein auf. Bis es letztlich 2 Reihen werden und kaum hat sie es als sehr gut empfunden, stürzt ein Wolf auf ihre Entlein und möchte sie fressen. Wie gut, dass es nun doch nicht „nur“ zwei Entlein sind…

Die Illustrationen von der Koreanerin Seung-ha Rew sind fantastisch, ich habe mich gleich in diese der Collagen-Technik gleichenden Zeichnungen verliebt. Sie sind fantastisch! Ganz große Klasse! Endlich mal ein Kinderbuch, welches auf das mathematische Verständnis der Kinder zielt. Auf eine unterhaltsame Weise werden den Kindern die Grundrechenarten vermittelt, das Dividieren, Aufteilen von Mengen nähergebracht. Mit diesem Kinderbuch wird auf eine anschauliche Weise das Zählen verdeutlicht und klar gemacht wie die Anwendung im Alltag aussehen kann.

Dieses Buch kann sehr gut im Mathematikunterricht der ersten Grundschulklassen als Einführung eingesetzt werden, sowie im Förderunterricht als Verdeutlichung und Vertiefung des Themas „Teilen von Mengen“.

Außerdem lernen die Kinder, dass auch schwierige Situationen gemeinsam gelöst werden können, gleich dem Motto: „Zusammen sind wir stark!“

Fazit:

Ein grandioses Bilderbuch, welches in keinem Bücherregal fehlen darf. Von mir beide Daumen hoch! Eine absolute Kaufempfehlung!

Bewertung:

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Dagmar H. Mueller und Martina Theisen – Die unsichtbare Noa … will nicht mehr schüchtern sein

Rezension:

In den eigenen vier Wände ist Noa, ein mutiges, lustiges, freches, großes und starkes Mädchen. Sie sing ganz laut, kämpft mit gefährlichen Räubern und großen Bären. Doch kaum hat sie das Haus verlassen, wird sie unsichtbar! Keiner nimmt sie wahr, nicht die Verkäuferin, die ihre Melonen anpreist und auch nicht die Kinder auf dem Spielplatz. Noa würde so gerne mit den anderen Kindern spielen, doch das geht ja nicht, weil sie unsichtbar ist…

Eines Tages bemerkt sie etwas Merkwürdiges! Sie sieht einen unsichtbaren Jungen und als sie zu ihm geht, um mit ihm zu sprechen, erkennen beide, dass sie nun sichtbar werden. Daraufhin fragen die anderen Kinder Noa und ihren neuen Freund Nick, ob sie denn nicht mitspielen möchten. So ist Noa nicht nur in den eigenen vier Wänden eine Räuberfrau, sondern auch im Spiel mit anderen Kindern.

Eine wunderschön illustrierte Geschichte, die auf die Schüchternheit, Zurückgezogenheit und Unsicherheit der Kinder eingeht. Manchmal braucht es nur einen Freund, sodass Kinder Selbstsicherheit und Selbstbehauptung entwickeln können. Die versteckte Botschaft  wird den Kindern jedoch beim Lesen nicht transparent. Viele glauben wirklich, dass Noa sich von einem unsichtbaren Mädchen in ein sichtbares verwandelt. Es bedarf erst eines ausführlichen Gespräches, um dem tiefen Sinn der Geschichte auf den Grund zu gehen.

Die Illustrationen fangen sehr gut die Gefühlslage von Noa ein, sie wird als abseits stehend dargestellt. Sie ist unbeachtet, traurig, wobei die anderen Kinder als dynamisch, aktiv und fröhlich illustriert werden.

Fazit:

Das aufgegriffene Leitmotiv ist für viele Kinder sehr bedeutend und mit elterlicher Aufklärung auch gut zu vermitteln.

Bewertung:

 


 

Matthias Sodtke – Alle Frösche fliegen hoooch!

Rezension:

Fans von Hase Nulli und dem Frosch Priesemut dürfen sich freuen! Es ist ein neues Band erschienen!

Die beiden liebenswürdigen Figuren treffen diesmal auf zwei Klapperstörche, die in Priesemut die Sehnsucht nach dem Fliegen wecken: „So schön fliegen würde ich auch gerne können!“ Als die beiden Störche auf dem Dach der beiden Freunde landen, machen sie sich auf den Weg zu ihren Gästen und wollen mehr über das Fliegen erfahren. Doch die Gäste, die sich als Doktoren der Flugologie ausgeben, führen was ganz anderes im Schilde. Der Hase Nulli riecht den Braten relativ früh, doch Priesemut ist so sehr von seinem Wunsche geblendet, dass er die Wahrheit gar nicht sieht …

Der Rat des besten Freundes ist manchmal Gold wert. So auch hier lernt Frosch Priesemut, dass man seinem besten Freund mehr Vertrauen schenken sollte, als irgendwelchen Fremden. Nulli setzt sich für seinen Freund ein und rettet ihm letztlich sogar das Leben! Und so erkennt er, dass  man im Leben nicht immer alles können kann. Es gibt Sachen, die man einfach nicht erlernen kann, z.B. als Frosch das Fliegen lernen.

Den Mut haben sich zu entschuldigen, diese wiederum auch anzunehmen und den hinterlistigen Feinden zu verzeihen, all das sind weitere Themen in diesem wundervollen Band.

Fazit:

Als langjähriger Fan der beiden Freunde, kann es auch für dieses tolle Band von mir nur 5 Sterne geben!

Bewertung:

Lilli Messina – Opa ist … Opa!

Klappentext:

„Opa wird gefüttert. Opa fährt Roller. Opa macht Unsinn. Pepe ist sich sicher: Opa ist ein Baby! Doch Pepes Mama ist anderer Meinung.

Ein Buch über Pepe, seinen Opa, seine Mama und über alte und junge Menschen.“

Rezension:

Pepe entdeckt an seinem Opa ganz viele kindliche Eigenschaften, z.B. hat sein Opa nur ganz wenig Zähne, er wird oft genauso wie Pepe von der Mama gefüttert, er kann sich nicht alleine die Schuhe binden etc. Da geht für Pepe natürlich das Licht auf: Opa ist ein Baby! Doch Pepes Mama beweist ihm, dass Opa doch kein Baby ist … und so muss Pepe feststellen: Opa ist ein toller Opa!

Lilli Messina hat da eine ganz tolle Arbeit geleistet, die Illustrationen sind einfach ulkig. Die Gemeinsamkeiten von Jugend und Alter werden auf eine urkomische Weise aus der Sicht eines kleinen Jungen erzählt. Die Schrift wurde daher angepasst und ist sehr krakelig und schief. Auf eine wundervoll humoristische Weise wird das gemeinsame Leben von drei Generationen geschildert. Anhand dieses Buches kann das Thema Pflege älterer Menschen ebenfalls gut angeschnitten werden.

Fazit:

Ein Buch welches weder Jung noch Alt vorenthalten werden sollte. Lacher sind jedenfalls garantiert!

Bewertung:


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Friederun Reichenstetter und Hans-Günther Döring – Wie leben die kleinen Waldameisen?

Klappentext:

„Die junge Ameisenkönigin hat es geschafft: An einem sonnigen Platz im Wald hat sie einen neuen Statt gegründet. Ihr Ameisenhügel wächst und wächst. Denn die Ameisen arbeiten eifrig zusammen. Jede hat ihre Aufgabe. Manchmal aber geschieht etwas Verblüffendes: Schleicht sich doch ein fauler Käfer ein – mit einem richtig schlauen Trick …“

Rezension:

Das Sachbilderbuch gibt es inkl. einer Audio-CD, auf der die Geschichte noch einmal von Markus Grimm vorgetragen wird. Die Stimme des Sprechers ist sehr angenehm, die Geschichte wird außerdem mit Naturgeräuschen, wie z.B. Vogelgezwitscher untermauert. Wunderbare farbenprächtige Illustrationen lassen den Leser in die Welt der Ameisen eintauchen. Es geht los mit der Ameisenkönigin und ihren Aufgaben, der Paarung, dem Ameisenbau, dem Nachwuchs, den Feinden und endet mit dem Winterschlaf. Auf einigen Doppelseiten werden ergänzende Informationen dargestellt: Entwicklung der Ameise, die Nahrung, Waldschädlinge, die von den Ameisen gefressen werden und vieles mehr. Im kapitelweisen Verlauf der Geschichte wird die Neugierde der Kinder nachgeahmt, indem einige Fragen, die durchaus von den Kindern kommen könnten, in rot hervorgehoben, gestellt werden. Die Antwort steht prompt dahinter. Auch der Sprecher stellt nach dem Vorlesen des jeweiligen Kapitels einige Wissensfragen, die die Kinder, wenn sie richtig aufgepasst haben, auch beantworten können. Leider finde ich die Wartezeit doch relativ kurz, sodass man erst gar nicht zum Grübeln kommt. Die Idee der Integration eines Fragespiels zum Verständnis ist jedoch  toll!

Im Anschluss werden die Ameisenfreunde noch einmal persönlich angesprochen und  die Körperteile der Ameise bildlich sehr schön dargestellt. Außerdem wird kurz auf die unterschiedlichen Arten der Ameise eingegangen und Verblüffendes aus der Ameisenwelt erzählt.

Die Informationen sind durchaus sehr detailliert, dennoch kindgerecht dargestellt. Auch manch Erwachsener wird so einiges aus dem Buch mitnehmen können. Oder wussten Sie schon weshalb die Ameisenkönigin sich gleich nach der Paarung mit den Vorderbeinen ihre Flügel abbricht? Nein? Dann unbedingt auf Seite 4 nachlesen!

Fazit:

Ein bezauberndes Sachbilderbuch über das Leben der Waldameisen. Die Naturwelt bietet so einiges an Verblüffung und spannenden Ereignissen!

 

Bewertung:

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