Rachel Ip und Laura Hughes – Das vergesse ich nie

Rezension

Momente voller Glück, die aus ihrem Kopf verschwunden waren.“

Das Gedächtnis hat eine bewahrende und schützende Funktion. Dazu gehört auch, dass manche Erlebnisse, die vor allem schmerzhaften Charakter haben, mit einer schwindenden Intensität einhergehen. Demenz als Krankheit ist der Verlust des Zugangs zu „Erinnerungstüren“ im Gehirn, mit Informationen die für den Alltag wichtig und überlebensnotwendig sind.

„Dich vergesse ich nie“ malt einen kindlichen Zugang zu der Thematik und lässt alles in lebendigen Farben und Pinselstrichen erstrahlen. Im Laufe des Lebens ist die Existenz von tausenden Eindrücken geprägt und so macht sich die Enkelin mit ihrer Großmutter auf den Weg in das „Zuhause der Erinnerungen“. Dies ist ein Ort, an dem man alles wiederfinden kann, was irgendwann verlegt wurde. Und so blickt die Großmutter auf ihr Leben zurück und genießt in einfarbigen Flashbacks die schönsten Momente ihres Lebens. Wie zarte Schmetterlinge flattern diese wertvollen Lebensabschnitte umher. Diese Doppelseite erfüllt einen mit einer gewissen Trauer, da man sich der Endlichkeit seiner Existenz bewusst wird und gleichzeitig aber auch mit Dankbarkeit, dass bestimmte Momente erlebt werden durften … auch wenn man sich nicht immer und dauernd daran erinnert.

Das Bilderbuch endet mit einigen Ratschlägen, was man beim Umgang mit Menschen, die unter Demenz leiden, beachten sollte und motiviert dazu ein Erinnerungsbuch zu führen. Gemeinsame, wertvolle Momente schaffen, sollten alle Menschen beherzigen, unabhängig vom Alter oder Krankheit. Eine schöne Botschaft!

Blick ins Buch
Fazit

Erinnerungswürdige Momente schaffen – immer und immer wieder!

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Lilli Messina – Opa ist … Opa!

Klappentext:

„Opa wird gefüttert. Opa fährt Roller. Opa macht Unsinn. Pepe ist sich sicher: Opa ist ein Baby! Doch Pepes Mama ist anderer Meinung.

Ein Buch über Pepe, seinen Opa, seine Mama und über alte und junge Menschen.“

Rezension:

Pepe entdeckt an seinem Opa ganz viele kindliche Eigenschaften, z.B. hat sein Opa nur ganz wenig Zähne, er wird oft genauso wie Pepe von der Mama gefüttert, er kann sich nicht alleine die Schuhe binden etc. Da geht für Pepe natürlich das Licht auf: Opa ist ein Baby! Doch Pepes Mama beweist ihm, dass Opa doch kein Baby ist … und so muss Pepe feststellen: Opa ist ein toller Opa!

Lilli Messina hat da eine ganz tolle Arbeit geleistet, die Illustrationen sind einfach ulkig. Die Gemeinsamkeiten von Jugend und Alter werden auf eine urkomische Weise aus der Sicht eines kleinen Jungen erzählt. Die Schrift wurde daher angepasst und ist sehr krakelig und schief. Auf eine wundervoll humoristische Weise wird das gemeinsame Leben von drei Generationen geschildert. Anhand dieses Buches kann das Thema Pflege älterer Menschen ebenfalls gut angeschnitten werden.

Fazit:

Ein Buch welches weder Jung noch Alt vorenthalten werden sollte. Lacher sind jedenfalls garantiert!

Bewertung:


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