Das Material soll dabei helfen, mit den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für umweltfreundliches Verhalten beim Thema „Mülltrennung“ zu entwickeln. Es wurde für ein zweites Schuljahr konzipiert. Das Lernziel ist, ein verantwortungsbewusstes Verhalten beim Umgang mit Abfällen zu entwickeln und das eigene Kaufverhalten in Bezug auf Nachhaltigkeit zu reflektieren. Die Kinder erfahren, dass Abfälle entsorgt, sortiert und teilweise wiederverwertet werden.
Aus dem Inhalt:
Vorwissen aktivieren: Fragen überlegen
Das weiß ich schon zum Thema
Was gehört in den Mülleimer?
unterschiedliche Sammelbehälter
Müll zuordnen
Müllbehältnisse im Klassenraum
Wiederverwertung
Müll vermeiden
Brauche ich das wirklich? Kaufverhalten reflektieren
Der große, runde, große Käse erstrahlt im Glanze seiner Perfektion. Mühelos gewinnt er Wettkämpfe und hat seine Stärken dermaßen perfektioniert, dass er sich bei Wettbewerben nicht einmal groß anstrengen muss. Alle anderen haben gegen seinen Charme, seine Ausdauer, seinen Witz und seine Schnelligkeit keine Chance. So prahlt er um sich und sonnt sich in seinen Erfolgserlebnissen.
Lediglich ein kurzer Blick in seine Vergangenheit verrät, dass er es nicht immer so einfach hatte. Als Kind wuchs er in ärmlichen Verhältnissen auf und gärte im bescheidenen Pasteurisierungsprozess. Diese emotionale Unzulänglichkeit überspielte er gekonnt mit einer undurchdringlichen Mauer, laut der Devise „Mir kann keiner das Wasser reichen“.
Doch eines Tages kam ein stiller Genosse um die Ecke. Ecki Eckmann überholte ohne Tamtam den großen Käse und gewann den Marathon. Er war fokussiert, bescheiden und klopfte sich bei all seinen Siegen nicht noch zusätzlich auf die Schulter. Der große Käse merkte, dass die Niederlage ihm Demut beibrachte und den Druck immer Großes zu leisten, nahm.
Selten findet man Bilderbücher, die Arroganz und Überheblichkeit mit so einer Prise Humor darstellen. Dabei wird der Protagonist nicht auf den Pranger gestellt. Der Leser erhält vielmehr einen Einblick, woher diese Verhaltensweisen stammen und warum sie dort angesiedelt sind. Pädagogisch wertvoll ist zudem die Botschaft, dass man natürlich bei Wettbewerben mitmacht, um zu gewinnen. Doch eine Niederlage ist nicht das Ende. Oft lernt man aus Fehlern vielmehr als aus Erfolgen und Siegesmärschen.
Das Schätzglas ist ein Ritual, um Kinder an die Schätzung von Mengen heranzuführen. Dafür wird vorab von der Lehrkraft ein Glas mit Gegenständen befüllt. Das können Nudeln, Murmeln, Steine, Federn, Streichhölzer, Knöpfe, Klammern o.ä. sein.
Nun haben Kinder der Klasse eine Woche Zeit ihre Schätzung in der Tabelle einzutragen. Wir haben die Regel, dass die bereits genannte Zahl nicht erneut eingetragen werden kann. Es darf also keine Doppelungen geben. Hier ist es hilfreich, den Tipp zu geben, dass die Schülerinnen und Schüler sich für eine Nachbarzahl entscheiden können. Am Ende der Woche zählt eine Gruppe die Gegenstände, indem diese gebündelt und somit für das Auge schnell zu erfassen gelegt werden. Der Schätzkönig erhält ein kleines Kärtchen zur Würdigung oder eben einen Pokal für eine Stunde an seinen Platz gestellt.
Lernen ist Entwicklung, aber auch gleichzeitig Veränderung. (S. 219)
Bob Blume wählt einen provokanten Buchtitel und inkludiert gleichzeitig eine Fragestellung, die sich an die Verantwortlichen richtet. Doch genau hier wird die Problematik der Misere transparent. Wer ist eigentlich für das Schulsystem verantwortlich, welches sich wie kein anderes mir bekanntes System so sehr im Dornröschenschlaf befindet wie die Schullandschaft?
Die gesellschaftlichen Entwicklungen haben längst die Richtlinien und Lehrpläne überholt. Die Künstliche Intelligenz zwingt die an Schule Beteiligten das Lernen neu zu denken. Doch wie kommt man an den Kern, wenn der Deckmantel bereits so brüchig ist und die Schulgebäude dermaßen marode, dass der Rahmen an sich einzustürzen droht?
Bob Blume hinterfragt etablierte Verfahren auf ihr zeitgemäßes Dasein. Einiges stammt noch aus der Zeit des preußischen Kultusministers, wie z.B. der 45-minütige Schulstundentakt. Sind überhaupt Unterrichtsfächer noch gleichermaßen relevant oder muss auch hier grundlegend neu gedacht werden? Braucht es noch Klassen oder kann interessengeleitet gelernt werden?
Beispielsweise verhindert die Aufteilung von Wissen und Können, wie es in den Fächern vermittelt wird, das Verständnis des großen Ganzen. Und damit werden die Fächer den komplexen Problemen der Wirklichkeit nicht gerecht (S. 57).
Der Autor stimmt mit lauten Forderungen eine Zukunftsmusik an, die die Sinnhaftigkeit des Lernens in den Vordergrund stellt. Es geht um Motivation und Inspiration und darum das Denken zu lernen. Schule braucht einen Brandbeschleuniger auf vielen Ebenen.
Die Antwort liegt vielmehr in der Erkenntnis, dass es nicht darum gehen kann und sollte, alles ein wenig zu lernen, sondern vertieft zu lernen. Das zu lernen, was relevant ist. Und den Prozess des Lernens in den Mittelpunkt stellen.
Meine persönliche Frage nach dem Lesen des Buches ist: Wie würde die Schulwelt aussehen, wenn man in der heutigen Zeit für die Neuplanung ein komplett leeres Blatt nehmen würde?
Wie gelingt es, eine miteinander tief verwurzelte Klassengemeinschaft zu etablieren, in der Vertrauen, Fürsorge und Achtsamkeit herrscht? Es braucht viele unterschiedliche Gelegenheiten, an denen Kinder wachsen und lernen können. Das Bilderbuch „Kleine Pandas, großes Versprechen“ von Rachel Bright ermöglicht das proaktive Lernen am Modell. Proaktives Handeln bewirkt, rechtzeitig selbst Einfluss auf Situationen und Ereignisse zu nehmen. Proaktivität bedeutet, frühzeitig aktiv zu werden und zukunftsorientiert zu handeln, bevor reaktive Maßnahmen notwendig sind.
Das Material wurde für die Jahrgänge 3 und 4 konzipiert und dreht sich thematisch rund um Vertrauen und Zusammenhalt, sodass es wunderbar zur Stärkung des Klassengefüges eingesetzt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler werden dafür selnsibiliert, dass das Aufeinanderachten ein wichtiges Kriterium in einer Gemeinschaft ist. Durch die Protagonistinnen erfahren sie, dass Vertrauen essentiell im Miteinander ist und dass das Brechen eine Wiedergutmachung erfordert oder die Notwendigkeit die bisherigen Regeln neu zu denken.
Passend zum Buch wurden Quiz-Fragen entwickelt, die in der verbindlichen Lesezeit oder im Leseband eingesetzt werden können. Außerdem steht eine Arbeitsblatt-Sammlung zur Verfügung, die fächerübergreifend angelegt ist und somit auch Eingang im Ethikunterricht finden kann. Es wurden Aufgabenformate rund um die Kompetenzbereiche Lesen, Schreiben, Wortschatz und Grammatik berücksichtigt.
Jeder hat seine Stärken! Begabtenförderung ist ein bedeutender Baustein im Schulwesen, der oft nicht ausreichend beachtet wird. Doch wie kann es gelingen, die Schülerinnen und Schüler mit ihren Begabungen, Talenten und Stärken wahrzunehmen?
Das Konzept von Fun Friday benötigt keinen großen Zeitaufwand seitens der Lehrkraft und ist dennoch effektiv. Doch vor allem werden die Kinder in ihren individuellen Stärken gesehen. Fun Friday findet bei uns immer zum Abschluss der Woche statt. Es ist wie eine Art Talentshow gestaltet. Die Kinder können sich alleine, mit einem Partner oder auch in Gruppen anmelden. Hier sollten es nicht mehr als zwei Vorführungen sein.
Die Inhalte bestimmen die Kinder vollständig selbst. Es kann ein Gedichtvortrag sein, ein besonderes Kunststück aus dem sportlichen Bereich, ein einstudierter Tanz, ein Zaubertrick oder auch das Vortagen einer selbst geschriebenen Geschichte. Die einzige Bedingung ist, dass die Kinder die Vorstellung vorab gut einstudiert bzw. sorgfältig geprobt haben. Mehr Hinweise zur Umsetzung finden sich im Material.
Habt ihr Ideen, Wünsche, vielleicht was Großes vor, dann lasst uns drüber reden, ich hab ein offenes Ohr!
Die beiden Geschwisterkinder geben ihrer Mutter das Versprechen, dass sie stets aufeinander aufpassen und zusammenhalten. Eine gewisse Grenze hinter dem Berg dürfen sie nicht überschreiten, da dort hinten Gefahr droht. Ganz der menschlichen Natur entsprechend, weckt das Verbotene Neugierde. Die abenteuerlustige Ketu wagt den Schritt des Erkundens und schleicht sich weg. Die brave Nima folgt ihr und schnell müssen sie erkennen, weshalb die Mutter sie gewarnt hat. Es droht Gefahr! Doch das Versprechen halten sie ein und kehren wohlbehütet zurück.
Die Reaktion der Mutter ist aus der pädagogischen Sicht außerordentlich lobenswert. Denn statt zu schimpfen und sie zu rügen, bittet sie um Vertrauen. Die Kinder sollen zu ihr kommen, wenn sie Ideen und Wünsche haben. Sie ist offen die bisher geltenden Regeln neu zu denken.
Dieses Bilderbuch rund um Zusammenhalt und das Gefühl für einander verantwortlich zu sein, lässt sich auch im schulischen Kontext gut einsetzen. Besonders zum Schuljahresbeginn werden Klassenregeln und die Schulordnung wiederholt. Hier wären die Ideen und Wünsche der Kinder spannend, was sie außerdem noch benötigen, um gut zu lernen und sich in der Klassengemeinschaft wohl zu fühlen.
Das Erfolgsduo Rachel Bright und Jim Field haben ein weiteres Bilderbuch in leuchtend warmen Illustrationen erschaffen, die die Atmosphäre einmalig einfangen. Die Reime erleichtern das Vorlesen, unterstützen das Sprachgefühl und laden zum erneuten Lesen ein. Die Gefühle auf den großformatigen Seiten benötigen keine weiteren Erklärungen, denn die Bilder arbeiten für sich und stellen eine wichtige Stütze für die Botschaft der Geschichte dar.
Im Jahr 2022 erschien das Bilderbuch „Das Geschenk“ von Kobi Yamada, mit der Botschaft das Leben als Geschenk anzusehen und zu erkennen, dass oft ein wenig auch schon genug ist. Es ist ein Appell an alle, einmal im Leben stehen zu bleiben und die Fülle des Reichtums um einen herum in den kleinen Dingen sehen zu lernen und wertzuschätzen. Der Autor stupst behutsam an und erzählt von Geduld, Dankbarkeit, Bescheidenheit und Zufriedenheit. Was geschieht, wenn etwas wirklich Wunderbares und Kostbares in dein Leben tritt? Erkennst du es? Schätzt du es? Siehst du es als das, was es wirklich ist oder erachtest du es als selbstverständlich?
Das Material zum Buch umfasst einige Übungen auf dem reproduzierenden Leseniveau, wo Schülerinnen und Schüler Lückentexte zum Buch ausfüllen oder Sätze in die richtige Reihenfolge bringen. Darauf aufbauend werden sie dafür sensibilisiert, wie sich das Erleben verändert, wenn man im Bewusstsein hat, dass es das letzte Mal sein könnte. Sie lernen, dass „zu viel“ von etwas auch ungesund oder schädlich ist. Es wird ein Bogen zur Anwendung des Wissens geschlagen, indem sie selbst als Experten agieren und anderen Kindern Ratschläge geben dürfen, bevor sie letztlich ihre ganz eigene wertvolle Schale mit etwas Kostbarem füllen dürfen.
Weißt du, manchmal brauchen wir etwas nicht mehr. Dann denken wir nicht mehr daran, bis es am Ende verschwunden ist. Vielleicht hast du deine Feder nicht mehr gebraucht.
Das Bärenkind ist ängstlich und traut sich Dinge nicht zu. Während seine Brüder geschwind auf hohe Bäume klettern oder im reißenden Fluss fischen, schaut er lediglich zu. Eines Nachts kommt ein Feuervogel und schenkt dem Bären eine leuchtende Feder als Glücksbringer. Dieses magische Funkeln verleiht dem Bären Zuversicht und Mut. Er eilt sogar einem Hasenmädchen zur Hilfe.
Doch genau danach ist seine wundersame Feder verschwunden. Er befragt alle Tiere, doch keines hat die Feder jemals erblickt. Seine Mutter gibt ihm schließlich irgendwann den Hinweis, dass man im Laufe des Lebens etwas loslassen muss, weil es sein Wunder bereits vollbracht hat. Man trennt sich von Dingen, die keinen Nutzen mehr haben.
Die Welt stand ihm offen und es konnte es kaum erwarten, sie zu entdecken …
Dieses Bilderbuch ist schön und irgendwo sehr rührend zugleich. Es schildert den Lauf des Lebens und die notwendige Entwicklung von Gebrauchtsein und Loslassen. Es gibt Begleiter im Leben, sei es Menschen oder Dinge, die zu gewissen Zeitpunkten ihre Sinnhaftigkeit entfalten. Dacnh erlischen sie stillt und leise und geraten womöglich in Vergessenheit.
Wenn ich bestimmen dürfte, wäre Spielen ein Schulfach. Alle Erwachsene müssten an einem Tag im Monat mit in den Kindergarten oder in die Schule kommen, um spielen zu lernen. Denn alle sollten spielen, auch die, die längst vergessen haben, wie das geht.
Ein aufgeweckter und fröhlicher Junge schaut sich die Welt durch seine unbefangenen Kinderaugen an. Er entdeckt Dinge, die nicht rund laufen und seiner Meinung nach, verbessert werden müssten. Wenn er bestimmen dürfte, würden die Büchereien Tag und Nacht geöffnet haben. An den Bäumen würden Lichterketten hängen, damit es nie gruselig wäre, nachts auf der Straße zu laufen. Im Meer gäbe es Wasser, das Plastik frisst und so den Müll einfach verschwinden lässt.
Diese kindliche Mitbestimmungsfreude und die Ideenvielfalt sind mehr als beeindruckend. Jede Doppelseite bebt regelrecht vor Tatendrang. Überall finden sich bunte Fingerabdrücke, die verdeutlichen, dass jeder Mensch seine Fußspuren auf dieser Erde hinterlassen kann. Jede Seite beginnt mit dem wiederkehrenden Satzanfang „Wenn ich bestimmen dürfte…“. Es folgen sowohl umsetzbare Ideen als auch fantasievolle Aspekte, die vielleicht in der fernen Zukunft mithilfe von Technologien tatsächlich umgesetzt werden können. Alle drehen sich jedoch rund um Umwelt, Politik, Soziales, Armut und Diskriminierung, Demokratie und Mitbestimmung.
Dieses Bilderbuch lässt sich wunderbar zum Schuljahresbeginn im Sachunterricht einsetzen. Es lädt regelrecht dazu ein, dass die Kandidaten, die sich für die Klassensprecherwahl aufstellen lassen, versuchen ihre Mitschüler für sich zu gewinnen und ihre Gedanken präsentieren, was sie an der Schule verändern würden, wenn sie mitbestimmen dürften. Sicherlich lässt sich ein ansprechendes Plakat gestalten und so sind die ersten „finger prints“ verewigt, auf dem Weg zur demokratischen Erziehung im Unterricht.