Maria Luisa Banfi und Gianni De Conno – Amalia und die Ostereier

Amalia ist eine stolze Henne, denn sie legt die schönsten Eier weit und breit. Andere Hühner sind da immer ganz neidisch und Amalia stolziert mit hoch erhobenem Kopf und geschwellter Brust über den Hof. Sie wird von allen Hühnern für ihre schönen Eier bewundert, jedoch nicht für ihre Überheblichkeit.
An einem schönen Frühlingstag macht Amalia einen Spaziergang und entdeckt etwas was sie ganz außer sich werden  lässt. Hinter einem Busch sieht sie einen weißen Hasen und drei prachtvolle Eier. Sie glänzen in allen möglichen Farben und Amalia muss feststellen, dass sie weitaus schöner sind, als ihre eigenen.
Amalia beschließt nun auch so schöne bunte Eier zu legen und bemüht sich jeden Tag aufs Neue. Sie beobachtet die Hasen und kommt zu der Erkenntnis, dass es wohl an der Nahrung liegen muss. So beschliesst sie nur Hasenfutter zu fressen, was ihr jedoch gar nicht schmeckt. Doch auch diese Aktion führt nicht zu farbigen Eiern. Eines Tages nimmt sie ihren Mut zusammen und fragt die Hasen nach dem Geheimnis ihrer bunten Eier…

Die Geschichte  erinnert mich stark an das Buch „Das schönste Ei der Welt“ von Helme Heine, denn da ging es auch um die Schönheit von Eiern. Das war die erste Assoziation, die ich mit diesem Bilderbuch hatte. Die Illustrationen sind sehr tragend in diesem Bilderbuch. Sie sind farbenfroh, riesengroß, geben die Stimmung des Buches wunderbar wieder. Die Bilder könnten sehr gut im Bilderbuchkino eingesetzt werden. Außerdem bietet das Buch thematisch Gesprächsanlass über das Thema Eier und welche Tiere denn überhaupt Eier legen können. Auch an die Thematik Ostereierfarben und ihre Herstellung könnte hier sehr schön angeknüpft werden.

Ostereiersuche mal anders!
Ein tolles Bilderbuch mit wunderbaren Bildern, welches ich sicherlich im Unterricht einsetzen werde!

 

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Carlo Collodi (Mario Grasso) – Die Abenteuer des Pinocchio

„Die Geschichte von Pinocchio zählt zu den beliebtesten Klassikern bei Jung und Alt. Der freche Holzjunge, der sämtliche gut gemeinten Ratschläge der Erwachsenen in den Wind schlägt und sich immer weiter in Lügen verstrickt, ist durch seine lange Nase zu einer der bekanntesten Kinderbuchfiguren geworden. Mario Grasso hat Pinocchios Abenteuer von Carlo Collodi neu übersetzt und sie mit wunderbaren, farbenfrohen Illustrationen versehen, sodass die fantastische Welt zum Leben erweckt wird.“

Pinocchio, ein frecher Holzjunge, der seinen eigenen Sturrkopf besitzt; manche würden sogar behaupten, er hat gar einen Holzkopf. Er ist jedoch auch naiv, schelmisch, trotzig, aufmüpfig, ein notorischer Lügner und manchmal auch witzig. Bei jeder Lüge wird seine Nase ein Stück länger und länger.  Pinocchio erlebt so einiges an Abenteuern und lernt leider nur sehr langsam aus seinen Fehlern, auf die Ratschläge der anderen hört er nie. So kommt es häufig vor, dass er sich von einem Elend ins nächste stürzt und immer wieder auf den Kopf fällt. Diese Untaten bleiben jedoch nicht unbestraft, sein Vater Geppetto überlegt sich so einige Strafen. Doch sind diese auch wirklich angemessen und bringen sie den gewünschten Erfolg? Pinocchios größter Wunsch ist es ein normaler Junge zu werden, doch ist das realisierbar? Könnte ihm gar die Fee mit den blauen Haaren dabei helfen? Und was haben Eselsohren mit der Verwandlung zu tun?

Ein Kinderbuchklassiker mit dem ich aufgewachsen bin und es war eine Freude dieses Buch noch einmal zu lesen, denn so einige Missetaten hatte ich gar nicht mehr im Kopf. Die Gestaltung dieses Buches ist toll, der Einband aus Leinen verspricht so einige Lesejahre zu überstehen. Auch die Blätter an sich sind etwas fester und haben einen gelblichen Ton, welches das Buch noch eine Note edler erscheinen lässt. Die Abenteuer sind in 36 Kapitel unterteilt, im Inhaltsverzeichnis werden die Geschehnisse des jeweiligen Kapitels noch einmal kurz zusammengefasst. Die Illustrationen sind farbenfroh und sehr sauber ausgestaltet, sodass ich manchmal den Eindruck habe, die Zeichnungen wirken etwas starr und leblos, was jedoch der Geschichte von Pinocchio sehr nahe kommt.

Dieses Thema wird immer aktuell bleiben, so lange es Kinder gibt. Jedes Kind und damit auch die Eltern durchleben diese Trotzphase, die in der Entwicklung jedes Kindes nun mal ansteht, bei manchen ist es weniger, bei anderen mehr ausgeprägt. Aus jedem Abenteuer Pinocchios kann der Leser eine Lehre ziehen und sehen wie man sich eventuell nicht verhalten sollte. Dieses Buch bietet so vieles, dass es in keinem Kinderzimmer fehlen darf! Es ist nicht umsonst zum Kinderbuchklassiker geworden!

Eine wunderbare Ausgabe von Pinocchio! Unbedingt kaufen und lesen!

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In-seon Chae und Seung-ha Rew – Zwölf und der Wolf

Klappentext:

„Zwöf Entlein hat Mama Ente ausgebrütet. Das sind bestimmt viel zu viele, denkt sie sich. Schon bald hat Mama Ente eine clevere Idee: Die Kleinen werden ab sofort gruppiert, damit sie nicht alle zwölf einzeln zählen muss. Doch dann, als sich der Wolf auf leisen Pfoten nähert, wird klar, dass es auf jedes einzelne Entlein ankommt …“

Rezension:

Zwölf Entlein hat Mama Ente ausgebrütet, das ist eine ganze Menge!  Sie waren zwar alle wunderhübsch und clever, doch eindeutig zu viele. Da beschließt Mama Ente sie zu gruppieren und stellt sie erst in 6 Reihen auf. Bei der Watschelrunde merkt sie, dass auch 6 noch zu viele sind und teilt sie in 4 Gruppen à 3 Entlein auf. Bis es letztlich 2 Reihen werden und kaum hat sie es als sehr gut empfunden, stürzt ein Wolf auf ihre Entlein und möchte sie fressen. Wie gut, dass es nun doch nicht „nur“ zwei Entlein sind…

Die Illustrationen von der Koreanerin Seung-ha Rew sind fantastisch, ich habe mich gleich in diese der Collagen-Technik gleichenden Zeichnungen verliebt. Sie sind fantastisch! Ganz große Klasse! Endlich mal ein Kinderbuch, welches auf das mathematische Verständnis der Kinder zielt. Auf eine unterhaltsame Weise werden den Kindern die Grundrechenarten vermittelt, das Dividieren, Aufteilen von Mengen nähergebracht. Mit diesem Kinderbuch wird auf eine anschauliche Weise das Zählen verdeutlicht und klar gemacht wie die Anwendung im Alltag aussehen kann.

Dieses Buch kann sehr gut im Mathematikunterricht der ersten Grundschulklassen als Einführung eingesetzt werden, sowie im Förderunterricht als Verdeutlichung und Vertiefung des Themas „Teilen von Mengen“.

Außerdem lernen die Kinder, dass auch schwierige Situationen gemeinsam gelöst werden können, gleich dem Motto: „Zusammen sind wir stark!“

Fazit:

Ein grandioses Bilderbuch, welches in keinem Bücherregal fehlen darf. Von mir beide Daumen hoch! Eine absolute Kaufempfehlung!

Bewertung:

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Julia Breitenöder und Manfred Tophoven – Mit Mama in den Kindergarten

Klappentext:

Laura will nicht alleine in den Kindergarten. Mama soll sie begleiten und mit ihr spielen. Mama erfüllt Laura diesen Wunsch und gemeinsam springen sie auf dem Trampolin und malen mit Fingerfarben. Doch dann kommt plötzlich alles anders: die anderen Kinder wollen, dass Mama mit ihnen eine riesige Sandburg baut, beim Mittagessen muss Laura ihren Schokopudding mit Mama teilen und beim Theaterspielen bleibt für Laura nur die Rolle des siebten Zwerges.

Rezension:

Laura möchte sich von ihrer Mama nicht trennen und so fließen bei ihr Krokodilstränen. Da hat Lauras Mama eine Idee: Sie ruft kurzerhand im Büro an und bittet um einen freien Tag, welcher ihr auch prompt gewährt wird. So kann die Mutter mit ihrer Tochter zusammen im Kindergarten bleiben. Anfangs freut sich Laura sehr, doch als ihre Mutter nur ihr eine Geschichte vorlesen soll, gesellen sich auch andere Kinder hinzu, sodass Laura nie ihre Mutter für sich haben kann. Und als ihre Mama sich auch noch die Füße mit Farbe beschmiert und auf dem Trampolin mit den anderen Kindern herumtollt, verliert Laura gänzlich die Lust auf Mamas Anwesenheit in IHREM Kindergarten… So langsam beginnt Laura zu zweifeln, ob das eine gute Idee war, ihre Mutter zum Bleiben zu bitten …

Wer kennt diese Szene nicht: Das Kind möchte einfach nicht von der Mutter loslassen. Das Mutterherz zerbricht in zwei Teile und das Kind schluchzt so sehr, dass das Atmen schwer fällt.

Hier hat die Mutter eine grandiose Idee und durch das Vorlesen könnte einigen Kindern das Loslassen womöglich leichter fallen. Die Überwindung der Trennung ist ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit und dieses Buch zeigt auf eine lustige Weise, dass es durchaus Vorteile hat die Mama nicht im Kindergarten dabei zu haben.

Fazit:

Einfallsreich und witzig!

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Dagmar H. Mueller und Martina Theisen – Die unsichtbare Noa … will nicht mehr schüchtern sein

Rezension:

In den eigenen vier Wände ist Noa, ein mutiges, lustiges, freches, großes und starkes Mädchen. Sie sing ganz laut, kämpft mit gefährlichen Räubern und großen Bären. Doch kaum hat sie das Haus verlassen, wird sie unsichtbar! Keiner nimmt sie wahr, nicht die Verkäuferin, die ihre Melonen anpreist und auch nicht die Kinder auf dem Spielplatz. Noa würde so gerne mit den anderen Kindern spielen, doch das geht ja nicht, weil sie unsichtbar ist…

Eines Tages bemerkt sie etwas Merkwürdiges! Sie sieht einen unsichtbaren Jungen und als sie zu ihm geht, um mit ihm zu sprechen, erkennen beide, dass sie nun sichtbar werden. Daraufhin fragen die anderen Kinder Noa und ihren neuen Freund Nick, ob sie denn nicht mitspielen möchten. So ist Noa nicht nur in den eigenen vier Wänden eine Räuberfrau, sondern auch im Spiel mit anderen Kindern.

Eine wunderschön illustrierte Geschichte, die auf die Schüchternheit, Zurückgezogenheit und Unsicherheit der Kinder eingeht. Manchmal braucht es nur einen Freund, sodass Kinder Selbstsicherheit und Selbstbehauptung entwickeln können. Die versteckte Botschaft  wird den Kindern jedoch beim Lesen nicht transparent. Viele glauben wirklich, dass Noa sich von einem unsichtbaren Mädchen in ein sichtbares verwandelt. Es bedarf erst eines ausführlichen Gespräches, um dem tiefen Sinn der Geschichte auf den Grund zu gehen.

Die Illustrationen fangen sehr gut die Gefühlslage von Noa ein, sie wird als abseits stehend dargestellt. Sie ist unbeachtet, traurig, wobei die anderen Kinder als dynamisch, aktiv und fröhlich illustriert werden.

Fazit:

Das aufgegriffene Leitmotiv ist für viele Kinder sehr bedeutend und mit elterlicher Aufklärung auch gut zu vermitteln.

Bewertung:

 


 

Matthias Sodtke – Alle Frösche fliegen hoooch!

Rezension:

Fans von Hase Nulli und dem Frosch Priesemut dürfen sich freuen! Es ist ein neues Band erschienen!

Die beiden liebenswürdigen Figuren treffen diesmal auf zwei Klapperstörche, die in Priesemut die Sehnsucht nach dem Fliegen wecken: „So schön fliegen würde ich auch gerne können!“ Als die beiden Störche auf dem Dach der beiden Freunde landen, machen sie sich auf den Weg zu ihren Gästen und wollen mehr über das Fliegen erfahren. Doch die Gäste, die sich als Doktoren der Flugologie ausgeben, führen was ganz anderes im Schilde. Der Hase Nulli riecht den Braten relativ früh, doch Priesemut ist so sehr von seinem Wunsche geblendet, dass er die Wahrheit gar nicht sieht …

Der Rat des besten Freundes ist manchmal Gold wert. So auch hier lernt Frosch Priesemut, dass man seinem besten Freund mehr Vertrauen schenken sollte, als irgendwelchen Fremden. Nulli setzt sich für seinen Freund ein und rettet ihm letztlich sogar das Leben! Und so erkennt er, dass  man im Leben nicht immer alles können kann. Es gibt Sachen, die man einfach nicht erlernen kann, z.B. als Frosch das Fliegen lernen.

Den Mut haben sich zu entschuldigen, diese wiederum auch anzunehmen und den hinterlistigen Feinden zu verzeihen, all das sind weitere Themen in diesem wundervollen Band.

Fazit:

Als langjähriger Fan der beiden Freunde, kann es auch für dieses tolle Band von mir nur 5 Sterne geben!

Bewertung:

François Lelord – Hector und das Wunder der Freundschaft

Inhalt:

Hector geht nun einer neuen Fragestellung nach und zwar der der Freundschaft. Was macht Freundschaft aus? Wer ist ein wahrer Freund? Als Psychiater befragt er auch seine Patienten und entschließt sich letztlich all diesen Fragen auf einer abenteuerlichen Reise nachzugehen. Denn sein Schulfreund Eduard hat die Banken bestohlen und wird daher polizeilich gesucht. Da Hector ein sehr guter Freund von Eduard ist, macht er sich auf zum Abenteuer seines Lebens und ganz nebenbei stellt eine  Liste all seiner Beobachtungen zum Thema Freundschaft zusammen.

Meinung:

Für mich ist dies bereits das dritte Buch aus der Feder von François Lelord und ich habe mich vorher sehr auf die neuen Erkenntnisse gefreut. Denn bekanntlich stecken bei der liebenswerten Figur Hector immer sehr viele psychologische Weisheiten, die einen zum Nachdenken bringen. Leider wurde ich diesmal doch herbe enttäuscht. Die Erkenntnisse waren weniger philosophisch sondern eher „altbewährt“:  „Ein Freund ist jemand, den du gerne siehst“ „Ein Freund ist jemand, der sich Sorgen um dich macht.“

Auch diese Reise war für mich eher abstrus, sodass ich dieses inhaltliche Geschehen  weniger mit dem Titel des Buches in Verbindung bringen konnte. Die Handlung war ziemlich langatmig und nicht unbedingt spannend. Zusammengefasst hätte ich auch nur seine Beobachtungen auf Seite 241 lesen können und der Inhalt hätte sich mir bereits erschlossen, ohne mich Seite für Seite abmühen zu müssen.

Fazit:

Dieses Hector-Buch ist im Gegensatz zu „Hector und die Geheimnisse der Liebe“ oder „Hector und die Entdeckung der Zeit“  leider keine Empfehlung meinerseits! Schade!

Bewertung:

Verschlagwortet mit

Max Kruse und Doris Eisenburger – 1000 Stiefel

Klappentext:

„Ein Märchen? Ja, aber eines, das auf einer realen Begebenheit beruht. Ein Schelmenstück? Ja, aber eines, in dem ein hübsches Mädchen das Schlauköpfchen ist, das über den Mächtigen triumphiert. Dazu eine Liebesgeschichte und ein Beispiel dafür, wie Geduld und Klugheit mit ein bisschen Glück, das nun einmal zum Leben gehört, zum Ziele führen.“

Inhalt:

Das Töchterchen Ninatschka des Schusters Pjotr Sohlewitsch kennt ihren passenden Schuh und das ist  Boris Rubelew, Söhnchen eines reichen Grundbesitzers der Stadt Mausopol. Der arme Schuster bekommt eines schönen Tages 1000 Stiefel von einem fernen Verwandten vererbt. Um diese Stiefel jedoch ins Land bringen zu können, muss erst ein saftiger Zoll auf jegliche Ware auferlegt werden. Bei dem Gedanken muss der arme Schuster fürchterlich schluchzen, sodass sein hübsches Töchterchen ihm den Rat gibt: „Kommt Zeit, kommt Rat. Und am Abend ist man schlauer als am Morgen.“ Er soll doch nur die 1000 linken Stiefel ins Land holen. So geschah es. Da staunte der Zöllner nicht schlecht, was man mit so vielen linken Stiefeln anstellen soll, zum Tragen waren sie jedenfalls nicht geeignet… Die hübsche Ninatschka hatte aber nicht nur diesen Rat auf Lager, sondern flüsterte hier und da so einiges. Für ihren Liebsten, den Sohn des örtlichen Fürsten hatte sie auch einige Ratschläge parat und schaffte es mit Klugheit und viel Geschick letztlich nicht nur die 1000 Stiefel ins Land zu holen, sondern auch den für sich passenden Schuh, den Boris Rubelew, an sich zu binden.

Rezension:

Das mit Musik untermalte Märchen wurde von Franz-David Baumann vertont und von Henk Flemming gelesen. An einigen Stellen finden sich leichte Abweichungen von der Printversion, was jedoch dem Inhalt keinen  Abbbruch macht. Auf jeder Seite im Buch ist ebenfalls vermerkt auf welchem Track man die Stelle auf der CD findet, sodass Lesen und Hören auch gleichzeitig funktionieren kann. Die Stimme des Vorlesers ist angenehm, die Erzählung ist zwischendurch immer mit schöner Musik untermalt, auch mit einigen Liedern. Der traditionell russischen Zeichenkunst hat Doris Eisenburger einiges abgeschaut, sodass die Illustrationen sehr authentisch wirken. Ein Samowar, die typischen Kopftücher, die Birken, der Akkordeon, die Karten, die Troika – Russland ist so wunderbar eingefangen in diesen Bildern! Das Betrachten und Entdecken ist ein Genuss!

Die Geschichte birgt neben dem Witz noch eine tolle Lehre in sich: Geduld und Köpfchen werden sich im Leben bewähren und früher oder später zum Erfolg führen!

Fazit:

Ein Buch und Hörbuch in einem, eingebettet in ein gelungenes Märchen!

Vielen Dank an den Annette Betz Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Bewertung:

Achim Bröger und Frauke Bahr – Trödel nicht so, Moritz!

Klappentext:

„Trödel nicht so!“, sagt die Mama. Aber Trödeln ist doch so schön, findet Moritz. Und wenn man sich zu sehr beeilt, kann es einem schließlich passieren, dass man plötzlich Seifengeschmack im Mund hat. Wie das passieren kann, warum ein nasser Mann in Moritz Badezimmer steht und ob Moritz am Ende wirklich nicht mehr trödelt, davon erzählt dieses Bilderbuch.

Inhalt:

„Du bist heute wieder mal langsam wie eine Schnecke“, sagt die Mama zu Moritz. Sie selber flitzt bereits früh morgens durch das ganze Haus und hat einen Haufen Erledigungen zu machen. Moritz dagegen lässt alles ganz langsam angehen und findet, dass seine Mama wie eine Rennauto ist, welches mal bremsen und so richtig schön trödeln sollte.

Doch es gibt jemanden, der noch schneller als die Mama ist, Herr Paul, der Nachbar, er ist nämlich so schnell wie eine Rakete!  Eines Morgens bekommt Moritz von Herrn Paul plötzlich Besuch im Badezimmer. Dieser steht vor Wasser und Seife triefend vor ihm.   Bei diesem Anblick entschließt Moritz sich doch nicht an Herrn Paul ein Beispiel zu nehmen, stattdessen seiner Mama mehr Ruhe und Gelassenheit beizubringen, denn trödeln kann ja sooooo schön sein!

Meinung:

Das Buch besticht mit sehr farbenfrohen Illustrationen und verdeutlicht durch den Protagonisten, den kleinen Moritz, wie die Welt der Erwachsenen auf die Kinder wirkt. Ständig hat man es eilig, es gibt tausende Erledigungen zu tun und man ist nur am Flitzen. Dabei bleibt kaum Zeit sich zu entspannen, die schönen Dinge im Leben auf sich wirken zu lassen und diese bewusst zu genießen. Herr Paul dient dabei als ein abschreckendes Beispiel, der absolut nicht weiß wie man es ruhig angehen lässt und stattdessen alles in Hektik und Chaos endet. Die sehr amüsanten Beispiele, wie er es möglichst schnell durch den Alltag schafft, bringen dabei nicht nur die Kinder zum Lachen.

In der Tat kann es dem Menschen auch manchmal sehr gut tun, einfach zu trödeln, so wie Moritz! Da kann so mancher Erwachsener sich das bei ihm ruhig öfter mal abgucken!

Fazit:

Trödel doch mal, denn das kann soooo schön sein!

Vielen Dank an den Kaufmann Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

Bewertung:

Margarita Klein, Hartmut E. Höfele, Sabine Hirler – Sanfte Klänge

Klappentext:

„Kommt ein Kind auf die Welt, bringt es bereits einiges an Klangerfahrung mit. Dieselben Klänge, nach der Geburt wieder gehört, vermitteln ihm Kontinuität, geben ihm Sicherheit und Vertrauen. „Sanfte Klänge“ laden dazu ein, diese Klangwelten bewusst zu erfahren und dabei zu erleben, wie sie die emotionale Entwicklung der Kleinsten fördern und die Kommunikation mit ihnen unterstützen. Das Buch vermittelt dazu Hintergrundwissen und bietet viele praktische Anregungen, Musik und Klänge in den Alltag mit Kleinkindern einzubeziehen – ob zu Hause oder in der Krippe. Die CD bietet Musik und Klänge zum Lauschen und Entspannen, als Begleitung für Fantasiereisen und Massagen, Lieder zum Schmusen, Mitsummen, Trösten, Einschlafen, Spielen und Bewegen.“

 

Rezension:

Das Buch ist in folgende Kapitel unterteilt: Musik ist überall, Mit Musik in die Welt, Muttersprache – der schönste Klang der Welt, Musik hören – Klänge erzeugen, musikalische Entwicklung bis zum 3. Lebensjahr, mit Babys und Kleinkindern musizieren und Ermunterungs- und Entspannungsmusik. In dem Kapitel Musik ist überall wird darauf eingegangen welche Einflüsse Musik auf Seele und Körper hat, was es alles bewirken kann. Anschließend wird genau beschrieben was das Kind im Mutterleib denn bereits alles hören kann, dabei begleiten den Leser auch immer „Anregungen“, die Tipps geben, auch in Verbindung zu der mitgelieferten CD. Zwischendurch sind auch einige Lieder bzw. Verslein zu finden. Ausgehend von der großen Bedeutung der Musik wird auf das Kind im Mutterleib eingegangen und aufbauend auf die Entwicklung des Kindes fortwährend die Wichtigkeit des Musizierens verdeutlicht. Dabei werden nicht nur die Sinne vernetzt, sondern auch durch Lieder und Reime die Sprachentwicklung gefördert. Einige ausformulierte Fantasiereisen runden das Buch schließlich ab.

Das Buch bietet wirklich fundiertes Wissen über die Bedeutung der Musik und ist nicht nur  informativ, aber bietet auch viele Tipps zur praktischen Umsetzung. Auf der mitgelieferten CD sind insgesamt 12 Musikstücke, einige mit Vogelgezwitscher, andere mit Gesang der Buckelwale, Wassersounds, sanfter Wind etc.

Fazit:

Hilfreiche Informationen und praxisnahe Anregungen, die die Entwicklung des Kindes bereichern.

Bewertung:



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