Saskia Kistner und Ann Cathrin Mihsler – Die vier Fälle üben und festigen

Die vier Fälle üben und festigen

In diesem Heft werden die Nomen der deutschen Sprache in den vier verschiedenen Fällen thematisiert. Sie dienen dazu die Funktion von Satzteilen im Satz anzuzeigen.

Die Materialien gliedern sich in drei Teile. Ein Arbeitsplan stellt die einzelnen Übungsangebote übersichtlich dar. Hier können die SuS in einer Tabelle die erledigten und kontrollierten Aufgaben abhaken. Auf den Arbeitsblättern wird jeder Fall zunächst einzeln betrachtet. Die Aufgabenstellungen sind sehr ähnlich und selbsterklärend, so dass die Kinder die Aufgaben weitgehend selbstständig bearbeiten können. Mal gilt es die passenden Fragen aufzuschreiben und mal müssen die Nomen richtig eingesetzt werden. Zu jedem Arbeitsblatt ist eine Lösungsseite beigelegt, um den Kinden die Selbstkontrolle zu ermöglichen und eigenverantwortliches Lernen voranzutreiben.

Ergänzend zu den Arbeitsblättern stehen Kindern Klammerkarten zur vertiefenden Übung zur Verfügung. Auch hier ist die Selbstkontrolle gewährleistet und die SuS bekommen eine unmittelbare Rückmeldung.

Freiarbeit Die vier Fälle

An diesem Material können die SuS in ihrem individuellen Tempo arbeiten. Es kann als Angebot in der Lerntheke oder in den Wochenplan integriert werden. Besonders gelungen ist die Auswahl der Klammerkarten. Hier können die Kinder frei entscheiden, ob sie einen bestimmten Fall intensiver üben  oder sich evtl. bei der Zuordnung der vier Fälle auch selbst testen. Die Einführung „Warum eigentlich die vier Fälle?“ sensibilisiert die Kinder für das Thema und verdeutlicht kindgerecht die Notwendigkeit dieses Wissens.

Die Aufgabenstellungen wiederholen sich stets, so ist seitens der Lehrkraft nicht viel Erklärung nötig. Da es jedoch wenig abwechslunsgreich ist und die Kinder recht viel schreiben  müssen, ging meinen SuS recht schnell die Puste aus. So haben wir gemeinsam entschieden wie viele Aufgaben und in welchen Bereichen bearbeitet werden müssen und welche Sternchen sind.  Meine SuS nutzen in der Freiarbeit am liebsten die Klammerkarten, weil damit auch die Handlungsebene angesprochen wird. Oft besprechen sie ihre Entscheidung mit einem Partner oder fordern von dem Gegenüber eine Begründung. So werden zusätzlich die kommunikativen Fähigkeiten und das mündliche Sprachhandeln geschult.

Die vier Fälle üben und festigen
Anspruchsvolles Material mit  tollen Klammerkarten!

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Marion Billet – Hörst du die Dschungeltiere?

Hörst du die Dschungeltiere

Das „Soundbuch“ stellt dem Leser sechs unterschiedliche Dschungeltiere in Bild- und Tonform vor. Bildlich werden sie in ihrem typischen Lebensraum in der freien Natur dargestellt. Die zahme Löwin ruht sich unter einem Baum in der tropischen Hitze Savannahs aus, während der muntere Elefant sich mit dem Wasser bespritzt.

Der eigentliche Clou sind jedoch die integrierten Tiergeräusche, die durch einen Fingerdruck zu betätigen sind. Im hinteren Teil des Buches ist eine Batterie eingebaut und mithilfe einer leichten Berührung einer ausgestanzten Stelle auf jeder Doppelseite ertönen bereits die authentischen Aufnahmen. Marion Billet hat erfreulicherweise auf echte, unverfälschte Aufnahmen zurückgegriffen.Auf der vorletzten Seite wartet auf die Kleinen eine interaktive Übung. Die Kinder werden aufgefordert die abgebildeten Dschungeltiere zu benennen und das dazu passende Tiergeräusch zu machen.

Das Nachahmen der Tiergeräusche ist eine pure Freude und äußerst lustig noch dazu. Welcher Erwachsene könnte aus dem Stegreif einen Panda nachmachen? Auch nach wiederholtem Hören stellt es sich als eine nicht zu unterschätzende Herausforderung heraus. Denkbar wäre auch ein Ratespiel daraus zu machen. Erst das Tiergeräusch hören und dann einem Dschungeltier zuordnen. Zur Unterscheidung von einem Nilpferd und einem Panda braucht es doch Konzentration und eine feine auditive Sinneswahrnehmung.

Hörst du die Dschungeltiere
Farbenfrohe Abbildungen, robuste Buchseiten, authentische Tiergeräusche, die zum Nachahmen animieren.

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Doris Kutschbach – Meine bunte Welt: Erste Kunstwerke – erste Wörter in 12 Sprachen

Meine bunte Welt

„Meine bunte Welt“ präsentiert über 70 farbliche Kunstwerke im Format von 22 x 22 cm. Auf jeder Doppelseite wird ein Gemälde mit Elementen aus dem kindlichen Umfeld dargestellt. Mal dreht sich die Szenerie rund um Vater, Mutter, Alltagsgegenstände, Körper oder einfach um Tiere und Natur. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein zum Bild passendes Wort in zwölf verschiedenen Sprachen abgebildet. Jeder Sprache ist eine Farbe zugeordnet, darunter finden sich: Deutsch, Englisch, Spanisch, Russisch, Arabisch, Italienisch, Japanisch, Chinesisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch und Türkisch.

Auf den letzten Seiten findet sich eine nach den Künstlern ausgerichtete Aufzählung der im Buch enthaltenen Kunstwerke, wie z.B. Vincent van Gogh, Katsushika Hokusai, Albrecht Dürer, Gustav Klimt, August Macke, Franz Marc, Pablo Picasso uvm.

Doris Kutschbach hat die kindliche Begeisterung für eine unverfängliche Kunstbetrachtung mit der Unterstützung zum Spracherwerb verknüpft. Entstanden ist ein Buch für wahre Kunstliebhaber. Ohne viel Ablenkung können Kleinkinder und Erwachsene ihre Aufmerksamkeit voll und ganz dem jeweiligen Kunstwerk widmen. Beim gemeinsamen Beschreiben der Bilder wird der mündliche Sprachgebrauch trainiert und nebenbei das Wissen rund um berühmte Kunstwerke erweitert.

Zusätzlich wird das Sprachbewusstsein aktiviert. Vor allem für mehrsprachige Kinder ist dies ein äußerst sinnvolles pädagogisches Konzept, da sie Wertschätzung für ihr Können erlangen und unterschiedliche Klänge für andere Sprache erfahren können. Neben jedem Wort ist nämlich die Lautschrift abgebildet. Als Erwachsener muss man dafür  jedoch die IPA Lautschrift lesen können.

Meine bunte Welt

Meine DAZ-Kinder lieben dieses Kunstbuch, weil sie voller Stolz anderen Kindern das jeweilige Wort vorlesen können. Ganz nebenbei trainieren sie beim Beschreiben der Bilder ihre mündlichen Ausdrucksfertigkeiten. Eine weitere Übungen, die sich die Kinder ausgedacht haben,  sieht so aus, dass sie einen Satz mit einer bestimmten Anzahl an Wörtern bilden sollen. Die Bedingung ist jedoch, dass der Satz zum Bild passen soll und immer das zum Gemälde passende deutsche Wort im Satz enthalten sein soll. Auch das Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehst“ spielen sie ins diesem Zusammenhang ungemein gerne. Im Kunstunterricht nutze ich dieses Buch für Bildbetrachtungen als Einstieg in ein neues Thema. Passend zum Herbst haben wir uns erst kürzlich das gleichnamige Kunstwerk von Giuseppe Archimboldo ganz genau angeschaut und daraufhin selbst Porträts aus Gemüse und Obst gestaltet.

Meine bunte Welt
Kunstbetrachtung auf unterschiedlichen Sprachen, die eines gemeinsam haben: Die Liebe zur Kunst!

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Agnes Jiresch-Stechele – Gute Aufgaben für den Wochenplan Kunst 3/4

GUte Aufgaben für den Wochenplan

Rezension
 Was sind gute Aufgaben?
Gute Aufgaben ermöglichen in ihrer Offenheit und ihrem Anspruchsniveau jedem Kind, Erfolgerlebnisse und Lernfortschritte zu erreichen. Sie fordern dazu heraus selbstständig Erfahrungen zu machen und sie zu versprachlichen, um sich anschließend auszutauschen (Ich-Du-Wir-Prinzip) (vgl. S.4f.). Die in diesem Band zusammengefassten Kunstaufgaben balancieren zwischen Offenheit und Anregung, um einen individuellen, mehrperspektivischen Zugriff zu ermöglichen. Die 27 Kunstaufgaben wurden in 8 Bereiche unterteilt:
  1. Menschen und Alltagsgegenstände
  2. Tiere und Fabelwesen
  3. Natur- und Wetterphänomene
  4. Muster, Strukturen und Ordnungen
  5. Basteln und Bauen
  6. Witzbilder
  7. Schwarzer Filzstift
  8. Farben

Jede Aufgabe wird mit einer Darstellung der Sachinformationen eingeführt. Es folgen die zu erwartenden Lernchancen sowie die Übersicht über das benötigte Material. In methodischen Hinweisen wird das weitere Vorgehen kurz erläutert und Möglichkeiten zur unterrichtlichen Ausgestaltung aufgezeigt.

Auf verschiedenen Wegen zur Lösung!
Ich habe nach Kunstaufgaben gesucht, die ohne viele Erklärungen auskommen und trotzdem motivierend für die Kinder sind. Außerdem war mir der mehrperspektivistische Zugang zur Lernaufgabe wichtig sowie die Einbindung des kooperativen Lernens. Die hier vorliegenden Kunstaufgaben sind nach dem Schema „Ich-Du-Wir“ konzipiert. Erst gilt es durch Bildimpulse oder anregende Fragestellungen evtl. Regelmäßigkeiten zu entdecken oder die Kinder zum genauen Hinschauen herauszufordern. Dann folgt der Austausch mit einem Partner und schlussendlich knüpft die Präsentation des Ergebnisses an. Besonders erfreulich ist, dass ein großer Wert auf Zeichen- und Maltechniken gelegt wurde. Die SuS setzen sich mit detailtreuen Zeichnungen von Steckbausteinen oder Schulranzen, comichaften Tierdarstellungen, Abstrahierungen oder Darstellungen mit Mustern auseinander. Sie nutzen Medien in Form von schulischen Alltagsgegenständen, um Klassenzimmerkunst zu erschaffen. Die Kinder erweitern ihre Kenntnisse in Bezug auf Farbenlehre, indem sie mit Farben experimentieren, sie in Kategorien einteilen und ihre Wirkungen untersuchen.
Gute Aufgaben für den Wochenplan Kunst
Die Aufgaben sind durchweg anregend, differenziert und breit gefächert. Das Layout und die Gestaltung der einzelnen Arbeitsblätter ist leider wenig attraktiv und folgt immer dem gleichen Darstellungsmuster. Hier wären ansprechendere und abwechslungsreichere Darstellungsformen wünschenswert gewesen.
Für den Wochenplan sind die Aufgaben selbst erklärend und motivierend. Einzelne Themen, wie z.B.  Selbstporträts oder Fabelwesen lassen sich sehr gut auch außerhalb des Wochenplans einsetzen. Die einzelnen Lernangebote sind unabhängig voneinander gestaltet, so dass sie sich auch gut für den Vertretungsunterricht eignen.Die Fotos und Gemälde sind auf der CD-ROM auch in Farbe verfügbar!

Blick ins Buch
GUte Aufgaben für den Wochenplan Kunst
Fazit
Differenzierte Lernaufgaben mit verbesserungswürdigem Layout.

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