Dieses Material begleitet das gleichnamige Bilderbuch in Form eines Lesespaziergangs mit 8 Stationen, an denen das schlecht gelaunte Kamel auf verschiedene Tiere trifft. Jedes Tier erzählt eine kleine Geschichte und macht dem Kamel klar:
Jeder hat mal schlechte Laune.
Man darf seine schlechte Laune nicht an anderen auslassen.
Es gibt viele Möglichkeiten, wie man sich selbst wieder besser fühlen kann.
Die Tiere geben dem Kamel durch konkrete Beispiele Impulse zur Selbstregulation, Empathie und emotionalen Selbstwahrnehmung – auf Augenhöhe mit den Kindern.
Enthaltene Elemente:
8 2-fach differenzierte Lesestationen mit kurzen, verständlichen Texten
Passende Aufgaben zu jeder Station (z. B. Bewegung, Reflexion, malen, erzählen)
Zusatzblatt für schnelle Spaziergänger
Pädagogischer Nutzen:
Fördert soziales Lernen und emotionale Intelligenz
Bietet kindgerechte Anlässe zur Selbstreflexion und Gesprächsführung
Unterstützt die Klasse beim angemessenen Umgang mit Gefühlen
Ideal für den Bewegungsraum, Flur oder Pausenhof – Bewegung und Denken werden verbunden
Einsatzmöglichkeiten:
als Unterrichtseinheit im Fach Sachunterricht oder Ethik
in Projektwochen zu den Themen Gefühle, Streit, Umgang miteinander
in Beratungs- oder Fördersettings, z. B. zur Prävention von Konflikten
Es gibt noch weitere Lesespaziergänge rund um Gefühle, die als Materialpaket vergünstigt erworben werden können.
An einem schönen Morgen in der Savanne ist Elefant sauer, und zwar volle Kanne. Er trötet: „Hier läuft echt nichts so, wie ich will!“ Und plötzlich sind alle Tiere still.
Der Dickkopf mit dem starken Willen ist schon auf der Titelseite für die Leserinnen und Leser gut erkennbar. Elefant ist heute unglaublich bockig. Es läuft nichts, wie er es gerne hätte. Er ist das stärkste Tier in der Savanne und so muss natürlich alles nach seiner Pfeife tanzen. Die anderen Tiere kriegen Angst vor so viel Wut. Die weise Schildkröte weiß einen Rat:
Neeeeeein, dein Dickkopf bringt dir kein Glück! Stößt du damit gegen die Wand, stößt sie zurück.
Auch Gnu wagt sich als Ratgeber für solch verzwickte Situationen rund um Gefühle und empfiehlt das Reden über Probleme. Die Tiere wenden sich schließlich vom Elefanten ab. Da er jedoch ein Herdentier ist und seine Freunde braucht, übt er sich an der Selbstreflexion und grübelt fleißig. Letztlich kommt er auf eine Idee, wie er das zerstörte Vertrauen aufbauen und die von ihm verursachte Distanz verringen kann. Und doch wissen alle, dass es sein Trainingsfeld bleiben wird.
Doch etwas Ruhe, ein bisschen Spaß und ’ne Portion Gelassenheit führen zum Ziel – scheint der Weg auch mal weit!
In aussagekräftigen Illustrationen fängt Igor Lange, der schon seit „Welcher Weg ist meiner?“ meine Bewunderung genießt, die Gefühlswelt der Tiere ein. Die großformatigen Ausschnitte der Mimik zeigen deutlich, wie es dem Elefanten ergeht, was zur Intensivierung im Erleben des Gelesenen führt. Die gelungenen Reime umhüllen die Geschichte und lassen schnell daran denken, dass einem hier und da so ein sturer Elefant über den Weg läuft. Pädagogisch wertvoll ist das Verhalten der anderen Tiere, die sehr sozial agieren. Nachdem deutliche Hinweise und Tipps gegeben werden und der Elefant dennoch vor Wut schäumt, entfernen sie sich freundlich aber bestimmt, sodass es nun an ihm liegt, mit einer Wiedergutmachung aufzuwarten.
Jim ist so gar nicht in Weihnachtsstimmung, dabei ist die Weihnachtszeit doch die schönste Zeit im Jahr. Alle Tiere im Dschungel freuen sich, nur der miesgelaunte Affe kann den Feierlichkeiten nichts abgewinnen. Seine schlechte Laune verdüstert sich aufgrund des schlechten Wetters und der ungenießbaren und unreifen Bananen. Die schiefen Gesänge des Marabu lassen ihn nur noch mürrischer werden.
Die Tiere geben sich alle Mühe, Jim die magische Zeit schmackhaft zu machen und äußern Vorschläge, wie er die Winterzeit genießen könnte. Da wäre das Naschen von Weihnachtssüßigkeiten, ausgedehnte Weihnachtsschläfchen, Weihnachtsbasteleien oder auch die Möglichkeit den anderen etwas Gutes zu tun.
Jim steht sich allerdings mit seiner Negativität so sehr im Weg, dass er aus dem Kreislauf gar nicht mehr heraus kommt. Er ist der Grinch schlechthin. Lediglich eine kleine Geste des Gorillas, schafft es den Affen wieder zu beruhigen. Sein Freund strahlt regelrecht Optimismus aus. So trinken die beiden Tiere gemeinsam Tee und die wohlige Wärme breitet sich so weit aus, dass sie sich auf sein Gemüt überträgt.
Wenn du dir Zeit nimmst, um die schönen Dinge um dich herum zu entdecken, kommen dir deine Sorgen plötzlich viel kleiner vor.
Die Weihnachtszeit ist eine wunderbare Gelegenheit, am Ende des Jahres innezuhalten und aus der Metaperspektive sich und sein Leben zu betrachten. Für welche Dinge darf man dankbar sein? Manchmal gerät man in einen Strudel des Alltags und droht Dinge und Menschen als selbstverständlich zu erachten. Dieses Bilderbuch mit dem „Negativ-Beispiel“ in Form des Affen als Charakter rüttelt auf.
Weihnachten mit den Liebsten ist am schönsten – ein Bilderbuch mit Witz und Charme!
Achtsamkeit sich selbst und auch anderen Menschen gegenüber zu erlernen, ist kein leichtes Unterfangen. Und doch kann man schon sehr früh Kinder dafür sensibilisieren, mehr in sich hinein zu fühlen, zu spüren wie es ihnen geht und auch Wege aufzeigen, wie der Umgang mit „unangenehmen Gefühlen“ erfolgen kann.
Im Bilderbuch „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ wird gezeigt, was passiert wenn man seine schlechte Laune an anderen auslässt und sie als „emotionalen Mülleimer“ für seine eigene Unausgeglichenheit missbraucht. Der Dachs faucht und poltert darauf los, sodass letztlich die Tiere des Waldes schlecht gelaunt sind und er merkt, dass es ihm nun wieder ganz gut geht. Glücklicherweise gelangt er zu der Erkenntnis, dass es nicht schlimm ist, schlechte Laune zu haben, sie jedoch zu verbreiten aber sehr wohl. Dieses Beispiel zeigt, wie leicht soziale Unachtsamkeit den Umgang miteinander belasten kann.
Dieses Unterrichtsmaterial zum Bilderbuch wurde für die Jahrgänge 2-4 konzipiert und möchte keineswegs negative Emotionen verurteilen. Auch schlechte Launen haben ihren eigenen Sinn und irgendwo auch eine Funktion inne. Der Lernzuwachs erfolgt in der Hinsicht, dass man seine schlechte Laune nicht an anderen auslässt und Wege findet damit anders umzugehen. Das Material möchte die Kinder darin unterstützen, ihre Launen besser zu verstehen, für Missverständnisse in der Kommunikation sensibilisieren und einen konstruktiven Umgang mit Konflikten aber auch einen einfühlsamen Umgang mit den eigenen Gefühlen fördern.
Aus dem Inhalt:
Gefährliche Guten-Morgen Laune
Gute und schlechte Tage
Schlechte Laune vertreiben
Die Tiere sind böse
Gefühle ändern sich
Wetterstimmungen
Alle Gefühle sind normal (Nomen, Verben, Adjektive)
Wiedergutmachung
Einladung schreiben
Nacherzählung schreiben
Richtig oder Falsch
Buchbewertung
Das Brettspiel fördert die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen und hat keine eingegrenzte Zeitdauer. Das Ziel ist es, bestimmte Aktivitäten passend zu guter oder schlechter Laune auszuführen. So dürfen die Kinder missmutig durch das Zimmer stapfen oder einem Mitspieler ein Kompliment machen. Damit verdienen sie sich ein Plättchen oder eine ein anderes Spieltoken.
Zur Erweiterung des Wortschatzes und um einen gewissen Wortspeicher aufzubauen, bietet es sich an, Wörter nach Wortarten (Verben und Adjektive) zu sortieren und diese dann guter und schlechter Laune zuzuordnen. Bei dieser Zuordnungsaufgabe mit den Wortkarten dürfen die Wörter natürlich sehr gerne nachgespielt und pantomimisch dargestellt werden. Alternativ basteln die Kinder sich eigene „Wende-Stabfiguren„, die sie entsprechend der Stimmung der Wortkarte drehen. Natürlich können die Stabfiguren auch für unterrichtliche Zwecke in Form einer Nacherzählung genutzt werden.
Eine dunkle Regenwolke zieht über zehn kleine Miesepeter auf und beschert eine ordentliche Portion „schlechte Laune“. So ärgern sich zu Beginn 10 grummelige Tiere, bis sich einer doch freut und so werden es nach und nach immer weniger. Fröhliche Lieder, rhythmische Musik, der feine Duft von Blumen und lustige Reime rauben den Tieren ihre üble Laune. Am Ende haben zehn kleine Miesepeter lieber ihren Spaß und feiern glücklich miteinander.
Die Gefühlswelt der Tiere wird in diesem Pappbilderbuch ganz schön auf den Kopf gestellt. In lustigen Reimen verabschieden sich die Tiere von ihrer Miesepetrigkeit und wenden sich lieber der guten Laune zu. Die Illustrationen sind ganz zauberhaft und nicht allzu überladen. Es macht große Freude das glückliche Tier auf der Seite zu suchen und gleichzeitig wird die Wahrnehmung und die Empathiefähigkeit geschult. Woran erkennt man die schlecht gelaunten Tiere? Wie sehen die Augenbrauen aus, der Mund und die Körperhaltung aus? Nach dem Lesen bietet sich ein kleines Pantomime-Spiel rund um das Thema „Gefühle“ an.
Sehr amüsant ist die Zusammenstellung der Szenen, in denen die Tiere sich mürrisch verhalten: im Bett schmollen, lärmen, zanken, alleine vor sich hin muffeln. Einige Kinder werden sich sicherlich wiederfinden können. Etwas enttäuscht war ich über die Varianten zur Wiedererlangung der guten Laune. Diese war sehr beschränkt, was eventuell den Reimen geschuldet ist. Hier wäre es wichtig mit den Kindern zu thematisieren wie man die schlechte Laune wieder los wird.