„Die große Wörterfabrik“ – Material zum Buch | Klasse 3/4

Materialbeschreibung:

Zum Bilderbuch „Die große Wörterfabrik“
In einer fantasievollen Welt, in der Wörter kostbar sind und vor dem Sprechen gekauft werden müssen, erleben Kinder eine eindrucksvolle Geschichte über Sprache, Gefühle und soziale Ungleichheit. Wer kein Geld hat, darf nicht sprechen – auch wenn das Herz voller Worte ist. Paul, ein Junge mit wenig Mitteln, möchte Marie seine Liebe gestehen. Doch statt großer, teurer Worte schenkt er ihr ein paar kleine – mit berührender Wirkung.

Zum Unterrichtsmaterial:
Dieses liebevoll gestaltete Arbeitsheft umfasst 15 abwechslungsreiche Arbeitsblätter für die Klassen 3 und 4, die sich eng am Inhalt des Bilderbuchs orientieren. Es eignet sich sowohl für den Einsatz im Deutschunterricht als auch im Ethikunterricht.

Ein Lösungsheft unterstützt bei der selbstständigen Arbeit oder der Unterrichtsvorbereitung. Zusätzlich enthält das Material ein eigens verfasstes Gedicht zum Buch, das als Plakat gestaltet wurde und sich ideal für den Klassenraum eignet.

Thematische Schwerpunkte:

  • Der Wert von Sprache
  • Emotionen ausdrücken trotz sprachlicher Grenzen
  • Soziale Gerechtigkeit und Armut
  • Freundschaft und Liebe in schwierigen Umständen

Das Material regt zur Auseinandersetzung mit zentralen Fragen des Zusammenlebens an und lädt zum Nachdenken, Diskutieren und kreativen Arbeiten ein.

Agnès de Lestrade und Valeria Docampo – Die große Wörterfabrik

Ein Bilderbuch über Sprache, Macht und soziale Ungleichheit

Die große Wörterfabrik“ ist ein poetisches Bilderbuch, mit seiner tiefgreifenden Symbolik und Gesellschaftskritik, das auch schon für Kinder gut geeignet ist. Die Autorin und Illustratorin schaffen ein vielschichtiges Werk über Sprache, Liebe und soziale Gerechtigkeit.

In einem fiktiven Land muss man Wörter kaufen und schlucken, bevor man sie aussprechen kann. Sprache ist hier somit ein Luxusgut. Wer arm ist, kann sich kaum Worte leisten — wer reich ist, kann reden, beeinflussen, bestimmen. In dieser Welt lebt der schüchterne Paul, der nur wenige Wörter besitzt, aber sie dennoch einsetzen will, um seiner Freundin Marie seine Liebe zu gestehen. Doch sein Konkurrent ist reich und daher auch wortgewandt. Paul kann dennoch Marie seine Zuneigung zeigen und so merken die Leser, dass Kommunikation auch mit Gestik und Mimik stattfinden kann.

Die zentrale Kritik des Buches richtet sich gegen die Kommerzialisierung von Kommunikation und die soziale Ungleichheit, die dadurch entsteht. Worte als käufliche Ware — das ist eine kraftvolle Metapher für reale gesellschaftliche Strukturen, in denen Bildung, Ausdrucksfähigkeit und rhetorisches Geschick oft vom sozialen Status abhängen.

Die Geschichte prangert subtil, aber deutlich an, wie der Zugang zu Sprache und Ausdrucksmöglichkeiten zur Frage des Geldes wird. In der Realität sind es oft wirtschaftliche Bedingungen, die darüber entscheiden, wie frei und wirksam jemand kommunizieren kann — sei es durch Bildung, kulturelles Kapital oder mediale Reichweite. Das Buch zeigt, wie diese Ungleichheit Machtverhältnisse verfestigt: Wer die Sprache kontrolliert, kontrolliert auch das Denken und Handeln anderer.

Gleichzeitig offenbart „Die große Wörterfabrik“ aber auch die Kraft weniger, aufrichtiger Worte, was die Bilder einfach zauberhaft einfangen. Pauls sparsamer, aber ehrlicher Ausdruck von drei, vermeintlich bedeutungslosen Worten von „Staub, Kirsche und Stuhl“ übertrifft schließlich die leeren, pompösen Phrasen seines reichen Rivalen. Damit stellt das Buch eine hoffnungsvolle Gegenbotschaft auf: Echtheit und Gefühl können materielle Nachteile überwinden.

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Erntedankfest – Selbstlernheft

Am ersten Sonntag im Oktober nutzen wir die Gelegenheit, um dem Gefühl der „Dankbarkeit“ Raum zu schenken. Das Erntedankfest ist ein besonderes christliches Fest, bei dem wir „Danke“ sagen – und zwar für all das Essen, das die Natur uns schenkt. Es wird gefeiert, um sich für die gute Ernte im Jahr zu bedanken. Die Menschen schmücken Kirchen, Häuser und Plätze mit Früchten, Gemüse, Getreide und Blumen.

Dieses Material greift das Jahresfest auf und wurde als Selbstlernheft rund um das „Erntedankfest“ und die Erntezeit im Herbst konzipiert. Es kann fächerübergreifend im Sachunterricht, Religion, aber auch im Ethikunterricht eingesetzt werden.

Neben dem Deckblatt findet sich hier eine Zusammenstellung an Arbeitsblättern mit den folgenden Überschriften:

  • Erntezeit
  • Reiche Ernte
  • Erntedankfest
  • Erntedank aus Bauernsicht
  • Dankbarkeit
  • Erntedankkorb
  • Bräuche zum Fest

Material zum Buch „Das Geschenk“ von Kobi Yamada

Im Jahr 2022 erschien das Bilderbuch „Das Geschenk“ von Kobi Yamada, mit der Botschaft das Leben als Geschenk anzusehen und zu erkennen, dass oft ein wenig auch schon genug ist. Es ist ein Appell an alle, einmal im Leben stehen zu bleiben und die Fülle des Reichtums um einen herum in den kleinen Dingen sehen zu lernen und wertzuschätzen. Der Autor stupst behutsam an und erzählt von Geduld, Dankbarkeit, Bescheidenheit und Zufriedenheit. Was geschieht, wenn etwas wirklich Wunderbares und Kostbares in dein Leben tritt? Erkennst du es? Schätzt du es? Siehst du es als das, was es wirklich ist oder erachtest du es als selbstverständlich?

Das Material zum Buch umfasst einige Übungen auf dem reproduzierenden Leseniveau, wo Schülerinnen und Schüler Lückentexte zum Buch ausfüllen oder Sätze in die richtige Reihenfolge bringen. Darauf aufbauend werden sie dafür sensibilisiert, wie sich das Erleben verändert, wenn man im Bewusstsein hat, dass es das letzte Mal sein könnte. Sie lernen, dass „zu viel“ von etwas auch ungesund oder schädlich ist. Es wird ein Bogen zur Anwendung des Wissens geschlagen, indem sie selbst als Experten agieren und anderen Kindern Ratschläge geben dürfen, bevor sie letztlich ihre ganz eigene wertvolle Schale mit etwas Kostbarem füllen dürfen.

ARbeitsheft zum Buch „Steinsuppe“

Zum Bilderbuch „Steinsuppe“ von Anais Vaugelade wurde eine Zusammenstellung an Arbeitsblättern konzipiert, die sich für den Einsatz in den Jahrgängen 3 bis 4 eignet. Einige Kopiervorlagen können aber auch schon im 2. Schuljahr der Grundschule genutzt werden. Neben der Thematisierung von Vorurteilen, wurden hier stets Denkanstöße unterbreitet, die textanalytische Denkprozesse herauskitzeln. Es gilt stets zwischen den Zeilen zu lesen und manche Szenen und Äußerungen deuten zu lernen. Der Einsatz des Materials ist sowohl im Deutsch- als auch im Ethikunterricht denkbar. Die Lehrkraft ist entsprechend frei, die für ihre Lerngruppe passenden Arbeitsblätter zusammen zu stellen. Lösungsblätter für den Zweck der Selbstkontrolle liegen dem Material bei.

Aus dem Inhalt:

  • Rezept schreiben mit abwechslungsreichen Satzanfängen
  • Geschehnisse in die richtige Reihenfolge bringen
  • Lückentext ausfüllen
  • schreckliche Wolfsgeschichte sammeln
  • Suchsel zum Buch
  • Fehlersuche im Brief des Wolfes
  • Antizipieren und Dialog mit dem Auerhahn aufschreiben

Impulskarten „Nur weil …“ – Lebensweisheiten zum Philosophieren mit Kindern

Einsatzbereich:

Die hier vorgestellten Satzanfänge orientieren sich an dem Bilderbuch „Nur weil…“ von Matthew McConaughey und können im Ethikunterricht oder auch einfach zwischendurch eingesetzt werden. Es ist auch denkbar, die Karten im Deutschunterricht zur Förderung der mündlichen Sprachhandlung, als Lückenfüller am Ende von Unterrichtsstunden und als Werkzeug zur Meinungsbildung und der Argumentationsfähigkeit zu nutzen. Die Antwortmöglichkeiten und Ergänzungen sind variationsreich zu sehen. Das Material ist daher multiprofessionell und somit vielfältig einsetzbar.

Hinweise zur Durchführung:

Die individuellen Satzergänzungen und Antworten geben einen Überblick über die Einstellungen, Sichtweisen, Vorerfahrungen, Sorgen, Ängste und die allgemeine Gefühlswelt der Kinder. Es sollte vorab betont werden, dass es keine richtigen und falschen Antworten gibt. Mithilfe der Impulskarten ist es möglich vertieft in den Austausch zu gehen und wichtige Hinweise zur Stärkung des Selbstkonzepts zu geben.

Matthew McConaughey – Nur weil …

Dieses Bilderbuch hält eine Vielzahl an Lebensweisheiten und Aufmunterungen für Groß und Klein bereit. In ausgewählten, thematisch voneinander unabhängigen Situationen werden hier einfühlsame Ermutigungen präsentiert. Jede Weisheit beginnt mit dem Satzanfang „Nur weil …“, gefolgt von der Ergänzung „…heißt das nicht…“ Hier werden gekonnt vermeintliche Widersprüche widerlegt.

Nur weil ihr Lachen wie ein Pfeil getroffen hat,
heißt das nicht, er bleibt auch stecken.

Es geht darum in Niederlagen nicht liegen zu bleiben und voller Zuversicht weiterzumachen. Auch wenn du keine Unterstützung bekommst, muss du selbst nicht zwingend hinschmeißen. Es geht darum, trotz Enttäuschung zu vergeben. Andere Meinungen zu akzeptieren und die Tatsache, dass es mehrere Wahrheiten gibt, sind genauso eine Lehre fürs Leben, wie viele andere Szenen aus diesem Buch.

Manche Darstellungen sind ehrlich und gar frech. Sie animieren dazu nicht alles auf die Goldwaage zu legen und sich und anderen Menschen mit ein bisschen Gelassenheit zu begegnen. Das Leben ist in einer ständigen Entwicklung und sollte nicht allzu starr gesehen werden. Das Buch soll ins Bewusstsein rufen, dass unsere Fehler uns nicht definieren. Wir müssen nicht perfekt sein, um gemocht und geliebt zu werden. Entscheidungen können neu getroffen werden und Meinungen revidiert werden. Wir entwickeln uns ständig weiter und das ist auch gut so.

Nur weil du sagst, du machst das schon,
heißt das nicht, du hältst dich dran.

Spannend wird der Einsatz dieses Bilderbuchs, wenn Kindern die Satzanfänge präsentiert werden, mit der Bitte das Ende zu ergänzen. So können schon die Jüngsten den Perspektivwechsel vornehmen und den Fortgang antizipieren.

Nur weil sie sagen, es ist so, heißt das nicht …
Nur weil du einmal heftig weinst, heißt das nicht …
Nur weil ich dir vergeben werde, heißt es nicht …
Nur weil wir gute Freunde sind, heißt es nicht …

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Achtsamkeit trainieren mit „Der achtsame Tiger“

Dieses Material wurde als Ergänzung zum Bilderbuch „Der achtsame Tiger“ von Przemystaw Wechterowicz konzipiert. Hier wird mit Vorurteilen aufgeräumt. Der Tiger wird von allen zwar allgemein als ein gefährliches Raubtier gesehen, doch er entpuppt sich als äußerst hilfsbereit und umsichtig. Die bunte Vielfalt der Dschungelwelt erfreut sich an seinen achtsamen Taten und täglich hat er alle Pfoten voll zu tun. Dabei kämpft er stets gegen die allgemeine Erwartung an, die angeblich seiner Natur entspringt und glänzt durch wohlwollende Verhaltensweisen.

Neben der Thematisierung von Vorurteilen und einem achtsamen Umgang mit sich und mit anderen, wurden hier zum Ende des Material vier Seiten als Beilage zur Prüfung passend zum Achtsamkeitstraining beigefügt. Es gilt für sich festzuhalten, wie man sich zukünftig achtsamer verhalten möchte und muss zudem drei Streitfälle lösen, in denen Kinder nicht unbedingt achtsam miteinander umgegangen sind. Bei Bedarf kann ein Gedicht zum Bilderbuch auswendig gelernt oder betont vorgetragen werden. Ein Urkunde als Krönung der Unterrichtseinheit liegt dem Material bei.

Alexandra Helmig und Valeria Docampo – Alva und das Leuchten der Erinnerung

„Oh ja!“, ruft er. „Ich liebe Kirsch-Sahne-Torte. Die gab es jeden Sonntag bei meiner Tante Lisbeth.“ Er strahlt über beide Ohren.
„Danke, dass du mich erinnert hast.“

Alva lebt auf einer einsamen Insel und schwillt in der Vergangenheit der Menschen. Jeden Tag poliert, entstaubt, pflegt und hegt sie ihre Erinnerungen, damit sie nicht verblassen. Dabei gibt es federleichte und fröhliche Erinnerungen, wie z.B. den ersten Kuss auf dem Dachboden. Dann wiederum begegnet Alva auch schweren Schicksalen, die besonders lange an der Sonne trocknen müssen.

Doch eines Tages kommen nur noch bruchstückhafte Erinnerungen bei ihr an. Sie begibt sich erstmals in die Stadt, um dem auf den Grund zu gehen. Die Menschen hasten an ihr vorbei. Jeder steckt in seiner eigenen Gedankenblase. Die Rastlosigkeit und das Gefühl des dumpfen Druckes hallt nach. Sie haben keine Zeit für das Jetzt und sind nicht mehr in der Lage wertvolle Erinnerungen abzuspeichern.

Alexandra Helmig skizziert eine realitätsnahe und doch gleichzeitig eine schmerzhafte Parabel auf die Rastlosigkeit der modernen Zeit. Das Lebensglück im Hier und Jetzt zu fühlen und zu begreifen – daran müssen wir uns erinnern und es leben. Valeria Docampo, die schon unzählige rührende Bilderbücher illustriert hat, wie z.B. „Im Garten der Pusteblumen„, schafft es auch hier eine gewisse Melancholie einzufangen. Das Autorenteam plädiert für das bewusste Erleben der Gegenwart und zeigt auf, wie nährend und rührend Erinnerungen sein können. Erinnerungen sind eine Schatzkiste, die es sich lohnt regelmäßig zu öffnen.

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Britta Sabbag und Igor Lange – Welcher Weg ist meiner?

Hallo Menschenkind.

Ja, ich meine dich. Genau dich! Wie schön, dich zu sehen!
Ich bin es, dein Weg. Aber sag, warum bleibst du stehen?
Zögerst du meinetwegen?

Dieses poetische Bilderbuch macht dem Bestseller „Vielleicht“ von Kobi Yamada eindeutig Konkurrenz. Der Lebensweg ist nicht immer einfach. Man stockt, verharrt, hinterfragt oder nimmt hin und wieder auch einmal eine falsche Abzweigung. Entscheidungen in ihrer kleinen oder großen Form begleiten uns täglich.

Einfühlsam nimmt die Autorin der Leserschaft den Druck jederzeit die perfekten und richtigen Entscheidungen treffen zu müssen. Es ist eine Botschaft für alle, die vielleicht das Gefühl haben, etwas orientierungslos an ihren Lebenspfaden zu stehen oder gar zu verharren. Und doch finden sich wertvolle Begleiter im Leben, die uns leiten, den richtigen Anstupser geben oder uns einfach Mut machen.

Das Menschenkind lernt auf sich zu vertrauen und macht Gebrauch von Werkzeugen, die es unterstützen. Da ist das Fernrohr, als Symbol für das Herz, welches eine weitere Sicht verspricht als unsere Augen es vermögen. Der Kompass ist das Bauchgefühl, welches intuitiv den richtigen Weg weist und da ist das Seil, ein mutiger Held, der selten pünktlich erscheint.

Bezaubernd ist auch die Bildsprache. Der Protagonist ist gewappnet mit seinen Utensilien und stellt sich dem Leben mit all seinen Hindernissen. Die vielen weißen Flächen lassen Raum für die Ungewissheit, die Entscheidungen mit sich bringen.

Grundschulkinder und ihre Eltern orientieren sich zum Ende des vierten Schuljahres ebenfalls neu. Was kommt nach der Grundschulzeit? Ist die Wahl der weiterführenden Schule die richtige? Damit kommen Ängste, Sorgen und vielleicht auch Unsicherheiten einher. Dieses Bilderbuch baut durch zuversichtlichen und liebevollen Zuspruch auf. Es animiert zum Tun statt zum ewigen Abwarten, denn sonst schwimmen einem sogar die Eisschollen davon. Unterrichtsideen und Umsetzungsvorschläge sind in hier zu finden.

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