Matthias Sodtke – Bist du krank, Rolli-Tom?

„Nulli und Priesemut bekommen Besuch von Nullis ehemaligem Schulfreund. Als den beiden bewusst wird, dass Tom nicht mehr laufen kann, reagiert Nulli mit Betroffenheit, Mitleid und Fürsorge. Und Priesemut? Der ist anscheinend nur daran interessiert, ein paar Runden mit dem Zauber-„Rolli“ zu drehen – und das macht Nulli wütend …“

Noch nie in ihrem Leben haben Nulli und Prisemut einen Rollstuhl gesehen, umso höher ist das Interesse daran, als sein alter Schulfreund bei ihnen aufkreuzt. Jedoch weiß Nulli, der Hase, nicht was das bedeutet und zieht Tom kurzerhand aus seinem Stuhl, um mit ihm ein paar Hacken zu schlagen. So muss Tom den beiden erst einmal erklären, dass seine Beine seit einem Unfall „schlafen“. Nulli missversteht diese Botschaft und ermuntert ihn, dass es ihm auch manchmal passiert, es sich jedoch wieder legt. Es wird sehr vorsichtig mit dem Thema „Behinderung“ umgegangen und als nichts schlimmes oder hinderliches dargestellt. Tom ist lediglich anders. Als Nulli begreift, dass sein Freund nicht laufen kann, reagiert er mit übertriebener Fürsorge: Er schiebt ihn aus der Sonne, bringt ihm ein Getränk in einem Schnabelbecher und ein weiches Kissen für seinen kaputten Rücken. Irgendwann reicht es Tom und er fordert Nulli auf mit diesem Verhalten aufzuhören, denn ihm fehlt nichts, denn er ist nicht krank, er kann nur nicht laufen! Viele Menschen mit Behinderung möchten von ihrer Umwelt „normal“ behandelt werden und genau dafür sensibilisiert dieses Buch. Es wird sehr behutsam darauf eingegangen und bei dem anschließenden gemeinsamen Radeln wird hervorgehoben, dass sich Freundschaft durch das gemeinsame Lachen und Spaß haben auszeichnet.


Dieses Buch im Miniformat darf in keiner Klassenbücherei fehlen! Ein wichtiges Thema, welches sehr vorsichtig und überlegt angegangen wird.

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Bist du krank, Rolli-Tom?: Band 17. Nulli und Priesemut bei amazon.de

Dagmar Hoßfeld – Conni, Mandy und das große Wiedersehen

Die Klasse 6a wird von ihrer Lehrerin, Frau Lindwurm aka „the dragon“ mit einer aufregenden Neuigkeit überrascht. Ein Gegenbesuch in England steht an! Conni freut sich riesig endlich ihre Austauschschülerin Mandy wiederzusehen. Jeder bekommt die Aufgabe eine Liste mit 10 To-do bzw. To-see Punkten zu erstellen. Die Vorfreude ist riesig!
Ganz auf sich alleine gestellt in einem fremden Land… Auch der Ausflug nach London birgt so einige Abenteuer. Da wäre die Unberechenbare „tube“, das schreiende Kind bei Mandy zu Hause und das Liebeswirrwarr mit Phillip. Die Abschlussparty scheint perfekt, um herauszufinden ob Phillip sie denn nun auch mag…

Dieser Band ist die Fortsetzung von „Conni and the exchange student“ und Conni wird in diesem Band nun langsam erwachsen. Das Thema „Verliebtsein“ rückt immer deutlicher in den Vordergrund. Die Beschreibungen von Brighton und teilweise von London sind für diejenigen, die die beiden Städte besucht haben, eine Wonne. Man hat die Pier mit ihren Spielzeugautomaten vor Augen, die faszinierende Hauptstadt mit all ihren Besonderheiten. Die Beschreibungen der ganzen Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten von England (Eurotunnel, Pfund, Guardwechsel etc. ) fand ich jedoch zeitweise übertrieben lehrreich. Sie wurden nicht wirklich in die Geschichte eingeflochten, sondern wirkten zu sehr aufgesetzt. Es las sich manchmal wie ein Lexikoneintrag und störte den Erzählfluss. Nichtsdestrotz ist die Handlung immer spannend gewesen, die ganzen Missgeschicke und Turbulenzen haben eine Prise Witz in die Geschichte gebracht.
Hier ist sich die Autorin wieder treu geblieben und hat die lustigen Deutsch-Englisch-Mischmasch-Phrasen miteingebunden, die Jedem ein Schmunzeln abverlangen werden.

Eine Kaufempfehlung für alle Mädchen ab 10, denen ein Austausch bevorsteht oder als Anregung für die Entscheidung dafür.


Conni & Co, Band 6: Conni, Mandy und das große Wiedersehen bei amazon.de

Matthias Sodtke – Das ABC

„Lesenlernen kann richtig Spaß machen! Ganz besonders mit den beiden ungleichen Freunden Nulli & Priesemut, die hier in lustigen Gedichten das ABC vorstellen.“

In einem kurzen Vorwort wird dem jungen Leser erläutert, weshalb das Lesen so wichtig ist und wo überall wir geschriebene Wörter wiederfinden. Jedem Buchstaben wird eine Doppelseite gewidmet, wobei auf der rechten Seite viele lustige Bilder den Vers bzw. das Gedicht verbildlichen. Der jeweilige Buchstabe wird im Text rot hervorgehoben, wobei kein Unterschied zwischen dem Phonem und Graphem gemacht wird. Der Buchstabe C taucht rot abgebildet sowohl in Circus, als auch in schauen und gleich auf. Sehr wissbegierige Kinder können hier schon darauf aufmerksam gemacht werden, dass Buchstaben in Verbindung mit anderen Buchstaben anders klingen. Nulli und Priesemut-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten. Mal schwitzen Nulli und Priesemut in der Sonne, dann spielen sie den Circusclown, verspeisen ihr Lieblingsessen, die sogenannten Brummer, erleben gemeinsam die vier Jahreszeiten und haben bei all den Abenteuern immer ganz viel Spaß zusammen. Besonders Kindern machen Reime sehr viel Spaß und so ist die Aufmerksamkeit dem Vorleser garantiert.

Ein tolles Geschenkbuch für alle i-Dötzchen! Dieses Buch passt perfekt in die Schultüte!

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Nulli & Priesemut. Das ABC bei amazon.de

Fructuoso Navarro – HDR Fotografie

„HDR-Fotografie hält neue, spannende Ausdrucksformen für künstlerisches Fotografieren bereit, die Sie mit diesem Buch erkunden. Entdecken Sie die Spielräume, die sich zwischen Originaltreue und freier Kreativität auftun! Fructuoso Navarro zeigt Ihnen ausführlich die grundlegenden HDR-Techniken – von der Aufnahme und den Kameraeinstellungen bis hin zum HDR-Rendering und dem anschließenden Tone Mapping. Daneben beschreibt er detailgenau fünf Möglichkeiten der Aufnahme und passt die jeweiligen Konzepte an verschiedene Aufnahmebedingungen an. Außerdem bringt er Ihnen zusammen mit international bekannten Kollegen wie Trey Ratcliff, Tony Sweet und Kim Shatwell die HDR-Fotografie mit vielen Bildbeispielen unterschiedlicher Fotogenres näher.“

Kaum ist das neue Objektiv, welches ich mir zur Ferienzeit gegönnt habe, da, habe ich mich näher mit der HDR-Fotografie beschäftigt. Es ist doch erstaunlich was man alles aus Bildern machen kann. Dieses Buch beeindruckt zuerst durch dieses Titelbild mit viel Tiefe und Details und aber auch durch den dicken und stabilen Einband. Das rote Lesebändchen erleichtert das schnelle Auffinden der zuletzt gelesenen Seite. Gegliedert wurde das Buch in sieben Kapitel. Im ersten Kapitel mit dem Untertitel Grundlagen finden grundlegende Begriffe Erwähnung. Was hat der Belichtungswert, die Belichtungsmessung, der ISO-Wert mit der HDR-Fotografie zu tun? Was bedeutet Luminanz und Reflexion in diesem Zusammenhang? In den nächsten Kapiteln wird auf die Motive an sich eingegangen und aber auch welche Ausrüstung für das Fotografieren mit HDR benötigt wird. Nach der Aufnahme folgen natürlich noch weitere wichtige Schritte: Verwaltung, Verarbeitung, Postproduktion. Es wird einige Male darauf eingegangen, dass dieses Buch für Fortgeschrittene empfohlen wird und so habe ich mich als Hobbyfotografin zeitweilen ziemlich überhäuft an allen möglichen Informationen gefühlt und musste den einen oder anderen Begriff auch nachschlagen. Sehr hilfreich fand ich besonders die Fotos, die immer wieder zur Verdeutlichung herangezogen wurden. So lösten sich meine inneren Fragezeichen oft doch wenig später in Luft auf. Und da meine Lehrerpersönlichkeit hier und da doch durchkam, musste ich über die  sehr häufig auftretenden Rechtschreibfehler bzw. Tippfehler stolpern. Hier wäre eine genauere review notwendig. Zwischendurch werden aber auch die Werke von anderen talentierten Fotografen vorgestellt. Herausstechend fand ich persönlich die Fotografien von Tony Sweet, über 10 Seiten werden seinen Werken gewidmet, einfach ein Augenschmaus!

Die mitgelieferte DVD enthält einige Belichtungsreihen und worüber ich mich ganz besonders gefreut habe, eine Testversion des HDR-Programms Photomatix.


Dieses Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise von www.addison-wesley.de und www.bloggdeinbuch.de zur Verfügung gestellt.

Für alle die an der HDR-Fotografie interessiert sind und ein Grundwissen bereits mitbringen, ist dieses Buch eine Kaufempfehlung!

Zu diesem Buch findet ihr hier weitere Informationen …

Poly Bernatene – Der Tag, an dem die Nacht nicht kam

„Wenn die Sonne untergeht, Mond und Sterne am Firmament aufziehen, dann wird es Nacht. Eines Tages jedoch geschah etwas Seltsames … Ein Bilderbuch voller Poesie, das ganz ohne Worte auskommt.“

Ein Bilderbuch, welches genau wie „Gute Reise, kleine Wolke“ ganz ohne Worte auskommt. Dafür beeindrucken umso mehr die Bilder, die schon fast wie 3D wirken. Es ist wahnsinnig viel Tiefe, Perspektivwechsel, Farbenspiel eingebunden und begeistert nicht nur die Kleinen. Bernatene ist ein begnadeter Zeichner und schickt die Betrachter auf eine Reise, in der die eigene Fantasie zur Ausgestaltung der Geschichte genutzt werden soll. Ausgesprochen viele Details laden zum Verweilen und Betrachten ein. Der Handlungsverlauf lässt sich jedoch nicht so leicht erschließen. Vielleicht verwirrt mich auch nur die Anordnung von bis zu neun kleinen Bildern auf einer Seite. Das Erzählen fiel mir daher auch nicht so einfach wie bei der kleinen Wolke. Was die drei Bilder von der Karte verdeutlichen sollen, habe ich bis heute nicht durchdrungen. Aber vielleicht ist es auch einfacher als ich denke und es geht nur darum, dass die Sterne aus diesem Sack befreit werden müssen?! Das Gute bei diesen Büchern bleibt jedoch, dass es kein richtig und kein falsch gibt.

Ein ausgesprochen schön illsutriertes Bilderbuch, welches sich vor allem für die ganz Kleinen wunderbar als „Gutenacht-Betracht-Buch“ eignet.


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Friederun Reichenstetter und Hans-Günther Döring – Wie kleine Igel groß werden

„Vier klitzekleine Igelkinder sind geboren – mitten im Sommer. Noch haben sie ganz zarte Stacheln, bald aber sind sie groß genug, um die Welt zu erkunden. Die Igelmutter bringt ihnen alles bei: wo sie Futter und Wasser finden, wie sie sich vor Raubtieren verstecken und wo sie ihren Winterschlaf halten können. Denn auch Igelkinder müssen lernen!“

Die Lebenswelt der Igel ist ein sehr spannendes Thema und gehört auch in der Grundschule zum festen Bestandteil des Sachunterrichts. Friedrun Reichenstetter teilt das Buch in 13 Kapitel ein, für die sie jeweils eine Doppelseite widmet. Die angesprochenen Gebiete sind die folgenden: Aufgewacht!; Guten Appetit!; Wer schleicht durch die Nacht?; Der Tag beginnt; Ein Igel wollte Hochzeit machen; Willkommen, ihr Igelkinder!; Igelkind, pass auf!; Auch Igelkinder müssen lernen; Der Herbst ist da; Zeit für den Winterspeck; Leise rieselt der Schnee; Gerettet! und Zauberhafte Winterstille. Dabei wird ebenfalls aufgelistet was der Igel am liebsten frisst (dazu gehört keine Milch und weder Salatblätter noch Obst!), wer zu seinen Feinden gehört und was man machen sollte, wenn man einen Igel findet. In den vorletzten Seiten finden die „Igelfreunde“ weitere Informationen zum Igel, wie z.B. die Anzahl der Stacheln, die Größe, Anzahl der Zähne und eine Adresse eines Vereins, der einem sagen kann wo eine Station für kleine und kranke Igel in der Nähe zu finden ist. Das Buch schliesst mit einem Bildregister, mit den im Buch erwähnten Tieren und den dazugehörigen Seitenzahlen.
Diesem Bilderbuch ist zusätzlich noch eine wunderbare CD beigelegt. Eine sehr angenehme Männerstimme leitet durch das Buch und wird von dem Schnüffeln eines Igels und dem Zwitschern von Vögeln begleitet. Man hat den Eindruck als wäre man live dabei und würde den Igel bei seiner Futtersuche begleiten. Das Buch ist sehr anschaulich gestaltet und überfrachtet das Kind nicht mit zu vielen Informationen, es ist sehr bedacht dosiert und mit viel Detailtreue illustriert!

Kindgerecht und spannend! Für Igelfreunde ein Muss!


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Dagmar Hoßfeld – Conni and the exchange student

„How exciting! A British school class is coming to visit. And one of the exchange students is going to stay with Conni and her family. Canni can’t wait to meet Mandy from Brighton. She sounds really nice in the letter she has written. But when the British  kids finaly arrive Conni is in for a big surprise!“

Dagmar Hoßfeld greift genau die Themen auf, die Elfjährige eben beschäftigen: Schule, Freunde, die nervigen und manchmal auch lieben Geschwister, das Verhältnis zu den Eltern, die „cute boys“ aus der eigenen Klasse und in diesem Band besonders der Schüleraustausch mit einer britischen Schule. Dieser Band wird ab elf Jahren empfohlen, obwohl ich das sprachlich schon sehr anspruchsvoll finde. Zwar finden sich auf jeder Seite bis zu fünf Übersetzungen, doch es sind vor allem die Redewendungen, die einer genauen Erklärung bedürfen. Allerdings trägt auch der Kontext erheblich zum Verständnis bei, sodass nicht unbedingt jedes Wort verstanden werden muss, um den Sinn zu erfassen. In diesem Band wird ein sehr beruhigendes und idyllisches Familienleben beschrieben. Hier ist die Welt noch „in Ordnung“ und das ein oder andere Abenteuer in einem fremden Land, was durchaus realistisch ist, bringt die gewünschte Würze in diese Geschichte. (Davon hätte ich mir vielleicht etwas mehr gewünscht.) Es sind doch gewisse Dinge, die sich von Land zu Land unterscheiden und eine persönliche Stärke bedürfen, um damit fertig zu werden.
Was ich besonders sympathisch und unterhaltsam fand, waren die Wortfindungsschwierigkeiten und der Switch zwischen Deutsch und Englisch. Da sind so manche urwitzige Wortkreationen entstanden. Auch das symbolisiert die Realität, wenn man sich in einer fremden Sprache unterhält, fallen einem nicht sofort die richtigen Wörter ein, man muss sich nur zu helfen wissen und das können Mandy und Conni ganz wunderbar. Außerdem wird den Jugendlichen der Schüleraustausch schmackhaft gemacht und all die Ängste, die man vorher halt so hat, genommen.

Ein schönes Geschenk für Mädchen, die ihr Englisch verbessern möchten oder auf die ein Schüleraustausch zukommt.


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Julia Boehme und Franziska Harvey – Tschüss, kleines Muffelmonster!

Eines Morgens entdeckt Moritz unter seinem Bett ein kleines struppiges Monster. Doch dieser ist gar nicht gut gelaunt und tritt mit voller Wut gegen den Bettpfosten. Das Monster ist so schlecht gelaunt, dass es nun sichtbar geworden ist. Es schimpft, es tritt,  es motzt. Doch das Monster möchte gute Laune haben, um wieder unsichtbar zu werden und so entschliesst sich Moritz ihm zu helfen. Doch wie schafft man es einem missmutigen Monster gute Laune zu machen? Da muss sich Moritz mächtig etwas einfallen lassen …

Also mich persönlich brachte bereits das Bild vom Muffelmonster auf dem Titelblatt zum Schmunzeln. Die Schlechtelaune-Mimik ist so fantastisch eingefangen, dass es kaum besser geht. Dieses Buch könnte schon fast als ein Ratgeber für Kinder durchgehen: „Wie schlechte Laune ratzfatz verschwindet“. In diesem Buch sind etliche Tipps zu finden, was man denn nun gegen schlechte Laune machen kann. Moritz gibt sich alle Mühe, doch so leicht macht es ihm das Monster dann doch nicht. Es geht auch darum, wie man auf Freunde zu geht, denen es nicht so gut geht und sie aufmuntert und aufheitert. Die Prise Sensibilität ist super eingehäkelt, sowohl aus der Perspektive von Moritz, als auch von dem kleinen süßen Monster.
Dieses Buch kam super in einer ersten Klasse an! Die Kinder betiteln sich nun auch tatsächlich „Muffelmonster“, wenn jemand etwas kratzig und borstig erscheint 🙂 und nun haben sie auch durch das Buch genug Tipps bekommen, wie sie das ändern können.

Eine tolle Thematik mit einem liebenswürdigen Helden!

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Susa Hämmerle und Dorothea Tust – Abenteuer Spielplatz

“ Lotte und Lukas entdekcen die aufregende Welt der Technik und Physik am Beispiel des Spielplatzes: Wodurch kann man noch schneller rutschen? Wie hebt das Enkelkind auf der Wippe spielend leicht den Opa? Und was hat die Schaukel mit dem Hypnose-Pendel gemein? Auf kindgerechte, informative und humorvolle Art erklärt Susa Hämmerle das Thema Kräfte und Bewegung.“

Auch in diesem Band leiten Lotte und Lukas den jungen Leser durch die Welt der Physik und erklären in welcher Position man auf einer Rutsche im Schwimmbad am schnellsten nach unten kommt. Was Pferdekraft und Anrennkind gemeinsam haben oder wer Richard Rodriguez und George de Mestral  sind. Auch hier gibt es wieder sehr spannende und leicht ausführbare Experimente, wie z.B. Eimerschwapp oder das Krokodil-Spiel. Spielplatz ist natürlich sehr nah an der Lebenswirklichkeit der Kinder angeknüpft, denn jedes Kind war bereits auf einem Spielplatz. Ich wurde jedoch den Eindruck nicht los, dass viele Informationen, die hier geboten werden, doch etwas unnütz sind. Jedes Kind weiß, wie man seinen Körper auf einer Schaukel verlagern muss, dafür braucht man nicht unbedingt eine Zeichnung, die es noch einmal verdeutlicht. Auch die ganzen Erfinder von Karussells oder Achterbahnrekordfahrern, sind nach einmaligem Lesen wieder vergessen. Muss man das wissen? Ich bezweifle es!
Dieses Buch ist für mich sehr unübersichtlich und greift einzelne, zum Teil wirklich spannende Sachen heraus, aber schafft es nicht das Ganze „rund“ aussehen zu lassen. In der Praxis wurde dieses Buch von den Grundschulkindern eher nicht beachtet, bzw. nach zwei Seiten wieder beiseite gelegt. Viele Berichte bedürfen weiterer Erklärungen. Es kamen dann auch Fragen wie: „Was haben Geweihtiere mit einer Wippe zu tun?“ oder „Was ist kraxeln?“. Die Kinder haben die Erläuterungen der Phänomene nicht mit der „Sache“ verknüpfen können und so blieb vieles leider unverständlich.

Vereinzelt gute Berichte, doch als Ganzes sehr verschlüsselt.

Abenteuer Spielplatz (mit DVD): Entdecke die Kräfte der Bewegung bei Amazon

Annette John – Deadline 24

Die Menschen leben als Gefangene unter selbst erbauten Kuppelfarmen, die ihnen Schutz vor seltsamen und mörderischen Kreaturen, sogenannten Hybriden, bieten. Diese treiben tagsüber ihr Unwesen und verschlingen alles, was sich ihnen in den Weg stellt. So lebt auch Sally Hayden mit ihrer blinden Mutter, ihrem Großvater und ihrem Bruder Paul auf so einer Farm im Ödland. Doch eines Tages taucht ein Flugobjekt auf, das Paul auf die Welt da draußen neugierig macht und ihn dazu verführt  der Ödnis zu entfliehen. Doch noch ahnt er nicht, dass die Hybriden nicht die einzige Gefahr darstellen, die da draußen lauert. Lediglich die Visionen der Hayden-Frauen, gesandt von dem mysteriösen Windmann durch die verschlüsselte Nachricht „Deadline 24“, können etwas Klarheit in das Durcheinander bringen.

Dieses Cover passt zum Inhalt des Buches wie die Faust aufs Auge. Sally einsam und allein in einer menschenleeren Ödnis, umwebt von einem Bienenwabenmuster, welches einem Gefängnis gleicht. Ein böser Traum der Zukunft ist wahr geworden, die Menschheit ist dabei auszusterben und es geht zurück zu den Wurzeln, gleich dem Motto „Morgen wird wie gestern sein!“ Keine Spur von hochentwickelten Gerätschaften, man besinnt sich auf das Wesentliche und kehrt zurück zur Farmarbeit. Jetzt wo mittlerweile Autos entwickelt wurden, die lediglich durch die Gedankenkraft gesteuert werden, ist diese Vision der Zukunft nun wirklich nicht diejenige, die die meisten von uns sich vorstellen können. Doch genau hier liegt der Reiz des Ganzen. Die Geschichte ist anders und man möchte als Leser natürlich erfahren, was denn nun aus der hochentwickelten Technologie geworden ist. Der Leser wird für die Auflösung ganz schön lange hingehalten und nun ja man braucht dafür viel Fantasie. 🙂

Doch es gibt nicht nur Hybride, sondern andere Wesen wie die Spuckvipern, Orge, Grogonen, Memoranden, Trugnebel und mysteriöse Windmännern, die ihr Unwesen treiben. Annette John gelingt es wunderbar diese surreale Welt zu beschreiben. Der Schreibstil ist nicht sonderlich anspruchsvoll, lässt sich aber  flüssig lesen. Die Protagonistin wird sympathisch, mutig und authentisch dargestellt. Ich hätte mir lediglich gewünscht etwas mehr von Sallys Welt auf der Farm mitzubekommen. Daher blieb die Farm und das Leben auf dem Ödland für mich etwas undurchsichtig und oberflächlich. Es dauerte nicht lange, bis es die ersten Abenteurer an die Tür klopften  und ich muss gestehen, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und zum Teil bis 1 Uhr nachts weitergelesen habe, obwohl ich am nächsten Tag bereits früh raus musste. Die Geschichte ist spannungsgeladen und fesselt. Von der Auflösung und dem Ende war ich dagegen etwas enttäuscht. Obwohl ich die Botschaft dahinter sehr gut finde und die Einstellung zu den Entwicklungen zum Teil  gut nachvollziehen kann. Das Ende war für mich jedoch  leider sehr „märchenhaft“ und unglaubwürdig.

Ein fesselndes Fantasy-Buch, welches die Zukunft einmal anders schildert und den Leser gut unterhält.


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