Würfellesen als Lautlesemethode – Material

Eine spielerische Methode der Leseförderung, die das flüssige Lesen und die Dekodierfähigkeit steigert, ist das Würfellesen. Diese kann bereits im 1. Schuljahr eingesetzt werden und fußt bei vielen auf großer Motivation.

Das Würfellesen ist eine Form der Lautlesemethode, die Wiederholung und Training im Fokus hat. Es empfiehlt sich, bei der Einführung im Anfangsunterricht mit der Partnerarbeit zu starten. Am besten wird der Ablauf visuell gestützt und im Plenum an einer Probehandlung verdeutlicht. Zunächst liest jedes Kind den vorgegebenen Abschnitt oder Text leise für sich. Schwierige Wörter werden anschließend im Gespräch geklärt und ihre Bedeutung besprochen. Nun wird entschieden, wer den Lesewürfel zuerst würfelt.

Nach den Feldern „ICH“, „DU“ und „WIR“ wird bestimmt, wer nun den Text halblaut vorliest, während die anderen halblaut mitlesen. Anschließend würfelt das nächste Kind. Wenn das Kind beim Vorlesen stockt, wird es von anderen behutsam korrigiert und verbessert. So wird durch Wiederholung die Leseflüssigkeit gesteigert. Die Länge der Lesetexte kann je nach Lernstand der Kind variieren. Im 1. Schuljahr können es Leseteppiche mit Silben und kurzen Wörtern sein, die dann in den weiteren Jahrgängen auf eine Länge von 200-400 Wörtern pro Text steigen können.

Als Visualisierungshilfe kann eine Übersicht mit den einzelnen Schritten im Klassenraum aufgehangen werden. Zum Basteln von Lesewürfeln kann der Vordruck auf festes Papier kopiert werden. Alternativ können Taschenwürfel mit Einstecktaschen genutzt werden, um dort die Kärtchen zu hinterlegen.

„Die kleine Eins“ – Unterrichtsmaterial Klasse 1

Dieses Heftchen basiert auf dem Bilderbuch „Die kleine Eins“ von Felix Walk und greift thematisch die Geschichte der Zahlen auf. Die kleine Eins fühlt sich einsam. Sie glaubt die einzige Zahl weit und breit zu sein. Doch dann entdeckt sie Fußspuren, denen sie folgt und trifft daraufhin auf die gekrümmte Zwei. So wird die Zahlenwelt immer bunter. Letztlich trifft die kleine Eins, die sich unter den anderen Zahlen zwar nicht mehr einsam, aber furchtbar klein fühlt, auf die winzige Null. Zusammen und nebeneinander können sie Großes bewirken.

Während das Buch den Kindern im Unterricht vorgelesen wird, dürfen sie die Seiten im Übungsheftchen zu den jeweiligen Zahlen bearbeiten. Hier wurden Zuhör- und Verständnisaufgaben inkludiert. So geht es darum, nur Bilder mit Gegenständen und Dingen auszumalen, die im Buch auch erwähnt werden. Zu jeder Ziffer wurde zudem eine DIN-A5 Seite beigefügt, die das Nachspuren und formklares Schreiben der Ziffern anbietet. Zusätzlich dürfen die Plättchen passend zur Zahl angemalt werden, um die Zahlvorstellung zu stützen.

Ryan T. Higgins – Wir essen keine Mitschüler

Penelope Rex ist ganz aufgeregt, denn sie wird endlich zum Schulkind. Ein bisschen mulmig ist ihr dabei dennoch. Sie hofft, dass ihre Mitschüler nett sind und sie schnell Freunde findet. Doch dann frisst sie alle auf. Menschenkinder sind nämlich lecker. Ihre Lehrerin schimpft mit Penelope und bittet sie, die verschluckten Kinder wieder auszuspucken.

Doch obwohl Penelope gehorcht, wächst von Tag zu Tag der Unmut ihrer Mitschüler. Sie wird fortan beim Spielen ignoriert, ihre gemalten Bilder finden keine Beachtung und der Platz neben ihr bleibt stets leer. Sie fühlt sich einsam. Die Kinder haben Angst vor Penelope.

Nur Walter, der Goldfisch im Aquarium des Klassenzimmers, zeigt keine Furcht. Um sich mit dem Fisch anzufreunden, steckt Penelope ihren Finger ins Wasser. Doch Walter schnappt zu und Penelope weint bitterlich. Ab diesem Zeitpunkt hat sie ihren Appetit auf ihre Mitschüler verloren.

Dieses comicangehauchte Bilderbuch skizziert sehr gut, welche Auswirkungen negatives Verhalten eines Mitschülers auf eine Gruppe hat. Die Sonderrolle des Unruhestifters loszuwerden, ist für viele gar nicht so einfach. Sie werden gemieden und ignoriert. Mit einem zwinkernden Auge lässt der Autor den Fisch Penelopes Verhalten spiegeln. Gleich der Redewendung „Was du nicht willst was man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!“ lernt das Dinosaurier-Mädchen, dass man das Verhalten vermeiden sollte, was einem selbst nicht recht wäre.

Zum Bilderbuch können in der Grundschule „Quiz-Fragen“ in der freien bzw. verbindlichen Lesezeit eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Fragekarten und können diese in Einzel- oder Partnerarbeit schriftlich beantworten. Die Nummerierung soll den Kindern helfen sich zu orientieren, welche Fragen sie bereits bearbeitet haben. Dem Material wurden mögliche Lösungen beigelegt. Diese können auf die Rückseite gedruckt oder gesondert zu Selbstkontrollzwecken im Freiarbeitsregal platziert werden. 

(Amazon-Link)

Erste Wochen in der Schule – Das kleine WIR in der ersten Klasse

Die ersten Schulwochen nach der Einschulung bekommen Kinder Zeit, um anzukommen und ihre Klassenkameraden kennen zu lernen. Bei der Zusammenstellung der Aufgabenformate wurde darauf geachtet, dass die Arbeitsblätter Gesprächsanlässe bieten, wie gemeinsam gelernt werden kann, dass das WIR-Gefühl, sprich das Zusammengehörigkeitsgefühl in Verbindung mit Achtsamkeit, möglichst groß wird und bleibt.

Diese 15 Arbeitsblätter sind an das Bilderbuch „Das kleine WIR in der 1. Klasse“ angelehnt, welches eine gute Einstiegslektüre zur Thematisierung vom gemeinsamen Lernen in der Schule darstellt. Es empfiehlt sich, die Kapitel nach und nach zu lesen und darüber in den Austausch zu gehen.

Die Kopiervorlagen können als gebundenes Arbeitsheft oder in einer Lerntheke ausgelegt werden. Die Aufgaben sind ohne Lesefertigkeiten gut zu bearbeiten. Besonders zu Beginn der Arbeit mit Arbeitsblättern ist darauf zu achten, die ersten Schritte, wie die Beschriftung mit dem Namen und die Klärung der Operatoren gemeinsam zu besprechen, damit die Aufgabenstellung allen Kindern klar ist.

Aus dem Inhalt:

Buchcover und Buchbewertung
Hören und malen
Puzzleteile vom Klassenraum
Schultüte
Federmappe
Schultasche und Turnbeutel
Leibspeise
Herzensmenschen
Zusammen geht es leichter
Immer zwei sind gleich
Unterrichtsfächer und Interessen
Zählen und benennen
Malen nach Zahlen

Schulstart – Spiralsätze zum Schuljahresbeginn

Die Abschreibkartei „Schulstart“ eignet sich zum Wiedereinstieg nach den Sommerferien. Inhaltlich stellen sich Kinder vor, die ihre Erwartungen, Wünsche und Vorfreuden auf das neue Schuljahr mitteilen. Thomas kann den Mathe-Wettbewerb nicht erwarten und Lea freut sich unheimlich auf die anstehende Klassenfahrt.

Die Spiralsätze-Kartei liegt in zweifacher Differenzierung vor und kann bereits ab Klasse 2 in der Grundschule eingesetzt werden. In der einfachen Version, die mit einem Stern versehen ist, sind Sätze ohne Worttrennung aneinandergereiht und in einer Spirale verdreht. Die Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler ist es, beim Abschreiben die Wortgrenzen zu beachten und die entsprechenden Satzschlusszeichen zu setzen. In der schwierigen Version gilt es zudem auf die Groß- und Kleinschreibung zu achten, da alles in Großbuchstaben abgedruckt ist. Doppelseitig kopiert, können die Kinder ihre Ergebnisse selbstständig kontrollieren.

Unterrichtsmaterial zum Bilderbuch „Das NEINhorn“

Dieses Materialpaket beinhaltet zum einen eine Sammlung an 12 Arbeitsblättern zum Bilderbuch „Das NEINhorn„, aus der die Lehrkraft selektiv Angebote für den Einsatz in ihrer Lerngruppe aussuchen kann. Die meisten Aufgaben sind für die Klassen 3-4 vorgesehen. Vereinzelt können Kopiervorlagen auch schon im 2. Schuljahr Verwendung finden. Es wurde darauf geachtet, die Bereiche „Zuhören“, „Lesen“, „Schreiben“ und „Sprache untersuchen“ zu berücksichtigen.

Aus dem Inhalt:

  • QR-Code einscannen: Hörbuch hören und Fragen beantworten
  • Suchsel
  • Lückentexte
  • Verständnisfragen
  • Lesen und schreiben
  • Geschichte weiterschreiben
  • Lustige Tiere erfinden

Die Hüpfdiktat-Kartei wurde in ihrer 2-fach differenzierten Form für die Jahrgänge 2 – 4 konzipiert. Diese kann in der Freiarbeit genutzt werden. Es eröffnet einen spielerischen Zugang, um das fokussierte Abschreiben zu üben. Die Schülerinnen und Schüler folgen der Fährte, puzzeln die vorgegebenen Satzbausteine zu Sätzen zusammen und schreiben sie in ihr Heft. Es empfiehlt sich, die Lösungen auf der Rückseite zu Selbstkontrollzwecken abzudrucken.

Die einfachere Variante mit einem Stern beinhaltet kürzere Sätze, während die anspruchsvollere Variante umfangreichere Sätze berücksichtigt. Die Kartei mit zwei Sternen fordert zudem die Kinder heraus, selbstständig die Satzschlusszeichen zu setzen und auf die Großschreibung der Satzanfänge zu achten.

Schulabschluss in der Grundschule mit „Welcher Weg ist meiner?“

Dieses Material wurde zum Bilderbuch „Welcher Weg ist meiner?“ von Britta Sabbag konzipiert. Es behandelt Ängste und Unsicherheiten vor großen Entscheidungen, wie z.B. die Wahl der weiterführenden Schule.

Es nimmt Kindern den Druck und schenkt ihnen Zuversicht, dass Lebenswege ihre ganz eigenen, individuellen Pfade haben. Hinter jeder Kurve können sich Wunder verstecken. Es ist wichtig weiterzugehen und sich mutig den Herausforderungen zu stellen. Die Schülerinnen und Schüler bekommen konkrete Begleiter an die Hand, die ihnen das Weitergehen und Handeln erleichtern.

Im Material sind 13 Arbeitsblätter zum Buch enthalten. Zudem wurden farbige Bildkarten und dazu passende Wortkarten berücksichtigt, um den Wortschatz auch mit DaZ-Kindern zu erarbeiten. Impulskarten mit philosophischen Fragestellungen laden zum Debattieren und zum mündlichen Sprachgebrauch ein. Ein kleines Ratespiel kann zu Differenzierungszwecken eingesetzt werden, in dem es darum geht die Begleiter entsprechend ihrer Funktion und ihrem Zweck einzuordnen und das erworbene Wissen zu festigen.

Britta Sabbag und Igor Lange – Welcher Weg ist meiner?

Hallo Menschenkind.

Ja, ich meine dich. Genau dich! Wie schön, dich zu sehen!
Ich bin es, dein Weg. Aber sag, warum bleibst du stehen?
Zögerst du meinetwegen?

Dieses poetische Bilderbuch macht dem Bestseller „Vielleicht“ von Kobi Yamada eindeutig Konkurrenz. Der Lebensweg ist nicht immer einfach. Man stockt, verharrt, hinterfragt oder nimmt hin und wieder auch einmal eine falsche Abzweigung. Entscheidungen in ihrer kleinen oder großen Form begleiten uns täglich.

Einfühlsam nimmt die Autorin der Leserschaft den Druck jederzeit die perfekten und richtigen Entscheidungen treffen zu müssen. Es ist eine Botschaft für alle, die vielleicht das Gefühl haben, etwas orientierungslos an ihren Lebenspfaden zu stehen oder gar zu verharren. Und doch finden sich wertvolle Begleiter im Leben, die uns leiten, den richtigen Anstupser geben oder uns einfach Mut machen.

Das Menschenkind lernt auf sich zu vertrauen und macht Gebrauch von Werkzeugen, die es unterstützen. Da ist das Fernrohr, als Symbol für das Herz, welches eine weitere Sicht verspricht als unsere Augen es vermögen. Der Kompass ist das Bauchgefühl, welches intuitiv den richtigen Weg weist und da ist das Seil, ein mutiger Held, der selten pünktlich erscheint.

Bezaubernd ist auch die Bildsprache. Der Protagonist ist gewappnet mit seinen Utensilien und stellt sich dem Leben mit all seinen Hindernissen. Die vielen weißen Flächen lassen Raum für die Ungewissheit, die Entscheidungen mit sich bringen.

Grundschulkinder und ihre Eltern orientieren sich zum Ende des vierten Schuljahres ebenfalls neu. Was kommt nach der Grundschulzeit? Ist die Wahl der weiterführenden Schule die richtige? Damit kommen Ängste, Sorgen und vielleicht auch Unsicherheiten einher. Dieses Bilderbuch baut durch zuversichtlichen und liebevollen Zuspruch auf. Es animiert zum Tun statt zum ewigen Abwarten, denn sonst schwimmen einem sogar die Eisschollen davon. Unterrichtsideen und Umsetzungsvorschläge sind in hier zu finden.

(Amazon-Link)

Patenschaft übernehmen – Verantwortung fördern

An vielen Grundschulen wird zur Stärkung des sozialen Miteinanders das Patenkonzept gelebt. Die Dritt- oder Viertklässler heißen die Erstklässler willkommen und stehen ihnen bei Fragen oder Sorgen stets zur Seite. Die Großen üben sich in der Übernahme von verantwortungsvollen Aufgaben und fungieren als Vorbild. Die Schützlinge haben einen Ansprechpartner auf Augenhöhe und gleich einen Freund an der neuen Schule.

Mit diesem Miniheft als Vorbereitung werden die Großen in ihr Aufgabenfeld eingeführt. In verschiedenen Aufgabenformaten wird ihnen das Patensystem nahe gebracht und sich dürfen vorab überlegen, was den i-Dötzchen gut tun würde. So stellen sie sich emotional auf die neue Herausforderung ein. Sie beschäftigen sich mit den Aspekten der Fürsorge, Respekt und Verantwortung und entdecken, dass Zuverlässigkeit, Einfühlungsvermögen, Sozialkompetenz und Kommunikation wichtige Kriterien in ihrem Amt sind.

Tipp: Ein Paten-Büchlein kann als kleine Aufmerksamkeit und Begrüßung bei der ersten Begegnung überreicht werden.

Zauberkreide – Fantasie und Resilienz stärken

Fantasie und Kreativität sind ein wichtiger Motor in der Persönlichkeitsentwicklung und der Festigung der Widerstandskraft bzw. der Resilienz im jungen Alter. Neugierde ist die Voraussetzung für die Erforschung der eigenen Umwelt. Hierzu gehört Mut und der Glaube, trotz Schwierigkeiten, seinen eigenen Weg zu finden und die Stolperstellen bewältigen zu können. Fantasie bedeutet aber auch Flexibilität. Es ermöglicht uns, ganz bewusst Raum zwischen uns und unseren Reaktionen zu schaffen und die Entscheidungen auf der Grundlage dessen treffen, was uns wichtig ist und was wir gern sein möchten.

Das Bilderbuch „Harold und die Zauberkreide“ kann als Einstieg in dieses Thema genutzt werden. Der vierjährige Junge erweckt mit seiner imaginären Zauberkreide Dinge zum Leben, die er benötigt, um gewisse Probleme zu lösen. Er will den Mond besuchen, also malt er sich einen Weg in den Himmel. Als er sich auf seiner Reise verirrt, malt er sich ein Fenster zu seinem eigenen Zimmer und kehrt so sicher zurück. Wenn er Angst hat, läuft er nicht weg. Er benutzt die Zauberkreide als kreatives Instrument, um sich aus seinen Erfahrungen „herauszuzeichnen“ und ergänzt die Bausteine, die ihm für die Bewältigung fehlen.

Dieses Unterrichtsmaterial möchte die Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisieren, dass wir dank unserer Gedanken aus schwierigen Situationen viel Kraft schöpfen können. Langfristig gesehen, kann es dazu beitragen, eine positivere Lebenseinstellung und eine ausgeprägte seelische Widerstandskraft zu entwickeln. Die Angebote können fächerübergreifend im Deutsch- und Kunstunterricht eingesetzt werden.