Kerstin Schoene – Ein Haufen Freunde

Ein Haufen Freunde

Alle Tiere im Zoo machen sich Sorgen um den kleinen Pinguin. Dieser bedauert herzzerreißend seine Unfähigkeit zu fliegen, schließlich sei er ja ein Vogel: „So sehr ich mich auch anstrenge, ein Pinguin bleibt immer unten.“

Um dem Pinguin seinen Herzenswunsch „Über den Wolken zu schweben“ zu erfüllen, beschließen die Tiere ihm gemeinschaftlich zu helfen.  Nach dem Prinzip „Jeder Versuch macht klug“ erproben die Tiere die unterschiedlichsten Einfälle und kommen letztlich zu dem Entschluss sich selbst zu stapeln. Doch kann ein Igel einen Elefanten und ein Flamingo einen Krokodil halten?

Als Betrachter hat man die liebenswürdigen Zootiere und besonders den Pinguin alsbald ins Herz geschlossen. Kerstin Schoene zaubert eine solch wonnetrunkene Wärme in ihre Charaktere, dass man sie einfach nur gern haben muss.

Der besondere Clou dieses Bilderbuchs ist die Wendung um 90°C mitten im Buch, die mit einer inhaltlichen Wendung zum Guten einhergeht. Ab hier wird die Geschichte quer gelesen und der kleine Pinguin rückt immer ein Stückchen näher seinem Herzenswunsch entgegen. Sehr amüsant ist natürlich die ungewöhnliche Reihenfolge der Stapelung. Da steht ein Nilpferd auf einem Zebra und der hochrote Gesichtsausdruck verrät sehr genau, wie sinnvoll diese Abfolge ist. Doch genau von diesem Witz und Charme lebt dieses Bilderbuch.  Hier wird sich keiner das Schmunzeln verkneifen können!

Im Mittelpunkt des Bilderbuchs steht die Thematik „Zusammenhalt“, „Gemeinschaft“ und „Sich-gegenseitig-helfen“. Nach dem Motto „Zusammen sind wir stark“ vollbringen die Zootiere das Unmögliche und erfüllen somit ihrem Freund seinen sehnlichsten Traum.

Ein Haufen Freunde

Bezaubernde Charaktere mit einer großen Portion Witz und einem einfallsreichen Glanzpunkt!

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Sueli Menezes und Giuliano Ferri – Nino, das Glühwürmchen

„Nino, das Glühwürmchen, leuchtet jede Nacht so hell es kann. Nur der Mond scheint noch heller. Was aber passiert, wenn der Mond einmal müde wird und sich ausruhen möchte? Nino und seine Glühwürmchen kommen auf eine zauberhafte Idee. Gemeinsam machen sie möglich, was zuerst unerreichbar scheint.“

Nino hat die ganze Nacht hindurch zu tun, schließlich muss er als Glühwürmchen zusammen mit seinen Freunden den Urwald mit ihrem Licht verzaubern. Alleine der Mond scheint noch heller und Nino fragt sich, ob sie als Glühwürmchen je so hell leuchten können wie der Mond. Denn dieser macht nicht nur für die Tiere im Dschungel die Nacht hell, sondern noch viele andere Orte auf der Erde. Nino hält an seinem Glauben fest, dass sie diese Aufgabe genauso gut übernehmen könnten, auch wenn seine Mutter ihn beschwichtigt und darauf hinweist, dass jeder seine eigene Aufgabe hat. Die ihre ist es die Nacht in zauberhaftem Lichterglanz erstrahlen zu lassen. Der Mond hört den beiden sehr aufmerksam zu und entschließt sich Nino eine Freude zu bereiten … Nun steht Nino vor einer großen Herausforderung, die er nur mit seinen Freunden zu meistern vermag.

Eine Geschichte über den Mut und das Zutrauen an die eigenen Fähigkeiten. Es geht um Visionen, Träume, ihre Verwirklichung. Auch wenn es am Anfang etwas schwierig erscheint, mit der Hilfe anderer ist alles möglich! Es ist eine sehr einfühlsame Geschichte, die Farben sind sehr ruhig, gelassen, schon fast utopisch. Die Goldprägungen in den Illustrationen verleihen dem Buch etwas Magisches, etwas Zauberhaftes. Die Perspektiven und die Schatten sind perfekt inszeniert. Die Krönung ist die Stanzung auf der letzten Seite des Buches, die den Glanz des Zusammenhalts verdeutlicht!

Das Betrachten macht nicht nur den Kindern Spaß, es ist auch dem Vorleser ein Vergnügen!

Lebe deine Träume und erreiche Großes mit Unterstützung deiner Freunde und Familie!

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Hilde Vandermeeren und Marjolein Pottie – Der zwölfte Mann

Klappentext:

„Marco spielt endlich Fußball im Verein. „Schieß mit dem rechten Fuß, dein linker ist noch zu schwach“, sagt sein Vater. Doch welcher ist der rechte Fuß? Und wo ist links? Sein Freund Lukas kennt da einen Trick. Um seinen Daumen ist ein Pflaster. „Pflaster heißt rechts“, erklärt Lukas. Ob Marco auch das Pflaster hilft?“

Inhalt:

Marco spielt am liebsten Fußball und ist sogar in einem Verein. Sein außerordentlich motivierter Vater ist sein größter Fan und möchte Marco unterstützen und das macht er indem er Marco lauthals während des Spiels Tipps gibt. „Lauf nach links und dann nach vorne!“ Doch wo ist links? Marco kann so auf die Schnelle links und rechts nicht unterscheiden, bis sein bester Freund ihm einen Trick verrät. Lukas klebt sich einen Pflaster auf den rechten Daumen und da wo das Pflaster ist, ist auch rechts. Doch hilft Marco dieser Tipp wirklich? Und wird Marco dem immer wachsenden Druck des zwölften Mannes standhalten können?

Meinung:

Vordergründig scheint es in dem Buch um Fußball zu gehen, doch hier steckt viel viel mehr. Da wäre zum einen die Vater-Sohn-Beziehung: Wie wirkt sich ein forderndes und bestrebtes Verhalten eines fürsorglichen Vaters auf seinen Sohn aus? Welche negativen Seiten könnte ein solches Verhalten haben? Aus der Sicht von Marco wird dieses Thema sehr sensibel angeschnitten und gezeigt, dass es durchaus auch anders funktionieren kann und zwar sodass beide an der Sportart Spaß haben können. Weiterhin ist da das Problem der rechts und links Unterscheidung. Ein Problem, welches ziemlich verbreitet ist und das nicht nur bei Kindern, einige  meiner Kolleginnenhaben ebenfalls damit zu kämpfen. Insofern empfinde ich das bewundernswert wie der Autor mit diesem Thema umgeht und sogar auch einen Lösungsvorschlag anbietet.

Nicht umsonst wurde dieses Buch mit der „Nederlanse Kinderjury“ und dem „Silbernen Griffel 2005“ ausgezeichnet.

Fazit:

Eine uneingeschränkte Kaufempfehlung!

Bewertung:


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