Irmgard Harrer und Silke Leffler – Das Fabelbuch von Aesop bis heute

Das Fabelbuch ist in zehn Kapitel aufgeteilt. Jedes Kapitel beinhaltet mindestens vier Fabeln, die einer bestimmten Lehre zugehörig sind. Die  Kapitel werden mit einer DIN-A4 Seite eingeleitet, die die Lehre hervorhebt und mit einer Zeichnung unterstreicht. Folgende Lehren bilden die zehn Kapitel: Wer den Pfennig nicht ehrt, Wer andern eine Grube gräbt, Undank ist der Welten Lohn, Übe stets Bescheidenheit,  Wer nichts wagt, Geteilte Freude ist doppelte Freude, Erst denken, dann handeln, Wenn zwei sich streiten, Lebenlust & Lebensfrust und Wer zuletzt lacht.
Die meisten der Fabeln sind mir eher unbekannt und stammen aus Afrika oder Russland. Aber auch die Klassiker wie Aesop, Wilhelm Busch und Martin Luther sind genauso gut vertreten.
Dem Buch ist eine CD beigelegt, auf der alle Fabeln von Florentin Groll aufgenommen wurden. Die Gesamtspielzeit beträgt 76 Minuten. Jedes Kapitel wird mit einer sehr angenehmen, ruhigen Musik oder einigen Musikklängen eingeleitet. Die Stimme vom Herrn Groll ist ebenfalls sehr angenehm, es wird betont und nicht zu hastig vorgelesen.
Die Zeichnungen sind minimalistisch und lenken nicht von dem eigentlichen Text ab. Ich habe es sehr genossen die Weisheiten zu lesen, mich in jede Fabel zu vertiefen und die Lehre auf mich wirken zu lassen.

Ein in der Tat fabelhaftes Buch!

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Ludger Brüning und Tobias Saum – Erfolgreich unterrichten duch Kooperatives Lernen

“ Mit kooperativem Lernen können Sie erfolgreich und motivierend unterrichten: Sie fördern fachliche, methodische und soziale Kompetenzen und stärken das Selbstwertgefühl.

Was sind die Kernelemente des Kooperativen Lernens, aus denen alle Formen kooperativen Arbeitens bestehen?
Wie setzen Sie die Strategien des Kooperativen Lernens so in Ihrem Unterricht ein, dass diese ihr ganzes Potenzial entfalten?
Wie verbindet man Kooperatives Lernen mit Frontalunterricht?
Welche Stolperseteine gibt es auf dem Weg zum kooperaiven Klassenzimmer?
Wie setzen Sie Kooperatives Lernen so ein, dass es Sie vom ersten Tag an entlastet?
Warum ist Kooperatives Lernen eigentlich so erfolgreich?

Ludger Brünning und Tobias Saum beantworten diese und viele andere Fragen
– praxisnah und übersichtlich
– mit vielen Unterrichtsbeispielen
mit Hintergründen aus der Lernforschung“

Der Klappentext preist das Buch ja ganz schön an. Aber werden tatsächlich all diese Fragen beantwortet und was hat es mit dem Kooperativen Lernen auf sich? Das waren meine Fragen, die ich zu klären suchte, als ich mich in diesem Buch einzulas. Das Ziel des Kooperativen Lernens ist die Aktivierung aller Schülerinnen und Schüler. Es geht nicht darum, dass Schülerinnen und Schüler präsentiertes Wissen übernehmen, sondern sich die angebotenen Informationen individuell erarbeiten und das neu erworbenen Wissen in die bereits vorhandenen Wissensstrukturen integriert wird. Diese Ansicht ist ja nun nicht neu. Was die beiden Autoren jedoch sehr anschaulich machen, ist wie man dieses Ziel ohne allzu viel Aufwand im Unterricht umsetzt. Es wird eine genaue Struktur vorgegeben, denn das Kooperative Lernen läuft nach einem Dreischritt ab: think, pair, share! Jedem dieser Grundprinzipien wird ein eigenes Kapitel gewidmet, indem anhand von Beispielen dargelegt wird, wie die Umsetzung im Klassenzimmer aussehen könnte. Die Unterrichtsbeispiele stammen allesamt aus der Sekundarstufe. Jedes Kapitel ist so aufgebaut, dass am Anfang die wesentlichen Aspekte kurz zusammengefasst werden und mithilfe einer Grafik dargestellt wird, was den Leser in diesem Kapitel erwartet. Es ist sehr übersichtlich und verständlich. Es folgen außerdem Übungen, in denen der Leser das Gelesene nun anwenden kann, oft in so einer Art Quiz. Besonders schön fand ich die Übung mit der Unterscheidung von Arbeitsformulierungen, die zu einer breiten  Schüleraktivierung führen oder eben nicht:

1.  Wer kann mir sagen, was ihr in der letzten Stunde gelernt habt?
2.  Denke eine Minute nach und tausche dich dann mit deinem Partner darüber aus, was wir in der vergangenen Stunde erarbeitet haben. Für die Partnerarbeit habt ihr zwei Minuten Zeit. Anschließend werde ich jemanden aufrufen.

Genau das habe ich in der Praxis ausprobiert und siehe da, der Unterschied ist enorm. Es gibt viele Kinder, die sich oftmals nicht trauen, auch wenn sie die Antwort wissen. Doch wenn man ihnen die Gelegenheit gibt, sich vorher auszutauschen, gewinnen sie mehr an Selbstvertrauen und es kommen sehr gute Antworten ans Licht. Ich nutze diese Form nun auch oft in den Reflexionsphasen und bin immer wieder erstaunt wie effektiv es ist.
Sehr aufschlußreich finde ich ebenfalls die Exkurse, die  zusätzliche wissenschaftliche Hintergrundinformationen in einer sehr verständlichen Sprache liefern.

Insgesamt bin ich von dem Buch so angetan, dass ich mir gleich Kooperatives Lernen im Englischunterricht. Die Kommunikationsfähigkeit fördern – vom ersten Schuljahr an bestellt habe. Ein praxisnahes Buch mit vielen Unterrichtsvorschlägen und Kopiervorlagen.

Ein sehr empfehlenswertes Buch, welches verdeutlicht, dass schüleraktivierende Unterrichtsformen sehr einfach umzusetzen und wahnsinnig effektiv sind. Auch für Grundschullehrer geeignet!

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Papillionis liest auf facebook


Papillionis liest
ist nun auch auf facebook vertreten. Ich freue mich über jeden neuen Fan! 🙂
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Amanda Noll und Howard McWilliam – Ich brauche mein Monster

Toms Monster ist für eine Woche verreist, denn schließlich brauchen auch Monster mal Abwechslung und so geht es für Nick zum Fischen. Doch weil der kleine Tom ja so ganz ohne Monster nicht einschlafen kann, benötigt er Ersatz, also quasi eine Art Vertretung. Ein geeignetes Monster zu finden, welches Nicks Job übernehmen könnte, ist gar nicht so einfach. Paul hat keine Krallen, Ralf lackiert sich seine Krallen, Lucy ist ein Mädchen-Monster und so gar nicht gruselig und Anton ist einfach nur zum Lachen. Nick braucht seinen Monster!

Mache deinen Feind zum Freund! Nach dieser Devise versucht Amanda Noll das Ungeheuerliche als etwas Notwendiges und Positives darzustellen und so verliert sich das Dunkle und Angsteinflößende. Das Cover ist definitiv ein eye-catcher. Die Zeichnungen sind grandios, die Lichtvershältnisse fabelhaft hervorgehoben, die Betrachtung der Monster ein Genuss! Man ist jedes Mal gespannt, welches Monster sich denn nun als nächstes unter dem Bett versteckt und damit steigt die Spannung natürlich auf Nick! Das schrecklichste Monster zum Gruseln! Viele Kinder haben Angst im Dunkeln, dieses Buch kann ihnen diese Angst nehmen. Es hängt natürlich vom Kind ab, ich könnte mir auch vorstellen, dass manche Kinder erst recht ihrer Vorstellung freien Lauf lassen und sich dann abends ausmalen, welches Monster sich denn nun heute unter ihrem Bett verstecken könnte und so keinen Schlaf finden. Howard McWilliam hat wunderbare Arbeit geleistet und schon alleine wegen der Zeichnungen ist das Buch es wert gekauft zu werden.

Monsterfreunde werden sich freuen! – Ein witziges Buch mit fantastischen Illustrationen!

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Katja Kiefer – Die Muddeldings: Chaos im Kinderzimmer

Sie sind schmuddelig, gefräßig und lieben das Chaos: Die Muddeldings. Eines Tages kommen sie zu Max und seinem Hund Pepper, denn in diesem Kinderzimmer ist es herrlich unordentlich … Doch das reicht den drei Muddeldings noch lange nicht!

Eine lustig-freche Aufräumgeschichte für kleine Chaoten- und alle, zu denen die Muddeldings auch kommen könnten …

Der Hund Pepper bedeutet Max alles und deshalb baut er für ihn eine Höhle, teilt mit ihm die Reste seines Mittagessens und genießt so richtig die Unordnung in seinem Zimmer. Doch daraufhin bekommt Max unerwarteten Besuch von den nicht wirklich sympathischen Muddeldings, sie lieben das Chaos und quartieren sich kurzerhand bei Max im Zimmer ein. Damit die Muddeldings sich so richtig heimisch fühlen, machen sich sie an die Arbeit und stellen das Zimmer so richtig auf den Kopf. Erst als Max seinen Hund nicht mehr finden kann, ist er von der Unordnung gar nicht mehr so begeistert …

Natürlich ist es eine sehr überspitzte Darstellung einer Unordnung, aber einen Kern Wahrheit hat es dennoch. Wenn man nicht aufräumt, bekommt man auch im wahren Leben Besuch von unwillkommenen Kreaturen. So haben die Worte von Max’s Mutter doch sehr viel Wahres und Max erfährt, dass Putzen, Aufräumen und Baden auch sehr viel Spaß machen kann. Die Wasserfarbenzeichnungen von Katja Kiefer verdeutlichen so richtig schön das Durcheinander  und auch die Figuren der Muddeldings sind sehr gelungen dargestellt. Nach dem Lesen dieses Buches können die Kinder nur hoffen, dass die Muddelngings bloß nicht an ihrer Tür klingeln 🙂 Um das zu vermeiden, hilft nur eines: Aufräumen!

Eine lehrreiche und witzige Geschichte für kleine Aufräumverweigerer!

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Antje Szillat – Alice im Netz

„Alice, alles, was ich über dich weiß, hast du mir selbst verraten. Alles, was du über mich wissen musst, ist, dass ich dich liebe – und dass du mir nicht entkommen kannst … Jared“

Zunächst glaubt Alice an einen Scherz, als sie die E-Mail in ihrem Postfach vorfindet. Doch die Nachrichten, die der geheimnisvolle Jared ihr zukommen lässt, werden immer bedrohlicher und konkreter. Jared scheint einfach alles über sie zu wissen und als Alice endlich begreift, dass sie ihn selbst mit diesen Details über sich versorgt hat, nämlich in den zahlreichen Foren im Internet, befindet sie sich schon inmitten eines lebensbedrohlichen Alptraums.

Das Internet bietet sehr viele Chancen und Möglichkeiten, doch gleichzeitig ist ein bewusstes Nutzen und das Wissen über das Internet sehr wichtig. Ich habe mich vor einem Monat mit einem Hacker unterhalten, der den Untertitel genau so bestätigt hat: Das Internet vergisst nie! Jeder Schritt wird von Google und auch von facebook gespeichert und kann noch nach Monaten wieder verfolgt werden. Alte Fotos, die man längst gelöscht hat, lauern immer noch irgendwo im Archiv und Speicherplatz haben diese beiden Riesen zu Genüge. Diese Erkenntnis und Bewusstmachung war für mich schon sehr erschreckend, umso erfreulicher war ich über die Nachricht dieses Buch lesen zu dürfen.
Der Autor bindet diese Warnung sehr geschickt in diese Geschichte mit ein. Alice hat einen eigenen Blog, auf dem sie die Geschehnisse in der Schule beschreibt und dabei nicht vor Erniedrigungen und Bloßstellungen zurückschreckt. Im world wide web gibt es davon tausende, doch diese naive Weitergabe der Daten kann einem auch zum Verhängnis werden. Dieses Thema ist heutzutage unglaublich wichtig und sollte definitiv in der Schule Anklang finden. Lehrer sollten ihre Schüler auf die Gefahren aufmerksam machen und sie für eine bewusste Nutzung sensibilisieren!

Dieses Buch sollte zur obligatorischen Schullektüre werden!

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Heinz Janisch und Birgit Antoni – Der Prinz mit der Trompete

Es war einmal ein Prinz, der mit seiner Trompete um einiges besser umgehen konnte, als mit seinem Schwert. Eines Tages kamen jedoch seine Eltern auf ihn zu und rieten ihm sich eine Prinzessin zu suchen, denn die alte Burg ist für die drei zu klein geworden. So macht sich der Prinz auf den Weg und kommt in ein Land, indem ein König seine Tochter als eine wahre Schönheit anpreist. Seit ein Drache auf dem Land sein Unwesen treibt, kommt sie aus lauter Angst nicht mehr aus dem Haus, diesen gilt es zu töten, um das Herz der Prinzessin für sich zu gewinnen. Der Prinz macht sich auf die Suche nach dem Drachen und entdeckt ihn schlafend am Ufer. Da es ein fairer Kampf sein soll, versucht nun der Prinz den Drachen mit allen Mitteln zu wecken. Es kommt alles anders als gedacht und der Prinz lernt, dass Drachen nicht unbedingt gefährlich sind und auch Prinzessinnen ohne Krone sehr nett und liebenswert sein könne.

Nach dem erfolgreichen Buch Der Prinz im Pyjama bezaubert der junge Prinz nun erneut seine Leser mit diesem lehrreichen Abenteuer. Man sollte zuerst selbst eine Erfahrung machen und sich danach sein eigenes Urteil bilden. Denn ein auf den ersten Blick als ein Bösewicht erscheinendes Wesen stellt sich dann doch als ein liebenswürdiges Geschöpf heraus. Eine angeblich hübsche Prinzessin scheint in ihrem Inneren nun doch nicht so hübsch zu sein, wie anfangs angenommen. Die Magie der Musik und die Hingabe des Prinzen spielen ebenfalls eine große Rolle in diesem Buch.
Der anfängliche Aufbau der Geschichte scheint so typisch zu sein, dass man den Wendepunkt so gar nicht erwartet und die Überraschung umso größer und angenehmer ist.

Überraschend, witzig und einfach wunderschön!

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Friedl Hofbauer und Petra Probst – Wenn ein Löwe in die Schule geht

Rezension
So kurz vor dem Schulanfang möchte ich euch einen Kinderbuchklassiker vorstellen, der mir sehr am Herzen liegt und nun von dem Annette Betz Verlag neu aufgelegt wurde: Wenn ein Löwe in die Schule geht handelt von allerlei „Sachen“, ob Hexe, Floh, Rasenmäher, Schnittlauch oder Gespenst. Sie alle gehen zur Schule und lernen alles, was sie für ihr Leben benötigen.

Der Löwe muss natürlich brüllen können, der Floh hoch springen und beißen, die Hexe auf Besen reiten und zaubern. Eine Doppelseite ist dabei jedem Protagonisten gewidmet, der einmal bildlich veranschaulicht und durch einen kurzen Reim erklärt wird, was es in der Schule lernt. Den Kindern hat es wahnsinnigen Spaß gemacht zu raten, was die jeweiligen Dinge denn nun lernen und sie genossen sichtlich vergnügt die Auflösung.

Einige Wortspiele trugen dazu bei, dass sie sich nicht mehr einkriegen konnten. Oder haben Sie schon was von „verstecksen“ gehört? Natürlich werden auch Kinder erwähnt und da fällt jedem Kind etwas ein, was es in der Schule lernen wird oder auch schon gelernt hat. Ich habe dieses Buch am Ende einer ersten Klasse eingesetzt und darauf aufbauend ein eigenes Klassenbuch erstellt, zu dem jedes Kind sich eine „Sache“ ausgedacht hat und erklärt hat, was es in der Schule lernen muss. Es sind sehr witzige und einfallsreiche Seiten entstanden: eine Gabel, die das Essen aufgabeln lernen muss; eine Blume, die gut riechen lernen muss oder eine Spinne, die ein Spinnennetz weben lernen muss. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt!

Das DIN-A5-Faltheft in 3-facher Differenzierung kann hier erworben werden.

Unterrichtsmaterial "Wenn ein Löwe in die Schule geht" Faltheft

Fazit

Ein grandioses Buch, welches ich nie mehr missen möchte! Dieses Buch bleibt für immer in meinem Bücherregal!


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Ursula Bredel, Nanna Fuhrhop und Christina Noack – Wie Kinder lesen und schreiben lernen

Ein Blickfang ist das tolle Buchcover, welches den Leser, dabei vor allem die Lehrer und Eltern, in die Welt des Schriftspracherwerbes einführen soll. In der Einleitung versuchen die Autorinnen, die alle als Professorinnen an verschiedenen Hochschulen in Deutschland arbeiten, mit einer Studie zu schocken, die besagt, dass rund 7,5 Millionen Erwerbsfähiger in Deutschland keine zusammenhängenden Texte lesen und schreiben können. Von dieser Erkenntnis aus wird ein großer Bogen auf die Komplexität der deutschen Sprache geschlagen. Man taucht sehr tief in die Materie ein und dem einen oder anderen Lehramtsstudenten werden die  auftauchenden Begrifflichkeiten sehr an die Seminarinhalte erinnern: Oszillogramm, IPA, Knacklaute, phonetische Transkriptionen, Silbenkerne von unbetonten Silben, das silbenanalytische Modell etc. Für Eltern, die sich mit dieser Thematik noch nie beschäftigt haben, wird es sehr schwer, wenn nicht fast unmöglich sein diesen Inhalt zu durchdringen. Die meisten würden sich hiernach selbst als „funktionale Analphabetiker“ fühlen. Lehrer dagegen haben hierbei die Möglichkeit das möglicherweise eingerostete Wissen noch einmal aufzufrischen. Was mich jedoch zwischendurch gestört hat, war die Tatsache, dass die Autorinnen die Lehrer als unwissende Pädagogen sehen und der Regelfall für sie so aussieht, dass sie Fehler einfach rot unterstreichen ohne der Ursache auf den Grund zu gehen (S. 101). Seit Jahren wird in den Seminaren betont, dass Fehler tolle Sprachanalyse darstellen und diese als Entwicklungsschritte anzusehen sind. Denn bekanntlich sind Fehler notwendige Entwicklungssschritte in jedem Lernprozess.
In den weiteren Kapiteln werden Rechtschreibtests (AFRA, Hamburger Schreibprobe) und Lesetests (ELFE, LTB) vorgestellt und auf die Lese- und Rechtschreibstörungen eingegangen. Den Kapitel „Zweitschrifterwerb“ dagegen fand ich persönlich sehr aufschlussreich und es wurden einige sehr interessante Punkte angesprochen, obwohl der Schreibstil doch sehr trocken ist und man sich durch jede Seite schon fast durchkämpfen musste.

Für Eltern zu komplex. Für Lehrer nur teilweise hilfreich.

Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanke ich mich bei Blogg dein Buch und dem Francke Verlag!

Das Buch kann hier bestellt werden.

Andrea Koßmann – Männertaxi

„Für mich sind Bücher wie viele tausend kleine Seelen, die ich außerhalb meines Körpers trage,
um meine eigene damit zu wärmen.“

„Die blöden Momente im Leben sind nur dafür da, die schönen noch besser zu machen.“

„Kitschige Liebesfilme sind super. Leckerer Rotwein auch. Und natürlich ein Verwöhnabend mit der besten Freundin. Aber manchmal braucht man einfach einen Mann … oder?

Warum kann man Männer eigentlich nicht so einfach bestellen wie  eine Pizza: „Ich hätte gerne die Nummer 12, bitte extrascharf!“? Isa will diese Marktlücke schließen und beginnt mit Vergnügen, die „Speisekarte“ zusammenzustellen. Sie ahnt nicht, dass das Männertaxi nicht nur das (Liebes-)Leben ihrer Kundinnen beflügeln, sondern schon bald auch ihr eigenes durcheinanderwirbeln wird …“

September 2010 – Dieses Datum steht gemeinsam mit der persönlichen Widmung von der lieben Kossi auf den ersten Seiten dieses Buches. Genauso lange lag es in meinem Bücherregal, ungelesen. Es fehlte die Zeit. In den Ferien nahm ich mir also dieses Buch zur Hand, um herauszufinden, ob es sich lohnt das Buch als Urlaubslektüre mitzunehmen. Nun soweit hat es nicht geschafft, denn nach den ersten Seiten, wollte ich mehr. Isa ist genau der Typ Frau, mit der sich wohl jede identifizieren kann. Wie wäre es hiermit: „Sport sollte drei Dinge können: Mich nicht zum Schwitzen bringen, mich nicht außer Atem kommen lassen und mich durchtrainiert aussehen lassen“ (S. 40) Meine Rede! Und ich muss gestehen ich konnte nicht anders und musste mir Isa als Kossi vorstellen, sorry, die nötige Distanz hat mir gefehlt, denn ich lese regelmäßig deinen Blog  🙂
Es hat genau zwei Tage gebraucht und ich war mit dem Buch durch. Herrliche Schmunzler und eine große Portion Humor haben mich ständig begleitet. Obwohl die Thematik glaube ich nicht allzu ernst genommen werden muss. Ich persönlich sehe Isa nicht als unberechenbare Zuhälterin, sondern als ein etwas durchgedrehter Single, der das Leben genießen möchte und das macht worauf sie Lust und nich das was der Norm entspricht.
Besonders die nette Nachbarin, Frau Mattheuser und ihre Weisheiten sind mir ans Herz gewachsen. Dieses Buch wandert nun weiter zu meinen Freundinnen, natürlich mit dem Verbot es mit in die Badewanne zu nehmen, denn anders als Frau Mattheuser habe ich nur dieses eine, einzigartige Exemplar! 😉

Eine unterhaltsame Lektüre gwürzt mit witzigen Wortkreationen.

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Männertaxi: Eine turbulente Komödie bei amazon.de