Jenny Bicho – Die Hobby-Horsing-Kids: Ein STeckenpferd für Lotta

Lotta und ihre Freundinnen lieben das Hobby Horsing – also das Reiten und Springen mit ihren Steckenpferden. Gemeinsam träumen sie davon, bei einem großen Wettkampf zu starten und vielleicht sogar den Hauptgewinn der Turniertombola zu ergattern. Doch der Weg ist nicht einfach: Lottas Steckenpferd gilt als weniger schick und sie spürt den Druck, mithalten zu wollen. Gleichzeitig lernen die Mädchen, dass Mut, Zusammenhalt und Freundschaft wichtiger sind als Perfektion oder Konkurrenzdenken. Am Ende wächst Lotta über sich selbst hinaus – und erkennt, dass es vor allem um Freude, Gemeinschaft und Vertrauen geht.

Als Grundschullehrerin schätze ich dieses Buch sehr, weil es eine realitätsnahe, positive Geschichte erzählt, in der Kinder Mut finden, ihren eigenen Interessen zu folgen – auch wenn diese nicht dem Mainstream entsprechen. Es regt Gespräche über Selbstvertrauen, gegenseitige Akzeptanz und Durchhaltevermögen an. Besonders der spielerische Zugang zu Bewegung und Kreativität macht das Buch zu einer wertvollen Lektüre. Zudem regt es Kinder an, neue Hobbies auszuprobieren. Die Lektüre bietet viele Anknüpfungspunkte für Gespräche über Freundschaft und Fairness. Auch das Thema Umgang mit Vorurteilen wird sensibel behandelt, wenn die Kinder lernen, zu ihrem außergewöhnlichen Hobby zu stehen. „Die Hobby Horsing Kids“ eignet sich hervorragend zum Vorlesen – ein Buch, das Mut macht, Gemeinschaft stärkt und zeigt, dass man mit Herz und Fantasie über sich hinauswachsen kann.

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Lu Fraser und Sarah Warburton – Flapp lernt fliegen

Das Bilderbuch Flapp lernt fliegen erzählt die Geschichte der kleinen Fledermaus Flapp, die zunächst Angst hat, ihre Flügel auszuprobieren. Eine Motte spricht ihr Zuversicht zu. Doch der erste Flugversuch scheitert, sodass die Fledermaus nicht mehr an sich glaubt und stattdessen behauptet „Das kann ich nicht!“. Hier gilt es dranzubleiben und weiterzumachen, denn oft ist es so, dass man es „noch“ nicht kann. Die Botschaft ist klar: Dinge gelingen oft erst dann, wenn man sie immer wieder wagt. Kinder erfahren dabei, wie wichtig Mut und Selbstvertrauen sind, um neue Fähigkeiten zu entwickeln.

Besonders gelungen sind die Reime, die den Text tragen. Sie fördern das Sprachgefühl, laden zum Mitsprechen ein und erweitern spielerisch den Wortschatz. Durch den rhythmischen Sprachfluss eignet sich das Buch hervorragend zum Vorlesen und Mitsprechen, was den Kindern Freude macht und gleichzeitig die Sprachentwicklung unterstützt.

Auch die Illustrationen sind lebendig und greifen die Gefühle von Flapp eindrucksvoll auf. So können Kinder sich gut in die Figur hineinversetzen. Das Bilderbuch vermittelt kindgerecht, dass es normal ist, zunächst unsicher zu sein und dass man durch Übung und Vertrauen in sich selbst große Erfolge erzielen kann. Das Bilderbuch stärkt so sowohl das Selbstvertrauen als auch die sprachliche Entwicklung der Kinder.

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Christian Merveille und Valeria Docampo – Der Klang der Freiheit

Ich sehe ihn nicht, aber ich höre ihn.
Um mich ist Nacht, doch ich weiß, dass draußen Tag ist.
Denn ich höre den Gesang des Vogels.

Valeria Docampo ist bekannt für ihre eindrucksvollen Bilderbücher, die nicht nur durch ihre poetische Bildsprache überzeugen, sondern auch durch ihre tiefgründigen Themen. Mit Der Klang der Freiheit ist ihr erneut ein Werk gelungen, das sowohl Kinder als auch Erwachsene nachhaltig und zum Nachdenken anregt.

Das Buch erzählt von der Kraft der Musik als Symbol der Freiheit. Die Geschichte zeigt, wie Musik Mauern überwinden, Herzen öffnen und Menschen verbinden kann. Ein Mann widersetzt sich dem Terror in einem Königreich und wagt es, sich nicht vor dem König niederzuknien, sondern einem Vogel zu lauschen. Für seinen Ungehorsam wird er eingesperrt und man nimmt ihm das Augenlicht und das gehör. Aber der Mann bleibt aufrecht.

So grausam es klingen mag: Auf gesellschaftlicher Ebene ist die Thematik höchstaktuell. Es geht um Autorität, Gerechtigkeit und Widerstand. Auch für Kinder ist diese Botschaft wertvoll: Sie lernen, dass Freiheit nicht nur politisch oder gesellschaftlich verstanden werden kann, sondern auch in kleinen, alltäglichen Momenten erfahrbar ist – in der Möglichkeit, Gefühle auszudrücken, kreativ zu sein und eine eigene Stimme zu finden.

Die Illustrationen von Docampo verstärken diese Botschaft eindrucksvoll. Ihre warmen Farben und ausdrucksstarken Figuren schaffen eine Atmosphäre, die Geborgenheit vermittelt, zugleich aber auch den Kontrast zwischen Unterdrückung und Freiheit spürbar macht. Dadurch eignet sich das Buch hervorragend als Gesprächsanlass im pädagogischen Kontext – etwa im Unterricht, in Projektwochen oder im Elternhaus.

Pädagogischer Wert:

  • Das Buch regt Kinder zum Nachdenken über Begriffe wie Freiheit, Mut und Selbstbestimmung an.
  • Es bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für kreative Weiterarbeit: Musik hören, selbst musizieren, Geschichten erfinden oder Bilder malen zum Thema „Was bedeutet Freiheit für mich?“.
  • Es sensibilisiert für Werte wie Toleranz, Zusammenhalt und den respektvollen Umgang miteinander.

Insgesamt ist Der Klang der Freiheit weit mehr als ein Bilderbuch. Es ist ein Plädoyer für die Kraft der Kunst und ein wunderbares Werkzeug, um Kindern zentrale Werte unserer Gesellschaft näherzubringen. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Werteerziehung und kann sowohl im schulischen als auch im familiären Rahmen eingesetzt werden.

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Dick Bruna – Miffy und die Kunst

Miffy und die Kunst ist mehr als ein Bilderbuch – es ist ein didaktisch wertvoller Einstieg in die visuelle Welt der Kunst. Für Kinder ab ca. 4–5 Jahren bietet das stabile Hardcover, die brillanten Farben und die Figur Miffy einen pädagogisch wertvollen Zugang: Es schult Wahrnehmung, fördert Kreativität und lädt zu Gespräch und Entdeckung ein. Auf 64 Seiten werden Brunas klare, kindgerechte Illustrationen mit 24 Werken von bedeutenden Künstler:innen wie Frida Kahlo, Yayoi Kusama, Henri Matisse, Vincent van Gogh oder Andy Warhol kombiniert. Jede Doppelseite verbindet ein Kunstwerk mit einer passenden, abgewandelten Darstellung von Miffy – inklusive erklärender Aussagen und gezielter Fragen, die einen genaueren Blick auf die Bilder ermuntern .


Pädagogischer Nutzen

  1. Visuelle Wahrnehmung fördern
    Die klare, minimalistische Bildsprache Brunas sowie die leuchtenden Farben unterstützen Kinder dabei, unterschiedliche Kunststile und Details zu erkennen und bewusst wahrzunehmen.
  2. Kunstverständnis kindgerecht eröffnen
    Durch die Gegenüberstellung von Miffy-Illustrationen und Kunstwerken wird Kunst unmittelbar zugänglich – ohne Überforderung, aber mit Ermunterung zum Hinschauen und Entdecken.
  3. Fragen anregen und Reflexion fördern
    Die kurzen, offenen Fragen auf jeder Seite laden Kinder zum genauen Hinsehen und zum eigenen Denken ein – eine interaktive, niedrigschwellige Einführung in kunstpädagogisches Sehen.
  4. Kulturelle Vielfalt spielerisch vermitteln
    Die Auswahl der Künstler:innen spiegelt ein breites Spektrum moderner und zeitgenössischer Kunst wider – von farbstarken Selbstportraits bis zu abstrakten Werken – und macht Kinder mit unterschiedlichen Ausdrucksformen vertraut.
  5. Anbindung an literarische Vorbilder
    Der Bezug zu Dick Brunas eigener Gestaltungsidee zeigt: Kunst kann eine Inspirationsquelle sein und zum eigenen kreativen Gestalten anregen.

Ich darf ein Bilderbuch verlosen. Das Gewinnspiel läuft bis zum 16. August auf Instangram. Schaut gerne dort bei mir vorbei!

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Rachel Bright und Jim Field – Das Kamel hat schlechte Laune

„Das Kamel hat schlechte Laune“ erzählt mit viel Humor und einem feinen Gespür für kindliche Emotionen die Geschichte von einem schlecht gelaunten Kamel namens Kevin. Alles ist ihm zu viel, nichts läuft so, wie er will – und seine miese Laune lässt er an seiner Umgebung aus. Doch dann trifft Kevin auf einen gut gelaunten Wüstenfuchs, der mit Geduld, Verständnis und einem Lächeln zeigt, dass man auch miese Tage gemeinsam besser übersteht.

Rachel Bright und Jim Field gelingt es, ein für Kinder oft schwer greifbares Thema – schlechte Laune und der Umgang damit – kindgerecht, lustig und gleichzeitig mit nützlicher Botschaft im Alltag darzustellen. Ferner betont das Buch, dass man täglich selbst die Wahl hat, sich zu entscheiden die schlechte Laune zu leben oder bewusst sich Mühe gibt, die negativen Emotionen loszuwerden. Das Buch bietet viele Anknüpfungspunkte für den Unterricht in der Grundschule, insbesondere im Bereich „Soziales Lernen“, „Emotionale Bildung“ und „Klassenklima“.

Im Unterricht kann das Bilderbuch dazu genutzt werden, um mit den Kindern das Thema „Gefühle“ anzuschneiden. Ein Stimmungsbarometer kann als tägliches Ritual Einzug im Klassenraum finden. Auch das Führen eines Tagebuchs führt dazu, dass Kinder ihre Emotionen in Worte fassen und ihrer Gefühlslage bewusst werden. Affirmationskarten oder ein Komplimentenspiel stärken zusätzlich das Sebstvertrauen und tragen zu einer guten Klassengemeinschaft bei.

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Rachel Bright – Der Löwe in dir

Der Löwe in dir von Rachel Bright beeindruckt vor allem wegen seiner tiefen, kindgerecht vermittelten Botschaft über Mut, Angst und Selbstvertrauen. Im Mittelpunkt steht eine kleine Maus, die sich in einer Welt voller großer, lauter Tiere oft übersehen, klein und machtlos fühlt. Sie bewundert den imposanten Löwen – stark, respekteinflößend, furchtlos. Doch im Laufe ihrer mutigen Reise erkennt die Maus: Auch der Löwe hat Ängste. Und mehr noch – in jedem von uns steckt ein Löwe, aber auch eine Maus.

Diese einfache, aber kraftvolle Geschichte vermittelt Kindern eine zentrale Lebenswahrheit:
Mut ist nicht das Fehlen von Angst, sondern das Handeln trotz Angst. Jeder hat mal Angst, fühlt sich klein oder unsicher – und jeder hat auch die Kraft, über sich hinauszuwachsen.

Für die pädagogische Arbeit in Kita oder Grundschule ist dieses Buch ein echter Schatz. Es bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche über Gefühle, Rollenbilder, Selbstbild und gegenseitigen Respekt. Kinder erkennen sich in der Maus wieder – leise, ängstlich, oft unterschätzt – und erleben, wie wichtig es ist, den eigenen Weg zu gehen und für sich selbst einzustehen.

Zugleich sensibilisiert das Buch dafür, dass auch scheinbar „starke“ oder „laute“ Menschen – wie der Löwe – Verletzlichkeit und Angst empfinden. Eine wertvolle Perspektive, gerade im sozialen Lernen: Starke Kinder dürfen schwach sein, stille Kinder dürfen stark sein. Niemand ist nur das eine oder das andere.

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Kai Pannen – Trautes Heim, Glück allein

Trautes Heim, Glück allein ist mehr als nur ein unterhaltsames Kinderbuch. Es ist eine kluge und warmherzige Geschichte über das Zusammenleben von Mensch und Natur, über Rücksicht, Vielfalt – und darüber, dass ein bisschen „Unordnung“ manchmal das Beste ist, was einem Garten und seinen Bewohnern passieren kann.

Im Mittelpunkt steht eine bunte Gemeinschaft von Insekten, die ein scheinbar idyllisches Leben in einer Buchenhecke führen – bis der Mensch eingreift. Der Rasen muss „perfekt“ sein, alles wird ordentlich gestutzt, Unkraut beseitigt, Laubhaufen entsorgt. Was für viele Menschen nach gepflegtem Garten klingt, bedeutet für die Insektenwelt: Lebensraumverlust, Stress und Gefahr. So leidet auch das Bienenvolk und insbesondere der pummelige Bienen-Drohne, der sich bei Bisy und Heinz eingenistet hat und sich herrisch verhält.

Pannen gelingt es auf unterhaltsame Weise, das Thema Umwelt- und Artenvielfalt in eine kindgerechte Handlung zu verpacken. Die übertriebene Ordnungsliebe und das zwanghafte Rasenmähen werden nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit viel Witz und aus Sicht der betroffenen Tiere geschildert. Dadurch wird klar: Was für uns Menschen „Ordnung“ bedeutet, kann für viele kleine Lebewesen den Verlust ihres Zuhauses bedeuten. Gerade in Zeiten des Insektensterbens und der Diskussion um Naturgärten statt Steingärten ist das Buch ein wertvoller Beitrag zur frühen Umweltbildung. Kinder lernen, dass Vielfalt, Wildwuchs und Unordnung in der Natur nicht nur erlaubt, sondern notwendig sind.

Kai Pannens Sprache ist bildhaft, humorvoll und zugleich feinfühlig. Die Dialoge sind lebendig, die Figuren charmant gezeichnet – man fiebert mit, lacht mit und erkennt dabei ganz nebenbei gesellschaftliche Strukturen wieder. Die Illustrationen sind detailreich und liebevoll gestaltet und runden das Lese- und Vorleseerlebnis wunderbar ab.

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Alice Hemming und Nicola Slater – Der Sonnendieb

Im Herbst bemerkt das kleine, schlaue Eichhörnchen, dass sich etwas verändert: Die Sonne scheint jeden Tag ein bisschen weniger. Es wird dunkler und kälter. Das Eichhörnchen ist sich sicher: Jemand stiehlt die Sonne!


Sofort beginnt es, den vermeintlichen Sonnendieb zu entlarven. Misstrauisch beobachtet es seine Waldmitbewohner, besonders die Fledermaus. Doch am Ende erkennt das Eichhörnchen: Niemand hat die Sonne gestohlen – der Wechsel der Jahreszeiten ist ganz natürlich. Das Buch endet mit einem humorvollen Aha-Moment, der zeigt, dass nicht alles, was anders ist, gleich bedrohlich sein muss.

Das Buch ist ein wunderbarer Einstieg, um mit Kindern über den Herbst, den Lauf der Sonne, und den Wechsel der Jahreszeiten zu sprechen. Es erklärt kindgerecht, warum die Tage kürzer werden – eingebettet in eine humorvolle Detektivgeschichte. Das Eichhörnchen interpretiert die Veränderungen zunächst falsch – es glaubt an einen Diebstahl und verdächtigt andere Tiere. Diese kindlich-logische Fehleinschätzung lädt zum Nachdenken ein:

  • Wie entstehen falsche Vermutungen?
  • Warum ist es wichtig, Dinge genau zu beobachten, bevor man urteilt?
    So werden kritisches Denken, Wahrnehmungsschulung und Toleranz gefördert.

Das Verhalten des Eichhörnchens regt Gespräche über Missverständnisse, Vorurteile und den Umgang mit anderen an. Kinder können überlegen, wie man freundlich mit Irrtümern umgeht oder wie man sich fühlt, wenn man fälschlich beschuldigt wird.

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Michael Petrowitz – Gruselgeschichten

Diese Ravensburger-Reihe bietet in der 1. Lesestufe vier kurze Gruselgeschichten für Erstleser an. Aktionsreiche Szenen mit einem Vampirmädchen, einer Klassenfahrt von Geistern oder einem Spiel zwischen „1. FC Zombie“ und „SC Gerippe“ bieten Abwechslung ohne übermäßigen und allzu großen Grusel. Die Texte sind in einfacher Sprache gehalten, mit großer Fibelschrift und kurzen Kapiteln – genau passend für Leseanfänger. lediglich die Silbenschrift hätten wir uns zum Ende des 1. Schulajhres gewünscht, um Erstklässlern das Erlesen zu erleichtern.

Die ansprechenden Illustrationen begleiten die Szenen, stützen zusätzlich das Leseverständnis und steigern das Lesevergnügen. Am Ende des Buches gibt es zu jeder Geschichte Quizfragen , die von aufmerksamen Lesern beantwortet und mit Stickern belohnt werden – das steigert das Erfolgserlebnis und das Textverständnis ungemein.

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Andrew Bond und Julie Völk – Die Raupe spinnt

Die kleine Raupe erzählt ihrem Freund, dem Regenwurm, dass es sich bald etwas in ihrem Leben verändern wird. Das spürt sie einfach tief unten im Bauch. Sie glaubt gar in einer anderen Gestalt fliegen zu können. Der Regenwurm tut dies schnell als Hirngespinnst ab …bis die Raupe ihm bald das Gegenteil beweisen wird.

Andrew Bond nutzt die Metamorphose der Raupe als kraftvolle Metapher für Wachstum, Selbstvertrauen und den Mut auf sein Bauchgefühl zu hören. Die gereimte Sprache wirkt einfühlsam und regt zum Nachdenken an.

Julie Völk bereichert die Geschichte mit zarten, fein ausgearbeiteten Aquarellillustrationen. Ihr feines Bildkonzept öffnet Blickwinkel – hinaus aus der Wiese, hinauf in den Himmel, hinein in eine neue Sicht auf die Welt und schließlich in die eigenen Gefühlswelt.

Das Buch lehrt Kinder, auf ihre Intuition zu hören, Veränderungen zu vertrauen und stolz zu sein, wenn andere ihre Träume nicht verstehen: „Manchmal muss man einfach spinnen…“ sagt die Raupe und plädiert dafür, dass Taten Worten folgen müssen. irgendwann muss man sich einfach auf den Weg machen.

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