Sam McBratney und Anita Jeram – WEißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?

Der Kinderbuchklassiker „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“ wird 30 Jahre alt! Diese Liebeserklärung ging durch etliche Kinderzimmer und der Hasenvergleich der Reichweite der Liebe wird jedem Erwachsenen ein Begriff sein.

Bis zum Mond …
…und wieder zurück haben wir uns lieb.

Wie weit reicht die Liebe? Die beiden Hasen erklären sich gegenseitig ihre Zuneigung und beginnen zunächst mit einer messbaren Distanz. Der kleine Hase breitet die Arme aus und verdeutlicht damit seine innige Liebe. Doch die Armlänge des großen Hasen ist größer, sodass weitere Versuche unternommen werden, die Liebe in Bezug auf ihre Größe zu dehnen.

Nachdem die Körpermaße ihre Grenzen erreicht, wird die Messbarkeit in das Visuelle übertragen. Schließlich landen beide Hasen müde im Blätterbett und sind sich einig, dass ihre Liebe ins Unendliche geht und vergleichbar mit der Strecke zum Mond und zurück erscheint.

Dieses Bilderbuch ist nun als Geschenkausgabe im Kleinformat erhältlich und erwärmt weiterhin die Herzen aller Liebenden, egal in welcher Beziehung man zueinander steht, sei es als Eltern-Kind, Großeltern-Enkel oder einfach Verliebte jeden Alters. Man kann nicht oft genug, seine Zuneigung bekunden.

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Astrid Lindgren und Astrid Henn – Michel in der Suppenschüssel

Rezension

Da balanciert er also mit einer Suppenschüssel auf dem Kopf und trotzdem erahnt man das verschmitzte Lächeln, die Bewegungsfreude und den Einfallsreichtum dieses Jungen. Die blonden Haare und das blau-weiß gestreifte Hemd, lassen den Leser schnell erahnen, um welchen Lausbub es sich handelt – Michel aus Lönneberga.

MIt Astrid Lindgrens Geschichten sind unzählige Kinder groß geworden. Jetzt dürfen sich zukünftige Lindgren-Fans auch freuen. Denn Astrid Henn hat den Klassiker neu und liebenswert illustiert. Es wirkt frisch, modern und lädt zu vielen heiteren Geschichten ein, die keineswegs an Charme und Herzenswärme eingebüßt haben.

Beim Lesen oder auch Vorlesen kommt es einem wie das Aufsuchen eines heilen Zufluchtorts vor. Es ist fast wie Urlaub, wenn man Michel in seiner Leichtigkeit und Unbekümmertheit erlebt. Durch seine immerwährenden Flausen im Kopf, schafft er es unseren Kindern zu zeigen, dass das Leben um uns herum passiert. Der Mensch braucht nicht viel, um selbst tätig und erfinderisch zu werden. Die Abenteuer klopfen regelrecht an die Tür. Man braucht sie nur zu öffnen.

In diesem ersten von insgesamt drei Bänden finden sich drei Geschichten. Jede Doppelseite erstrahlt in pastelligen Farbtönen. Die Charaktere des schwedischen Dorfes sind langgezogen, mit einem markant kleinen Kopf, was den Wiedererkennungswert erhöht. Den Tieren sind die Gefühle an den Gesichtern abzulesen, wenn etwa die Katze genervt sich erneut vor Michel retten muss, nur weil er gucken möchte, ob er schneller laufen kann als sie. Genau diese Ideen sind so wertvoll, denn sie zeigen, dass Experimentierfreude und ein wacher Geist unheimlich viel zum Entdecken bieten.

Ferner werden hier Werte und Tugenden vermittelt, die für einige Kinder vielleicht gar nicht mehr gegenwärtig sind. Statt die Suppenschüssel kaputt zu schlagen, entscheidet sich die Familie einen Arzt aufzusuchen. Die Suppenschüssel hat schließlich vier Kronen gekostet. Also muss der Junge ausharren. Schließlich ist die Blödelei selbst verschuldet. Grundsätzlich wird hier Kaputtes noch zusammengeleimt.

Michel ist kreativ, originell in seiner Denkweise, überlegt umfassend, sucht nach alternativen Wegen und lässt sich nicht durch einen umgefallenen Baustamm stoppen. Er springt rüber und bahnt sich seinen Weg. Wenn unsere Kinder all dieses und noch viel mehr aus diesem Klassiker mitnehmen, dürfen Erwachsene die Geschichten von Astrid Lindgren immer und immer wieder vorlesen.

Blick ins Buch
Fazit

Geschichten rund um Michel kommen nie aus der Mode und machen sich auch im neuen Gewand sehr gut!

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