Im Bilderbuch Pezzettino von Leo Lionni wird ein Quadrat personifiziert und begibt sich auf die Suche nach dem eigenen Ich. Besonders in der Schuleingangsphase ist es eine Thematik, die viele Kinder beschƤftigt. Es geht darum, seinen Platz in der Gemeinschaft zu finden. Es geht um Zugehƶrigkeit, Selbstfindung und IdentitƤt. Pezzettino beschlieĆt seine Freunde um Rat zu fragen und erkundigt sich, ob es ein Teil ihrer Selbst ist. Die Antwort all der Wesen, die selbst aus mehreren Quadraten bestehen, ist immerzu āNein, tut mir leid.ā Was anfƤnglich sich nach Ablehnung anfühlt, wƤchst im Laufe der Geschichte zur Erkenntnis hinaus, dass er selbst für sich steht und damit ganz und gar fertig und vollstƤndig ist. Als er das versteht, ist er glücklich und erleichtert.
Der Aufbau der Geschichte lädt dazu ein, es im Deutschunterricht der Schuleingangsstufe einzubinden. Dieses Material liegt in 2-facher Differenzierung vor und kann am Ende der 1. Klasse oder im Laufe der 2. Klasse Anwendung finden. Ein Deckblatt zeigt anhand der Sterne die Differenzierungsform an. Alle Arbeitsblätter sind ähnlich aufgebaut, sodass nach der ersten Erläuterung die Kinder selbstständig im Heft arbeiten können. Es gilt immer die kurzen Texte zu lesen, entsprechend zu malen, einen durcheinander gewürfelten Satz richtig zusammen zu puzzeln und aufzuschreiben.
Die einfachere Variante beinhaltet Silbenschrift und weniger Text. Beim Abschreibtext ist der Satzanfang groĆ geschrieben und das Satzschlusszeichen bereits gesetzt, wƤhrend bei den schwierigeren Aufgabenformaten der Lesetext umfangreicher ist und die Satzteile vollstƤndig in GroĆbuchstaben verfasst wurden.
Beim Malen der Figuren ist es mƶglich die Kinder mit Buntstiften arbeiten zu lassen oder ihnen bereits ausgeschnittene farbige Quadrate an die Hand zu geben, sodass sie die Figuren erst legen und anschlieĆend aufkleben kƶnnen. Aus Transparenzgründen sollte vorab geklƤrt werden, ob an den Vierecken Teile abgeschnitten werden dürfen.
Das letzte Arbeitsblatt bildet eine Ćberleitung zum Kind, indem es die Fragestellung aufwirft āWer bist du?ā. Kinder werden angeregt, sich zu überlegen, was sie persƶnlich besonders gut kƶnnen und es mithilfe der Anlauttabelle zu verschriftlichen. AuĆerdem besteht die Herausforderung sich selbst und die eigene StƤrke als eine abstrakte Personifizierung in Form von Quadraten darzustellen. Alternativ besteht die Mƶglichkeit, eigene Figuren, unabhƤngig von sich, zu entwerfen und sie mithilfe des Stempeldrucks mit Moosgummi aufs Papier zu bringen. Die Beschreibung der Gestalten mit āDer, der ā¦ā wurde übernommen und durch die geschlechtersensible Variante āDie, die ā¦ā ergƤnzt.






