Im Garten der Pusteblumen – Unterrichtsmaterial | Minibuch rund um Wünsche

Im Garten der Pusteblumen ist eines der poetischsten Bilderbücher zu den Themen „Wünsche, Träume und Zukunftsvorstellungen“. Die kleine Schneiderin steht als Protagonistin sinnbildlich für Sehnsüchte, Visionen und regt den Leser dazu an, sich selbst weiter zu entwickeln und zu verwirklichen. Ziele im Leben spornen zu Handlungen an und halten uns am Brennen. Etwas zu finden, wofür man bereit ist dazu zu lernen, sich anzustrengen und es schließlich verwirklicht erfahren darf, ist ein unbeschreibliches Lebenselixier.

Anna nimmt ihren Herzenstraum in die Hand und schafft es durch Eigeninitiative ihre Vision zu realisieren. Der Pusteblumengarten ist als Symbol für das „In-sich-hineinhören-können“ zu verstehen, als ein Ort der Wunscherfüllung, der in uns allen schlummert und bei manchen erst betreten werden möchte. Die Perfekten Maschinen verdeutlichen genau das Gegenteil und nehmen den Bewohnern des Windmühlentals alles ab, sodass sie das Wünschen vergessen. Es lohnt sich Gedanken über die evtl. Vor- und Nachteile des technischen Fortschritts zu machen.

Besonders am Jahresanfang reflektieren Menschen gerne das Bisherige und starten mit neuen Vorsätzen ins Jahr. Mit diesem Minibuch werden schon die jungen Schülerinnen und Schüler für mehr Achtsamkeit sich gegenüber sensibilisiert. Es ist behilflich, über eigene Hoffnungen und Wünsche nachzudenken und stoßt zudem zur Unterscheidung von erfüllbaren und nicht erfüllbaren bzw. materiellen und ideellen Wünschen an.

Alexandra Helmig und Stefanie Harjes – Der Stein und das Meer

Rezension

In einem Meer,
wo die Wellen hohe Purzelbäume schlagen.
An einem Strand,
wo der Wind mit den Sandkörnern spielt.

Mit diesen poetischen Zeilen beginnt und endet das Bilderbuch, das vom Leben und der Zeit erzählt. Ein grüner Stein, der auf den Namen Sören getauft wurde und somit personalisiert für den Menschen steht, liegt seit einer Ewigkeit auf einem hohen Felsen.

Dort beobachtet er die Vögel und die Wellen und fühlt sich vom wirklichen Leben ausgeschlossen, ganz und gar unberührt. Er träumt davon, ins Meer zu kommen. Er hat Glück. Irgendwann kommt das Meer zu ihm und reißt ihn mit in die wilden Fluten. Auf dem Grund des Meeres, wird er Jahr für Jahr geschliffen und jeden Tag verliert er ein Stückchen von sich. Er wird kleiner und kleiner und glatter und glatter. Irgendwann ist er von den Geschichten der Meeresbewohner müde und erkennt, dass der perfekte Ort sein Zuhause ist. Er hat erneut Glück.

Dieser Bilderbuchschatz schildert so poetisch, wie man es selten in Büchern findet, den Verlauf des Lebens. Der jugendliche Drang zur Entdeckung und die damit verbundenen Wünsche und Sehnsüchte, die Handlungen antreiben, ist stark zu spüren. Erfahrungen, die einen polieren und schleifen, gut und schlecht, die einen vielleicht auch glatt werden lassen, weil das Leben einen prägt. Und irgendwann, in aller Weisheit und getränkt mit dem Saft des Lebens, kommt die Zeit und der Wunsch zurückzukehren, zur Basis, zum Ursprungsort, nach Hause.

„Der Stein und das Meer“ ist vordergründig ein Buch für Erwachsene, weil die Botschaft so tiefgreifend ist. Es ermuntert zum selbstständigen Weiterdenken. Es ist nicht dafür gedacht, Erklärungen zu geben, sondern mehr Fragen als Antworten zu entdecken und gleichzeitig über die Relativität der Zeit und verschiedener Sichtweisen zu sinnieren, ohne beliebig zu werden. Das ist auch der Grund, warum mir die Illustrationen, die so eigen sind, außergewöhnlich gut gefallen. Sie öffnen die Tür zur Andersartigkeit, zum Hinterfragen, Bestaunen und Wundern. Sie wecken Reaktionen. Sie bewegen.

Blick ins Buch

Fazit

Auseinandersetzung mit elementaren Fragen des Lebens

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