Renate Seelig – Mein erster Hör-Brockhaus

„Hören und Entdecken“ – diese beiden Worte treffen den Umgang mit diesem Buch sehr gut. Das Bunte Bilder-ABC ist in der deutschen und englischen Sprache verfasst. Es sind insgesamt 1500 Alltagsgeräusche, Reime, Dialoge, Lieder und Texte zum Hören versteckt. Sofern man auf das Wort tippt, wird einem das Wort vorgesprochen. Tippt man jedoch auf das Bild, so wird man mit einem Zungenbrecher, einer Frage oder einem Lied überrascht. Auf  Wimmelbildern deuten einige Hörsymbole auf die Stelle, wo man etwas zu hören bekommt. Eine deutsche und eine englische Fahne zeigen die jeweilige Sprache an, in der die Hörüberraschung zu erwarten ist. Meistens ist es dieselbe Aussage, die in beiden Sprachen wiederholt wird, sodass die Kinder sich den englischen Satz quasi übersetzen lassen können.

Ich erwischte mich in der Tat dabei eine ganze Stunde diesen Hör-Brockhaus zu erkunden.  Das Wissensbuch wird durch den TING-Stift lebendig und so wird nicht mehr aussschließlich der visuelle, sondern nun auch der auditive Kanal angesprochen.  Die 128 Seiten sind so abwechslungsreich gestaltet und vertont worden, dass es zu keiner Sekunde auch nur annähernd langweilig wird. Auch Kinder finden die Hörüberraschungen sehr spannend, unterhaltsam und aber auch lehrreich. Seite für Seite erweitern sie ihren deutschen Wortschatz, singen mit, antworten auf Fragen, machen die Geräusche nach oder wiederholen die Reime und Verse. Um einen kleinen Einblick zu bieten, hier einige beispielhafte Hörüberraschungen: Lied „Lasst uns froh und munter sein“, unterschiedliche Vogelgezwitscher, Zungenbrecher „Fischers Fritz fischt…“, Nationalhymne, „Froh zu sein, bedarf es wenig …“ etc.

Die Bilder sind wohl Geschmackssache: Vieles ist vereinfacht dargestellt ohne Ecken und Kanten, alles ziemlich rund. Ich bevorzuge mehr „Leben“ in den Illustrationen, doch den Kindern gefällt es und für sie ist das Buch schließlich konzipiert worden! Der TING-Stift setzt manchmal aus und verweigert seinen Dienst. Da hilft es den Stift auf den „“Aktivierungspunkt“ noch einmal anzutippen, dann kann es mit der Entdeckung weitergehen. Den besondere Reiz machen jedoch die zahlreichen Audiofiles, die in diesem Buch hinterlegt sind und die es zu entdecken gilt.

Entdeckendes Lernen in einen Mantel mit viel Freude und Spaß gehüllt! Toll!

bei amazon.de

Karen Richardson – Langenscheidt Grundschulwörterbuch Englisch

Dem Slogan „Von Grundschul-Lehrerinnen und -Lehrern empfohlen“ kann ich nur zustimmen. Denn auch ich empfehle dieses Grundschulwörterbuch vielen Eltern, die mit ihren Kindern auch zu Hause Englisch üben wollen. Ich weiß bereits aus sicheren Quellen, dass dieses Wörterbuch unter einigen Weihnachtsbäumen dieses Jahr liegen wird…aber pssst!

Die oben abgebildete Ausgabe würde ich jedoch nicht empfehlen. Lieber 5 Euro zusätzlich investieren und die TING Edition kaufen. Dafür benötigt man natürlich einen TING Stift, der mit 35 Euro zusätzlich zu Buche schlägt. Aber es lohnt sich! Grundschulkinder können und sollten die englischen Wörter nicht erlesen, sondern sie ganzheitlich erfassen. Ohne Stift ist das Wörterbuch zum Wiederholen bereits gelernter Wörter, bei denen das Lautbild bereits gesichert ist, sinnvoll. Zum Lernen neuer Wörter absolut abzuraten. Denn jeder weiß, dass das Schriftbild mit dem Klangbild vieler englischer Wörter oft nichts gemein hat! 🙂 So könnte sich die falsche Aussprache fossilisieren und das  bekommt man später nur schwer wieder raus.

Das Wörterbuch ist nach Themen unterteilt, die alle Erfahrungsfelder des Lehrplans NRW abdecken. In  vielen Lehrwerken kommen daher die Themen zum Teil mit der gleichen Bezeichnung auch so vor: On the farm, My home, Feelings, Clothes, My day, At school, Food and Drinks, Shopping etc. Ein Wörterverzeichnis Englisch-Deutsch und Deutsch-Englisch rundet das Buch ab und ist für viele Kinder sehr sinnvoll, die  nach bestimmten Wörtern suchen. Als Einleitung für jedes Kapitel dient eine farbenfrohe Seite, die in der Mitte meist ein großes Bild enthält und alle wichtigen Gegenstände bzw. Personen darstellt. Um das Bild herum werden die key words zu diesem Thema noch einmal verdeutlicht, ohne der  deutschen Übersetzung. Das finde ich richtig gut, denn wir sollen ja auch vom Übersetzen wegkommen und das Bild ist meist Erklärung genug! Auf den darauf folgenden Seiten werden die wichtigsten Wörter zu diesem Wortfeld alphabetisch gelistet, hier wieder mit deutscher Übersetzung und zusätzlichen Beispielsätzen, die von dem TING Stift, sofern man darauf tippt, ebenfalls vorgesprochen werden.

Die mitgelieferte Audio-CD enthält nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, alle im Buch vorkommenden  Wörter, sondern 19 lebendige Hörspielszenen. In diesen Hörspielszenen werden die Bilder, die die jeweiligen Kapitel einleiten, als Grundlage für Rätsel genommen. So soll zum Beispiel erraten werden, welches Familienmitglied hinter, vor oder neben auntie Emma steht. Hier werden die Themenfelder vernetzt und finden spielerisch Anwendung, die Hörspielszenen sind motivierend und unterhaltsam.

Die TING-Ausgabe mit dem dazugehörigen Stift ist definitiv für Grundschulkinder auch bereits ab dem ersten Lernjahr sehr zu empfehlen! Für mich bisher das beste Grundschulwörterbuch für Englisch!

https://papillionisliest.com/wp-content/uploads/2010/07/5-stars1.jpg?w=600

bei amazon.de

Englisch lernen Bild für Bild – Bei uns zu Hause und Zauberquartett Englisch

Da ich öfter von Eltern gefragt werde, wie sie denn mit ihrem Kind Englisch üben können, hier meine Empfehlung: Zwei Spiele, die Spaß machen, verschiedene Themenbereiche ansprechen und sehr ansprechend gestaltet sind. Diese Spiele eignen sich auch hervorragend für die English Corner im Klassenzimmer für Freiarbeitsphasen.

Das Spiel Englisch lernen Bild für Bild beinhaltet 100 Bildkarten und ist speziell für Kinder im Grundschulalter konzipiert worden. Das oben links dargestellte Spiel konzentriert sich vordergründig auf die Thematik at home. Dabei ist es auch noch innerhalb dieses Themas aufgeteilt in: family, rooms and furniture, toys etc. Dabei finden nicht nur Nomen Beachtung, sondern auch Verben wie eat oder drink. Dieses finde ich persönlich sehr wichtig, denn oft wird diese Wortgruppe vernachlässigt. Auf der Vorderseite jeder Karte wird das englische Wort und das dazu passende Bild abgebildet. Auf der Rückseite befindet sich das gleiche Bild mit einer deutschen Übersetzung. Für meinen Geschmack hätte man auf den englischen Artikel „the“ verzichten können und ebenso auf die deutsche Übersetzung, da die Bedeutung sich aus dem Bild erschließen lässt.

Auf dem beiliegenden Zettel befinden sich Elternhinweise, auf denen auf die richtige Aussprache der Wörter verwiesen wird. Auch die ersten Schritte und weitere Spielideen werden verständlich dargestellt. Folgende Spiele lassen sich mit diesen Bildkarten realisieren:

  • Odd one out
  • What’s missing?
  • I spy with my little eye

Das Zauberquartett Englisch widmet sich den Themenbereichen food, sweets, drinks, clothes, animals etc. Der Fokus bei allen Karten ist auf die Magie gelegt, so tauchen bei Tieren natürlich cat, bat oder ein unicorn auf. Das Ziel dieses Spiels ist es möglichst alle vier Karten aus einem Themenbereich zu sammeln. Dazu soll folgende Frage- und Antwortstruktur verwendet werden: „Can you give me the (cat), please?“ – „Yes, I can.“ oder „No, Ican’t.“
Die Karten sind ansprechend illustriert und wirken motivierend. Als ein Extra-Bonbon gelten hier die Zaubertricks, die mitgeliefert werden, so können die Kinder selbst zu Zauberern werden und nebenbei einige Kunststücke erlernen.

Mit einigen Veränderungen sind die Spiele sehr zu empfehlen!

bei amazon.de