Johanna Prinz und Stefanie Jeschke – Montags ist immer Safari

Unter dem Akazienbaum in Afrika haben sich die Tiere optimal an ihre Umgebung und die Lebensumstände angepasst. Jeden Montag kommen Touristen in Jeeps angefahren. Für diese besondere Safari-Tour legen sich die Tiere ins Zeug und präsentieren das feinste Tourismus-Theaterprogramm. Jeder Schritt und je Handlung ist bis ins Detail einstudiert. Sie jagen sich gegenseitig, zeigen ihre Krallen und schlagen Haken und Purzelbäume. Jeder ist auf seine Weise glücklich mit dem Schauspiel.

Doch hier hört der Eingriff des Menschen in die Natur nicht auf. Sie planen den Bau von Bungalows und zwar genau dort, wo sich das Wasserloch der Tiere befindet. Gemeinsam überlegen sie sich eine abenteuerliche und amüsante Lösung.

Es dauert etwas bis der Lauf der Geschichte in Fahrt kommt. Besonders für jüngere Kinder hätten die anfänglichen Kapitel etwas mehr Struktur vertragen können, kürzere Sätze und eine fokussiertere inhaltliche Ebene. Etwas weniger Charaktere würden den ersten Seiten ebenfalls gut tun. Die Botschaft dagegen ist aktuell und nimmt den Naturschutz in den Fokus. Die Tiere werden zu denjenigen, die die Menschen eigentlich an der Nase herum führen. Die eingeflossenen Sachinformationen sind lehrreich und regen zum Weiterdenken an.

Die Tiere sind mit besonderen Eigenschaften und Charakterzügen ausgestattet, die im Verlauf der Geschichte als wichtig und bedeutend erlebt werden. Die Themen Andersartigkeit und Akzeptanz sind hier gekonnt berücksichtigt worden.

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Julia Boehme – Tafiti und der Honigfrechdachs

Tafiti und der Honigfrechdachs

Im siebten Band über das pfiffige Erdmännchen Tafiti und seinen Freund Pinsel dreht sich alles um Honig. Das Honigglas ist wieder leer. Doch sie sind sich sicher, dass bei den Bienen neuer Frühstückshonig zu finden ist. Die Bienen verteidigen ihr Wertvollstes allerdings mit spitzen Stacheln. Der freche Dachs Melle soll helfen. Dafür will er aber den meisten Honig für sich einsacken. Zu allem Überfluss bleibt dieser auch noch in einem hohlen Baumstamm stecken.

Wer kann helfen? Kleine Freunde, ein Heerschaar von Termiten, erweisen sich als große Helfer und kommen Tafiti schließlich zu Hilfe. Zusammen ist man ziemlich stark!

Tafiti, der kleine Savannenbewohner, ist bereits zum richtigen Star avanciert. Es empfiehlt sich jedoch mit den Abenteuern zum ersten Band zu beginnen. So haben Kinder die Möglichkeit den Charakter richtig kennen zu lernen und ins Herz zu schließen.

Bei jungen Kindern rate ich dazu erst das Buch gemeinsam zu lesen. Hier sind viele tolle Bilder enthalten, die den Kindern helfen in diese afrikanische Welt einzutauchen und passende Bilder im Kopf zu kreieren. Die Hör-CD empfehle ich Kindern ab 6 Jahren. Der Sprecher gibt sich alle Mühe die Charaktere durch entsprechende Betonung zum Leben zu erwecken und gibt sich gar beim Lispeln in der Rolle des Löwen King Kofi größte Mühe, doch aufgrund der fehlenden musikalischen Inszenierung fällt es jungen Kindern schwer sich über einen längeren Zeitraum auf den Inhalt zu konzentrieren. Die Quintessenz ist bedeutsam. Es geht um Mut, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Freundschaft. Außerdem wurden lehrreiche Informationen rund um Bienen und Honig in die Geschichte eingebunden.

Tafiti und der Honigfrechdachs

Ein liebevoller Charakter umwoben mit lehrreichen Sachinformationen.

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