Jochen Hering – Kinder brauchen Bilderbücher: Erzählförderung in Kita und Grundschule

Bilderbücher bergen viele Chancen hinsichtlich der Vermittlung von Weltwissen und  Sprachförderung von Kindern. Dieses Buch zeigt wie man möglichst viel aus den Büchern herausholen kann. Es stellt das Medium Bilderbuch erzählend-anschaulich und systematisch-fachlich vor.

Jochen Hering widmet sich zunächst der „Kunst des Erzählens“ und betont die große Gewichtigkeit dieser Fertigkeit. Das innere Lexikon wird genauso aktiviert wie die Spontanität, die Fähigkeit Zusammenhänge herzustellen, Höhepunkt voller Intensität einzubauen und Geschichten durch die Augen der anderen zu sehen. Hier werden durch die Komplexität viele unterschiedliche Fähigkeiten gefördert. Bei der theoretischen Darstellung der Erzählstruktur im Bilderbuch bedient sich der Autor zahlreicher, auch aktueller Beispiele.

Besonders gelungen ist die Zusammenstellung der Qualitätskriterien für ein „gutes Bilderbuch“, damit die Bilderbuchauswahl auf Zustimmung der Kleinen stößt. Die Beachtung der Vorlieben der Adressaten spielt natürlich auch eine große Rolle. Anschließend werden als Rahmen und Grundlage für die praktische Arbeit mit Kindern Prinzipien der Erzählförderung anhand einer Projektarbeit in der Kita dargestellt. Hier werden explizite Erzählkarten gezeigt, die dabei helfen sein Lieblingsbuch vorzustellen. Das Juwel ist wohl das letzte Praxiskapitel. Hier finden sich 9 konkrete, aufeinander aufbauende Arbeitsideen. Neben Bildimpulsen zu freiem Erzählen, steigt der Anspruch der Aufgaben bis hin zur theatralen Arbeit mit Kettengeschichten. Untermalt werden die Vorschläge stets mit passenden Bilderbuchvorschlägen, die Lust darauf machen, das Meiste  aus der Geschichte herauszuholen!

Erzählförderung im Anfangsunterricht – Instrument gegen Spracharmut bei Kindern

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Claudia Scholl – Inselwelt und Ritterburg

Claudia Scholl präsentiert in diesem Buch ansprechende Beispiele für Spielwelten aus Pappe auf einem Quadratmeter. Die Vorschläge sind gut umsetzbar und alles was man dafür braucht ist Pappe und Alltagsgegenstände, die nicht viel Geld kosten. Manche Spielwelten lassen sich ein- und wieder ausklappen, mit Farbe ausmalen, beschriften oder zurecht schneiden. Die Kunstobjekte wurden sehr kreativ und inspirierend von Anita Back fotografisch eingefangen.

Das Schöne daran ist, dass es keine „perfekten“ Beispiele sind, sondern von Kindern angefertigte Exemplare mit Macken und Fehlern. Sie scheinen vor Kreativität und Einfallsreichtum zu strotzen. Die Ergebnisse sind oft auf einer Doppelseite großformatig dargestellt. Darauffolgend erscheint die Angabe zum benötigten Werkzeug, zur Vorgehensweise, wobei hier auch noch einzelne Zeichnungen die jeweiligen Schritte unterstützen.

Die Lust am Selbermachen wird schon beim Betrachten geweckt. Die Bandbreite der Objekte ist groß. Hier finden sich Tischkicker, Städte, Kaktus-Garderoben, Zukunftshäuser, Trauminseln, Kiosk-Stände, Zoo-Boxen, Berglandschaften, Geschäfte und vieles mehr. Viele Vorschläge können in der Schule oder Aula als Ausstellungsstücke zur Verschönerung des Schulgebäudes umgesetzt werden. Auch auf Kindergeburtstagen wird die eine oder andere Aktivität sicherlich viele Kinder begeistern.

Anregende und praktikable Vorschläge im modernen Gewand fotografisch eingefangen.

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