Stéphanie Vernet und Camille de Cussac – Büchermenschen: Wie ein Buch enststeht

Nicht nur die farbenfrohe Aufmachung wirkt emsig und turbulent, auch im Buch geht es rasant zu. Die Bücherliebe wird auch bei der Aufmachung gehaucht. So wurde es mit einer Schweizer Bindung veredelt, sodass die beschnittenen Pappen in besonderer Ausstattung glänzen.

Die Illustrationen der Französin Camille de Cussac sind auf das Wesentliche reduziert und gleichzeitig exzentrisch. Die Figuren und Charaktere wirken teilweise skurril und sind in blaue, grüne und rote Hautfarbe getaucht. Es ist ein leichter und doch interessant sanfter Wahnsinn, der sich hier uns präsentiert. Die Illustrationen müssen zwar den Geschmack der Betrachter erst treffen, doch dann brillieren sie in Perspektive, in Mustern und vor allem Nonkonformität, vielleicht sogar Ironie.

Inhaltlich geht es um Büchermenschen, also jene die beim Entwicklungsprozess beteiligt sind. Zwischen dem Autor und dem Leser ist ein langer Weg. Leserinnen und Leser ab 8 Jahren erfahren hier interessante Fakten rund um Berufe und Aufgaben und blicken hinter die Kulisse eines Buchentstehungsprozesses. Was tut eine Stenografin? Wie viel Geld bekommt der Autor von einem seiner verkauften Bücher? Ab wann gilt ein Buch als Bestseller?

Und dann gibt es noch neben Literaturkritikern, die ihre Meinung zu Büchern in Printmedien hinterlassen, auch Buchblogger und Influencer, die ebenfalls als Sprachrohr dienen und andere Menschen für Bücher begeistern wollen. Bookstagrammer werben für empfehlenswerte Bücher, sodass Leserinnen und Leser sich in den Geschichten verlieren können. Lesen bedeutet auf Reisen zu gehen, ohne sich körperlich bewegen zu müssen. Hier liegt die Magie der Fantasie.

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