Susanne Nort – Zwischen den Toren

Klappentext:

„Alana, Tochter der Tore, besitzt die Gabe, die Seelen Sterbender zum Todestor zu begleiten oder sie von dort zurückzurufen. An ihr ist es, die Rückkehr des Verlorenen in die Welt der Lebenden zu verhindern. Doch als Alana gezwungen wird, die Seele des ersten Kriegslords Jarell zurückzuholen, statt ihren sterbenden Vater zu begleiten, machen Zorn und Verbitterung sie unvorsichtig und angreifbar. Die Hinterlist des Verlorenen scheint aufzugehen …“

Inhalt:

Alana stellt bereits früh fest, dass sie eine besondere Gabe besitzt und Menschen vor dem Tod bewahren kann oder sie aber auch auf dem Weg zum Tor des Todes zu begleiten und zu beschützen. Sie wird von ihren Eltern zu den Töchtern der Tore geschickt, die sie weiter unterrichten sollen. Mit ihrem nun erworbenen Wissen wird sie schließlich die Gehilfin eines Heilers und rettet dem ersten Kriegslord Jarell das Leben. Zeitgleich jedoch stirbt auch ihr Vater, ein einfacher Bauer, dem sie allerdings nnicht helfen kann und so macht sie ihr Zorn in ihrer Gabe angreifbar. Denn zwischen den Toren verweilt der „Verlorene“ und wartet nur auf eine Gelegenheit, um wieder in die Welt der Menschen zu entfliehen. Er besetzt Jarells Körper und Seele und beginnt seinen Rachezug. Wird es Alana nun gelingen ihren Fehler wieder gut zu machen?

Meinung:

Zwischen den Toren ist der vierzehnte Band der Reihe „Weltenwanderer“, erschienen bei dem Arcanum Fantasy Verlag.
Das Cover fängt die Stimmung des Buches sehr gut ein, es ist ziemlich geheimnisvoll, verwoben und mysteriös. Der Fortgang der Geschichte ist nicht gleich durchschaubar, sodass es bis zuletzt spannend bleibt und ich z.B. bis zur letzten Seite auf eine Romanze zwischen Alana und Calvaron gehofft habe. 🙂 Was die typografische Gestaltung angeht, hätte ich mir eine etwas größerere Schrift gewünscht oder zumindest einen größeren Zeilenabstand. Für die Augen war das doch ziemlich anstrengend, wenn man das Heft am Stück durchliest. Die Charaktere hätten ebenfalls mehr „Fülle“ vertragen können, zwar ist das ein Kurzroman mit nur 60 Seiten, aber mir haben hier und da trotzdem einige Informationen zu den Charakteren gefehlt.
Die Idee an sich ist toll, ich fand vor allem Alanas Aufenthalt in dieser Burg schön und hätte diesen gerne verlängert gesehen. Vielleicht wurde ja hier ein Grundstein für einen Roman gelegt? Ich wäre jedenfalls auf eine Fortsetzung gespannt.

Fazit:

Das Tor wurde einen Spalt breit geöffnet, nun darf die Fortsetzung kommen.

Bewertung: